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IM Metall HQ Organisation MEP IHK-Auswahl 

Wichtiger Hinweis:

  • Die Lösungsvorschläge dienen ausschließlich als Orientierung und Lernhilfe.

  • Keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität.

  • Nutzerinnen und Nutzer müssen alle Angaben, Wege und Ergebnisse selbst prüfen.

  • In mündlichen Ergänzungsprüfungen können Prüferinnen und Prüfer abweichende Lösungswege oder Schwerpunkte erwarten.

  • Keine Haftung für Fehler, Unstimmigkeiten oder daraus entstehende Nachteile.

MEP Organisation – kurz zusammengefasst:

Hier ist zusammengefasst, welche Themen in einer MEP Organisation grob abgefragt werden:

  • Kosten- & Leistungsrechnung (KLR)

  • Organisation im Betrieb

  • Personal & Führung

  • Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz

  • Qualitätsmanagement & Prozesse

  • Materialwirtschaft & Logistik

 

Hinweis: Obwohl der Prüfungsteil „Organisation“ heißt, stellen manche IHKs zusätzlich Fragen aus den Bereichen Technik oder Personal und Führung.
Der Grund dafür ist, dass diese Themen laut Rahmenlehrplan Bestandteil der Orga-Prüfung sind und deshalb ebenfalls abgefragt werden können. Daher nicht wundern. 

Wenn ihr eure eigenen Erfahrungen teilen möchtet, schreibt mir einfach über den Reiter „Kontakt“. Eure Berichte nehme ich gerne auf und ergänze sie wie gewohnt durch passende Lösungsvorschläge.

 

Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Vorbereitung auf die MEP!

-B.L.H.🍀🍀🤙

Wie viele Punkte brauche ich in der MEP?

Die Berechnung ist recht simpel. Schaut nach, wie viele Punkte euch in der schriftlichen Prüfung bis zu 50 % fehlen. Dieser Wert wird mit 2 multipliziert und anschließend werden 50 % addiert.

 

Beispiel 1:
Schriftlich: 44 Punkte
50 − 44 = 6 Punkte
6 × 2 + 50 = 62 Punkte
→ Man muss also in der mündlichen Ergänzungsprüfung mindestens 62 Punkte erreichen.

 

Beispiel 2:
Schriftlich: 30 Punkte
50 − 30 = 20 Punkte
20 × 2 + 50 = 90 Punkte
→ Man muss also in der mündlichen Ergänzungsprüfung mindestens 90 Punkte erreichen.

IHK Bayreuth MEP HQ Metall Orga

IHK Oberfranken / Bayreuth / 07.2023

MEP Orga für Industriemeister Metall

-es ging los mit Projekt, welche Merkmale hat es
-Organisationsformen nennen
-Lasten und Pflichtenheft
-Aufagaben vom Meister wenn eine neue Maschine geliefert wird
-ABC / XYZ Analyse
-Lagerhaltungskosten senken
-Kommunikationsmöglichkeiten im Unternehmen

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

-Welche Merkmale kennzeichnen ein Projekt im Unternehmen?

-Welche Organisationsformen gibt es und welche Merkmale haben sie?

-Was ist der Unterschied zwischen Lastenheft und Pflichtenheft?

-Welche Aufgaben hat ein Meister, wenn eine neue Maschine geliefert wird?

-Erklären Sie ABC- und XYZ-Analyse und deren Bedeutung im Lager.

-Wie kann ein Unternehmen Lagerhaltungskosten senken?

-Welche Kommunikationsformen gibt es im Unternehmen und wofür werden sie genutzt?

Lösungsvorschlag von BLH:

Welche Merkmale kennzeichnen ein Projekt im Unternehmen?

Antwort:

Ein Projekt ist ein zeitlich befristetes Vorhaben mit einem klar definierten Ziel.
Typische Merkmale sind:

  • einmaliger Ablauf, keine Routine

  • begrenzte Ressourcen (Zeit, Budget, Personal)

  • Projektorganisation mit Verantwortlichkeiten

  • planbare Phasen (Start, Planung, Durchführung, Abschluss)

  • besondere Risiken und komplexe Aufgabenstellungen

Ein Projekt unterscheidet sich klar vom Linienbetrieb, weil es zielorientiert, befristet und strukturiert ist.

Welche Organisationsformen gibt es und welche Merkmale haben sie?

Antwort:

Gängige Organisationsformen sind:

  • Linienorganisation: klare Weisungswege, eindeutige Zuständigkeiten

  • Stab-Linien-Organisation: Fachleute beraten die Linie, aber ohne Weisungsbefugnis

  • Matrixorganisation: Mitarbeiter haben zwei Vorgesetzte (z. B. Projekt + Fachabteilung)

  • Spartenorganisation: Gliederung nach Produkten, Kunden oder Regionen

 

Unternehmen wählen je nach Größe und Komplexität unterschiedliche Formen.

Was ist der Unterschied zwischen Lastenheft und Pflichtenheft?

Antwort:

Das Lastenheft beschreibt, was der Auftraggeber benötigt:
Anforderungen, Ziele, Funktionen, Rahmenbedingungen.

Das Pflichtenheft beschreibt, wie der Auftragnehmer diese Anforderungen technisch umsetzt:
Lösungen, Konstruktionen, technische Ausführungen, Vorgehensweise.

 

Kurz:
Lastenheft = WAS wird gebraucht?
Pflichtenheft = WIE wird es umgesetzt?

Welche Aufgaben hat ein Meister, wenn eine neue Maschine geliefert wird?

Antwort:

Ein Meister muss:

  • Lieferung prüfen (Vollständigkeit, Transportschäden)

  • CE-Kennzeichnung und Dokumentation kontrollieren

  • Aufstellort vorbereiten (Fundament, Strom, Druckluft, Sicherheit)

  • Inbetriebnahme planen

  • Mitarbeiter unterweisen und schulen

  • Sicherheitsfunktionen und Not-Aus testen

  • Abnahmeprotokoll erstellen

  • Arbeitsanweisungen und Wartungspläne aktualisieren

 

Ziel: sichere und effiziente Integration der Maschine in den Produktionsprozess.

Erklären Sie ABC- und XYZ-Analyse und deren Bedeutung im Lager.

Antwort:

Die ABC-Analyse teilt Artikel nach Wertanteil ein:

  • A: hoher Wertanteil, geringe Menge

  • B: mittlerer Wertanteil

  • C: niedriger Wertanteil, große Menge

 

Die XYZ-Analyse teilt Artikel nach Verbrauchsregelmäßigkeit ein:

  • X: sehr gleichmäßiger Verbrauch

  • Y: schwankender Verbrauch

  • Z: unregelmäßiger Verbrauch

 

Zusammen ermöglichen ABC/XYZ eine optimale Bestandsplanung und Beschaffungsstrategie.

Wie kann ein Unternehmen Lagerhaltungskosten senken?

Antwort:

Mögliche Maßnahmen sind:

  • Bestände reduzieren (ABC/XYZ-Analyse nutzen)

  • Just-in-time-Lieferungen

  • bessere Bedarfsvorhersagen

  • Losgrößen optimieren

  • Lagerwege und Flächen verbessern

  • Artikel standardisieren

  • veraltete oder langsamlaufende Artikel auslagern

 

Ziel: geringere Kapitalbindung, weniger Platzbedarf, höhere Umschlagshäufigkeit.

Welche Kommunikationsformen gibt es im Unternehmen und wofür werden sie genutzt?

Antwort:

  • Mündlich: Meetings, Gespräche, Schichtübergaben – schnell & direkt

  • Schriftlich: E-Mail, Protokolle, Dokumentationen – verbindlich & nachvollziehbar

  • Digital: Chats, ERP-Systeme, Tickets – schnelle Informationsweitergabe

  • Aushänge/Schwarzes Brett: allgemeine Informationen

  • Formalisierte Kommunikation: Arbeitsanweisungen, Verfahrensanweisungen

 

Gute Kommunikation verbessert Qualität, Sicherheit und Zusammenarbeit.

IHK Bayreuth 17.07.25

Inbetriebnahme einer Maschine
Fertigungsarten/ Prinzipen
Plannkosten Erklärung / zeichnen
Verbrauchsabweichung
Stochastischer deterministischer Materialbedarf
Nettobedarf
C Güter
Druckluftreinigung Arten
Qualitätskosten

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Welche Schritte umfasst die Inbetriebnahme einer neuen Maschine?

- Welche Fertigungsarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?

- Was sind Plankosten und wie werden sie dargestellt?

- Was ist die Verbrauchsabweichung und wie entsteht sie?

- Was ist der Unterschied zwischen stochastischem und deterministischem Materialbedarf?

- Wie wird der Nettobedarf ermittelt?

- Was sind C-Güter und wie werden sie gesteuert?

- Welche Arten der Druckluftreinigung gibt es?

- Welche Arten von Qualitätskosten gibt es?

Lösungsvorschlag von BLH:

Welche Schritte umfasst die Inbetriebnahme einer neuen Maschine?

Antwort:

Bei der Inbetriebnahme kontrolliert der Meister:

  • Dokumentation & CE-Kennzeichnung

  • Aufstellbedingungen: Fundament, Temperatur, Schwingungen

  • Medienversorgung: Strom, Druckluft, Kühlmittel, Absaugung

  • Sicherheitsfunktionen: Not-Aus, Schutzverkleidungen, Verriegelungen

  • Probelauf & Funktionsprüfung

  • Unterweisung der Mitarbeiter nach BetrSichV

  • Erstellung von Abnahmeprotokoll und Wartungsplan

 

Ziel ist ein sicherer, rechtskonformer und produktiver Start der Maschine.

Welche Fertigungsarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Antwort:

  • Werkstattfertigung: gleiche Maschinen gruppiert, flexibel, aber lange Wege.

  • Fließfertigung: fester Ablauf, hohe Stückzahlen, geringe Durchlaufzeiten.

  • Gruppenfertigung / Inseln: kombiniert Flexibilität & Effizienz.

  • Baustellenfertigung: Fertigung direkt am Einsatzort.

