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IM Elektro HQ T1 MEP IHK-Auswahl 

Wichtiger Hinweis:

  • Die Lösungsvorschläge dienen ausschließlich als Orientierung und Lernhilfe.

  • Keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität.

  • Nutzerinnen und Nutzer müssen alle Angaben, Wege und Ergebnisse selbst prüfen.

  • In mündlichen Ergänzungsprüfungen können Prüferinnen und Prüfer abweichende Lösungswege oder Schwerpunkte erwarten.

  • Keine Haftung für Fehler, Unstimmigkeiten oder daraus entstehende Nachteile.

MEP Elektrotechnik T1 – kurz zusammengefasst:
Jede IHK fragt im BWH-Teil etwas anders, aber fast überall kommen folgende Themenbereiche vor:

  • Grundlagen der Elektrotechnik

  • Schutzmaßnahmen & Sicherheitsregeln

  • Netzsysteme & Installationsgrundlagen

  • Transformatoren & elektrische Maschinen

  • Messtechnik & Normen

  • Steuerungs- & Automatisierungstechnik

  • Leistungselektronik & Antriebstechnik

 

Hinweis: Obwohl der Prüfungsteil „Elektrotechnik T1“ heißt, stellen manche IHKs zusätzlich Fragen aus den Bereichen Organisation oder Personal und Führung.
Der Grund dafür ist, dass diese Themen laut Rahmenlehrplan Bestandteil der technischen Prüfung sind und deshalb ebenfalls abgefragt werden können.

Wenn ihr eure eigenen Erfahrungen teilen möchtet, schreibt mir einfach über den Reiter „Kontakt“. Eure Berichte nehme ich gerne auf und ergänze sie wie gewohnt durch passende Lösungsvorschläge.

 

Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Vorbereitung auf die MEP!

-B.L.H.🍀🍀🤙

Wie viele Punkte brauche ich in der MEP?

Die Berechnung ist recht simpel. Schaut nach, wie viele Punkte euch in der schriftlichen Prüfung bis zu 50 % fehlen. Dieser Wert wird mit 2 multipliziert und anschließend werden 50 % addiert.

 

Beispiel 1:
Schriftlich: 44 Punkte
50 − 44 = 6 Punkte
6 × 2 + 50 = 62 Punkte
→ Man muss also in der mündlichen Ergänzungsprüfung mindestens 62 Punkte erreichen.

 

Beispiel 2:
Schriftlich: 30 Punkte
50 − 30 = 20 Punkte
20 × 2 + 50 = 90 Punkte
→ Man muss also in der mündlichen Ergänzungsprüfung mindestens 90 Punkte erreichen.

IHK Aachen MEP HQ Elektro T1

IHK Aachen 01.2026
Elektro T1

Ich war heute bei IHK Aachen in MEP T1 . Folgendes würde gefragt:
Industrie 4.0 in Bezug auf Technik erklären.(zmb. Automatisierung)
SPS Zyklus erklären (PAE, PAA ) und warum ist Zykluszeit wichtig.
Unterschied Regelung und Steuerungstechnik
-Regelkreis Zeichnen und Erklären
Stetige und Unstetige Regler Erklären.
PID Regler Komplet Beschreiben
Stücklisten benennen und Funktion
Durchlaufzeiten
Ersthelfer Funktion im Unternehmen.


Müsste 68 Punkten holen und bin jetzt auch Meister. Vielen Dank an BLH und die Tolle Arbeit

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Was bedeutet Industrie 4.0 in Bezug auf Technik und welche Rolle spielt Automatisierung dabei?

- Wie läuft der SPS-Zyklus ab, was bedeuten PAE und PAA und warum ist die Zykluszeit wichtig?

- Was ist der Unterschied zwischen Steuerung und Regelung und wie kann man das mit Beispielen erklären?

- Wie ist ein Regelkreis aufgebaut und wie kann man ihn erklären?

- Was ist der Unterschied zwischen stetigen und unstetigen Reglern und welche Beispiele gibt es?

- Was ist ein PID-Regler und was machen P-, I- und D-Anteil mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen?

- Was ist eine Stückliste, welche Angaben enthält sie und welche Stücklistenarten gibt es?

- Was bedeutet Durchlaufzeit, aus welchen Zeiten besteht sie und wie kann man sie verkürzen?

- Welche Funktion hat ein Ersthelfer im Unternehmen, welche Aufgaben hat er und warum ist er wichtig?

Lösungsvorschlag von BLH:

Was bedeutet Industrie 4.0 in Bezug auf Technik und welche Rolle spielt Automatisierung dabei?

Antwort:
Industrie 4.0 bedeutet, dass Maschinen, Anlagen, Produkte und IT-Systeme digital miteinander vernetzt werden. In der Technik geht es dabei besonders um Automatisierung, Sensoren, Steuerungen, Datenerfassung, digitale Kommunikation und intelligente Produktionsprozesse.

Automatisierung bedeutet, dass technische Abläufe selbstständig oder teilweise selbstständig ablaufen. Dafür werden Sensoren, Steuerungen und Aktoren eingesetzt. Der Mensch muss nicht mehr jeden Schritt manuell ausführen, sondern überwacht, plant oder greift bei Störungen ein.

Beispiele für Industrie 4.0:
Vernetzte Maschinen, SPS-Steuerungen, Roboter, RFID, automatische Lagertechnik, digitale Wartungsplanung, Predictive Maintenance und Maschinendaten, die an ein ERP-System weitergegeben werden.

Der Vorteil ist, dass Abläufe transparenter, schneller und flexibler werden. Störungen können früher erkannt, Wartungen besser geplant und Qualität, Auslastung sowie Energieverbrauch verbessert werden.


Wie läuft der SPS-Zyklus ab, was bedeuten PAE und PAA und warum ist die Zykluszeit wichtig?

Antwort:
Eine SPS ist eine speicherprogrammierbare Steuerung. Sie steuert Maschinen und Anlagen automatisch, indem sie Eingangssignale verarbeitet und Ausgangssignale an Aktoren weitergibt.

Der SPS-Zyklus läuft immer wieder in einer festen Reihenfolge ab:

1. Eingänge einlesen
Die SPS liest Signale von Sensoren, Tastern oder Schaltern ein.

2. PAE bilden
PAE bedeutet Prozessabbild der Eingänge. Dort werden die aktuellen Eingangszustände gespeichert.

3. Programm bearbeiten
Die SPS verarbeitet das Steuerungsprogramm mit den gespeicherten Eingangswerten.

4. PAA bilden
PAA bedeutet Prozessabbild der Ausgänge. Dort werden die berechneten Ausgangszustände gespeichert.

5. Ausgänge ausgeben
Die SPS schaltet die Ausgänge, zum Beispiel Motoren, Ventile, Lampen oder Schütze.

Die Zykluszeit ist die Zeit, die eine SPS für einen vollständigen Durchlauf benötigt. Sie ist wichtig, weil sie bestimmt, wie schnell die SPS auf Änderungen reagieren kann. Wenn die Zykluszeit zu lang ist, reagiert die Maschine verzögert. Bei schnellen Prozessen kann das zu Fehlern, ungenauen Abläufen oder Sicherheitsproblemen führen.


Was ist der Unterschied zwischen Steuerung und Regelung und wie kann man das mit Beispielen erklären?

Antwort:
Bei einer Steuerung wird ein Ablauf vorgegeben, ohne dass das Ergebnis ständig gemessen und automatisch korrigiert wird. Ein Beispiel ist eine einfache Ampelsteuerung, die nach einem festen Programm abläuft.

Bei einer Regelung wird der Istwert gemessen, mit dem Sollwert verglichen und bei einer Abweichung automatisch korrigiert. Ein Beispiel ist eine Heizungsregelung. Die gewünschte Temperatur ist der Sollwert. Der Temperaturfühler misst den Istwert. Wenn es zu kalt ist, wird geheizt. Wenn die Temperatur erreicht ist, wird die Heizleistung reduziert oder abgeschaltet.

 

Der wichtigste Unterschied ist also die Rückführung. Bei der Regelung wird der Istwert ständig zurückgemeldet und mit dem Sollwert verglichen. Bei der Steuerung fehlt diese automatische Rückmeldung.


Wie ist ein Regelkreis aufgebaut und wie kann man ihn erklären?

Antwort:
Ein Regelkreis besteht aus Sollwert, Vergleichsstelle, Regler, Stellglied, Regelstrecke, Messeinrichtung, Rückführung und Störgröße.

Der Ablauf ist folgender:

Zuerst wird ein Sollwert vorgegeben. Danach wird der Istwert gemessen. An der Vergleichsstelle werden Sollwert und Istwert verglichen. Daraus entsteht die Regeldifferenz. Wenn eine Abweichung vorhanden ist, gibt der Regler ein Signal an das Stellglied. Das Stellglied beeinflusst die Regelstrecke. Danach wird der neue Istwert wieder gemessen und zurückgeführt.

Eine Störgröße ist ein Einfluss, der den Prozess verändert. Bei einer Heizungsregelung wäre ein geöffnetes Fenster eine Störgröße, weil dadurch die Raumtemperatur sinkt.

Am Flipchart kann man es so darstellen:

Sollwert → Vergleichsstelle → Regler → Stellglied → Regelstrecke → Istwert
Der Istwert wird über die Messeinrichtung wieder zur Vergleichsstelle zurückgeführt.


Was ist der Unterschied zwischen stetigen und unstetigen Reglern und welche Beispiele gibt es?

Antwort:
Ein unstetiger Regler kann nur bestimmte Schaltzustände einnehmen, zum Beispiel Ein oder Aus. Ein typisches Beispiel ist ein Zweipunktregler. Bei einer einfachen Heizungsregelung schaltet der Thermostat die Heizung ein, wenn es zu kalt ist, und wieder aus, wenn die Temperatur erreicht ist.

Ein stetiger Regler kann seine Stellgröße stufenlos verändern. Er schaltet also nicht nur ein oder aus, sondern kann zum Beispiel 20 Prozent, 50 Prozent oder 80 Prozent Stellgröße ausgeben. Ein Beispiel ist ein proportional angesteuertes Ventil, das unterschiedlich weit geöffnet werden kann.

Der Unterschied ist also:
Unstetige Regler arbeiten mit festen Schaltzuständen. Stetige Regler können die Stellgröße kontinuierlich verändern und dadurch genauer regeln.


Was ist ein PID-Regler und was machen P-, I- und D-Anteil mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen?

Antwort:
Ein PID-Regler ist ein stetiger Regler. Er besteht aus drei Anteilen: P-Anteil, I-Anteil und D-Anteil. Diese drei Anteile wirken zusammen, damit ein Prozess möglichst schnell, genau und stabil geregelt wird.

Der P-Anteil ist der Proportionalanteil. Er reagiert direkt auf die aktuelle Abweichung zwischen Sollwert und Istwert. Je größer die Abweichung ist, desto stärker greift der Regler ein. Der Vorteil ist, dass er schnell reagiert. Der Nachteil ist, dass bei einem reinen P-Regler eine bleibende Regelabweichung entstehen kann.

Der I-Anteil ist der Integralanteil. Er betrachtet die Abweichung über die Zeit. Wenn eine Abweichung länger bestehen bleibt, erhöht der I-Anteil die Stellgröße so lange, bis die Abweichung verschwindet. Der Vorteil ist, dass er eine bleibende Regelabweichung beseitigen kann. Der Nachteil ist, dass er die Regelung langsamer machen und bei falscher Einstellung zum Überschwingen führen kann.

Der D-Anteil ist der Differentialanteil. Er reagiert auf die Änderungsgeschwindigkeit der Regeldifferenz. Er erkennt also, wie schnell sich der Istwert dem Sollwert nähert oder davon entfernt. Der Vorteil ist, dass er schnelle Änderungen dämpfen und Überschwingen verringern kann. Der Nachteil ist, dass er empfindlich auf Störungen und Messrauschen reagiert.

Zusammengefasst:
Der P-Anteil reagiert schnell auf die aktuelle Abweichung. Der I-Anteil beseitigt langfristig die bleibende Abweichung. Der D-Anteil reagiert auf schnelle Änderungen und stabilisiert den Regelvorgang.

PID-Regler werden zum Beispiel bei Temperatur-, Druck-, Drehzahl-, Füllstands- und Durchflussregelungen eingesetzt.


Was ist eine Stückliste, welche Angaben enthält sie und welche Stücklistenarten gibt es?

Antwort:
Eine Stückliste ist eine geordnete Aufstellung aller Teile, Baugruppen und Materialien, die für ein Produkt benötigt werden. Sie zeigt, welche Teile in welcher Menge gebraucht werden.

Sie dient als Grundlage für Einkauf, Lager, Fertigung, Montage, Kalkulation und Arbeitsvorbereitung. Ohne Stückliste wäre schwer zu erkennen, welche Bauteile für ein Produkt benötigt werden und welche Mengen bereitgestellt werden müssen.

Typische Angaben in einer Stückliste sind:

  • Positionsnummer

  • Benennung

  • Anzahl

  • Werkstoff

  • Artikelnummer

  • Zeichnungsnummer

  • Normteilangaben

 

Wichtige Stücklistenarten sind Mengenstückliste, Strukturstückliste und Baukastenstückliste.

Die Mengenstückliste zeigt alle Teile mit der benötigten Gesamtmenge.
Die Strukturstückliste zeigt den Aufbau mit Baugruppen, Unterbaugruppen und Einzelteilen.
Die Baukastenstückliste zeigt jeweils eine Baugruppe mit den direkt dazugehörigen Teilen.


Was bedeutet Durchlaufzeit, aus welchen Zeiten besteht sie und wie kann man sie verkürzen?

Antwort:
Die Durchlaufzeit ist die Zeit, die ein Auftrag vom Start bis zur Fertigstellung benötigt. Sie umfasst nicht nur die reine Bearbeitungszeit, sondern auch alle Nebenzeiten.

Zur Durchlaufzeit gehören zum Beispiel:

  • Bearbeitungszeit

  • Rüstzeit

  • Transportzeit

  • Wartezeit

  • Liegezeit

  • Kontrollzeit

 

Die Durchlaufzeit ist wichtig, weil sie Liefertermine, Lagerbestände, Kapitalbindung und Kundenzufriedenheit beeinflusst. In der Praxis besteht ein großer Teil der Durchlaufzeit oft aus Warte- und Liegezeiten.

Man kann Durchlaufzeiten verkürzen, indem man Wartezeiten reduziert, Material rechtzeitig bereitstellt, Arbeitsabläufe verbessert, Rüstzeiten senkt, Engpässe beseitigt und Transportwege verkürzt. Auch eine gute Arbeitsvorbereitung und klare Prioritäten helfen dabei.