 

Fertigungsprinzipien orientieren sich an Reihenfolge, Wegen und Spezialisierung des Materialflusses.

Was sind Plankosten und wie werden sie dargestellt?

Antwort:

Plankosten sind vorab festgelegte Sollkosten für eine bestimmte Ausbringung. Sie bestehen aus:

  • fixen Plankosten

  • variablen Plankosten

 

In der Regel werden sie in einer Plankostenlinie dargestellt:
x-Achse = Beschäftigung,
y-Achse = geplante Gesamtkosten.

Sie dienen zum Vergleich mit Istkosten, um Abweichungen zu analysieren.

Was ist die Verbrauchsabweichung und wie entsteht sie?

Antwort:

Die Verbrauchsabweichung zeigt, ob mehr oder weniger Material verbraucht wurde als geplant.

 

Formel:

Verbrauchsabweichung=(Istverbrauch−Sollverbrauch) × Preis

 

Ursachen:

  • Ausschuss

  • falsche Einstellungen

  • Materialfehler

  • Minderqualität

  • fehlende Schulung

 

Sie zeigt die Effizienz des Materialeinsatzes.

Was ist der Unterschied zwischen stochastischem und deterministischem Materialbedarf?

Antwort:

  • Deterministischer Bedarf:
    Exakt berechenbar, da er aus Stücklisten, Aufträgen und Plänen abgeleitet wird.
    Beispiel: Bau einer Pumpe → genaue Anzahl Schrauben bekannt.

  • Stochastischer Bedarf:
    Unregelmäßig, wird anhand von Verbrauchsstatistiken geschätzt.
    Beispiel: Ersatzteile, Kleinmaterial, Verbrauchsmaterial.

Unternehmen nutzen meist beides, abhängig vom Materialtyp.

Wie wird der Nettobedarf ermittelt?

Antwort:

Nettobedarf=Bruttobedarf − verfügbare Bestände − offene Bestellungen

 

Er berücksichtigt also Lagerbestand, Mindestbestand, Sicherheitsbestand und laufende Bestellungen.
Er gibt an, was tatsächlich beschafft werden muss.

Was sind C-Güter und wie werden sie gesteuert?

Antwort:

C-Güter haben:

  • geringen Wertanteil

  • hohe Stückzahlen

  • geringen Einfluss auf das Betriebsergebnis

 

Beispiele: Schrauben, Muttern, Handschuhe, O-Ringe.

Steuerung:

  • vereinfachte Beschaffung

  • hohe Verfügbarkeit wichtiger als exakte Planung

  • oft Kanban, Sammelbestellungen, Mindestmengen, Rahmenverträge

Welche Arten der Druckluftreinigung gibt es?

Antwort:

  • Wasserabscheider / Zyklonabscheider → grobe Feuchte

  • Kältetrockner → Kondensat auskühlen

  • Adsorptionstrockner → trocknen auf sehr niedrige Taupunkte

  • Filter:

    • Vorfilter (Partikel)

    • Mikrofilter (Ölnebel)

    • Aktivkohlefilter (Öldämpfe, Gerüche)

Reine Druckluft schützt: Ventile, Zylinder, Werkzeuge und Sensorik.

Welche Arten von Qualitätskosten gibt es?

Antwort:

Qualitätskosten setzen sich zusammen aus:

  • Fehlerverhütungskosten
    Schulungen, Prüfpläne, Wartung, Qualitätsmanagement.

  • Prüfkosten
    Messmittel, Prüfpersonal, Wareneingangskontrolle.

  • Fehlerkosten intern
    Ausschuss, Nacharbeit, Maschinenstillstand.

  • Fehlerkosten extern
    Reklamationen, Garantieleistungen, Imageverlust.

 

Ziel ist ein optimaler Kostenmix, sodass Fehler vermieden werden, bevor sie teuer werden.

IHK Bielefeld MEP HQ Metall Orga

IHK Bielefeld 08.2024

Formelsammlung: erlaubt
Taschenrechner: erlaubt

Zuerst kommt man mit mehreren Leuten in einen Vorbereitungsraum, jeder bekommt seine Aufgabe und man hat 30min Zeit diese zu lösen.
Danach kommt man in den Prüfungsraum mit 3-4 Prüfern wo man ca. 15min Zeit hat die Aufgabe vorzustellen und zu erklären. Anschließend werden 2-4 Fragen gestellt (bezogen auf die Aufgabe).

Ich hatte eine BWH Aufgabe wo man die Amortisationsdauer und die Kapitalrentabilität in % einer Anlage berechnen soll
a) Amortisationsdauer in Jahren berechnen
b) warum ist die Amortisationsdauer alleine nicht sehr aussagekräftig
c) Rentabilität in % berechnen

Ich hatte 46.5 Punkte in der schriftlichen Orga Prüfung und habe solide bestanden. Die Prüfer waren ganz entspannt und zuvorkommend.

Lösungsvorschlag von BLH:

Ich empfehle euch, die älteren Orga-Prüfungsaufgaben aus dem HQ-Bereich durchzugehen. Passende Lösungen findet ihr auf YouTube – dort habe ich zu nahezu allen Orga-Aufgaben der letzten zehn Prüfungen ausführliche Videos erstellt.

IHK Bremen MEP HQ Metall Orga

IHK Bremen 07. August 2023

MEP Orga für Industriemeister Metall

-Outsourcing: Was ist das, Vor und Nachteile
-Personalentwicklung, Jobenlargment, rich, Rotation, Wie und was mache ich als Meister.
-Just in Sequence und Just in Time. Alles erklären und mit Beispielen
-Maslow Pyramide, Bedürfnisse der Mitarbeiter, wie gehe ich als Meister darauf ein
-Thema Arbeitsunfall

Bin mit 45% rein und solide bestanden.

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

-Was bedeutet Outsourcing und welche Vor- und Nachteile hat es?

-Welche Maßnahmen der Personalentwicklung gibt es und wie setze ich sie als Meister ein?

-Erklären Sie Just in Time und Just in Sequence und nennen Sie Beispiele.

-Welche Stufen umfasst die Maslow-Pyramide und wie gehe ich als Meister darauf ein?

-Wie ist bei einem Arbeitsunfall vorzugehen?

Lösungsvorschlag von BLH:

Was bedeutet Outsourcing und welche Vor- und Nachteile hat es?

Antwort:

Outsourcing bedeutet, dass ein Unternehmen bestimmte Aufgaben oder Prozesse an externe Dienstleister auslagert, um Kosten zu senken oder sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren.

 

Vorteile:

  • geringere Fixkosten

  • Zugriff auf Spezialwissen

  • höhere Flexibilität

  • Entlastung interner Ressourcen

 

Nachteile:

  • Abhängigkeit vom Dienstleister

  • Qualität schwerer kontrollierbar

  • Kommunikations- und Lieferprobleme möglich

  • internes Know-how kann verloren gehen

 

Der Meister bewertet, welche Prozesse wirtschaftlich sinnvoll ausgelagert werden können.

Welche Maßnahmen der Personalentwicklung gibt es und wie setze ich sie als Meister ein?

Antwort:

Job Enlargement (Aufgabenerweiterung):
Mitarbeiter erhält zusätzliche, gleichwertige Aufgaben.
→ steigert Abwechslung und Motivation.

 

Job Rotation (Positionswechsel):
Geplanter Wechsel zwischen Arbeitsplätzen.
→ erhöht Flexibilität, Wissen & Vertretungsmöglichkeiten.

 

Job Enrichment (Aufgabenbereicherung):
Mitarbeiter bekommt anspruchsvollere Aufgaben, mehr Verantwortung.
→ fördert Selbstständigkeit & Kompetenz.

 

Rolle des Meisters:
Bedarf analysieren, Mitarbeiter fördern, Schulungen planen, Fortschritte begleiten, Feedbackgespräche führen.

Erklären Sie Just in Time und Just in Sequence und nennen Sie Beispiele.

Antwort:

Just in Time:
Material wird genau zum Zeitpunkt des Bedarfs geliefert.
→ geringe Lagerkosten, hohe Abstimmung erforderlich.
Beispiel: Automobilteile kommen direkt in die Linie, kein Lager dazwischen.

 

Just in Sequence:
Material wird nicht nur rechtzeitig, sondern in der richtigen Reihenfolge geliefert.
→ wichtig bei variantenreichen Produkten.
Beispiel: Sitze eines Autos werden in genau der Reihenfolge geliefert, wie Autos auf dem Band laufen.

 

Unterschied: JIT = Zeitpunkt, JIS = Zeitpunkt + Reihenfolge.

Welche Stufen umfasst die Maslow-Pyramide und wie gehe ich als Meister darauf ein?

Antwort:

  1. Physiologische Bedürfnisse: Pausen, ergonomischer Arbeitsplatz

  2. Sicherheit: klare Anweisungen, sichere Maschinen, feste Abläufe

  3. Soziale Bedürfnisse: Teamarbeit, gute Kommunikation, Konfliktlösung

  4. Anerkennung: Lob, Feedback, Verantwortungsübertragung

  5. Selbstverwirklichung: Weiterbildung, Aufstieg, Projektaufgaben

 

Ein Meister erkennt, welche Stufe beim Mitarbeiter aktuell wichtig ist, und unterstützt entsprechend.

Wie ist bei einem Arbeitsunfall vorzugehen?

Antwort:

  • Unfallstelle sichern

  • Erste Hilfe leisten

  • Rettungskräfte alarmieren

  • Unfall dokumentieren (Unfallanzeige, Meldung an Berufsgenossenschaft)

  • Ursachen analysieren (Fehlerquelle, Schutzmaßnahmen)

  • Mitarbeiter unterweisen

  • Maßnahmen einleiten, damit ähnlicher Unfall nicht wieder passiert

 

Ziel ist Schutz der Mitarbeiter und Verbesserung des Arbeitsschutzes.

IHK Bremen 02.24

MEP Orga für Industriemeister Metall

- Lager planen und an extern vergeben
- Bestellpunkt und Bestellrythmusverfahren
- Aktiengesellschaft, Aktionäre und Aufsichtsrat
- Projektplanung und PDCA
- Kostenarten, Kostenträger, Kostenstellrechnung
- Stakeholder und Shareholder
- Lasten und Pflichtenheft

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Welche Überlegungen gehören zur Lagerplanung und wann kann ein externes Lager sinnvoll sein?

- Erklären Sie das Bestellpunkt- und das Bestellrhythmusverfahren.

- Wie ist eine Aktiengesellschaft aufgebaut und welche Aufgaben haben Aktionäre und der Aufsichtsrat?

- Was ist der PDCA-Zyklus und wie wird er in der Projektplanung eingesetzt?

- Was unterscheidet Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung?

- Was ist der Unterschied zwischen Stakeholdern und Shareholdern?

- Erklären Sie den Unterschied zwischen Lasten- und Pflichtenheft.

Lösungsvorschlag von BLH:

Welche Überlegungen gehören zur Lagerplanung und wann kann ein externes Lager sinnvoll sein?

Antwort:

Zur Lagerplanung gehören:

  • Bedarfsermittlung (Materialarten, Mengen, Umschlagshäufigkeit)

  • Platzbedarf und Wegeoptimierung

  • Sicherheits- und Umweltanforderungen

  • Personal, IT-Systeme, Wareneingang/Warenausgang

  • Kostenvergleich (Eigenlager vs. Fremdlager)

 

Ein externes Lager ist sinnvoll bei:

  • Platzmangel im eigenen Betrieb

  • hohen Fixkosten

  • selten benötigten Artikeln

  • saisonalen Schwankungen

  • Fokus auf Kernprozesse

 

Wichtig: Schnittstellen abstimmen, Lieferzeiten und Qualität kontrollieren.

Erklären Sie das Bestellpunkt- und das Bestellrhythmusverfahren.

Antwort:

Bestellpunktverfahren:
Es wird bestellt, sobald der Lagerbestand den Meldebestand unterschreitet.
→ reagiert flexibel auf Bedarfsschwankungen.
Einsatz bei A- und X-/Y-Artikeln.

 

Bestellrhythmusverfahren:
Bestellung erfolgt zu festen Zeitintervallen (z. B. wöchentlich, monatlich).
→ einfache Planung, aber weniger flexibel.
Einsatz bei C- und Z-Artikeln.

Wie ist eine Aktiengesellschaft aufgebaut und welche Aufgaben haben Aktionäre und der Aufsichtsrat?

Antwort:

Die AG besteht aus:

  • Aktionären: sind Eigentümer, besitzen Stimmrechte, entscheiden in der Hauptversammlung über Gewinnverwendung, Vorstandsentlastung usw.

  • Vorstand: leitet das Unternehmen operativ.

  • Aufsichtsrat: überwacht den Vorstand, bestellt und entlässt ihn, prüft Geschäftsberichte.

 

Aktionäre besitzen Anteile (Aktien), haben aber keine operative Führungskompetenz.

Was ist der PDCA-Zyklus und wie wird er in der Projektplanung eingesetzt?

Antwort:

Der PDCA-Zyklus ist ein Regelkreis zur kontinuierlichen Verbesserung:

  • P – Plan: Ziele setzen, Maßnahmen planen

  • D – Do: Umsetzung im Projekt

  • C – Check: Ergebnisse prüfen, Soll-Ist-Vergleich

  • A – Act: Maßnahmen anpassen, Standards festlegen

 

In Projekten hilft PDCA, Risiken zu minimieren, saubere Abläufe zu schaffen und Ergebnisse zu sichern.

Was unterscheidet Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung?

Antwort:

  • Kostenartenrechnung: Welche Kosten sind angefallen?
    (Material, Löhne, Abschreibungen, Energie)

  • Kostenstellenrechnung: Wo sind Kosten angefallen?
    (Fertigung, Lager, Verwaltung)

  • Kostenträgerrechnung: Wofür sind Kosten angefallen?
    (Produkte, Aufträge, Dienstleistungen)

 

Zusammen bilden sie das Fundament der betrieblichen Kalkulation.

Was ist der Unterschied zwischen Stakeholdern und Shareholdern?

Antwort:

  • Shareholder: Eigentümer bzw. Anteilseigner eines Unternehmens (Aktionäre).

  • Stakeholder: alle Gruppen, die ein Interesse am Unternehmen haben:
    Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Staat, Banken, Gesellschaft, Eigentümer.

 

Shareholder wollen maximalen Gewinn; Stakeholder verfolgen unterschiedliche Interessen.

Erklären Sie den Unterschied zwischen Lasten- und Pflichtenheft.

Antwort:

Lastenheft: beschreibt die Anforderungen des Auftraggebers – Was wird benötigt?
Pflichtenheft: beschreibt die Lösung des Auftragnehmers – Wie wird es umgesetzt?

 

Kurz:
Lastenheft = Zielbeschreibung
Pflichtenheft = Umsetzungsbeschreibung

IHK Karlsruhe MEP HQ Metall Orga

IHK Karlsruhe 07.2025

Was ist eine Make or buy entscheidung?
Wie ist ein wirtschaftsplan aufgebaut und was ist beinhaltet?
Was ist shopfloor Management?
Wie kann man eine Sicherheitsunterweisung interessanter gestalten?
Wie ist ein BAB aufgebaut und was ist beinhaltet und warum macht man das?
Wie kann man effizienter in der Produktion werden?

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Was ist eine Make-or-Buy-Entscheidung und welche Faktoren berücksichtigt man?

- Wie ist ein Wirtschaftsplan aufgebaut und welche Inhalte gehören hinein?

- Was versteht man unter Shopfloor-Management?

- Wie kann man eine Sicherheitsunterweisung interessanter und wirkungsvoller gestalten?

- Wie ist ein Betriebsabrechnungsbogen (BAB) aufgebaut, was beinhaltet er und warum wird er durchgeführt?

- Wie kann man effizienter in der Produktion werden?

Lösungsvorschlag von BLH:

Was ist eine Make-or-Buy-Entscheidung und welche Faktoren berücksichtigt man?

Antwort:

Eine Make-or-Buy-Entscheidung legt fest, ob ein Produkt im Unternehmen selbst hergestellt (Make) oder extern bezogen (Buy) werden soll.

 

Berücksichtigt werden u. a.:

  • Kostenvergleich (Eigenfertigung vs. Zukauf)

  • Kapazitäten und Auslastung

  • Know-how & Qualität

  • Lieferzeiten und Flexibilität

  • Abhängigkeit vom Lieferanten

  • strategische Bedeutung des Bauteils

Ziel ist die wirtschaftlich sinnvollste Lösung ohne Qualitäts- oder Risikoerhöhung.

Wie ist ein Wirtschaftsplan aufgebaut und welche Inhalte gehören hinein?

Antwort:

Ein Wirtschaftsplan beschreibt die geplante finanzielle und organisatorische Entwicklung eines Bereichs oder Unternehmens.
Inhalte:

  • Umsatz- und Absatzplanung

  • Kostenplanung (Material, Personal, Energie, Instandhaltung)

  • Investitionen (Maschinen, Anlagen)

  • Liquiditäts- und Finanzplanung

  • Produktionsmengen & Kapazitäten

  • Ziele, Maßnahmen & Kennzahlen

 

Er dient als Steuerungsinstrument, um Wirtschaftlichkeit und Ressourceneinsatz zu planen.

Was versteht man unter Shopfloor-Management?

Antwort:

Shopfloor-Management ist eine Führungs- und Organisationsmethode direkt im Produktionsbereich.
Ziele:

  • Transparenz über aktuelle Leistungsdaten

  • Probleme früh erkennen (z. B. Abweichungen, Stillstände)

  • täglicher Austausch zwischen Meister & Team

  • Maßnahmen sofort einleiten

  • Mitarbeiter einbeziehen & Verantwortung fördern

 

Typische Elemente: Visualisierung (Boards), Kennzahlen (OEE, Ausschuss), kurze tägliche Besprechungen.

Wie kann man eine Sicherheitsunterweisung interessanter und wirkungsvoller gestalten?

Antwort:

  • praxisnahe Beispiele aus dem eigenen Betrieb

  • reale Unfallursachen erklären („Was wäre hier passiert?“)

  • kurze Videos oder Bilder einsetzen

  • Mitarbeiter aktiv einbeziehen (Fragen, Diskussionen, Gefahren erkennen)

  • Unterweisung an der Maschine durchführen

  • kleine Gruppen statt großer Vorträge

  • klare, verständliche Sprache, keine Überfrachtung

  • Tätigkeiten direkt üben lassen (PSA richtig anlegen, Not-Aus testen)

 

Wichtig: Mitarbeiter sollen Bezug zur Praxis fühlen, nicht nur Theorie hören.

Wie ist ein Betriebsabrechnungsbogen (BAB) aufgebaut, was beinhaltet er und warum wird er durchgeführt?

Antwort:

Der BAB ist ein Instrument der Kostenstellenrechnung und besteht aus:

  • Kostenarten (Material, Fertigung, Energie, Verwaltung …)

  • Kostenstellen (z. B. Fertigung 1, Fertigung 2, Verwaltung)

  • Verteilungsschlüssel (m², Maschinenstunden, Mitarbeiterzahl)

  • Gemeinkostenverteilung in die jeweiligen Kostenstellen

  • Berechnung von Zuschlagssätzen für Kalkulationen

 

Der BAB zeigt wo Kosten entstehen, schafft Transparenz und ermöglicht genaue Produkt- und Auftragskalkulationen.

Wie kann man effizienter in der Produktion werden?

Antwort:

  • Materialfluss optimieren (5S, Layoutplanung)

  • Rüstzeiten senken (SMED)

  • Maschinenverfügbarkeit erhöhen (TPM, vorbeugende Wartung)

  • klare Arbeitsanweisungen & Standards

  • Schulung und Qualifizierung der Mitarbeiter

  • Engpässe analysieren (Bottleneck-Analyse)

  • Digitalisierung (MES, Datenanalyse)

  • Qualität verbessern → weniger Nacharbeit & Ausschuss

  • Kaizen/KVP zur kontinuierlichen Verbesserung

 

Ziel: mehr Output, weniger Verschwendung, stabile Prozesse.