Der Unterschied zur Bearbeitungszeit ist:
Die Bearbeitungszeit ist nur die Zeit, in der wirklich am Produkt gearbeitet wird. Die Durchlaufzeit enthält zusätzlich Wartezeiten, Liegezeiten, Transportzeiten, Rüstzeiten und Prüfzeiten.


Welche Funktion hat ein Ersthelfer im Unternehmen, welche Aufgaben hat er und warum ist er wichtig?

Antwort:
Ein Ersthelfer leistet im Notfall Erste Hilfe, bis professionelle Hilfe eintrifft. Er unterstützt verletzte oder erkrankte Personen, sichert die Situation ab und sorgt dafür, dass weitere Hilfe organisiert wird.

Zu den Aufgaben eines Ersthelfers gehören:

  • Situation beurteilen

  • verletzte Person ansprechen und betreuen

  • Erste Hilfe leisten

  • Notruf veranlassen

  • Unfallstelle absichern

  • weitere Gefahren vermeiden

  • kleinere Verletzungen versorgen

 

Ersthelfer sind wichtig, weil bei einem Unfall oft jede Minute zählt. Sie überbrücken die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und können dadurch Unfallfolgen verringern oder im Ernstfall Leben retten.

Ersthelfer müssen entsprechend ausgebildet sein. Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass ausreichend Ersthelfer im Betrieb vorhanden sind.

IHK Böblingen (Stuttgart) MEP HQ Elektro T1

IHK Böblingen 02.2026

Elektro T1

Motorschutz beschreiben.
Motorschild ablesen
Pzu brechen
Wirkungsgrad
Wirkungsgrad gesamt
Unterschied zwischen Regelung und Steuerung
Warum √3 beim Drehstrom
Und 2 vor und Nachteile eines Asynchronmotors
Energie Gewinnung 2 Formen und eine davor genauer besprechen

Ich war in Foley unten

 

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Was versteht man unter Motorschutz und warum ist er wichtig?

- Wie funktioniert ein Motorschutzschalter grundsätzlich?

- Welche Angaben stehen auf einem Motorschild und wofür braucht man sie?

- Wie erkennt man am Motorschild den richtigen Stern- oder Dreieckanschluss?

- Was bedeutet der Wirkungsgrad und wie wird er berechnet?

- Wie kann man den Wirkungsgrad einfach erklären?

- Was ist der Unterschied zwischen Steuerung und Regelung?

- Warum kommt beim Drehstrom die Wurzel 3 vor?

- Wie kann man Wurzel 3 beim Drehstrom einfach erklären?

- Was ist ein Asynchronmotor und welche Vor- und Nachteile hat er?

- Wo werden Asynchronmotoren eingesetzt?

- Welche Formen der Energiegewinnung gibt es und wie kann man eine davon genauer erklären?

- Welche zweite Energieform könnte man zusätzlich nennen?

Lösungsvorschlag von BLH:

Was versteht man unter Motorschutz und warum ist er wichtig?

Antwort:
Motorschutz bedeutet, dass ein Elektromotor vor Schäden geschützt wird. Ein Motor kann zum Beispiel durch Überlast, Kurzschluss, Phasenausfall, zu häufiges Anlaufen, blockierte Welle, falsche Spannung oder Überhitzung beschädigt werden.

Der Motorschutz ist wichtig, weil ein beschädigter Motor zu Maschinenstillstand, Brandgefahr, Produktionsausfall und hohen Reparaturkosten führen kann.

Typische Schutzeinrichtungen sind:

Motorschutzschalter
Schützt den Motor vor Überlast und teilweise auch vor Kurzschluss. Er wird auf den Nennstrom des Motors eingestellt.

Motorschutzrelais
Überwacht den Motorstrom und schaltet bei Überlast über das Schütz den Motor ab.

Sicherungen oder Leitungsschutzschalter
Schützen hauptsächlich die Leitung und Anlage vor Kurzschluss und Überstrom.

Temperaturfühler im Motor
Überwachen die Wicklungstemperatur und schützen den Motor direkt vor Überhitzung.


Wie funktioniert ein Motorschutzschalter grundsätzlich?

Antwort:
Ein Motorschutzschalter überwacht den Strom des Motors. Wenn der Motor dauerhaft zu viel Strom aufnimmt, erkennt der Motorschutzschalter eine Überlast und schaltet ab. Dadurch wird verhindert, dass die Motorwicklung zu heiß wird.

Bei einem Kurzschluss kann der Motorschutzschalter ebenfalls schnell auslösen. Wichtig ist, dass der Motorschutzschalter auf den richtigen Nennstrom des Motors eingestellt wird. Dieser Nennstrom steht auf dem Motorschild.


Welche Angaben stehen auf einem Motorschild und wofür braucht man sie?

Antwort:
Auf einem Motorschild stehen die wichtigsten technischen Daten des Motors. Diese Angaben braucht man, um den Motor richtig anzuschließen, abzusichern und zu betreiben.

Typische Angaben sind:

Nennspannung
Zum Beispiel 230/400 V oder 400/690 V. Daraus erkennt man, ob der Motor in Stern oder Dreieck angeschlossen werden darf.

Nennstrom
Dieser Strom ist wichtig für die Einstellung des Motorschutzes.

Leistung
Zum Beispiel 4 kW. Das ist die abgegebene mechanische Leistung an der Motorwelle.

Drehzahl
Zum Beispiel 1450 1/min. Daraus erkennt man, wie schnell sich der Motor bei Nennbetrieb dreht.

Frequenz
In Deutschland meistens 50 Hz.

Leistungsfaktor cos phi
Zeigt das Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung.

Wirkungsgrad
Zeigt, wie gut der Motor elektrische Energie in mechanische Energie umwandelt.

Schutzart
Zum Beispiel IP55. Sie beschreibt den Schutz gegen Staub und Wasser.

Isolationsklasse
Gibt an, welche Temperaturbelastung die Wicklungsisolation aushält.


Wie erkennt man am Motorschild den richtigen Stern- oder Dreieckanschluss?

Antwort:
Man schaut auf die Spannungsangabe.

Bei einem Motor mit 230/400 V gilt:
Am 400-V-Drehstromnetz wird der Motor in Stern angeschlossen.

Bei einem Motor mit 400/690 V gilt:
Am 400-V-Drehstromnetz wird der Motor in Dreieck angeschlossen.

Die kleinere Spannung gehört zum Dreieckanschluss, die größere Spannung zum Sternanschluss.


Was bedeutet der Wirkungsgrad und wie wird er berechnet?

Antwort:
Der Wirkungsgrad gibt an, wie gut eine Maschine Energie umwandelt. Bei einem Elektromotor zeigt er, welcher Anteil der aufgenommenen elektrischen Leistung als mechanische Leistung an der Motorwelle abgegeben wird.

 

Die Formel lautet:

Wirkungsgrad = Nutzleistung / zugeführte Leistung

Oder mit Zeichen:

η = Pab / Pzu

 

Wenn man den Wirkungsgrad in Prozent angeben will:

η = Pab / Pzu · 100 %

 

Ein Motor hat nie 100 Prozent Wirkungsgrad, weil immer Verluste entstehen. Verluste entstehen zum Beispiel durch Wärme in der Wicklung, Reibung, Lüfterverluste und magnetische Verluste.


Wie kann man den Wirkungsgrad einfach erklären?

Antwort:
Der Wirkungsgrad zeigt, wie viel von der eingesetzten Energie wirklich genutzt wird. Wenn ein Motor 10 kW elektrische Leistung aufnimmt und 9 kW mechanische Leistung abgibt, dann beträgt der Wirkungsgrad 90 Prozent. 1 kW geht als Verlust verloren, meistens als Wärme.


Was ist der Unterschied zwischen Steuerung und Regelung?

Antwort:
Bei einer Steuerung wird ein Ablauf vorgegeben, ohne dass das Ergebnis ständig automatisch kontrolliert und korrigiert wird. Ein Beispiel ist eine einfache Ampelsteuerung. Sie läuft nach einem festgelegten Programm ab.

Bei einer Regelung wird der Istwert gemessen, mit dem Sollwert verglichen und bei einer Abweichung automatisch korrigiert. Ein Beispiel ist eine Heizungsregelung. Die Temperatur wird gemessen und bei Abweichung wird nachgeregelt.

Der wichtigste Unterschied ist die Rückführung.
Bei der Regelung gibt es eine Rückmeldung des Istwerts. Bei der Steuerung fehlt diese automatische Rückmeldung.


Warum kommt beim Drehstrom die Wurzel 3 vor?

Antwort:
Die Wurzel 3 kommt beim Drehstrom vor, weil die drei Spannungen der Außenleiter nicht gleichzeitig gleichgerichtet sind, sondern um 120 Grad phasenverschoben zueinander verlaufen.

Bei Drehstrom unterscheidet man:

Strangspannung
Spannung zwischen einem Außenleiter und dem Sternpunkt.

Außenleiterspannung
Spannung zwischen zwei Außenleitern.

Die Außenleiterspannung ist wegen der Phasenverschiebung nicht einfach doppelt so groß wie die Strangspannung, sondern um den Faktor √3 größer.

Deshalb gilt:

U Außenleiter = √3 · U Strang

Im normalen Drehstromnetz bedeutet das:

400 V = √3 · 230 V

Darum rechnet man bei der Drehstromleistung auch mit:

P = √3 · U · I · cos phi


Wie kann man Wurzel 3 beim Drehstrom einfach erklären?

Antwort:
Beim Drehstrom sind die drei Spannungen zeitlich versetzt. Sie liegen nicht gleichzeitig auf ihrem Höchstwert. Durch diese 120-Grad-Verschiebung entsteht zwischen zwei Außenleitern eine Spannung, die um den Faktor √3 größer ist als die Spannung zwischen Außenleiter und Neutralleiter. Deshalb hat unser Netz ungefähr 230 V gegen Neutralleiter und 400 V zwischen zwei Außenleitern.


Was ist ein Asynchronmotor und welche Vor- und Nachteile hat er?

Antwort:
Ein Asynchronmotor ist ein Elektromotor, der mit Drehstrom betrieben wird. Im Stator entsteht ein Drehfeld. Dieses Drehfeld erzeugt im Rotor eine Spannung und dadurch einen Strom. Durch die Wechselwirkung entsteht ein Drehmoment und der Rotor beginnt sich zu drehen.

Der Motor heißt Asynchronmotor, weil der Rotor nicht exakt mit der Drehzahl des Drehfeldes läuft. Er läuft etwas langsamer. Diese Differenz nennt man Schlupf.

Vorteile:
Ein Asynchronmotor ist robust, wartungsarm und relativ günstig. Er hat einen einfachen Aufbau und eignet sich gut für viele industrielle Antriebe.

Nachteile:
Beim direkten Einschalten kann ein hoher Anlaufstrom entstehen. Außerdem ist die Drehzahl ohne Frequenzumrichter nur begrenzt regelbar.


Wo werden Asynchronmotoren eingesetzt?

Antwort:
Asynchronmotoren werden sehr häufig in der Industrie eingesetzt, zum Beispiel bei Pumpen, Lüftern, Förderbändern, Kompressoren, Werkzeugmaschinen, Mischern und Antrieben in Produktionsanlagen.


Welche Formen der Energiegewinnung gibt es und wie kann man eine davon genauer erklären?

Antwort:
Man kann Energie zum Beispiel aus erneuerbaren und nicht erneuerbaren Energiequellen gewinnen.

Erneuerbare Energiequellen:
Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie.

Nicht erneuerbare Energiequellen:
Kohle, Erdöl, Erdgas und Kernenergie.

Eine mögliche Form, die man genauer erklären kann, ist Windenergie.

Bei der Windenergie bewegt der Wind die Rotorblätter einer Windkraftanlage. Die Rotorblätter treiben über eine Welle einen Generator an. Der Generator wandelt die mechanische Bewegungsenergie in elektrische Energie um. Danach wird der Strom angepasst, geregelt und ins Stromnetz eingespeist.

Vorteile der Windenergie:
Sie ist erneuerbar, verursacht im Betrieb keine direkten CO2-Emissionen und benötigt keinen Brennstoff.

Nachteile der Windenergie:
Sie ist wetterabhängig, erzeugt nicht immer gleichmäßig Strom und kann durch Geräusche, Schattenwurf oder Eingriffe in das Landschaftsbild kritisch gesehen werden.


Welche zweite Energieform könnte man zusätzlich nennen?

Antwort:
Als zweite Form kann man Solarenergie nennen. Dabei wird Sonnenlicht mit Photovoltaikanlagen direkt in elektrische Energie umgewandelt. Solarenergie ist erneuerbar und im Betrieb emissionsarm. Der Nachteil ist, dass sie von Sonne, Wetter, Tageszeit und Jahreszeit abhängig ist.

IHK Böblingen 02.2026

Elektro T1

Motorschild ablesen
die erste Prüfungsaufgabe aus T1 zum berechnen
Vor und Nachteile von Asynchron Motor
Netzformen( TN-C, TN-S)
Was ist Motor Vollschutz, was ist der funktion.
Was sind Schützen und was kann man damit machen

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Welche Angaben stehen auf einem Motorschild und wofür braucht man diese Angaben?

- Wie erkennt man am Motorschild, ob der Motor in Stern oder Dreieck angeschlossen wird?

- Was ist ein Asynchronmotor und welche Vor- und Nachteile hat er?

- Was sind Netzformen und worin unterscheiden sich TN-C und TN-S?

- Was ist der Unterschied zwischen PE, N und PEN?

- Was ist Motorvollschutz und welche Funktion hat er?

- Was ist der Unterschied zwischen Motorschutz und Motorvollschutz?

- Was sind Schütze und was kann man damit machen?

- Wie funktioniert ein Schütz?

- Wofür verwendet man Schütze in der Praxis?

- Warum schaltet man Motoren oft mit Schützen?

Lösungsvorschlag von BLH:

Welche Angaben stehen auf einem Motorschild und wofür braucht man diese Angaben?

Antwort:
Auf dem Motorschild stehen die wichtigsten technischen Daten des Motors. Diese Angaben braucht man, um den Motor richtig anzuschließen, abzusichern und zu betreiben.

Typische Angaben sind:

Spannung
Zum Beispiel 230/400 V oder 400/690 V. Daraus erkennt man, ob der Motor in Stern oder Dreieck angeschlossen werden muss.

Strom
Der Nennstrom ist wichtig für die Einstellung des Motorschutzes.

Leistung
Zum Beispiel 4 kW. Das ist meistens die mechanische Abgabeleistung an der Motorwelle.

Drehzahl
Zum Beispiel 1450 1/min. Daraus erkennt man die Drehzahl bei Nennbetrieb.