IHK Kiel MEP HQ Metall Orga

IHK Kiel 02.2025

- Formelsammlung, Taschenrechner etc. wurde nicht benötigt, da nur Fragen gestellt wurden

- Aufbauorganisationen (Linien, Matrix...)
- Personalplanung
- fachliche & disziplinarische Führungskraft
- KVP, Kaizen, Lean Managment

- Prüfer sind an sich wohlwollend und nett. Wenn man Probleme hat geben sie Hilfestellungen und/oder Beispiele, dass man es besser erklären kann

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Welche Aufbauorganisationen gibt es und wodurch unterscheiden sie sich?

- Was umfasst die Personalplanung und welche Aufgaben hat ein Meister dabei?

- Was ist der Unterschied zwischen fachlicher und disziplinarischer Führungskraft?

- Was versteht man unter KVP und welche Schritte gehören dazu?

- Was bedeutet Kaizen und wie unterscheidet es sich von klassischen Verbesserungen?

- Was ist Lean Management und welche Ziele verfolgt es?

Lösungsvorschlag von BLH:

Welche Aufbauorganisationen gibt es und wodurch unterscheiden sie sich?

Antwort:

  • Linienorganisation:
    Klare, eindeutige Weisungswege. Jeder Mitarbeiter hat genau einen Vorgesetzten.
    → Vorteil: klare Zuständigkeiten.
    → Nachteil: lange Entscheidungswege.

  • Stab-Linien-Organisation:
    Ergänzt die Linie durch Stabsstellen, die beraten, aber keine Weisungsbefugnis haben.
    → Vorteil: Fachwissen ohne Machtkonflikte.

  • Matrixorganisation:
    Mitarbeiter haben zwei Vorgesetzte (z. B. Projekt + Abteilung).
    → Vorteil: hohe Flexibilität, gute Projektarbeit.
    → Nachteil: Konfliktpotenzial bei Entscheidungen.

 

Diese Formen geben vor, wie Verantwortung, Kommunikation und Entscheidungen im Unternehmen strukturiert sind.

Was umfasst die Personalplanung und welche Aufgaben hat ein Meister dabei?

Antwort:

Personalplanung stellt sicher, dass zum richtigen Zeitpunkt genügend qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung stehen.
Sie umfasst:

  • Bedarfsplanung (Wie viele Mitarbeiter werden benötigt?)

  • Einsatzplanung (Schichtplanung, Urlaubsplanung)

  • Entwicklungsplanung (Schulungen, Qualifikationen)

  • Ersatzplanung (Nachfolge bei Ruhestand, Fluktuation)

  • Personalkostenplanung

 

Der Meister beobachtet Qualifikationen, erstellt Schulungspläne und sorgt für eine funktionsfähige Mannschaftsbesetzung.

Was ist der Unterschied zwischen fachlicher und disziplinarischer Führungskraft?

Antwort:

  • Fachliche Führungskraft:
    Darf Anweisungen zur Aufgabe, Technik, Sicherheit und Prozess erteilen.
    Führt fachlich, aber nicht personell.
    Beispiele: Meister, Projektleiter.

  • Disziplinarische Führungskraft:
    Verantwortlich für:

    • Einstellungen

    • Entlassungen

    • Beurteilungen

    • Urlaubsgenehmigungen

    • Mitarbeitergespräche

    • Gehalt / Abmahnungen
      → typischerweise: Abteilungsleiter, Betriebsleitung.

 

Kurz:
Fachlich = was getan wird,
Disziplinarisch = wer es tut und unter welchen Rahmenbedingungen.

Was versteht man unter KVP und welche Schritte gehören dazu?

Antwort:

KVP beschreibt die fortlaufende, kleine Verbesserung von Prozessen, Produkten und Abläufen durch alle Mitarbeiter.

Typische Schritte:

  1. Problem erkennen

  2. Ursache analysieren

  3. Verbesserung planen

  4. Umsetzung testen

  5. Standard einführen

  6. Wirksamkeit prüfen

 

Ziel: Verschwendung reduzieren, Qualität steigern, Prozesse stabilisieren.

Was bedeutet Kaizen und wie unterscheidet es sich von klassischen Verbesserungen?

Antwort:

Kaizen ist die japanische Form des KVP und bedeutet „Veränderung zum Besseren“.
Es setzt auf:

  • viele kleine Schritte statt große Sprünge

  • Einbindung aller Mitarbeiter

  • tägliche, gelebte Verbesserung

  • Fokus auf Verschwendungsbeseitigung (Muda)

 

Kaizen ist damit weniger projektartig, sondern eine Kultur ständiger Optimierung.

Was ist Lean Management und welche Ziele verfolgt es?

Antwort:

Lean Management ist ein Führungskonzept zur Verschlankung von Prozessen.
Zentrale Ziele:

  • Verschwendung (Muda) vermeiden

  • Durchlaufzeiten verkürzen

  • Bestände reduzieren

  • Qualität verbessern

  • Wertstrom optimieren

  • Mitarbeiter aktiv einbeziehen

Lean fasst KVP, Kaizen, 5S, Just-in-Time und weitere Methoden zu einem ganzheitlichen Produktionssystem zusammen.

IHK Koblenz MEP HQ Metall Orga

IHK Koblenz 02.2025

Wo entstehen Kosten.
Was machen sie bei einem Arbeitsunfall
Fragen zur SiFa
Budget überzogen am Jahresende, Budget ist noch über am jahresende
Wo entnehme ich Informationen zu Kosten. Controlling
Wie Motiviere ich Mitarbeiter sich an Arbeitssicherheit zu halten
Wie Kontrolliere ich ob MA sich an Arbeitssicherheit halten
Wer kommt wenn es einen Arbeitsunfall gab, wer geht bei der begehung dan mit.
Wie sehe ich das Investments sich auszahlen (ROI)

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Wo entstehen im Unternehmen Kosten und wodurch werden sie verursacht?

- Was tun Sie bei einem Arbeitsunfall?

- Welche Aufgaben hat die SiFa (Fachkraft für Arbeitssicherheit) und wie arbeiten Sie mit ihr zusammen?

- Was tun Sie, wenn Ihr Budget am Jahresende überzogen ist oder noch Mittel frei sind?

- Wo entnehmen Sie Informationen zu Kosten?

- Wie motivieren Sie Mitarbeiter, sich an Arbeitssicherheit zu halten?

- Wie kontrollieren Sie, ob Mitarbeiter sich an Arbeitssicherheitsregeln halten?

- Wer nimmt an einer Unfallbegehung teil?

- Wie erkennen Sie, ob sich ein Investment auszahlt? (ROI)

Lösungsvorschlag von BLH:

Wo entstehen im Unternehmen Kosten und wodurch werden sie verursacht?

Antwort:

Kosten entstehen überall dort, wo Ressourcen verbraucht werden. Typische Bereiche sind:

  • Personal (Löhne, Sozialkosten)

  • Material (Rohstoffe, Hilfs- und Betriebsstoffe)

  • Maschinen & Anlagen (Abschreibung, Energie)

  • Verwaltung (Büro, IT, Management)

  • Logistik & Lager

  • Qualität (Prüfung, Ausschuss, Nacharbeit)

 

Kosten fallen immer dann an, wenn Arbeit, Material oder Energie eingesetzt werden, um Leistungen zu erzeugen.

Was tun Sie bei einem Arbeitsunfall?

Antwort:

  • Unfallstelle sichern

  • Erste Hilfe leisten

  • Rettungskette aktivieren (Notruf)

  • Betroffene betreuen

  • Unfall dokumentieren

  • BG-Unfallanzeige erstellen

  • Ursache analysieren

  • Maßnahmen zur Vermeidung zukünftiger Unfälle einleiten

  • Sicherheitsunterweisung aktualisieren

  • ggf. PSA überprüfen oder anpassen

 

Ziel: Mitarbeiter schützen und erneute Unfälle verhindern.

Welche Aufgaben hat die SiFa (Fachkraft für Arbeitssicherheit) und wie arbeiten Sie mit ihr zusammen?

Antwort:

Die SiFa berät den Arbeitgeber zu:

  • Gefährdungsbeurteilungen

  • Unfallprävention & Arbeitsschutzmaßnahmen

  • Unterweisungen

  • Analyse von Arbeitsunfällen

  • technische & ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen

 

Als Meister arbeite ich eng mit der SiFa zusammen, melde Gefährdungen, bespreche Maßnahmen und setze Schutzvorgaben im Team um.

Was tun Sie, wenn Ihr Budget am Jahresende überzogen ist oder noch Mittel frei sind?

Antwort:

Bei Budgetüberschreitung:

  • Ursachen analysieren (Mehrverbrauch, Preiserhöhung, Fehlplanung)

  • Maßnahmen einleiten (Einsparen, Priorisierung, Genehmigung einholen)

  • Transparente Kommunikation mit Controlling

 

Bei Budgetüberschüssen:

  • prüfen, ob sinnvolle Investitionen noch möglich sind (Werkzeuge, Schulungen, Ersatzteile)

  • zukünftige Bedarfe vorbereiten

  • Budget für Folgejahre strategisch planen

 

Wichtig ist Kostenbewusstsein und saubere Planung.

Wo entnehmen Sie Informationen zu Kosten?

Antwort:

  • Controlling-Berichte

  • Kostenstellenrechnung / BAB

  • Kostenträgerrechnung

  • ERP-Systeme (SAP, ProAlpha usw.)

  • Angebote und Rechnungen

  • Wirtschaftsplan und Budgetlisten

  • Rücksprache mit Controlling oder Buchhaltung

Diese Daten nutze ich für Planung, Entscheidungen und Wirtschaftlichkeitsbewertungen.

Wie motivieren Sie Mitarbeiter, sich an Arbeitssicherheit zu halten?

Antwort:

  • Vorleben von sicherem Verhalten

  • verständliche Unterweisungen mit Praxisbezug

  • positive Rückmeldungen bei sicherem Verhalten

  • Einbindung der Mitarbeiter in Sicherheitsverbesserungen

  • Meldesysteme für Beinaheunfälle

  • klare Regeln & Transparenz über Unfallfolgen

  • einfache Verfügbarkeit von PSA

 

Motivation entsteht durch Verständnis + Beteiligung + Vorbildfunktion.