Frequenz
Meistens 50 Hz.

cos phi
Das ist der Leistungsfaktor. Er zeigt das Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung.

Wirkungsgrad
Er zeigt, wie gut der Motor elektrische Energie in mechanische Energie umwandelt.

Schutzart
Zum Beispiel IP55. Sie gibt an, wie gut der Motor gegen Staub und Wasser geschützt ist.

Isolationsklasse
Sie gibt an, welche Temperaturbelastung die Wicklungsisolation aushält.


Wie erkennt man am Motorschild, ob der Motor in Stern oder Dreieck angeschlossen wird?

Antwort:
Man schaut auf die Spannungsangabe.

Bei 230/400 V gilt:
Am 400-V-Drehstromnetz wird der Motor in Stern angeschlossen.

Bei 400/690 V gilt:
Am 400-V-Drehstromnetz wird der Motor in Dreieck angeschlossen.

 

Die kleinere Spannung gehört zum Dreieckanschluss.
Die größere Spannung gehört zum Sternanschluss.


Was ist ein Asynchronmotor und welche Vor- und Nachteile hat er?

Antwort:
Ein Asynchronmotor ist ein Elektromotor, der sehr häufig in der Industrie eingesetzt wird. Im Stator entsteht durch Drehstrom ein magnetisches Drehfeld. Dieses Drehfeld erzeugt im Rotor eine Spannung und dadurch einen Strom. Dadurch entsteht ein Drehmoment und der Rotor dreht sich.

Er heißt Asynchronmotor, weil der Rotor nicht genau so schnell läuft wie das Drehfeld. Er läuft etwas langsamer. Diese Differenz nennt man Schlupf.

Vorteile:
Ein Asynchronmotor ist robust, wartungsarm, relativ günstig und einfach aufgebaut. Er ist für viele industrielle Anwendungen geeignet, zum Beispiel Pumpen, Lüfter, Förderbänder und Werkzeugmaschinen.

Nachteile:
Beim direkten Einschalten kann ein hoher Anlaufstrom entstehen. Außerdem ist die Drehzahl ohne Frequenzumrichter nur begrenzt regelbar. Zusätzlich sinkt bei falscher Belastung oder schlechtem Betriebspunkt der Wirkungsgrad.


Was sind Netzformen und worin unterscheiden sich TN-C und TN-S?

Antwort:
Netzformen beschreiben, wie die Stromversorgung aufgebaut ist und wie Schutzleiter und Neutralleiter geführt werden. Sie sind wichtig für den Schutz gegen elektrischen Schlag und für die sichere Abschaltung im Fehlerfall.

Bei TN-Systemen ist der Sternpunkt des Transformators geerdet. Die Körper der elektrischen Betriebsmittel sind über Schutzleiter mit diesem geerdeten Punkt verbunden.

TN-C-System:
Beim TN-C-System sind Neutralleiter und Schutzleiter in einem gemeinsamen Leiter zusammengefasst. Dieser Leiter heißt PEN-Leiter.

Merkmal:
PE und N sind kombiniert.

Vorteil:
Weniger Leiter werden benötigt.

Nachteil:
Wenn der PEN-Leiter unterbrochen wird, kann es gefährlich werden, weil berührbare Metallteile Spannung führen können. Deshalb ist diese Netzform aus heutiger Sicht in vielen Bereichen nicht mehr für neue Endstromkreise üblich.

TN-S-System:
Beim TN-S-System sind Neutralleiter und Schutzleiter getrennt geführt.

Merkmal:
Es gibt einen eigenen N-Leiter und einen eigenen PE-Leiter.

Vorteil:
Es ist sicherer und übersichtlicher. Schutzleiter und Neutralleiter haben getrennte Aufgaben. Dadurch gibt es weniger Probleme mit Ausgleichsströmen auf dem Schutzleiter.

Nachteil:
Es werden mehr Leiter benötigt als beim TN-C-System.


Was ist der Unterschied zwischen PE, N und PEN?

Antwort:
Der PE-Leiter ist der Schutzleiter. Er dient dem Schutz gegen elektrischen Schlag und führt im Normalbetrieb keinen Betriebsstrom.

Der N-Leiter ist der Neutralleiter. Er führt im Normalbetrieb Betriebsstrom zurück.

Der PEN-Leiter ist eine Kombination aus Schutzleiter und Neutralleiter. Er übernimmt also beide Funktionen gemeinsam.


Was ist Motorvollschutz und welche Funktion hat er?

Antwort:
Motorvollschutz bedeutet, dass der Motor möglichst umfassend gegen schädliche Betriebszustände geschützt wird. Es geht nicht nur um den Strom in der Zuleitung, sondern auch um die tatsächliche thermische Belastung des Motors.

Ein Motor kann zum Beispiel beschädigt werden durch:

  • Überlast

  • Phasenausfall

  • Blockieren der Welle

  • zu häufiges Anlaufen

  • schlechte Kühlung

  • zu hohe Umgebungstemperatur

  • Überhitzung der Wicklung

 

Der Motorvollschutz überwacht deshalb häufig die Temperatur direkt im Motor, zum Beispiel über Temperaturfühler in der Wicklung. Wenn der Motor zu heiß wird, wird er abgeschaltet oder ein Abschaltsignal an die Steuerung gegeben.

Der Vorteil ist, dass der Motor besser geschützt wird als nur durch eine reine Stromüberwachung. Denn ein Motor kann auch überhitzen, obwohl der Strom nicht extrem hoch erscheint, zum Beispiel bei schlechter Kühlung oder hoher Umgebungstemperatur.


Was ist der Unterschied zwischen Motorschutz und Motorvollschutz?

Antwort:
Ein normaler Motorschutz, zum Beispiel ein Motorschutzschalter, überwacht hauptsächlich den Motorstrom. Er schützt vor Überlast und Kurzschluss.

Der Motorvollschutz überwacht zusätzlich die Temperatur im Motor selbst. Dadurch wird der Motor direkter geschützt, weil die tatsächliche Erwärmung der Wicklung erfasst wird.

Einfach gesagt:
Motorschutz schützt über den Strom.
Motorvollschutz schützt zusätzlich über die Temperatur im Motor.


Was sind Schütze und was kann man damit machen?

Antwort:
Ein Schütz ist ein elektrisch betätigter Schalter. Mit einem kleinen Steuerstrom kann ein größerer Laststrom geschaltet werden. Schütze werden häufig verwendet, um Motoren, Heizungen, Beleuchtungen oder andere elektrische Verbraucher ein- und auszuschalten.

Ein Schütz besteht grundsätzlich aus:

Spule
Wenn die Spule Spannung bekommt, entsteht ein Magnetfeld.

Magnetanker
Der Magnetanker wird angezogen.

Hauptkontakte
Sie schalten den Laststrom, zum Beispiel den Motorstrom.

Hilfskontakte
Sie werden für Steuerungsaufgaben genutzt, zum Beispiel Selbsthaltung, Verriegelung oder Signalmeldung.


Wie funktioniert ein Schütz?

Antwort:
Wenn an der Spule Spannung anliegt, zieht der Magnetanker an. Dadurch schließen oder öffnen die Kontakte. Über die Hauptkontakte kann dann ein Motor oder ein anderer Verbraucher eingeschaltet werden.

Wenn die Spulenspannung wegfällt, fällt der Magnetanker zurück und die Kontakte gehen wieder in ihre Grundstellung. Dadurch wird der Verbraucher ausgeschaltet.


Wofür verwendet man Schütze in der Praxis?

Antwort:
Schütze verwendet man zum Beispiel zum Ein- und Ausschalten von Motoren, für Stern-Dreieck-Schaltungen, Wendeschützschaltungen, Selbsthalteschaltungen, Verriegelungen oder Sicherheitsabschaltungen.

 

Beispiele:
Ein Motor soll über einen Start- und Stopptaster eingeschaltet werden.
Ein Motor soll vorwärts und rückwärts laufen.
Ein großer Verbraucher soll nicht direkt über einen kleinen Taster geschaltet werden.
Zwei Bewegungen sollen gegenseitig verriegelt werden, damit sie nicht gleichzeitig laufen.


Warum schaltet man Motoren oft mit Schützen?

Antwort:
Ein Motor hat meistens einen hohen Strom. Diesen Strom sollte man nicht direkt über kleine Taster schalten. Der Taster schaltet nur die Spule des Schützes. Das Schütz übernimmt dann das Schalten des Motorstroms über seine Hauptkontakte. Dadurch ist die Steuerung sicherer, übersichtlicher und für höhere Leistungen geeignet.

IHK Böblingen 02.2026

Elektro T1

In der mündlichen Prüfung ging es zunächst um eine elektrische Schaltung mit drei Widerständen.
Der Widerstand R1 war in Reihe mit einer Parallelschaltung aus R2 und R3 geschaltet.
R2 und R3 waren parallel verbunden.

R3 war ein NTC-Widerstand mit der Kennlinie 1 kΩ bei 100 °C (in heißem Wasser).
Gegeben waren außerdem:
      •     R1 = 100 Ω
      •     R2 = 100 Ω
      •     Gesamtspannung U = 10 V

Meine Aufgabe war es, zuerst den Widerstand von R3 bei 100 °C zu bestimmen.
Anschließend sollte ich den Gesamtwiderstand der Schaltung und den Gesamtstrom berechnen.

Danach wurde ich gefragt, wie eine Inbetriebnahme einer elektrischen Anlage abläuft.
Ich sollte erklären, welche Messungen durchgeführt werden müssen (rlo, riso und schleifen)

Zum Schluss musste ich die fünf Sicherheitsregeln nennen und erklären, wie man sie in der Praxis umsetzt

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

Aufgabe:

In einer elektrischen Schaltung ist der Widerstand R1 in Reihe mit einer Parallelschaltung aus R2 und R3 geschaltet. R3 ist ein NTC-Widerstand mit der Kennlinie 1 kΩ bei 100 °C (in heißem Wasser).

Gegeben sind:

R1 = 100 Ω
R2 = 100 Ω
Uges = 10 V

a) Bestimmen Sie den Widerstand R3 bei einer Temperatur von 100 °C.

b) Berechnen Sie den Gesamtwiderstand

c) Berechnen Sie den Gesamtstrom

- Wie läuft die Inbetriebnahme einer elektrischen Anlage ab?

- Welche Messungen müssen bei der Inbetriebnahme durchgeführt werden und was bedeuten Rlo, Riso und Schleife?

- Welche fünf Sicherheitsregeln gibt es und wie setzt man sie in der Praxis um?​​

Lösungsvorschlag von BLH:

Aufgabe:

In einer elektrischen Schaltung ist der Widerstand R1 in Reihe mit einer Parallelschaltung aus R2 und R3 geschaltet. R3 ist ein NTC-Widerstand mit der Kennlinie 1 kΩ bei 100 °C (in heißem Wasser).

Gegeben sind:

R1 = 100 Ω
R2 = 100 Ω
Uges = 10 V

a) Bestimmen Sie den Widerstand R3 bei einer Temperatur von 100 °C.

b) Berechnen Sie den Gesamtwiderstand

c) Berechnen Sie den Gesamtstrom

 

a) IHK Formelsammlung Stichwort: Heißleiterkennlinie

Bei 100 °C den Widerstand ablesen. Es ist etwas unter der 10² Linie. 10² in Taschenrechner eingeben = 100 Ω. Normalerweise ist es genau in der Mitte zwischen 100 Ω und der Linie darunter 90 Ω, also 95 Ω aber ich denke die IHK hat hier ganz einfach 100 Ω schon als richtig bewertet.

b) Zuerst die parallel Schaltung Widerstand ausrechnen
R2,3 = 100 x 100 = 50 Ω

            100 + 100

Rges = 100 Ω + 50 Ω = 150 Ω

c) Iges = 10 V / 150 Ω = 0,07 A

Wie läuft die Inbetriebnahme einer elektrischen Anlage ab?

Antwort:
Bei der Inbetriebnahme einer elektrischen Anlage wird geprüft, ob die Anlage sicher, richtig angeschlossen und funktionsfähig ist. Eine elektrische Anlage darf nicht einfach eingeschaltet werden, ohne vorher geprüft zu werden.

Der Ablauf kann so erklärt werden:

1. Sichtprüfung durchführen
Zuerst wird kontrolliert, ob die Anlage äußerlich in Ordnung ist.

Dabei prüft man zum Beispiel:

  • Leitungen richtig verlegt

  • keine sichtbaren Beschädigungen

  • richtige Schutzorgane eingebaut

  • Aderfarben richtig verwendet

  • Klemmen fest angezogen

  • Schutzleiter angeschlossen

  • Beschriftungen vorhanden

  • Abdeckungen und Schutzmaßnahmen vorhanden

 

2. Messungen durchführen
Danach werden wichtige elektrische Messungen durchgeführt, zum Beispiel:

  • Schutzleiterwiderstand Rlo

  • Isolationswiderstand Riso

  • Schleifenimpedanz oder Schleifenwiderstand

 

Diese Messungen zeigen, ob Schutzleiter, Isolation und Abschaltbedingungen in Ordnung sind.

3. Funktionsprüfung durchführen
Anschließend wird geprüft, ob die Anlage richtig funktioniert.

Zum Beispiel:

  • Schalter schalten richtig

  • RCD löst aus

  • Motoren drehen richtig herum

  • Not-Aus funktioniert

  • Signallampen und Steuerungen funktionieren

  • Schutz- und Verriegelungseinrichtungen arbeiten richtig

 

4. Dokumentation erstellen
Die Ergebnisse werden dokumentiert. Dazu gehören Messwerte, Prüfergebnis, Datum, Prüfer und gegebenenfalls festgestellte Mängel.

5. Freigabe der Anlage
Erst wenn keine sicherheitsrelevanten Mängel vorhanden sind, darf die Anlage freigegeben und in Betrieb genommen werden.


Welche Messungen müssen bei der Inbetriebnahme durchgeführt werden und was bedeuten Rlo, Riso und Schleife?

Antwort:
Bei der Erstprüfung einer elektrischen Anlage werden verschiedene Messungen durchgeführt. Drei wichtige Messungen sind Rlo, Riso und die Schleifenmessung.

Rlo – Schutzleiterwiderstand

Rlo ist der Schutzleiterwiderstand beziehungsweise die Niederohmmessung des Schutzleiters.

Dabei wird geprüft, ob der Schutzleiter durchgängig und niederohmig verbunden ist.

Das ist wichtig, weil im Fehlerfall der Fehlerstrom sicher über den Schutzleiter abfließen muss. Nur dann können Sicherung, LS-Schalter oder RCD zuverlässig auslösen.