Wie kontrollieren Sie, ob Mitarbeiter sich an Arbeitssicherheitsregeln halten?

Antwort:

  • regelmäßige Begehungen

  • Beobachtung im Arbeitsalltag

  • Checklisten & Prüfprotokolle

  • Kontrolle der PSA-Nutzung

  • Gespräche bei Abweichungen

  • Dokumentation

  • Zusammenarbeit mit SiFa & Betriebsrat

 

Wichtig: zuerst präventiv begleiten, nicht nur sanktionieren.

Wer nimmt an einer Unfallbegehung teil?

Antwort:

Typischerweise beteiligt:

  • Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa)

  • Betriebsarzt

  • Meister / Vorgesetzter

  • Betriebsrat

  • Betroffener / Zeugen

  • ggf. BG-Vertreter (bei schweren Unfällen)

 

Ziel: Unfallursachen ermitteln und Maßnahmen ableiten.

Wie erkennen Sie, ob sich ein Investment auszahlt? (ROI)

Antwort:

Der ROI (Return on Investment) zeigt, wie rentabel eine Investition ist.

Berechnung:

ROI=Gewinn / Investitionskosten ×100

 

Beispiele für Bewertung:

  • geringere Ausschusskosten

  • kürzere Rüstzeiten

  • höhere Produktivität

  • weniger Stillstände

  • geringerer Energieverbrauch

 

Je höher der ROI, desto wirtschaftlicher die Anschaffung.

IHK Lahn-Dill MEP HQ Metall Orga

IHK Lahn Dill/ Standort Wetzlar 07.2023

MEP Orga für Industriemeister Metall

-BAB erläutern
-Maßnahmen die zu treffen sind wenn neue Maschine geliefert wird
-wie kann man Asi im Betrieb gewährleisten/ Sifa, Si.-berauftragter
-Kapazitätsbedarf/ - bestand erläutern
- Arbeitsplan und Auftragsplan erläutern

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Was ist ein Betriebsabrechnungsbogen (BAB), wie ist er aufgebaut und wofür wird er genutzt?

- Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, wenn eine neue Maschine geliefert wird?

- Wie stellen Sie Arbeitssicherheit im Betrieb sicher und welche Rollen haben die SiFa und der Sicherheitsbeauftragte?

- Was versteht man unter Kapazitätsbedarf und Kapazitätsbestand?

- Was ist ein Arbeitsplan und was ist ein Auftragsplan?

Lösungsvorschlag von BLH:

Was ist ein Betriebsabrechnungsbogen (BAB), wie ist er aufgebaut und wofür wird er genutzt?

Antwort:

Der BAB ist ein zentrales Instrument der Kostenstellenrechnung.
Er zeigt, wo im Unternehmen Kosten entstehen, und verteilt die Gemeinkosten auf die jeweiligen Bereiche.

 

Aufbau:

  • Kostenarten (Material, Löhne, Energie, Verwaltung)

  • Kostenstellen (Fertigung, Lager, Verwaltung, Instandhaltung)

  • Verteilungsschlüssel (m², Maschinenstunden, Mitarbeiterzahl)

  • Berechnung der Gemeinkostenzuschläge für die Kalkulation

 

Zweck:
Der BAB sorgt für Transparenz, ermöglicht eine genaue Produktkalkulation und zeigt, welche Bereiche kostenintensiv sind.

Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, wenn eine neue Maschine geliefert wird?

Antwort:

  • Dokumentation prüfen (CE-Kennzeichnung, Betriebsanleitung, EG-Konformität)

  • Aufstellbedingungen kontrollieren (Fundament, Tragfähigkeit, Schwingungen, Platzbedarf)

  • Medienversorgung prüfen (Strom, Druckluft, Kühlmittel, Absaugung)

  • Sicherheitsfunktionen testen (Not-Aus, Verriegelungen, Schutzhauben)

  • Probebetrieb / Funktionsprüfung

  • Abnahmeprotokoll erstellen

  • Mitarbeiter unterweisen

  • Wartungsplan anlegen

 

Ziel: Rechtskonforme, sichere und funktionierende Maschine im Betrieb.

Wie stellen Sie Arbeitssicherheit im Betrieb sicher und welche Rollen haben die SiFa und der Sicherheitsbeauftragte?

Antwort:

Maßnahmen zur Arbeitssicherheit:

  • Gefährdungsbeurteilungen durchführen

  • Unterweisungen regelmäßig organisieren

  • PSA bereitstellen und deren Nutzung kontrollieren

  • Arbeitsplätze und Maschinen sicher gestalten

  • Begehungen durchführen

  • Unfälle dokumentieren und analysieren

 

SiFa (Fachkraft für Arbeitssicherheit):
Berät Arbeitgeber und Meister zu technischen, organisatorischen und ergonomischen Sicherheitsthemen. Unterstützt bei Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Unfallanalyse.

 

Sicherheitsbeauftragter:
Unterstützt den Meister, achtet im Alltag auf sicheres Verhalten, meldet Gefahren und wirkt als „Sicherheitsmultiplikator“ im Team.

Was versteht man unter Kapazitätsbedarf und Kapazitätsbestand?

Antwort:

  • Kapazitätsbedarf:
    Die benötigte Arbeits- oder Maschinenzeit, um die geplanten Aufträge zu erfüllen.
    Grundlage: Fertigungsmenge × Bearbeitungszeit.

  • Kapazitätsbestand:
    Die tatsächlich verfügbare Zeit einer Maschine oder eines Mitarbeiters.
    Berücksichtigt werden: Schichten, Pausen, Stillstände, Wartung.

 

Wenn Bedarf > Bestand → Überlast, Maßnahmen notwendig (Überstunden, Zusatzschicht, Outsourcing).
Wenn Bestand > Bedarf → Unterlast, ineffiziente Auslastung.

Was ist ein Arbeitsplan und was ist ein Auftragsplan?

Antwort:

Arbeitsplan:
Dokument, das den technischen Ablauf der Fertigung beschreibt:

  • Arbeitsschritte

  • Fertigungsreihenfolge

  • Maschinen & Werkzeuge

  • Rüst- und Stückzeiten

  • Prüfungen und Qualitätsanforderungen

Dient der Planung, Steuerung und Kalkulation der Fertigung.

 

Auftragsplan:
Bezieht sich auf einen konkreten Kunden- oder Fertigungsauftrag.
Enthält:

  • Terminplanung

  • Materialbedarf

  • Ressourcen (Mitarbeiter, Maschinen)

  • Prioritäten

  • Mengen und Liefertermine

Er steuert, wann und wie ein Auftrag durch die Fertigung läuft.

IHK Lahn Dill/ Standort Wetzlar 07.2023

MEP Orga für Industriemeister Metall

Es ging um die Pflichten es AG. In Sachen Arbeitsschutz.
Reduzierung von Kosten bei der Lagerhaltung.
ABC -Analyse und was A- Teile in der Fertigung bedeuten.

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Welche Pflichten hat der Arbeitgeber im Bereich Arbeitsschutz und welche Aufgaben hat der Meister dabei?

- Wie können die Lagerhaltungskosten im Unternehmen reduziert werden?

- Was ist die ABC-Analyse und welche Bedeutung haben A-Teile in der Fertigung?

Lösungsvorschlag von BLH:

Welche Pflichten hat der Arbeitgeber im Bereich Arbeitsschutz und welche Aufgaben hat der Meister dabei?

Antwort:

Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Zu seinen Pflichten gehören:

  • Erstellung und Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung

  • Bereitstellung geeigneter PSA

  • Organisation von Unterweisungen

  • sichere Gestaltung von Arbeitsplätzen, Maschinen und Arbeitsmitteln

  • Bestellung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit und eines Betriebsarztes

  • Einhaltung aller Vorschriften nach ArbSchG, BetrSichV, DGUV

 

Der Meister setzt diese Pflichten im Alltag um, erkennt Gefährdungen, führt Unterweisungen durch und sorgt dafür, dass Sicherheitsregeln eingehalten werden.

Wie können die Lagerhaltungskosten im Unternehmen reduziert werden?

Antwort:

Lagerkosten entstehen durch Bestände, Platz und Verwaltung. Reduzieren kann man sie durch:

  • Bestandsoptimierung (Bedarfsanalyse, Meldebestand anpassen)

  • ABC-Analyse zur Priorisierung wichtiger Teile

  • Einsatz von Kanban oder Just-in-Time bei C-Teilen

  • Vermeidung von Überbeständen & veralteten Lagergütern

  • bessere Lieferantenabstimmung (kürzere Lieferzyklen)

  • Layout-Optimierung für kürzere Wege

  • regelmäßige Inventur und Bestandskontrolle

 

Ziel ist ein effizientes Lager mit schnellen Materialflüssen und geringen Kosten.

Was ist die ABC-Analyse und welche Bedeutung haben A-Teile in der Fertigung?

Antwort:

Die ABC-Analyse unterteilt Materialien nach Wertanteil:

  • A-Teile: hoher Wertanteil, geringe Menge

  • B-Teile: mittlerer Wertanteil

  • C-Teile: geringer Wertanteil, hohe Menge

 

A-Teile sind für die Fertigung besonders wichtig, weil:

  • sie hohen finanziellen Einfluss haben

  • Beschaffungsfehler teuer sind

  • eine exakte Planung notwendig ist

  • Qualität und Lieferzuverlässigkeit entscheidend sind

 

Deshalb werden A-Teile eng überwacht, z. B. durch genaue Bedarfsplanung, gute Lieferantenbeziehungen oder Sicherheitsbestände.

IHK Passau MEP HQ Metall Orga

IHK Passau 07.2025

Alles erklären:
Kostenarten (Fixe – Variable)
Break-Even
Deckungsbeitrag
Arbeitssicherheit
Gewerkschaft
Berufsgenossenschaft
Sicherheitsbeauftragte
Sicherheitsfachkraft
Gesundheitsschutz
Maschinenstundensatz
Warnungs- / Gefahren-Piktogramme (auswendig)
Betriebsabrechnungsbogen
Fertigungsarten (im Detail)

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Was ist der Unterschied zwischen fixen und variablen Kosten?

- Was ist der Break-Even-Point?

- Was bedeutet Deckungsbeitrag und wozu nutzt man ihn?

- Wodurch sichern Sie Arbeitssicherheit im Betrieb?

- Was ist eine Gewerkschaft und welche Aufgaben hat sie?

- Welche Aufgaben hat die Berufsgenossenschaft?

- Welche Aufgaben hat ein Sicherheitsbeauftragter?

- Was macht die Sicherheitsfachkraft?

- Was umfasst Gesundheitsschutz im Betrieb?

- Was ist der Maschinenstundensatz und wofür wird er verwendet?

- Warum sind Warn- und Gefahrenpiktogramme wichtig und welche Kategorien gibt es?

- Wofür wird ein BAB verwendet und wie ist er aufgebaut?

- Welche Fertigungsarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Lösungsvorschlag von BLH:

Was ist der Unterschied zwischen fixen und variablen Kosten?

Antwort:

Fixe Kosten bleiben unabhängig von der Produktionsmenge konstant.
Beispiele: Miete, Grundgehälter, Abschreibungen, Versicherung.

 

Variable Kosten verändern sich direkt mit der Ausbringungsmenge.
Beispiele: Materialverbrauch, Energie pro Stück, Lohn bei Akkordarbeit.

 

In der Kalkulation wichtig, um Deckungsbeitrag, Break-Even und Preisentscheidungen richtig zu bewerten.

Was ist der Break-Even-Point?

Antwort:

Der Break-Even-Point ist der Punkt, an dem Erlöse = Kosten sind.
Ab dieser Menge wird Gewinn erzielt.

 

Er zeigt, ab welcher Absatzmenge sich ein Produkt wirtschaftlich lohnt und dient als Entscheidungsgrundlage für Preisgestaltung und Produktionsplanung.

Was bedeutet Deckungsbeitrag und wozu nutzt man ihn?

Antwort:

Der Deckungsbeitrag (DB) ist:

DB = Verkaufspreis − variable Kosten

 

Er zeigt, wie viel zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt.
Produkte mit hohem DB sind wirtschaftlicher.
Wichtig für Entscheidungen wie:
Eigenfertigung, Preisuntergrenze, Sortimentsanalyse.

Wodurch sichern Sie Arbeitssicherheit im Betrieb?

Antwort:

  • Gefährdungsbeurteilungen

  • regelmäßige Unterweisungen

  • PSA bereitstellen & Nutzung kontrollieren

  • sichere Maschinen & Arbeitsplätze

  • Begehungen mit Sifa und Sicherheitsbeauftragten

  • Unfallanalyse und Maßnahmenplanung

 

Ziel: Unfälle verhindern und Gesundheit schützen.

Was ist eine Gewerkschaft und welche Aufgaben hat sie?

Antwort:

Gewerkschaften vertreten die Interessen der Arbeitnehmer.
Aufgaben:

  • Tarifverhandlungen

  • Rechtsberatung

  • Unterstützung bei Konflikten

  • Förderung von Arbeits- und Gesundheitsschutz

  • Sicherung fairer Löhne & Arbeitszeiten

 

Meister arbeiten neutral, respektieren ihre Rolle und halten den Betriebsfrieden.

Welche Aufgaben hat die Berufsgenossenschaft?

Antwort:

Die BG ist der gesetzliche Unfallversicherungsträger.
Aufgaben:

  • Prävention & Vorschriften (DGUV-Regeln)

  • Unfall- und Berufskrankheitenversicherung

  • Kostenübernahme bei Arbeitsunfällen

  • Schulungen & Sicherheitsanweisungen

 

Arbeitgeber müssen Unfälle der BG melden und Vorgaben einhalten.

Welche Aufgaben hat ein Sicherheitsbeauftragter?

Antwort:

Der Sicherheitsbeauftragte:

  • achtet im Alltag auf sichere Arbeitsweisen

  • meldet Gefährdungen

  • unterstützt bei Unterweisungen

  • ist Ansprechpartner im Team

  • arbeitet eng mit Meister und Sifa zusammen

 

Er hat keine Weisungsbefugnis, dient aber als Multiplikator für Sicherheit.

Was macht die Sicherheitsfachkraft?

Antwort:

Die SiFa ist eine beratende Fachkraft für Arbeitssicherheit.
Aufgaben:

  • Gefährdungsbeurteilungen erstellen

  • Sicherheitskonzepte erarbeiten

  • technische Beratung (Maschinen, PSA, Ergonomie)

  • Analyse von Arbeitsunfällen

  • Organisation von Unterweisungen

  • Teilnahme an Begehungen

 

Sie unterstützt Meister und Arbeitgeber bei allen Sicherheitsthemen.

Was umfasst Gesundheitsschutz im Betrieb?

Antwort:

  • ergonomische Arbeitsplätze

  • Lärmschutz, Staub- und Gefahrstoffschutz

  • Pausen- und Belastungsregeln

  • psychische Gesundheit (Arbeitsklima, Stressreduktion)

  • regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Betriebsarzt

  • geeignete Arbeitsmittel und sichere Prozesse

 

Ziel: Krankheiten und Belastungen reduzieren.

Was ist der Maschinenstundensatz und wofür wird er verwendet?

Antwort:

Der Maschinenstundensatz gibt an, wie viel eine Maschinenstunde kostet, bestehend aus:

  • Abschreibung

  • Energie

  • Wartung & Reparatur

  • Raumkosten

  • Lohnkosten für Bediener

  • kalkulatorische Kosten

 

Er ist wichtig für Kalkulation, Angebotserstellung und Wirtschaftlichkeitsbewertung.

Warum sind Warn- und Gefahrenpiktogramme wichtig und welche Kategorien gibt es?

Antwort:

Sie kennzeichnen Gefahrenstoffe und Risiken und sind verpflichtend nach CLP-Verordnung.

Hauptkategorien:

  • Explosiv

  • Entzündbar

  • Oxidierend

  • Gas unter Druck

  • Ätzend

  • Akut toxisch

  • Gesundheitsschädlich

  • Umweltgefährlich

 

Im Betrieb müssen Mitarbeiter diese Symbole kennen und anwenden können.

Wofür wird ein BAB verwendet und wie ist er aufgebaut?

Antwort:

Der BAB verteilt die Gemeinkosten auf die Kostenstellen.
Aufbau:

  • Kostenarten

  • Kostenstellen

  • Verteilungsschlüssel

  • Berechnung der Gemeinkostenzuschläge

 

Damit werden Produktkosten genau berechnet, z. B. Materialgemeinkostenzuschlag, Fertigungsgemeinkostenzuschlag.

Welche Fertigungsarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Antwort:

  • Einzelfertigung: Unikate, hohe Flexibilität, lange Zeiten.

  • Serienfertigung: mehrere gleiche Stücke, wiederholbare Abläufe.

  • Sortenfertigung: Produkte mit geringfügigen Abweichungen (z. B. Legierungen).

  • Massenfertigung: voll automatisiert, sehr hohe Stückzahlen, niedrige Stückkosten.

  • Werkstattfertigung: Maschinen gruppiert, flexibel aber lange Wege.

  • Fließfertigung: fester Ablauf, kurze Durchlaufzeiten, hohe Produktivität.

  • Gruppenfertigung/Inselfertigung: Kombination aus Flexibilität und Effizienz.

IHK Regensburg MEP HQ Metall Orga

IHK Regensburg 30.07.2025

In der MEP Orga wurde Fragen zu Orga und Technik gefragt.

Orga Fragen:
Berechnung der selbst Kosten (Schema von der Formel Sammlung aufschreiben) und Beispiele zu den jeweiligen Begriffen nennen.
Wozu wird das gemacht?
STOP Regel erklären mit Beispielen

Technik Fragen:
Elektrische, hydraulische und pneumatische Antriebe:
- vor und Nachteile
- was arbeitet präsziser
- was ist kosten intensiver

STOP Regel erklären mit Beispielen (Arbeitssicherheit, ist eine Vorgehensweise um Maßnahmen zu ergreifen.)

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

-Wie ist das Schema zur Berechnung der Selbstkosten aufgebaut und wozu dient es?

-Erklären Sie die STOP-Regel und nennen Sie Beispiele aus der Praxis.

-Welche Vor- und Nachteile haben elektrische, hydraulische und pneumatische Antriebe?

-Welcher Antrieb arbeitet präziser und welcher ist kostenintensiver?

Lösungsvorschlag von BLH:

Wie ist das Schema zur Berechnung der Selbstkosten aufgebaut und wozu dient es?

Antwort:

Die Selbstkosten setzen sich aus allen Kosten zusammen, die für die Herstellung eines Produkts anfallen.
Typisches Schema:

Materialeinzelkosten

+ Materialgemeinkosten (MGK)

= Materialkosten

Fertigungseinzelkosten (Löhne)

+ Fertigungsgemeinkosten (FGK)

+ Sondereinzelkosten Fertigung (SEKF)

= Herstellkosten

+ Verwaltungsgemeinkosten (VwGK)

+ Vertriebsgemeinkosten (VtGK)

= Selbstkosten

+ Gewinnzuschlag

= Barverkaufspreis

+ Skonto

+Provision

= Zielverkaufspreis

+ Rabatt

= Listenverkaufspreis (netto)

 

Beispiele:

  • Materialeinzelkosten → Stahl, Bauteile

  • Fertigungseinzelkosten → Lohn für die Bearbeitung

  • Gemeinkosten → Energiekosten, Abschreibung, Verwaltung

 

Zweck:
Selbstkosten zeigen, wie teuer ein Produkt tatsächlich ist, dienen zur Preisfindung, Kalkulation und Wirtschaftlichkeitsanalyse.

Erklären Sie die STOP-Regel und nennen Sie Beispiele aus der Praxis.