Vereinfacht gesagt:
Rlo prüft, ob der Schutzleiter richtig verbunden ist.

 

Riso – Isolationswiderstand

Riso ist der Isolationswiderstand.

Dabei wird geprüft, ob die Isolation zwischen aktiven Leitern und Schutzleiter ausreichend gut ist.

Wenn die Isolation beschädigt ist, kann Strom an Stellen fließen, wo er nicht fließen darf. Das kann zu Stromschlag, Kurzschluss, Brand oder Fehlerströmen führen.

Vereinfacht gesagt:
Riso prüft, ob die Leitung gut isoliert ist und kein ungewollter Strom gegen Erde abfließt.

 

Schleifenmessung

Bei der Schleifenmessung wird geprüft, ob im Fehlerfall ein ausreichend hoher Fehlerstrom fließen kann, damit das Schutzorgan schnell genug abschaltet.

Die Fehlerschleife verläuft vereinfacht so:

Außenleiter → Fehlerstelle → Schutzleiter → Netz zurück

Wenn der Schleifenwiderstand zu hoch ist, fließt im Fehlerfall zu wenig Strom. Dann löst der LS-Schalter oder die Sicherung möglicherweise nicht schnell genug aus.

Vereinfacht gesagt:
Die Schleifenmessung prüft, ob im Fehlerfall sicher und schnell abgeschaltet wird.


Welche fünf Sicherheitsregeln gibt es und wie setzt man sie in der Praxis um?

Antwort:
Die fünf Sicherheitsregeln schützen Personen beim Arbeiten an elektrischen Anlagen. Sie müssen vor Arbeiten an spannungsfreien Anlagen eingehalten werden.

 

1. Freischalten

Die Anlage oder der Anlagenteil wird von der Spannung getrennt.

Praxisbeispiele:

  • LS-Schalter ausschalten

  • Sicherung entfernen

  • Hauptschalter ausschalten

  • Trennschalter betätigen

Ziel ist, dass die Arbeitsstelle spannungsfrei gemacht wird.

 

2. Gegen Wiedereinschalten sichern

Die Anlage wird so gesichert, dass niemand sie versehentlich wieder einschaltet.

Praxisbeispiele:

  • Schloss am Hauptschalter anbringen

  • Sicherung mitnehmen

  • Sperrvorrichtung verwenden

  • Warnschild anbringen: Nicht schalten, es wird gearbeitet

 

Das ist wichtig, weil ein anderer Mitarbeiter sonst unwissentlich wieder einschalten könnte.

 

3. Spannungsfreiheit feststellen

Mit einem geeigneten Messgerät wird geprüft, ob wirklich keine Spannung mehr anliegt.

Praxisumsetzung:

  • zweipoligen Spannungsprüfer verwenden

  • Messgerät vorher prüfen

  • an allen aktiven Leitern messen

  • Messgerät nachher nochmals prüfen

 

Wichtig ist:
Nicht nur glauben, dass ausgeschaltet ist, sondern wirklich messen.

 

4. Erden und kurzschließen

Die freigeschalteten Leiter werden mit Erde verbunden und kurzgeschlossen.

Das ist besonders bei Mittel- und Hochspannungsanlagen wichtig. Dadurch wird verhindert, dass gefährliche Spannungen entstehen, zum Beispiel durch Rückeinspeisung, Restladung oder Induktion.

 

Praxisbeispiel:

Erdungs- und Kurzschließvorrichtung anbringen

 

5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken

Wenn in der Nähe noch spannungsführende Teile vorhanden sind, müssen diese geschützt werden.

Praxisbeispiele:

  • isolierende Abdeckungen verwenden

  • Absperrungen aufstellen

  • Warnschilder anbringen

  • ausreichenden Abstand einhalten

 

Ziel ist, dass man nicht versehentlich an spannungsführende Teile kommt.

IHK Braunschweig MEP HQ Elektro T1

IHK Braunschweig 02.2024

Elektro T1


Gefragt wurden Sachen wie:
Was ist das top Prinzip?
Zu was wurde die Kennzeichnung RS geändert?
Was ist bei einer Gefahrenunterweisung zu beachten?
Nenne 5 Schritte wie man einen neuen Mitarbeiter integriert.

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Was bedeutet das TOP-Prinzip im Arbeitsschutz und wie wird es angewendet?

- Wofür stand die Kennzeichnung „RS“ und zu welcher Bezeichnung wurde sie geändert?

- Was muss bei einer Gefahrenunterweisung beachtet werden?

- Nennen Sie fünf Schritte, wie Sie einen neuen Mitarbeiter in den Betrieb integrieren.

Lösungsvorschlag von BLH:

Was bedeutet das TOP-Prinzip im Arbeitsschutz und wie wird es angewendet?

Antwort:

Das TOP-Prinzip beschreibt die Reihenfolge von Schutzmaßnahmen im Arbeitsschutz:

  1. T – Technische Maßnahmen
    → Gefahren an der Quelle beseitigen
    Beispiele: Absaugung, Schutzhauben, Verriegelungen, Not-Aus, Lärmschutzkabinen.

  2. O – Organisatorische Maßnahmen
    → Arbeitsabläufe anpassen
    Beispiele: Unterweisungen, Arbeitsanweisungen, reduzierte Expositionszeiten, Zugangsbegrenzungen.

  3. P – Persönliche Schutzmaßnahmen
    → Persönliche Schutzausrüstung
    Beispiele: Helm, Handschuhe, Schutzbrille, Gehörschutz.

 

Wichtig:
Schutzmaßnahmen immer zuerst technisch, dann organisatorisch und erst zuletzt persönliche Schutzmittel.
Das TOP-Prinzip ist fester Bestandteil jeder Gefährdungsbeurteilung.

Wofür stand die Kennzeichnung „RS“ und zu welcher Bezeichnung wurde sie geändert?

Antwort:

Die frühere Kennzeichnung RS = „Rettungsstelle“ wurde im Zuge der Vereinheitlichung der Sicherheitskennzeichnungen durch die ASR A1.3 ersetzt.

 

Sie wurde geändert in:

„Erste-Hilfe-Stelle“ bzw. „Erste-Hilfe-Raum“
mit dem neuen Symbol weißes Kreuz auf grünem Grund.

 

Hintergrund:
Alle Sicherheitskennzeichen wurden an internationale ISO-Normen angepasst, damit sie in allen Betrieben einheitlich verstanden werden.

Was muss bei einer Gefahrenunterweisung beachtet werden?

Antwort:

Eine Gefahrenunterweisung muss:

  • vor Arbeitsaufnahme stattfinden

  • mindestens einmal jährlich wiederholt werden (DGUV Vorschrift 1)

  • arbeitsplatzbezogen sein

  • Gefährdungen und Schutzmaßnahmen erklären

  • TOP-Prinzip berücksichtigen

  • PSA-Auswahl und Benutzung erklären

  • Notfallmaßnahmen erläutern (Erste Hilfe, Brand, Evakuierung)

  • verständlich formuliert sein (auch für neue / fremdsprachige Mitarbeiter)

  • schriftlich dokumentiert werden (Teilnehmerliste + Inhalte)

 

Ziel:
Der Mitarbeiter kennt alle relevanten Risiken und weiß, wie er sich sicher verhält.

Nennen Sie fünf Schritte, wie Sie einen neuen Mitarbeiter in den Betrieb integrieren.

Antwort:

  1. Begrüßung und Vorstellung
    → Team, Funktionen, Ansprechpartner.

  2. Betriebsrundgang
    → Arbeitsplätze, Sozialräume, Sicherheitsbereiche, Ersthelfer.

  3. Arbeitsplatzbezogene Einweisung
    → Maschinen, Werkzeuge, PSA, Gefahrenquellen.

  4. Organisatorische Einführung
    → Arbeitszeiten, Schichtpläne, Dokumentationspflichten, Prozesse.

  5. Begleitphase / Patensystem
    → Ein erfahrener Mitarbeiter unterstützt in den ersten Wochen, regelmäßiges Feedback.

 

Ziel:
Der neue Mitarbeiter soll möglichst schnell arbeitsfähig, sicher und sozial integriert sein.

IHK Darmstadt MEP HQ Elektro T1

IHK Darmstadt 03.2024

Elektro T1

-BGVA3 Prüfung Durchführung und Messwerte erklären
-Eine Rechensufgabe mit einer Glübirne , aus Leistung und Spannung den Strom und Widerstand errechnen
-Und im Anschluss erklären warum der Anlaufstrom einer kalten Glühbirne kurzzeitig höher ist. Also NTC/PTC erklären und Schaltzeichen malen
-5 Sicherheitsregeln
-Und dann zum Schluss noch eine CEE Steckdose in ein TNCS Netz einzeichnen

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Wie wird eine Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 (ehem. BGV A3) durchgeführt und welche Messwerte sind relevant?

- Eine Glühlampe hat 60 W bei 230 V. Berechnen Sie Strom und Widerstand.

- Warum ist der Einschaltstrom einer Glühlampe kurzzeitig höher, und was haben NTC und PTC damit zu tun?

- Nennen Sie die fünf Sicherheitsregeln der Elektrotechnik.

- Wie wird eine CEE-Steckdose in einem TN-C-S-System angeschlossen?

Lösungsvorschlag von BLH:

Wie wird eine Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 (ehem. BGV A3) durchgeführt und welche Messwerte sind relevant?

Antwort:

Die DGUV V3 Prüfung besteht aus:

  1. Sichtprüfung

    • Kabel, Stecker, Gehäuse, Zugentlastung, Beschädigungen

    • Typenschild, Schutzart, Kennzeichnungen

  2. Schutzleiterwiderstand messen

    • Grenzwert: ≤ 0,3 Ω (je nach Leitungslänge leicht höher möglich)

  3. Isolationswiderstand messen

    • Grenzwert: ≥ 1 MΩ bei 500 V Prüfspannung

  4. Schutzleiterstrom / Berührstrom messen

    • Grenzwert: ≤ 3,5 mA für ortsveränderliche Betriebsmittel

  5. Funktionsprüfung

    • Gerät einschalten, Drehfeld prüfen (bei Drehstrom), Bedienorgane testen

 

Ziel: sicherstellen, dass keine elektrische Gefahr für Personen besteht.

Eine Glühlampe hat 60 W bei 230 V. Berechnen Sie Strom und Widerstand.

Antwort:

I = P / U = 60 W / 230 V = 0,26 A

R = U² / P = 230²/60 = 881,67 Ohm

Wichtig: Das ist der heiße Betriebswiderstand – im kalten Zustand ist er deutlich niedriger.

Warum ist der Einschaltstrom einer Glühlampe kurzzeitig höher, und was haben NTC und PTC damit zu tun?

Antwort:

Der Wolframfaden einer Glühlampe besitzt im kalten Zustand einen sehr geringen elektrischen Widerstand.
Beim Einschalten fließt daher kurzzeitig ein sehr hoher Strom (Einschaltstrom).

 

Sobald sich der Glühfaden durch den Stromfluss stark erwärmt, steigt sein Widerstand deutlich an.
Dadurch sinkt der Strom auf den Nennwert ab.

 

Zusammenhang mit NTC und PTC

PTC – Kaltleiter (positiver Temperaturkoeffizient)

  • Der Widerstand nimmt zu, wenn die Temperatur steigt.

  • Beispiel:
    Glühlampenfaden (Wolfram), Motorschutz, Sicherungsbausteine

  • Erklärung:
    Kalt → kleiner Widerstand → hoher Strom
    Warm → großer Widerstand → kleiner Strom

 

Der Glühlampenfaden zeigt ein PTC-Verhalten.

 

NTC – Heißleiter (negativer Temperaturkoeffizient)

  • Der Widerstand nimmt ab, wenn die Temperatur steigt.

  • Beispiel:
    Einschaltstrombegrenzer, Temperaturfühler, Netzteile

 

Merksätze:

  • PTC: Temperatur ↑ → Widerstand ↑

  • NTC: Temperatur ↑ → Widerstand ↓

Nennen Sie die fünf Sicherheitsregeln der Elektrotechnik.

Antwort:

  1. Freischalten

  2. Gegen Wiedereinschalten sichern

  3. Spannungsfreiheit feststellen

  4. Erden und kurzschließen

  5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken

 

Diese Reihenfolge ist zwingend einzuhalten.

Wie wird eine CEE-Steckdose in einem TN-C-S-System angeschlossen?

Antwort:

Merkpunkte:

  • Im TN-C-S wird PEN → PE + N ab einem definierten Punkt getrennt.

  • Die CEE-Steckdose hat Anschlüsse: L1, L2, L3, N, PE.

  • Wichtig:

    • PE und N dürfen nach der Trennung NICHT mehr zusammengeführt werden.

    • PE muss eine eigene, durchgehende Schutzleiterverbindung haben.

  • Außenleiter werden auf L1 / L2 / L3 geführt

  • Neutralleiter getrennt geführt

  • Schutzleiter grün-gelb direkt auf die PE-Klemme

 

CEE-Steckdosen sind fünfpolig (z. B. 16 A oder 32 A).

IHK Düsseldorf MEP HQ Elektro T1

IHK Düsseldorf 03.2024

Elektro T1

Was ist Hochspannung und wie viel fließt auf Freileitungen.
Was ist ein travo? Primär und Sekundärseite, Wicklungen, galvanische Trennung.
Was für Motorarten gibt es. (Synchron und asynchron.
Wie ist der Motor aufgebaut.
Wo werden sie eingesetzt.
Was sind polpaare und schlupf.
Formel für schlupf.
Wie entsteht schlupf.
Für was steht die DIN VDE 0100 - niederspannungsbereich

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Was versteht man unter Hochspannung und wie viel Strom fließt typischerweise in Freileitungen?

- Was ist ein Transformator und wie sind Primär- und Sekundärseite aufgebaut?

- Welche Motorarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?

- Wie ist ein Drehstrommotor grundsätzlich aufgebaut?

- Was sind Polpaare bei Drehstrommotoren?

- Was ist Schlupf und wie entsteht er?

- Wofür steht die DIN VDE 0100?

Lösungsvorschlag von BLH:

Was versteht man unter Hochspannung und wie viel Strom fließt typischerweise in Freileitungen?

Antwort:

Nach DIN VDE spricht man ab 1 kV (1000 V) Wechselspannung von Hochspannung.
Dazu gehören Mittelspannung (10–30 kV), Hochspannung (110 kV) und Höchstspannung (220–380 kV).

 

Auf Freileitungen fließen abhängig vom Netz und Verbraucherlast Ströme von mehreren hundert Ampere bis über 1000 A.
Die genaue Stromstärke variiert je nach Netzabschnitt, Spannungsebene und Lastverteilung.

Was ist ein Transformator und wie sind Primär- und Sekundärseite aufgebaut?

Antwort:

Ein Transformator wandelt Wechselspannungen in höhere oder niedrigere Spannungen um.

 

Aufbau:

  • Primärwicklung: Eingangsspannung

  • Sekundärwicklung: Ausgangsspannung

  • Eisenkern: führt den magnetischen Fluss

  • Galvanische Trennung: da die Wicklungen elektrisch getrennt sind

 

Funktionsprinzip:
Änderung des magnetischen Flusses erzeugt Spannung in der Sekundärwicklung (induktive Kopplung).

Welche Motorarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Antwort:

Synchronmotor

  • Läuft drehzahlgenau synchron zur Netzfrequenz

  • Keine Schlupf

  • Benötigt Erregerfeld (Permanentmagnet oder Fremderregung)

  • Sehr präzise drehzahlhaltend
    Einsatz: Robotik, Werkzeugmaschinen, Fördertechnik

 

Asynchronmotor (Kurzschlussläufer)

  • Läuft nicht synchron, sondern mit Schlupf

  • Robuste Bauweise, geringer Wartungsaufwand

  • Häufigster Industriemotor
    Einsatz: Pumpen, Kompressoren, Lüfter, Förderanlagen

Wie ist ein Drehstrommotor grundsätzlich aufgebaut?

Antwort:

  • Stator: feststehend, enthält die 3-phasigen Wicklungen

  • Rotor: meist Kurzschlussläufer (Aluminiumkäfig)

  • Lager & Welle: Drehbewegung

  • Gehäuse: schützt Motor, sorgt für Kühlung

  • Klemmenkasten: elektrische Anschlüsse

Was sind Polpaare bei Drehstrommotoren?

Antwort:

Ein Polpaar besteht aus einem Nord- und einem Südpol.
Die Anzahl der Polpaare bestimmt die synchrone Drehzahl des Motors:

 

ns= f / p x 60

f = Netzfrequenz
p = Polpaarzahl

Was ist Schlupf und wie entsteht er?

Antwort:

Schlupf ist die Drehzahldifferenz zwischen synchroner Drehzahl und tatsächlicher Rotordrehzahl.

 

Er entsteht, weil der Rotor dem wandernden Drehfeld des Stators immer hinterherlaufen muss, um Induktion und Drehmoment zu erzeugen.

 

Formel für Schlupf:

s = (ns−n) / ns

 

typisch: 1–5 %

Wofür steht die DIN VDE 0100?

Antwort:

Die DIN VDE 0100 ist die zentrale Normenreihe für den Niederspannungsbereich bis 1000 V AC.

Sie beschreibt:

  • Planung

  • Errichtung

  • Prüfung

  • Schutzmaßnahmen

  • Sicherheitsanforderungen

von elektrischen Anlagen.

 

Ziel: Schutz von Personen, Anlagen und Sachwerten vor elektrischen Gefährdungen.

IHK Düsseldorf 09,2025

Elektro T1

Ausgangslage 43 Punkte.
Mündliche Punkte : 64 Punkte.
Vorab die Prüfer waren wirklich Hilfsbereit und es ging in einem Kurzem Smalltalk los.
Wo komme ich her was mache ich Beruflich das könnte schon mit den gefragten Themen zusammenhängen.
Also hier aufpassen was man sagt.

Gefragt wurde:
-Lastenheft Pflichtenheft Unterschied und erläutern.
Leitungsquerschnitt Faktoren
Verlegearten Und Kabeltypen ( Nyy, Nym-j)
Einsatzzweck.

Dann ging alles noch über Motoren.
Asynchron / Synchron
Asynchron Kennlinie zeichnen
Schlupf erklären

Blindleistung
Leistungsdreieck bis zur erklärung von Kompensation.
Induktive Kondensatoren.

Dann war es schon vorbei.
Die Prüfer haben viele Hilfestellungen gegeben und mir die Punkte die ich brauchte gegeben und konnte als Meister nach Hause gehen.

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Was ist der Unterschied zwischen Lastenheft und Pflichtenheft?

- Welche Faktoren beeinflussen die Auswahl des Leitungsquerschnitts?

- Erklären Sie die Kabeltypen NYM-J und NYY und deren Einsatzbereiche.

- Was unterscheidet Asynchron- vom Synchronmotor?

- Wie sieht die Drehmomentkennlinie eines Asynchronmotors aus?

- Was ist Schlupf und wie entsteht er?

- Was ist Blindleistung?

- Erklären Sie das Leistungsdreieck und die Kompensation der Blindleistung.

- Warum setzt man Kondensatoren zur Kompensation ein?

Lösungsvorschlag von BLH:

Was ist der Unterschied zwischen Lastenheft und Pflichtenheft?

Antwort:

Lastenheft:
→ kommt vom Auftraggeber.
→ beschreibt WAS benötigt wird: Funktionen, Anforderungen, Leistungsmerkmale, Rahmenbedingungen.

 

Pflichtenheft:
→ kommt vom Auftragnehmer.
→ beschreibt WIE diese Anforderungen technisch umgesetzt werden: Konstruktion, Materialien, Ausführung, Methoden.

 

Kurz:
Lastenheft = Was soll erreicht werden?
Pflichtenheft = Wie wird es umgesetzt?

Welche Faktoren beeinflussen die Auswahl des Leitungsquerschnitts?

Antwort:

  • Strombelastbarkeit (Nennstrom, Betriebsstrom)

  • Verlegeart (Wand, Erde, Rohr, Kabeltrasse)

  • Kabellänge → Spannungsfall

  • Umgebungstemperatur

  • Absicherung / Schutzorgan (Sicherungen, LS-Schalter)

  • Material (Kupfer oder Aluminium)

  • Betriebsart (Dauerlast, Einschaltstrom, Motorstart)

 

Je schlechter die Wärmeabfuhr, desto größer muss der Querschnitt gewählt werden.

Erklären Sie die Kabeltypen NYM-J und NYY und deren Einsatzbereiche.

Antwort:

NYM-J

  • Mantelleitung für Innenräume

  • nicht UV-beständig

  • Einsatz: Gebäudeinstallation, Trocken- & Feuchträume

  • nicht direkt im Erdreich

 

NYY

  • PVC-Kabel mit massiver Isolation

  • erdverlegbar, UV-beständig

  • Einsatz: Außenbereich, Erde, Beton (außer Schüttbeton), Industrie

 

Verlegearten nach VDE:
A1/A2 → in Wärmedämmung / Rohr (schlecht)
B1/B2 → auf/unter Putz
C → frei an Wand (sehr gute Wärmeabgabe)
E → in Erde

 

Verlegeart bestimmt die zulässige Strombelastbarkeit.

Was unterscheidet Asynchron- vom Synchronmotor?

Antwort:

Asynchronmotor

  • Rotor läuft langsamer als das Drehfeld → Schlupf

  • sehr robust und wartungsarm

  • einfache Bauweise

  • häufigster Industriemotor

  • Einsatz: Pumpen, Lüfter, Förderanlagen

 

Synchronmotor

  • Läuft synchron zur Netzfrequenz → kein Schlupf

  • benötigt Erregung (Permanentmagnete oder Fremderregung)

  • sehr präzise Drehzahl

  • Einsatz: Robotik, CNC, präzise Antriebe

Wie sieht die Drehmomentkennlinie eines Asynchronmotors aus?

Antwort:

Typische Merkmale:

  • Anlaufmoment: relativ gering oder mittel (abhängig vom Rotor)

  • Kippmoment / Momentenmaximum: höchster Punkt der Kennlinie

  • Nennmoment: stabiler Betriebsbereich

  • Stillstand: maximaler Schlupf (s = 1)

  • Synchronlauf: Schlupf s = 0 → kein Drehmoment

Interpretation:
Der Motor erzeugt Drehmoment durch Schlupf.
Wenn der Rotor zu schnell läuft, sinkt das Drehmoment → stabiler Arbeitspunkt entsteht.

Was ist Schlupf und wie entsteht er?

Antwort:

Schlupf ist die Drehzahldifferenz zwischen synchroner Drehzahl und tatsächlicher Rotordrehzahl.

 

Er entsteht, weil der Rotor dem wandernden Drehfeld des Stators immer hinterherlaufen muss, um Induktion und Drehmoment zu erzeugen.

 

Formel für Schlupf:

s = (ns−n) / ns

 

typisch: 1–5 %

Was ist Blindleistung?

Antwort:

Blindleistung Q ist die Leistung, die ständig zwischen Quelle und Verbraucher hin- und herpendelt, weil Spulen und Kondensatoren Energie zwischenspeichern.

  • Sie verrichtet keine Arbeit.

  • Sie belastet Netz und Leitungen.

 

Typische Verbraucher: Motoren, Trafos, Spulen, Vorschaltgeräte.

Erklären Sie das Leistungsdreieck und die Kompensation der Blindleistung.

Antwort:

Im Leistungsdreieck gilt:

  • Wirkleistung P (kW): verrichtet Arbeit

  • Blindleistung Q (kvar): speichert Energie

  • Scheinleistung S (kVA): Gesamtbelastung

 

Beziehung:

S² = P² + Q²

 

Kompensation:
Kondensatoren erzeugen kapazitive Blindleistung, die induktive Blindleistung von Motoren aufhebt.
→ geringere Netzbelastung
→ geringere Leitungsverluste
→ bessere Cos φ (Ziel: nahe 1)

Warum setzt man Kondensatoren zur Kompensation ein?

Antwort:

Induktive Verbraucher (Motoren, Trafos) verschieben die Phase → erzeugen induktive Blindleistung.

Kondensatoren erzeugen kapazitive Blindleistung, die der Induktiven entgegenwirkt.

Ergebnis:

  • cos φ steigt

  • Gesamtstrom sinkt

  • Netz wird entlastet

1.PNG

IHK Essen MEP HQ Elektro T1

IHK Essen 01.2024

Elektro T1

Zur Technik; gab es Schaltpläne, wendeschützschaltung sollte erklärt werden
wie es aufgebaut wurde. Motorarten asynchron und synchron motor, wirkleistung schein und blind

Zu den technischen Fragen wurde noch etwas aus Orga gefragt:
billianz, inventur, delegieren

Die Technik Fragen hatten eine dauer von 10 min und die restlichen Fragen
waren dann halt auf Orga themen bezogen.

Hab 59 % gebraucht und hab auch bestanden.

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Erklären Sie die Funktionsweise einer Wendeschützschaltung.

- Was unterscheidet den Asynchronmotor vom Synchronmotor?

- Erklären Sie Wirk-, Schein- und Blindleistung und deren Zusammenhang.

- Was ist eine Bilanz und wozu dient sie?

- Was ist eine Inventur und warum führt man sie durch?

- Was bedeutet Delegieren und wie machen Sie das als Meister?

Lösungsvorschlag von BLH:

Erklären Sie die Funktionsweise einer Wendeschützschaltung.

Antwort:

Eine Wendeschützschaltung dient dazu, den Drehstrommotor in zwei Drehrichtungen zu betreiben: Rechtslauf und Linkslauf.

 

Aufbau:

  • Zwei Schütze: eines für Rechtslauf (K1), eines für Linkslauf (K2)

  • Mechanische und elektrische Verriegelung, damit nie beide Schütze gleichzeitig anziehen

  • Hilfskontakte zur Selbsthaltung und Verriegelung

  • Taster: Start Rechts, Start Links, Stop

 

Funktionsweise:

  • Betätigt man den Rechtslauftaster, zieht K1 an → Phasenfolge L1-L2-L3.

  • Für Linkslauf zieht K2 an → vertauschte Phasenfolge (z. B. L1-L3-L2).

  • Durch die Verriegelung wird verhindert, dass beide gleichzeitig schalten → Kurzschlussgefahr.

Was unterscheidet den Asynchronmotor vom Synchronmotor?

Antwort:

Asynchronmotor (Kurzschlussläufer)

  • Läuft mit Schlupf, d. h. langsamer als das Drehfeld

  • Robust, günstig, sehr verbreitet

  • Drehmoment entsteht durch Induktion

  • Einsatz: Pumpen, Lüfter, Förderanlagen

 

Synchronmotor

  • Läuft drehzahlgenau synchron zur Netzfrequenz

  • Kein Schlupf

  • Benötigt Erregung (Permanentmagnete oder Fremderregung)

  • Einsatz: Präzisionsantriebe, CNC, Robotik

Erklären Sie Wirk-, Schein- und Blindleistung und deren Zusammenhang.

Antwort:

  • Wirkleistung P (kW)
    verrichtet tatsächlich Arbeit (z. B. Motorleistung)

  • Blindleistung Q (kvar)
    schwingt zwischen Quelle und Verbraucher, entsteht durch Spulen/Kondensatoren

  • Scheinleistung S (kVA)
    ist die geometrische Summe aus P und Q
    Belastung für Leitungen und Netz

 

Zusammenhang:

S² = P² + Q²

Der Leistungsfaktor cos⁡φ = P / S ​ zeigt die Effizienz des Systems.

Was ist eine Bilanz und wozu dient sie?

Antwort:

Die Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) eines Unternehmens zu einem Stichtag.
Sie zeigt:

  • wie das Unternehmen finanziert ist

  • wie das Kapital verwendet wird

  • wirtschaftliche Stabilität (Liquidität, Verschuldung)

 

Sie ist Teil des Jahresabschlusses.

Was ist eine Inventur und warum führt man sie durch?

Antwort:

Eine Inventur ist die körperliche oder buchmäßige Bestandsaufnahme aller Vermögenswerte und Schulden eines Unternehmens.

 

Sie dient dazu:

  • Bestände zu prüfen

  • Differenzen aufzudecken

  • Grundlage für die Bilanz zu schaffen

  • gesetzliche Pflichten nach HGB zu erfüllen

Arten: Stichtagsinventur, permanente Inventur, Stichprobeninventur.

Was bedeutet Delegieren und wie machen Sie das als Meister?

Antwort:

Delegieren bedeutet, Aufgaben, Verantwortung und Entscheidungsspielräume an Mitarbeiter zu übertragen.

Wichtig:

  • richtige Person für die Aufgabe auswählen

  • klare Ziele, Termine und Verantwortungen definieren

  • notwendige Mittel bereitstellen

  • regelmäßige Kontrolle (aber nicht micro-managen)

  • Feedback geben

 

Ziel: Entlastung des Meisters und Förderung der Mitarbeiterkompetenzen.

IHK Karlsruhe MEP HQ Elektro T1

IHK Karlsruhe 01.2023

Elektro T1
Mein Kollege musste auch in die MEP in Elektro T1 wurde sehr viel BKW & PSK abgefragt.
Kapa Planung / LVP vorrechnen, dann wurde er noch zu elektronischen Bauteilen abgefragt,
wie Trafos funktionweise, Aufbauweise B2U etc.