Antwort:

Die STOP-Regel beschreibt die Reihenfolge von Schutzmaßnahmen im Arbeitsschutz:

  1. S – Substitution: Gefahr ersetzen
    → z. B. Gefahrstoff durch ungefährlicheren Stoff ersetzen.

  2. T – Technische Maßnahmen: Maschinen & Anlagen sichern
    → z. B. Schutzhauben, Absaugungen, Not-Aus-Vorrichtungen.

  3. O – Organisatorische Maßnahmen: Abläufe anpassen
    → Schichtwechsel, Zutrittsbeschränkungen, klare Arbeitsanweisungen.

  4. P – Persönliche Schutzausrüstung (PSA):
    → Schutzbrille, Gehörschutz, Handschuhe.

 

Beispiel: Bei Lärmbelastung
→ zuerst Lärmquelle ersetzen (S),
→ dann Maschinenkapselung (T),
→ Lärmbereiche kennzeichnen (O),
→ zuletzt Gehörschutz tragen (P).

Welche Vor- und Nachteile haben elektrische, hydraulische und pneumatische Antriebe?

Elektrische Antriebe

Vorteile:

  • sehr präzise und regelbar

  • energieeffizient

  • sauber, keine Medienverluste

  • geringer Wartungsaufwand

 

Nachteile:

  • nicht optimal für sehr hohe Kräfte

  • empfindlich gegenüber Überlast und Umgebungseinflüssen

 

Einsatz: Positionierantriebe, Robotik, Fördertechnik.

 

Hydraulische Antriebe

Vorteile:

  • sehr hohe Kräfte & große Lasten

  • fein regelbar

  • robust

 

Nachteile:

  • Öl kann auslaufen → Umwelt & Sauberkeit

  • höhere Wartungskosten

  • Temperaturabhängigkeit des Öls

 

Einsatz: Pressen, Bagger, Spritzgussmaschinen.

 

Pneumatische Antriebe

Vorteile:

  • schnell, leicht, günstig

  • unempfindlich gegen Verschmutzung

  • einfache Technik

 

Nachteile:

  • geringe Präzision

  • schlechte Energieeffizienz

  • Druckluft ist kostenintensiv

  • keine konstanten Kräfte möglich

 

Einsatz: Greifer, Schieber, Verpackungsmaschinen.

Welcher Antrieb arbeitet präziser und welcher ist kostenintensiver?

Antwort:

Präzisester Antrieb:
Elektrischer Antrieb
Fein steuerbar, ideal für Positionieraufgaben.

 

Kostenintensivster Antrieb im Betrieb:
Pneumatik
Druckluft ist teuer, da viel Energie verloren geht.

 

Höchster Wartungsaufwand:
Hydraulik, wegen Ölkreislauf, Leckagen, Filtration.

IHK Reutlingen MEP HQ Metall Orga

IHK Reutlingen 09.2024

Thema war:

Fixe und variable Kosten
Break even point berechnen und skizze
Gemeinkosten und Zuschlagsätze
BAB. Verteilung der Kosten.
Dann FMEA.
Was heißt Linien Verfügbarkeit
Sicherheitsmaßnahmen an der Maschine erläutern.
Inspektion, Instandsetzung, vorbeugende Wartung, Reperatur. Was heißt das.

Ich hatte einen sehr scharfen Prüfer, der wollte nichts aus meiner betrieblichen Erfahrung wissen. Nur reines Wissen und Fachbegriffe aus den Büchern.

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

-Was ist der Unterschied zwischen fixen und variablen Kosten?

-Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.

-Was sind Gemeinkosten und wie werden Zuschlagssätze gebildet?

-Wozu dient der Betriebsabrechnungsbogen und wie werden darin Kosten verteilt?

-Was ist eine FMEA und wie ist sie aufgebaut?

-Was bedeutet Linienverfügbarkeit?

-Welche Sicherheitsmaßnahmen werden an Maschinen eingesetzt?

-Definieren Sie Inspektion, Instandsetzung, vorbeugende Wartung und Reparatur.

Lösungsvorschlag von BLH:

Was ist der Unterschied zwischen fixen und variablen Kosten?

Antwort:

Fixe Kosten bleiben unabhängig von der Produktionsmenge konstant.
Beispiele: Miete, Abschreibung, Grundgehälter.

 

Variable Kosten ändern sich proportional zur Produktionsmenge.
Beispiele: Materialverbrauch, Fertigungslöhne im Akkord, Energie pro Stück.

 

Sie sind Grundlage für die Deckungsbeitragsrechnung und den Break-Even-Point.

Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.

Antwort:

Eine typische BEP-Grafik:

  • X-Achse: Absatzmenge

  • Y-Achse: Kosten & Erlöse

  • Fixkosten: waagerechte Linie

  • Gesamtkosten: steigende Linie (Fixkosten + variable Kosten)

  • Erlöslinie: steiler steigende Linie

  • Schnittpunkt Erlös/Gesamtkosten = Break-Even-Point

Links vom BEP: Verlustzone
Rechts vom BEP: Gewinnzone

Was sind Gemeinkosten und wie werden Zuschlagssätze gebildet?

Antwort:

Gemeinkosten sind Kosten, die nicht direkt einem Produkt zugeordnet werden können (z. B. Energie, Verwaltung, Wartung).

Zuschlagssätze werden berechnet, um Gemeinkosten auf Kostenträger zu verteilen.
Beispiel:

Zuschlagssatz=Gemeinkosten der KostenstelleEinzelkosten×100\text{Zuschlagssatz} = \frac{\text{Gemeinkosten der Kostenstelle}}{\text{Einzelkosten}} \times 100Zuschlagssatz=EinzelkostenGemeinkosten der Kostenstelle​×100

Sie ermöglichen eine gerechte Kalkulation der Herstellkosten.

Wozu dient der Betriebsabrechnungsbogen und wie werden darin Kosten verteilt?

Antwort:

Der BAB verteilt Gemeinkosten auf Kostenstellen.
Aufbau:

  • Kostenarten

  • Kostenstellen (Fertigung, Verwaltung, Lager…)

  • Verteilungsschlüssel (m², Maschinenstunden, Mitarbeiter…)

  • Berechnung der Gemeinkostenzuschläge

 

Ziel: Transparenz über Kostenverursachung und korrekte Produktkalkulation.

Was ist eine FMEA und wie ist sie aufgebaut?

Antwort:

Die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) ist ein präventives Qualitätswerkzeug.

Ablauf:

  1. Funktionen und Prozessschritte betrachten

  2. mögliche Fehler identifizieren

  3. Fehlerursachen bestimmen

  4. Fehlerfolgen analysieren

  5. Bewertung nach Risiko (Auftreten, Bedeutung, Entdeckung)

  6. Maßnahmen zur Risikominimierung festlegen

Ziel: Fehler verhindern, bevor sie auftreten.

Was bedeutet Linienverfügbarkeit?

Antwort:

Die Linienverfügbarkeit beschreibt den Anteil der tatsächlich nutzbaren Produktionszeit an der geplanten Zeit.

Sie berücksichtigt:

  • Störungen

  • Stillstände

  • Rüstzeiten

  • Wartung

  • Materialmangel

Welche Sicherheitsmaßnahmen werden an Maschinen eingesetzt?

Antwort:

  • Schutzhauben und Verkleidungen

  • Zweihandschaltungen

  • Lichtschranken

  • Verriegelungen

  • Not-Halt-Einrichtungen

  • Sicherheitssteuerungen (SPS, Sicherheitsrelais)

  • Schutzzonenkennzeichnung

  • Gefahrstoffabsaugung

  • regelmäßige Prüfungen nach BetrSichV

 

Ziel: technische Risiken minimieren und Bediener schützen.

Definieren Sie Inspektion, Instandsetzung, vorbeugende Wartung und Reparatur.

Antwort:

Inspektion:
Zustandsbewertung einer Anlage (Sichtprüfung, Funktionsprüfung, Messungen).

 

Vorbeugende Wartung:
Geplante Maßnahmen zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit (Schmierung, Reinigung, Tausch von Verschleißteilen).

 

Instandsetzung:
Wiederherstellung der Sollfunktion, nachdem eine Störung erkannt wurde.

 

Reparatur:
Konkrete Beseitigung eines Schadens (defektes Teil ersetzen).

 

Kurz:
Inspektion = prüfen,
Wartung = erhalten,
Instandsetzung = wiederherstellen,
Reparatur = beheben.

IHK Saarland MEP HQ Metall Orga

IHK Saarland 02.2025

Gefragt wurden:
4 Führungsstile + Erklärung
4 Beurteilungsfehler + Erklärung
Diagramm mit Break Even Point, also wo Umsatzerlöse und gesamtkosten sich Treffen
dann Fixkostenlinie einzeichen und Fixkostendegression einzeichnen und erklären.
Kostenarten erklären Fix, Variabel, Deckungsbeitrag.
Wie geh ich mit Mitarbeitern um der sich daneben benimmt und keine einsicht Zeigt, welcher Führungsstil wenn sein verhalten seine Sicherheit gefährdet.
Wie gehe ich in einem Mitarbeiter Gespräch diesbezüglich vor.

Die 3 Prüfer waren sehr Freundlich und wohlwollend und haben auch Tipps gegeben.
Solide bestanden bin mit 42 Punkten rein, habe also 66 gebraucht.

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Nennen und erklären Sie vier Führungsstile.

- Nennen und erklären Sie vier Beurteilungsfehler.

- Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.

- Erklären Sie fixe Kosten, variable Kosten und den Deckungsbeitrag.

- Wie gehen Sie mit einem Mitarbeiter um, der Fehlverhalten zeigt und keine Einsicht hat?

- Welchen Führungsstil wenden Sie an, wenn das Verhalten eines Mitarbeiters seine eigene Sicherheit gefährdet?

- Wie gehen Sie im Mitarbeitergespräch bei sicherheitsgefährdendem Verhalten vor?

Lösungsvorschlag von BLH:

Nennen und erklären Sie vier Führungsstile.

Antwort:

1. Autoritärer Führungsstil
Vorgesetzter entscheidet allein, gibt klare Anweisungen, erwartet Befolgung.
Geeignet bei Gefahrensituationen, Zeitdruck, unerfahrenen Teams.