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Was versteht man unter Kapazitätsplanung?

- Welche Faktoren müssen beim Listenverkaufspreis berücksichtigt werden?

- Erklären Sie die Funktionsweise eines Transformators und den Unterschied zwischen Primär- und Sekundärseite.

Lösungsvorschlag von BLH:

Was versteht man unter Kapazitätsplanung?

Antwort:
Kapazitätsplanung bedeutet, die benötigte und vorhandene Leistung eines Betriebsmittels (Maschine, Anlage, Personal) miteinander abzugleichen.

 

Ziel ist es, zu prüfen, ob die vorhandenen Ressourcen ausreichend sind, um alle geplanten Aufträge termingerecht abzuarbeiten.

 

Dabei werden berücksichtigt:

  • verfügbare Maschinenstunden

  • Personalverfügbarkeit

  • Schichtmodelle

  • Störungen, Rüstzeiten, Wartungen

  • Auftragsmenge und Bearbeitungszeiten

Die Kapazitätsplanung stellt sicher, dass keine Überlastung oder Unterlast entsteht und Fertigung und Termine stabil bleiben.

Welche Faktoren müssen beim Listenverkaufspreis berücksichtigt werden?
Antwort:

Beim Listenverkaufspreis werden mehrere Preisbestandteile schrittweise aufgeschlagen.

 

Materialeinzelkosten

+ Materialgemeinkosten (MGK)

= Materialkosten

Fertigungseinzelkosten (Löhne)

+ Fertigungsgemeinkosten (FGK)

+ Sondereinzelkosten Fertigung (SEKF)

= Herstellkosten

+ Verwaltungsgemeinkosten (VwGK)

+ Vertriebsgemeinkosten (VtGK)

= Selbstkosten

+ Gewinnzuschlag

= Barverkaufspreis

+ Skonto

+Provision

= Zielverkaufspreis

+ Rabatt

= Listenverkaufspreis (netto)

 

Erklären Sie die Funktionsweise eines Transformators und den Unterschied zwischen Primär- und Sekundärseite.

Antwort:

Ein Transformator arbeitet mit elektromagnetischer Induktion:

  • Primärwicklung erzeugt magnetisches Wechselfeld

  • Sekundärwicklung nimmt dieses magnetische Feld auf

  • durch die Wicklungszahl entsteht eine höhere oder niedrigere Spannung

 

Aufbau:

  • Eisenkern

  • Primärwicklung

  • Sekundärwicklung

  • elektrische Isolation → galvanische Trennung

  • Klemmen für Eingangs- und Ausgangsspannung

IHK Karlsruhe 07.2024

Elektro T1

Trafo funktions Erklärung,
V-Lan was ist das,
Leistungsdreieck
Erklärung eines VPN

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

-Erklären Sie die Funktionsweise eines Transformators.

- Was versteht man unter WLAN und wie funktioniert es?

- Erklären Sie das Leistungsdreieck und die Bedeutung der drei Leistungsarten.

- Was ist ein VPN und wofür wird es genutzt?

Lösungsvorschlag von BLH:

Erklären Sie die Funktionsweise eines Transformators.

Antwort:

Ein Transformator wandelt Wechselspannungen in höhere oder niedrigere Spannungen um.
Er arbeitet nach dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion:

  • Die Primärwicklung wird an eine Wechselspannung angeschlossen.

  • Dadurch entsteht im Eisenkern ein wechselnder magnetischer Fluss.

  • Dieser Fluss induziert in der Sekundärwicklung eine Spannung.

Zudem besteht eine galvanische Trennung, da die Wicklungen nicht elektrisch verbunden sind.

Was versteht man unter WLAN und wie funktioniert es?

Antwort:

WLAN steht für Wireless Local Area Network.
Es ist ein drahtloses lokales Netzwerk, das Geräte über Funktechnologie (2,4 GHz / 5 GHz / 6 GHz) verbindet.

Merkmale:

  • Verbindung durch Funkwellen statt Kabel

  • Access Point (Router) sendet und empfängt Datenpakete

  • Reichweite abhängig von Umgebung, Wänden und Sendeleistung

  • Üblich für PCs, Smartphones, Drucker, Maschinen im Betrieb

 

WLAN ermöglicht den kabellosen Zugriff auf Netzwerke und das Internet.

Erklären Sie das Leistungsdreieck und die Bedeutung der drei Leistungsarten.

Antwort:

Das Leistungsdreieck stellt den Zusammenhang zwischen Wirk-, Blind- und Scheinleistung grafisch dar:

  • Wirkleistung P (kW): verrichtet Arbeit

  • Blindleistung Q (kvar): pendelt zwischen Verbraucher und Versorger, entsteht durch Spulen/Kondensatoren

  • Scheinleistung S (kVA): Gesamtbelastung des Netzes

 

Beziehung:

S² = P² + Q²

Der Leistungsfaktor (cos φ) beschreibt, wie effizient ein Verbraucher arbeitet:

cos⁡φ = P / S

Je höher cos φ, desto geringer der Blindleistungsanteil.

Was ist ein VPN und wofür wird es genutzt?

Antwort:

VPN steht für Virtual Private Network.
Es bietet eine verschlüsselte, sichere Verbindung zwischen einem Benutzer und einem Netzwerk (z. B. Firmennetz).

Funktionsweise:

  • Datenpakete werden verschlüsselt übertragen

  • Verbindung erfolgt über einen VPN-Tunnel

  • Nutzer erscheint im Netzwerk, als wäre er lokal vor Ort

  • IP-Adresse wird verschleiert

Einsatzbereiche:

  • sicherer Zugriff auf Firmensysteme von außen

  • Schutz in öffentlichen WLANs

  • Standortverschleierung (z. B. für Servicetechniker)

Ein VPN bietet Datensicherheit, Verschlüsselung und Zugriffsschutz.

IHK Kiel MEP HQ Elektro T1

IHK Kiel 01.2023

Elektro T1

Es kam Leitungsberechnung dran, die hat 15 Minuten gedauert musste jeden Schritt erklären.

Das war 8 Teilaufgaben mit Formeln umstellen.
3 Verbraucher waren angeschlossen mit einem Motor.

P gesamt musste man berechnen.

Vom Motor Querschnitt berechnen. Spannungsfall und der Zulässige/
Zuleitung Querschnitt….

Es war eher echt eine klassische Aufgabe aus dem Bereich Elektrotechnik.

Lösungsvorschlag von BLH:
Hier empfehlt es sich alte Prüfungsaufgaben aus T1 sich anzuschauen. 

IHK Köln MEP HQ Elektro T1

IHK Köln 08.2024

Elektro T1

Gefragt wurde ich in Köln, alles über Regelungstechnik(Regelkreis & alles super detailliert erklären) und Sachen aus dem Alltag die damit etwas zutun haben.
Dann noch zu Sensoren und wie diese Funktionieren.

Das wars. Hatte 32 Punkte in der schriftlichen. Habe am Ende 86 gebraucht und auch bekommen.

 

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Erklären Sie den Aufbau eines Regelkreises und wie er funktioniert.

- Was ist der Unterschied zwischen einer Steuerung und einer Regelung?

- Nennen Sie ein Beispiel aus dem Alltag, das die Funktionsweise eines Regelkreises beschreibt.

- Welche Arten von Sensoren gibt es und wie funktionieren sie grundsätzlich?

- Nennen Sie typische Anwendungen von Sensoren im Alltag und erklären Sie ihre Funktion.

- Wie arbeitet ein PID-Regler?

Lösungsvorschlag von BLH:

Erklären Sie den Aufbau eines Regelkreises und wie er funktioniert.

Antwort:

Ein Regelkreis ist ein geschlossener Wirkungsablauf, bei dem eine Größe (z. B. Temperatur, Drehzahl, Druck) auf einen Sollwert gebracht und dort gehalten wird.

Bauteile:

  1. Sollwertgeber
    → vorgesehener Wert (z. B. 22 °C)

  2. Strecke / Anlage
    → das zu regelnde System (z. B. Heizkörper, Motor)

  3. Sensor / Messglied
    → misst die Ist-Größe

  4. Regler
    → vergleicht Soll und Ist
    → bildet die Regeldifferenz

  5. Stellglied
    → setzt das Regelsignal um (z. B. Stellventil, Frequenzumrichter)

  6. Störgrößen
    → wirken von außen ein (z. B. offene Tür, Lastwechsel)

 

Funktionsweise:
Der Regler minimiert die Differenz zwischen Soll und Ist, indem er das Stellglied nachführt. Dadurch bleibt der Prozess stabil und konstant, auch wenn Störungen auftreten.

Was ist der Unterschied zwischen einer Steuerung und einer Regelung?

Antwort:

Steuerung:

  • offener Wirkungsablauf

  • keine Rückmeldung

  • Beispiel: Lichtschalter → Lampe geht an

 

Regelung:

  • geschlossener Wirkungsablauf mit Rückmeldung

  • System gleicht Abweichungen selbstständig aus

  • Beispiel: Thermostat → hält Temperatur konstant

Der wesentliche Unterschied:
Regelung hat eine Rückführung, Steuerung nicht.

Nennen Sie ein Beispiel aus dem Alltag, das die Funktionsweise eines Regelkreises beschreibt.

Antwort:

Beispiel: Kühlschrank

  • Sollwert: etwa 4 °C

  • Sensor: Thermostat misst die Innentemperatur

  • Regler: Elektronik vergleicht Soll-/Ist-Wert

  • Stellglied: Kompressor

  • Strecke: Innenraum

  • Störgrößen: Tür wird geöffnet, warme Lebensmittel werden hineingestellt

 

Der Kompressor schaltet sich automatisch ein oder aus, um die Temperatur konstant zu halten.

Welche Arten von Sensoren gibt es und wie funktionieren sie grundsätzlich?

Antwort:

1. Näherungssensoren (Induktiv / Kapazitiv / Ultraschall)

  • Induktiv: reagiert auf Metall → verändert elektromagnetisches Feld

  • Kapazitiv: reagiert auf Veränderungen der Kapazität (auch Kunststoffe)

  • Ultraschall: sendet Schallwellen und misst Laufzeit

2. Temperatursensoren (PTC, NTC, PT100)

  • Widerstand ändert sich mit Temperatur

  • NTC: Widerstand sinkt bei Erwärmung

  • PTC: Widerstand steigt bei Erwärmung

3. Drucksensoren

  • Membran verformt sich → piezoelektrischer Effekt oder DMS-Messung

4. Weg- und Positionssensoren (LVDT, Hall-Sensor)

  • Hall: erkennt Magnetfelder → z. B. in Motoren

  • LVDT: misst lineare Verschiebungen über Induktion

Nennen Sie typische Anwendungen von Sensoren im Alltag und erklären Sie ihre Funktion.

Antwort:

  • Handtrockner im Bad:
    Infrarotsensor erkennt eine Hand und aktiviert den Luftstrom.

  • Parksensor am Auto:
    Ultraschallsensor misst Abstand und warnt den Fahrer.

  • Rauchmelder:
    Optischer Sensor misst Rauchpartikel in der Luft.

  • Smartphone-Bildschirm:
    Helligkeitssensor regelt die Displayhelligkeit automatisch.

Der Prüfer möchte hier sehen, dass du Sensorprinzipien praxisnah erklären kannst.

Wie arbeitet ein PID-Regler?

Antwort:

Ein PID-Regler besteht aus drei Anteilen:

  • P-Anteil (proportional): reagiert auf momentane Abweichung

  • I-Anteil (integral): korrigiert bleibende Regelabweichungen

  • D-Anteil (differential): reagiert auf schnelle Änderungen

Der PID-Regler kombiniert alle drei Anteile, um ein stabiles, schnelles und überschwingungsarmes Regelverhalten zu erreichen.

IHK Nürtingen MEP HQ Elektro T1

IHK Nürtingen 07.2024

Elektro T1

RCD
Potentialausgleich
Vor-und Nachteile Asynchronmotor

mehr fällt mir schon gar nicht mehr ein

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Was ist ein RCD (FI-Schalter) und wie funktioniert er?

- Was versteht man unter Potentialausgleich und wozu dient er?

- Nennen und erläutern Sie die Vor- und Nachteile eines Asynchronmotors.

Lösungsvorschlag von BLH:

Was ist ein RCD (FI-Schalter) und wie funktioniert er?

Antwort:

Ein RCD (Residual Current Device), auch FI-Schalter genannt, schützt Personen vor elektrischen Fehlerströmen.

 

Funktionsprinzip:

  • Der RCD misst ständig den Unterschied zwischen Hin- und Rückstrom (Außenleiter und Neutralleiter).

  • Im Normalbetrieb sind beide Ströme gleich groß.

  • Wenn ein Fehler entsteht (z. B. Mensch berührt ein leitfähiges Gehäuse), fließt ein Teil des Stroms über die Erde ab → Differenz entsteht.

  • Übersteigt die Differenz den Bemessungsfehlerstrom (z. B. 30 mA), schaltet der RCD innerhalb von Millisekunden ab.

 

Einsatzbereiche:

  • Schutz gegen elektrischen Schlag

  • Feuchträume, Außenanlagen, Steckdosenstromkreise

  • Pflicht in neuen Installationen nach VDE 0100-410

 

Was versteht man unter Potentialausgleich und wozu dient er?

Antwort:

Der Potentialausgleich verbindet leitfähige Teile eines Gebäudes elektrisch miteinander, um Potentialunterschiede zu verhindern.

Ziele:

  • Schutz vor elektrischem Schlag

  • Vermeidung gefährlicher Berührungsspannungen

  • Erdung von Metallteilen, Rohrleitungen, Schutzleitern

  • Ableitung von Fehlerströmen

 

Typische Bestandteile:

  • Haupterdungsschiene

  • Schutzleiter (PE)

  • Fundamenterder

  • Wasser-, Heizungs- und Gasleitungen

  • Blitzschutzanlage

 

Damit wird sichergestellt, dass alle leitfähigen Teile auf dem gleichen elektrischen Potential liegen, wodurch die Gefahr eines Stromschlags deutlich reduziert wird.

Nennen und erläutern Sie die Vor- und Nachteile eines Asynchronmotors.

Antwort:

Vorteile

  • robust und langlebig → kaum Verschleißteile

  • günstige Anschaffung

  • einfacher Aufbau (Kurzschlussläufer)

  • geringer Wartungsaufwand

  • selbststartend durch das Drehfeld

  • sehr weit verbreitet → Ersatzteile und Know-how vorhanden

 

Nachteile

  • Schlupf → Drehzahl ist nicht exakt konstant

  • geringerer Wirkungsgrad bei Teillast

  • höherer Anlaufstrom

  • Drehzahlsteuerung ohne Frequenzumrichter nur begrenzt möglich

  • Erwärmung bei Dauerlast höher als bei Synchronmotoren

Damit ist der Asynchronmotor ideal für einfache Antriebe wie Pumpen, Lüfter oder Fördertechnik.

IHK Oldenburg MEP HQ Elektro T1

IHK Oldenburg 07.2024

Elektro T1

HQ T1 bin ich mit 43% in die Prüfung gegangen. Gefragt wurden:
Netzformen,
Trafos,
FU‘s,
NTC PTC,
Programmiersprachen SPS,
EMV.

Eigentlich von jedem ein wenig, aber nicht tief reingegangen ins Thema.
Habe alles bestanden und darf mich nun Meisterin nennen

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Welche Netzformen gibt es und wie unterscheiden sie sich?

- Wie funktioniert ein Transformator?

- Was ist ein Frequenzumrichter und wofür wird er eingesetzt?

- Was ist der Unterschied zwischen NTC und PTC und wo werden sie eingesetzt?

- Welche gängigen Programmiersprachen werden bei SPS-Systemen verwendet?

- Was versteht man unter EMV und warum ist sie wichtig?

Lösungsvorschlag von BLH:

Welche Netzformen gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Antwort:

In der Niederspannung werden hauptsächlich drei Netzformen verwendet:

 

TN-System (TN-C, TN-S, TN-C-S)

  • Sternpunkt des Transformators geerdet

  • Schutzleiter (PE) und Neutralleiter (N) unterschiedlich kombiniert

  • häufigste Netzform in Deutschland

  • schnelle Abschaltung möglich, daher hohe Sicherheit

 

TT-System

  • Transformatorsternpunkt geerdet

  • Verbraucher haben eigene Erdungsanlage

  • Schutz erfolgt über FI-Schalter, da der Kurzschlussstrom oft gering ist

 

IT-System

  • Sternpunkt isoliert oder über hohen Widerstand geerdet

  • erster Fehler → Anlage läuft weiter

  • Einsatz: Krankenhäuser, Industrieanlagen mit hoher Verfügbarkeit

Wie funktioniert ein Transformator?

Antwort:

Ein Transformator arbeitet mit elektromagnetischer Induktion:

  • Primärwicklung erzeugt ein magnetisches Wechselfeld

  • Dieses wird im Eisenkern geleitet

  • In der Sekundärwicklung wird proportional zur Wicklungszahl eine Spannung induziert

Er dient zur Spannungsanpassung und bietet galvanische Trennung zwischen Ein- und Ausgang.

Was ist ein Frequenzumrichter und wofür wird er eingesetzt?

Antwort:

Ein Frequenzumrichter wandelt Netzspannung in eine regelbare Frequenz und Spannung um.

Da die Drehzahl eines Asynchronmotors von der Frequenz abhängt, kann der FU:

  • Drehzahl stufenlos regeln

  • Sanftanlauf ermöglichen

  • Energie sparen

  • mechanische Belastungen reduzieren

Er ist heute Standard in Pumpen, Lüftern und Förderanlagen.

Was ist der Unterschied zwischen NTC und PTC und wo werden sie eingesetzt?

Antwort:

NTC (Negative Temperature Coefficient)

  • Widerstand sinkt bei Erwärmung

  • Einsatz: Inrush-Begrenzer, Temperaturmessung, Ladegeräte

 

PTC (Positive Temperature Coefficient)

  • Widerstand steigt stark an bei Erwärmung

  • Einsatz: Motorschutz, Heizgeräte, Überstrombegrenzung

 

Merksatz:
NTC → nieder bei Temperatur
PTC → höher bei Temperatur

Welche gängigen Programmiersprachen werden bei SPS-Systemen verwendet?

Antwort:

Nach IEC 61131-3 gibt es fünf Standardsprachen:

  1. KOP (Kontaktplan) – grafisch, wie klassische Schütze

  2. FUP (Funktionsplan) – logische Bausteine

  3. AWL (Anweisungsliste) – textbasiert, Assembler-ähnlich

  4. ST (Strukturierter Text) – leistungsstark, ähnlich Pascal

  5. SFC (Ablaufkette) – Schrittketten für Prozesse

Industriemeister sollten KOP und FUP sicher erklären können, ST wird zunehmend wichtiger.

Was versteht man unter EMV und warum ist sie wichtig?

Antwort:

EMV bedeutet, dass elektrische Geräte:

  1. keine unzulässigen Störungen verursachen, und

  2. gegen äußere Störungen ausreichend geschützt sind.

 

Wichtig für:

  • störungsfreie Anlagen

  • zuverlässige Datenübertragung (SPS, Sensorik)

  • Sicherheit von Antrieben

 

Maßnahmen für gute EMV:

  • abgeschirmte Leitungen

  • Filter (Netzfilter)

  • saubere Erdung / Potentialausgleich

  • getrennte Leitungswege für Leistung und Signale

IHK Saarland MEP HQ Elektro T1

IHK Saarland 02.2025

Elektro T1
Die Prüfer waren super entspannt.
Gefragt wurde :

*Leitungsberechnung komplett erklären und Bemessungsstromregel erklären
*LS Schalter Aufbau erklären ( Charakteristiken und Funktion)
*RCD Aufbau erklären wie er funktioniert welche Typen es gibt und die Einsatzgebiete nennen
*Trafos die Parallelschaltbedingungen erklären
*Was ist eine DGUV3 Prüfung, wie wird diese durchgeführt (Sichtprüfung/Messungen (Welche Messungen Rlow Riso etc.) und wer darf prüfen
*Was ist eine SPS, wie funktioniert diese (Hardware erklären, EVA Prinzip, Zyklische Bearbeitung, PAA/PAE)

Habe 70 Punkte gebraucht und auch bestanden, Danke für alles 🙏

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Erklären Sie die Leitungsberechnung und die Bemessungsstromregel.

- Erklären Sie den Aufbau und die Funktion eines LS-Schalters sowie die verschiedenen Charakteristiken.

- Wie ist ein RCD aufgebaut, wie funktioniert er und welche Typen gibt es?

- Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um Transformatoren parallel zu schalten?

- Was ist eine DGUV V3 Prüfung, wie wird sie durchgeführt und wer darf sie durchführen?

- Was ist eine SPS, wie funktioniert sie und wie ist die Hardware aufgebaut?

Lösungsvorschlag von BLH:

Erklären Sie die Leitungsberechnung und die Bemessungsstromregel.

Antwort:

Bei der Leitungsberechnung wird geprüft, ob eine Leitung strombelastbar, sicher und normgerecht betrieben werden kann.
Dabei werden folgende Faktoren berücksichtigt:

  • Bemessungsstrom der Sicherung (In)

  • Strombelastbarkeit der Leitung (Iz)

  • Verlegeart und Umgebungstemperatur

  • Korrekturfaktoren (Mehraderbelastung, Häufung)

  • Spannungsfall

  • Auslösestrom des Schutzorgans

 

Die Bemessungsstromregel nach DIN VDE 0100-430 lautet:

IB ≤ In ≤ Iz

  • IB​ = Betriebsstrom der Anlage

  • In​ = Bemessungsstrom des Schutzorgans

  • Iz​ = zulässige Strombelastbarkeit der Leitung

 

Damit wird sichergestellt, dass die Leitung nicht überlastet wird und die Sicherung rechtzeitig auslöst.

Erklären Sie den Aufbau und die Funktion eines LS-Schalters sowie die verschiedenen Charakteristiken.

Antwort:

Ein LS-Schalter (Leitungsschutzschalter) schützt Leitungen vor Überlast und Kurzschluss.

 

Aufbau:

  • Thermischer Auslöser: Bimetall → löst bei Überlast aus

  • Magnetischer Auslöser: Elektromagnet → löst sofort bei Kurzschluss aus

  • Schaltschloss / Mechanik für manuelles Ein- und Ausschalten

  • Kennlinie für das Auslöseverhalten

 

Charakteristiken:

  • B-Charakteristik: 3–5 × In (Lichtstromkreise, Hausinstallation)

  • C-Charakteristik: 5–10 × In (Motoren, kleine Antriebe)

  • D-Charakteristik: 10–20 × In (schwere Anläufe, Industrie)

 

Ein LS schützt die Leitung, nicht das Gerät.

Wie ist ein RCD aufgebaut, wie funktioniert er und welche Typen gibt es?

Antwort:

Ein RCD (Fehlerstrom-Schutzschalter) misst den Unterschied zwischen Hin- und Rückstrom.
Bei einem Fehler fließt ein Teil des Stroms über Erde ab → Differenz entsteht → Abschaltung.

 

Aufbau:

  • Summenstromwandler

  • Magnetauslöser

  • Auslösemechanik

  • Prüftaste

 

Wichtige Typen:

  • Typ AC: sinusförmige Wechselströme

  • Typ A: pulsierende Gleichfehlerströme (Standard heute)

  • Typ F: frequenzgesteuerte Verbraucher (Waschmaschinen, FU-Kleingeräte)

  • Typ B: glatte Gleichfehlerströme (PV-Anlagen, große FU-Anlagen)

 

Einsatzgebiet richtet sich nach den angeschlossenen Verbrauchern und Sicherheitsanforderungen.

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um Transformatoren parallel zu schalten?

Antwort:

Damit zwei Trafos im Parallelbetrieb gleichmäßig belastet werden und keine Ausgleichsströme entstehen, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  1. Gleiche Übersetzung
    → gleiche Spannungsniveaus

  2. Gleiche Vectorgruppe / Phasenlage
    → keine Phasenverschiebungen

  3. Gleicher Kurzschlussimpedanzwert
    → gleichmäßige Lastverteilung

  4. Gleiche Nennspannung & Frequenz

  5. Ähnliche Bauart & Leistungsgröße

Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, können hohe Ausgleichsströme auftreten.

Was ist eine DGUV V3 Prüfung, wie wird sie durchgeführt und wer darf sie durchführen?

Antwort:

Die DGUV Vorschrift 3 schreibt die Wiederholungsprüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel vor.

Ablauf:

  1. Sichtprüfung

    • Beschädigungen, Leitungen, Stecker, Gehäuse

    • Kennzeichnungen, Schutzleiteranschlüsse

  2. Messungen
    typische Messwerte:

    • Schutzleiterwiderstand 

    • Isolationswiderstand 

    • Schleifenimpedanz 

    • Ersatzableitstrom / Berührstrom

    • Funktionsprüfung

 

Wer darf prüfen?

  • Elektrofachkräfte (EFK)

  • befähigte Personen nach TRBS 1203

  • unter Verantwortung einer EFK können auch EUPs Teilbereiche ausführen

 

Ziel: Schutz gegen elektrischen Schlag, Brand und Geräteausfall.

Was ist eine SPS, wie funktioniert sie und wie ist die Hardware aufgebaut?

Antwort:

Eine SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) steuert und überwacht industrielle Prozesse.

 

Hardware besteht aus:

  • CPU / Prozessor

  • Eingabebaugruppen (PAE)

  • Ausgabebaugruppen (PAA)

  • Bus-System

  • Netzteil

  • Speicher (Ablaufprogramme)

 

Funktionsweise:
Die SPS arbeitet nach dem EVA-Prinzip:

  • Eingabe: Signale werden im PAE eingelesen

  • Verarbeitung: Programm wird zyklisch abgearbeitet

  • Ausgabe: Ergebnisse werden über PAA ausgegeben

 

Die SPS arbeitet in einem Zyklus, deshalb ist sie deterministisch und sehr zuverlässig.

IHK Schwaben MEP HQ Elektro T1

IHK Schwaben 2022

Elektro T1

Woher weiß ich welche Kabel/Leitungen ich verlege/ welchen Querschnitt ich brauche
(gefragt wurde: Ich bin Ausbilder und mein Azubi möchte irgendwas anschließen und da fehlen noch die passenden Kabel, etc.)
Leitungsschutzschalter erklären sowie RCD und was der Unterschied ist
Beschreiben was der Schlupf beim Asynchronmotor ist und wo der herkommt
Verschiedenste Netzysteme erklären und deren Einsatzgebiet sowie Grund für das System warum man es verwendet

und dann noch: Mein Azubi hat nen Drehstrommotor und möchte den an einer Steckdose betreiben
(ganz normale) was braucht er noch damit das funktioniert/ was muss er sich bauen und wie funktioniert das

Lösungsvorschlag von BLH:

Wie entscheiden Sie, welche Leitung und welchen Leitungsquerschnitt Ihr Auszubildender verwenden muss?

Antwort:

Die Auswahl einer Leitung erfolgt immer anhand der Leitungsberechnung nach VDE. Dabei prüfe ich:

  1. Betriebsstrom (IB) des Verbrauchers

  2. Absicherung (In) – Leitung darf nicht überlastet werden

  3. Strombelastbarkeit der Leitung (Iz) abhängig von:

    • Verlegeart (A1, B1, C, E usw.)

    • Umgebungstemperatur

    • Häufung / Mehraderbelastung

  4. Spannungsfall – max. 3 % für Licht, 5 % für Kraftstrom

  5. Leitungstyp abhängig vom Einsatz:

    • NYM-J für Gebäudeinstallation innen

    • NYY für außen oder Erde

    • H07RN-F für mobile Geräte

    • Ölflex für Maschinenbau

 

Dann gilt die Bemessungsstromregel:

IB ≤ In ≤ Iz

Erst wenn diese Kriterien erfüllt sind, darf die Leitung verlegt werden.

Erklären Sie die Funktion eines LS-Schalters und eines RCD und nennen Sie den Unterschied.

Antwort:

LS-Schalter (Leitungsschutzschalter)

  • schützt Leitungen vor Überlast und Kurzschluss

  • zwei Auslösemechanismen:

    • thermisch (Bimetall) für Überlast

    • magnetisch für Kurzschluss

  • Charakteristiken: B, C, D abhängig vom Anlaufstrom

 

RCD (Fehlerstrom-Schutzschalter)

  • schützt Personen vor Fehlerströmen

  • misst Differenz zwischen Außenleiter und Neutralleiter

  • bei ≥ 30 mA Fehlerstrom → Abschaltung in Millisekunden

  • Schutz gegen indirektes Berühren

 

Unterschied:
Der LS schützt Material (Leitung).
Der RCD schützt Menschen.

Was ist Schlupf beim Asynchronmotor und wie entsteht er?

Antwort:

Der Schlupf ist die Differenz zwischen synchrone Drehzahl des Stator-Drehfelds und der tatsächlichen Rotordrehzahl.