 

2. Kooperativer Führungsstil
Mitarbeiter werden einbezogen, Entscheidungen werden gemeinsam getroffen.
Fördert Motivation und Eigeninitiative.

 

3. Laissez-faire Führungsstil
Vorgesetzter greift wenig ein, Mitarbeiter arbeiten weitgehend selbstorganisiert.
Funktioniert nur bei sehr erfahrenen, eigenständigen Teams.

 

4. Situativer Führungsstil
Führung wird der Situation und dem Reifegrad der Mitarbeiter angepasst.
Gilt als moderner und flexibel.

Nennen und erklären Sie vier Beurteilungsfehler.

Antwort:

  • Halo-Effekt: Ein Merkmal überstrahlt alle anderen (z. B. Pünktlichkeit → Gesamtbild).

  • Primacy / Recency-Effekt: erster oder letzter Eindruck beeinflusst gesamte Bewertung.

  • Sympathiefehler: persönliche Sympathie führt zu besserer Bewertung.

  • Kontrastfehler: Vergleich mit vorherigen Mitarbeitern, statt objektive Bewertung.

 

Beurteilungsfehler verzerren Personalentscheidungen und müssen aktiv vermieden werden.

Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.

Antwort:

Eine typische BEP-Grafik:

  • X-Achse: Absatzmenge

  • Y-Achse: Kosten & Erlöse

  • Fixkosten: waagerechte Linie

  • Gesamtkosten: steigende Linie (Fixkosten + variable Kosten)

  • Erlöslinie: steiler steigende Linie

  • Schnittpunkt Erlös/Gesamtkosten = Break-Even-Point

Links vom BEP: Verlustzone
Rechts vom BEP: Gewinnzone

Erklären Sie fixe Kosten, variable Kosten und den Deckungsbeitrag.

Antwort:

  • Fixkosten: bleiben konstant, unabhängig von der Menge (Miete, Abschreibung).

  • Variable Kosten: ändern sich mit der Menge (Material, Akkordlöhne).

Deckungsbeitrag (DB):

 

DB = Verkaufspreis − variableKosten

Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel ein Produkt zur Deckung der Fixkosten und zum späteren Gewinn beiträgt.

Wie gehen Sie mit einem Mitarbeiter um, der Fehlverhalten zeigt und keine Einsicht hat?

Antwort:

  • sachliches, ruhiges Gespräch führen

  • Verhalten klar benennen → nicht die Person bewerten

  • Auswirkungen auf Team, Qualität und Sicherheit erklären

  • klare Erwartung formulieren

  • Lösungswege gemeinsam besprechen

  • Vereinbarungen schriftlich festhalten

  • bei weiterer Uneinsichtigkeit: Eskalation gemäß Betriebsordnung (z. B. Abmahnung)

 

Ziel ist Verhaltensänderung durch Klarheit und Konsequenz.

Welchen Führungsstil wenden Sie an, wenn das Verhalten eines Mitarbeiters seine eigene Sicherheit gefährdet?

Antwort:

Autoritärer Führungsstil

 

Begründung:
Bei Gefahr muss sofort gehandelt werden.
Es besteht keine Zeit für Diskussionen oder Beteiligung.
Sicherheitsregeln sind verbindlich – nicht verhandelbar.

Wie gehen Sie im Mitarbeitergespräch bei sicherheitsgefährdendem Verhalten vor?

Antwort:

  • Vorbereitung: Fakten sammeln, klare Beispiele

  • Gespräch im geschützten Rahmen

  • Fehlverhalten beschreiben, ohne Vorwurfssprache

  • Erläutern, warum es sicherheitskritisch ist → STOP-Regel, BetrSichV

  • Mitarbeiter anhören

  • klare Anweisungen und Erwartungen formulieren

  • Maßnahmen vereinbaren (z. B. Nachunterweisung)

  • Nachverfolgung festlegen

  • Hinweis auf mögliche Folgen bei Wiederholung

Ziel: Einsicht fördern, Sicherheit herstellen, Wiederholung vermeiden.

IHK Schwaben MEP HQ Metall Orga

IHK Schwaben 08.2025

Themen waren unter anderem:
BAB erklären: “Sie haben 100.000€ Fertigungskosten.. was sind das für kosten und was sagen die aus?”
​Was sind KPIs und was für welche gibt es?
Wie kann ich als Meister diese beeinflussen?
​Ein Kunde Liefert seit einiger Zeit schlechte teile. Wie und was mache ich als Meister.
Hier wollten sie hören das man einen Audit machen könnte, nachweiße verlangt und am Ende wollten Sie auf die Maschinenfähigkeit hinaus.
Fertigungsauftrag erklären und alles nennen was dieser beinhaltet.

Die Prüfer waren nett.
bin mit 42 Punkten rein. Hab also 66 gebraucht.
Bestanden.. aber weiß nicht mit wie viel punkten :D

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Was sind Fertigungskosten im BAB und was sagen 100.000 € Fertigungskosten aus?

- Was sind KPIs und welche Kennzahlen werden in der Produktion häufig genutzt?

- Wie kann ein Meister typische Produktions-KPIs positiv beeinflussen?

- Ein Kunde liefert seit einiger Zeit schlechte Teile. Wie gehen Sie vor?

- Was bedeutet Maschinenfähigkeit und warum ist sie wichtig?

- Was ist ein Fertigungsauftrag und welche Informationen enthält er?

Lösungsvorschlag von BLH:

Was sind Fertigungskosten im BAB und was sagen 100.000 € Fertigungskosten aus?

Antwort:

Fertigungskosten sind alle Kosten, die in der Fertigungskostenstelle anfallen.

 

Sie setzen sich aus folgenden Gemeinkosten und Einzelkosten zusammen:

  • Fertigungslöhne

  • Energiekosten der Maschinen

  • Wartung & Reparatur

  • Abschreibungen

  • Raumkosten

  • Hilfs- und Betriebsstoffe (z. B. Kühlschmierstoffe)

 

Wenn im BAB 100.000 € Fertigungskosten stehen, bedeutet das:

  • So viel kostet die Bereitstellung der gesamten Fertigungskapazität in einem Zeitraum.

  • Diese Kosten werden über Gemeinkostenzuschläge auf Produkte verteilt, um die Herstellkosten korrekt zu berechnen.

Was sind KPIs und welche Kennzahlen werden in der Produktion häufig genutzt?

Antwort:

KPIs (Key Performance Indicators) sind Leistungskennzahlen, die den Zustand von Prozessen, Anlagen oder Teams messbar machen.

 

Typische Produktions-KPIs:

  • OEE (Overall Equipment Effectiveness)

  • Ausschussquote

  • Durchlaufzeit

  • Produktivität pro Mitarbeiter / Maschine

  • Rüstzeit

  • Liefertermintreue (On-Time Delivery)

  • Stillstandszeiten

  • Nacharbeitsquote

 

Sie dienen der Steuerung, dem Vergleich und der kontinuierlichen Verbesserung.

Wie kann ein Meister typische Produktions-KPIs positiv beeinflussen?

Antwort:

Ein Meister kann Kennzahlen verbessern durch:

  • Schulung der Mitarbeiter → weniger Ausschuss, weniger Fehler

  • Optimierung der Rüstzeiten (z. B. SMED)

  • Bessere Planung → weniger Stillstand

  • Überwachung der Maschinenzustände → frühzeitige Wartung

  • Saubere Arbeitsanweisungen & Standards

  • Qualitätsprüfungen einführen oder verbessern

  • Materialfluss optimieren

  • Kommunikation im Team verbessern

  • Unterstützung bei Problemlösungen (Ishikawa, 5-Why)

 

KPIs verbessern sich, wenn die Prozesse stabil, sicher und standardisiert sind.

Ein Kunde liefert seit einiger Zeit schlechte Teile. Wie gehen Sie vor?

Antwort:

  1. Wareneingangsprüfung intensivieren

  2. Reklamation einleiten – Fehler dokumentieren, Musterteile sichern

  3. Nachweise anfordern:

    • Prüfprotokolle

    • Materialzertifikate

    • Maschinenfähigkeitsnachweise (Cm, Cmk)

  4. Lieferantenaudit durchführen:

    • Prozesse bewerten

    • Ursachenanalyse (FMEA, Ishikawa)

  5. Korrekturmaßnahmen vereinbaren

  6. Ergebniskontrolle bei den nächsten Lieferungen

  7. Lieferant bei Bedarf umqualifizieren oder ersetzen

 

So zeigt der Meister ein qualitätsorientiertes, strukturiertes Vorgehen.

Was bedeutet Maschinenfähigkeit und warum ist sie wichtig?

Antwort:

Maschinenfähigkeit beschreibt, ob eine Maschine fähig ist, innerhalb enger Toleranzen ein Maß stabil und wiederholbar herzustellen.

 

Kennzahlen:

  • Cm – Maschinenfähigkeitskennwert

  • Cmk – Maschinenfähigkeitsindex inklusive Lagebezug

 

Eine Maschine ist fähig, wenn Cm und Cmk ≥ 1,67 (typischer Richtwert).

 

Wichtig für:

  • stabile Prozesse

  • geringe Streuung

  • weniger Ausschuss

  • verlässliche Serienproduktion

Was ist ein Fertigungsauftrag und welche Informationen enthält er?

Antwort:

Ein Fertigungsauftrag ist ein Dokument, das alle Informationen enthält, die zur Herstellung eines Produkts benötigt werden.

Typische Inhalte:

  • Auftragsnummer

  • Artikelnummer / Zeichnungsnummer

  • Stückzahl

  • Fertigungstermine

  • Arbeitsplan (Reihenfolge der Bearbeitungsschritte)

  • Maschinen & Werkzeuge

  • Rüst- und Stückzeiten

  • Materialbereitstellung

  • Qualitätsmerkmale und Prüfpläne

  • Verantwortlichkeiten

  • Rückmeldefelder (Istzeiten, Ausschuss)

Der Fertigungsauftrag ermöglicht die Steuerung, Rückverfolgung und Dokumentation der Fertigung.

IHK Test MEP HQ Metall Orga

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Lösungsvorschlag von BLH:
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