Formel:

s = (n− n) / ns

 

Er entsteht, weil der Rotor immer etwas hinter dem Drehfeld zurückbleiben muss, damit durch Induktion ein Strom im Kurzschlussläufer erzeugt wird → dadurch entsteht das Drehmoment.

Ohne Schlupf gäbe es keinen Drehmomentaufbau.

Typische Werte: 1–5 % im Nennbetrieb.

Welche Netzsysteme gibt es, wie funktionieren sie und wo werden sie eingesetzt?

Antwort:

TN-System (TN-C, TN-S, TN-C-S)

  • Sternpunkt geerdet

  • Schutzleiter aus Transformatorleitung herausgeführt

  • schnelle Abschaltung → hohe Sicherheit

  • Einsatz: Industrie, Wohngebäude (Standard)

 

TT-System

  • Transformator geerdet

  • Verbraucher haben eigene Erdung

  • Schutz erfolgt über RCD

  • Einsatz: ländliche Gebiete, Anlagen mit hohem Erdungswiderstand

 

IT-System

  • Sternpunkt isoliert oder über Widerstand geerdet

  • erster Fehler führt nicht zur Abschaltung

  • sehr störsicher

  • Einsatz: Krankenhäuser, Industrie mit hoher Verfügbarkeit

Grund für unterschiedliche Systeme:
Sicherheit, Abschaltbedingungen, Netzverfügbarkeit und örtliche Gegebenheiten.

Ihr Azubi möchte einen Drehstrommotor an einer normalen Haushaltssteckdose betreiben. Was braucht er und wie funktioniert das?

Antwort:

Eine normale Haushaltssteckdose liefert 230 V Wechselspannung, jedoch kein Drehstrom.
Um einen Drehstrommotor trotzdem zu betreiben, benötigt er einen Frequenzumrichter (FU) oder einen Steinmetzschalter.

 

Variante 1: Frequenzumrichter (empfohlen)

  • speist den Motor mit synthetischem Drehstrom (3×230 V oder 3×400 V)

  • regelt Frequenz und Drehzahl

  • ermöglicht sanften Anlauf

  • höchste Effizienz

 

Variante 2: Steinmetzschaltung

  • nur bei kleinen Motoren

  • Kondensator erzeugt eine künstliche dritte Phase

  • Nachteile:

    • geringeres Drehmoment

    • geringerer Wirkungsgrad

    • Motor läuft nicht unter Volllast

 

Wichtiger Hinweis:
Ein Drehstrommotor darf nie direkt an eine 230-V-Steckdose gesteckt werden – es braucht Umwandlung in ein 3-Phasen-System.

IHK Schwaben 07.2024

Elektro T1

Netzformen in Deutschland TT, IT, TN C S
Schleifenimpendanz
RCD
LS
Schütze Aufbau und Funktion
Motoren
Schlupf
Messungen Inbetriebnahme
Schutzleiter
Trafo
Warum Wechselstrom in Deutschland und nicht Gleichstrom?
37 Punkte im schriftlichen und im Anschluss bestanden.

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Welche Netzformen werden in Deutschland verwendet und wie funktionieren sie?

- Was ist die Schleifenimpedanz und warum ist sie wichtig?

- Erklären Sie die Funktion eines RCD und nennen Sie die gängigen Typen.

- Welche Aufgabe hat ein LS-Schalter und wie ist er aufgebaut?

- Wie ist ein Schütz aufgebaut und wie funktioniert es?

- Was ist Schlupf beim Asynchronmotor und wie entsteht er?

- Welche Messungen müssen bei der Inbetriebnahme einer elektrischen Anlage durchgeführt werden?

- Wofür ist der Schutzleiter (PE) notwendig?

- Wie funktioniert ein Transformator?

- Warum verwendet Deutschland Wechselstrom und nicht Gleichstrom in der Energieversorgung?

Lösungsvorschlag von BLH:

Welche Netzformen werden in Deutschland verwendet und wie funktionieren sie?

Antwort:

In Deutschland werden hauptsächlich TT-, TN- und IT-Systeme genutzt.

TN-C-S-System (häufigstes System)

  • Transformatorsternpunkt direkt geerdet

  • PEN wird im Haus aufgeteilt in PE + N

  • Vorteile: gute Abschaltbedingungen, hohe Sicherheit, kurze Auslösezeiten

 

TT-System

  • Transformatorsternpunkt geerdet

  • Verbraucher haben eigene Erdungsanlage

  • Schutz hauptsächlich über RCD

  • Einsatz: ländliche Gebiete, Altbauten

 

IT-System

  • Sternpunkt isoliert oder hochohmig geerdet

  • erster Fehler führt nicht zur Abschaltung → hohe Verfügbarkeit

  • Einsatz: OP-Räume, Industrieanlagen

Was ist die Schleifenimpedanz und warum ist sie wichtig?

Antwort:

Die Schleifenimpedanz Zs ist der gesamte elektrische Widerstand der Fehlerstrom-Schleife:

L → Fehlerstelle → PE/PEN → Trafo → zurück zu L.

Sie ist entscheidend, damit bei einem Kurzschluss genug Kurzschlussstrom fließt, damit das Schutzorgan (LS/RCD) schnell genug abschaltet.

Je kleiner Zs​, desto höher der Kurzschlussstrom → desto sicherer die Abschaltung.

Erklären Sie die Funktion eines RCD und nennen Sie die gängigen Typen.

Antwort:

Ein RCD misst die Differenz zwischen hinfließendem und rückfließendem Strom.
Bei einem Fehlerstrom ≥ 30 mA schaltet er innerhalb von Millisekunden ab.

Typen:

  • AC: sinusförmige Fehlerströme

  • A: pulsierende Gleichfehlerströme

  • F: frequenzgesteuerte Verbraucher

  • B: glatte Gleichfehlerströme (PV, große FU)

 

Er schützt Personen vor gefährlichen Fehlerströmen.

Welche Aufgabe hat ein LS-Schalter und wie ist er aufgebaut?

Antwort:

Ein LS-Schalter schützt Leitungen vor:

  • Überlast → thermischer Auslöser (Bimetall)

  • Kurzschluss → magnetischer Schnellauslöser

Charakteristiken: B, C, D je nach Einschaltstromverhalten der Verbraucher.

Wie ist ein Schütz aufgebaut und wie funktioniert es?

Antwort:

Ein Schütz ist ein fernbetätigter Leistungsschalter.

Aufbau:

  • Spule

  • beweglicher Anker

  • Leistungskontakte

  • Hilfskontakte

  • Rückstellfeder

 

Funktionsweise:

  • Spule wird bestromt → magnetisches Feld zieht den Anker an

  • Leistungskontakte schließen → Verbraucher wird eingeschaltet

  • Stromlos → Feder öffnet Kontakte

  • Hilfskontakte dienen zur Selbsthaltung und Verriegelung

 

Wird oft in Motorsteuerungen eingesetzt.

Was ist Schlupf beim Asynchronmotor und wie entsteht er?

Antwort:

Der Schlupf ist die Differenz zwischen synchrone Drehzahl des Stator-Drehfelds und der tatsächlichen Rotordrehzahl.

Formel:

s = (n− n) / ns

 

Er entsteht, weil der Rotor immer etwas hinter dem Drehfeld zurückbleiben muss, damit durch Induktion ein Strom im Kurzschlussläufer erzeugt wird → dadurch entsteht das Drehmoment.

Ohne Schlupf gäbe es keinen Drehmomentaufbau.

Typische Werte: 1–5 % im Nennbetrieb.

Welche Messungen müssen bei der Inbetriebnahme einer elektrischen Anlage durchgeführt werden?

Antwort:

Nach DIN VDE 0100-600 gehören dazu:

  1. Sichtprüfung

  2. Durchgängigkeit des Schutzleiters 

  3. Isolationswiderstand 

  4. Schleifenimpedanz 

  5. Erdungswiderstand (bei TT)

  6. RCD-Prüfung (Auslösezeit & Fehlerstrom)

  7. Drehfeldrichtung

  8. Funktionsprüfung

Wofür ist der Schutzleiter (PE) notwendig?

Antwort:

Er verbindet alle berührbaren Metallteile eines Gerätes mit Erde.
Bei einem Fehler (z. B. defekter Draht berührt Gehäuse) fließt der Strom über den PE ab, nicht durch den Menschen.

Dadurch lösen LS oder RCD zuverlässig aus.

Wie funktioniert ein Transformator?

Antwort:

Er arbeitet nach dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion:

  • Primärwicklung erzeugt magnetisches Wechsel­feld

  • Sekundärwicklung nimmt dieses Feld auf

  • Spannung proportional zur Wicklungszahl

Warum verwendet Deutschland Wechselstrom und nicht Gleichstrom in der Energieversorgung?

Antwort:

Hauptgründe:

  • Transformierbarkeit: Wechselstrom lässt sich mit Trafos leicht hoch- und heruntertransformieren → effizienter Transport.

  • geringe Übertragungsverluste bei Hochspannung

  • Netzstabilität durch dreiphasiges System

  • historisch gewachsen: europäische Infrastruktur ist auf AC ausgelegt

  • einfachere Generatoren: Kraftwerke erzeugen automatisch AC

 

Gleichstrom wird heute nur punktuell eingesetzt (HGÜ), aber nicht im lokalen Netz.

IHK Schwaben 08.2025

Elektro T1

Ich wurde gefragt wie ein Trafo funktioniert,
alle Netzformen Vorteile Nachteile,
LS Automat erklären,
Schleifenimpedanz,
was bedeutet PWM,
Aufbau und Funktion von einem FU erklären,
Leitungsdimensionierung,
Motorarten und Funktion, Aufbau + Schlupf,
5 Sicherheitsregel,
wie entsteht ein Magnetfeld,
VDE 0100-600 mit allen Messungen erklären,
was ist Lumen, Lux und Candela

Ich hatte 46 Punkte in der Schriftlichen.

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

- Erklären Sie die Funktionsweise eines Transformators.

- Welche Netzformen gibt es und was sind deren Vor- und Nachteile?

- Erklären Sie den Aufbau und die Funktionsweise eines LS-Automaten.

- Was ist die Schleifenimpedanz und warum ist sie wichtig?

- Was bedeutet PWM und wofür wird es eingesetzt?

- Erklären Sie den Aufbau und die Funktion eines Frequenzumrichters.

- Wie gehen Sie bei der Leitungsdimensionierung vor?

- Nennen Sie Motorarten und erklären Sie den Schlupf beim Asynchronmotor.

- Nennen Sie die fünf Sicherheitsregeln der Elektrotechnik.

- Wie entsteht ein Magnetfeld?

- Welche Messungen umfasst die VDE 0100-600?

- Was bedeuten Lumen, Lux und Candela?

Lösungsvorschlag von BLH:

Erklären Sie die Funktionsweise eines Transformators.

Antwort:

Ein Transformator wandelt Wechselspannungen über elektromagnetische Induktion in höhere oder niedrigere Spannungen um.
Die Primärwicklung erzeugt ein magnetisches Wechselfeld im Eisenkern, welches in der Sekundärwicklung eine Spannung induziert.

Er bietet außerdem galvanische Trennung zwischen Ein- und Ausgang.

Welche Netzformen gibt es und was sind deren Vor- und Nachteile?

Antwort:

TN-System (TN-S, TN-C-S)

  • Vorteile: gute Abschaltbedingungen, hohe Sicherheit, Standard in Deutschland

  • Nachteil: PEN-Unterbrechung in TN-C kann gefährlich sein

 

TT-System

  • Vorteile: einfache Installation, unabhängig vom Netzbetreiber

  • Nachteil: hohe Erdungswiderstände → RCD zwingend erforderlich

 

IT-System

  • Vorteile: erster Fehler führt nicht zur Abschaltung → hohe Verfügbarkeit

  • Nachteil: aufwändige Überwachung, teurer

  • Einsatz: Krankenhäuser, Industrie

Erklären Sie den Aufbau und die Funktionsweise eines LS-Automaten.

Antwort:

Ein LS-Schalter schützt Leitungen vor:

  • Überlast → thermischer Auslöser (Bimetall)

  • Kurzschluss → magnetischer Auslöser (Elektromagnet)

 

Er schaltet automatisch ab, wenn der Strom zu hoch wird.
Kennlinien: B, C, D – abhängig vom Anlaufstrom des Verbrauchers.

Was ist die Schleifenimpedanz und warum ist sie wichtig?

Antwort:

Die Schleifenimpedanz Zs ist der gesamte elektrische Widerstand der Fehlerstrom-Schleife:

L → Fehlerstelle → PE/PEN → Trafo → zurück zu L.

Sie ist entscheidend, damit bei einem Kurzschluss genug Kurzschlussstrom fließt, damit das Schutzorgan (LS/RCD) schnell genug abschaltet.

Je kleiner Zs​, desto höher der Kurzschlussstrom → desto sicherer die Abschaltung.

Was bedeutet PWM und wofür wird es eingesetzt?

Antwort:

PWM = Pulsweitenmodulation.
Dabei wird die Ausgangsspannung durch das Ein-Aus-Tastverhältnis eines schnellen Schaltimpulses geregelt.

Einsatz:

  • Motorregelung

  • LED-Dimmer

  • Frequenzumrichter

  • Leistungselektronik

 

PWM ermöglicht eine fein dosierbare Leistungssteuerung.

Erklären Sie den Aufbau und die Funktion eines Frequenzumrichters.

Antwort:

Ein FU regelt die Drehzahl von Drehstrommotoren, indem er Frequenz und Spannung verändert.

Aufbau:

  1. Gleichrichter: wandelt AC in DC

  2. Zwischenkreis: glättet die DC-Spannung

  3. Wechselrichter: erzeugt eine neue, variable AC-Frequenz (meist über PWM)

 

Vorteile:

  • stufenlose Drehzahlregelung

  • Energieeinsparung

  • sanfter Anlauf

  • geringere mechanische Belastung

Wie gehen Sie bei der Leitungsdimensionierung vor?

Antwort:

Ich prüfe:

  1. Betriebsstrom (IB)

  2. Absicherung (In)

  3. Zulässige Strombelastbarkeit der Leitung (Iz)

  4. Bemessungsstromregel:

    IB ≤ In ≤ Iz

  5. Verlegeart & Temperaturkorrektur

  6. Spannungsfall (max. 3 % / 5 %)

  7. Leitungstyp (NYM, NYY, H07RN-F, Ölflex etc.)

 

Erst wenn alle Kriterien erfüllt sind, ist der Querschnitt geeignet.

Nennen Sie Motorarten und erklären Sie den Schlupf beim Asynchronmotor.

Antwort:

Motorarten:

  • Synchronmotor

  • Asynchronmotor (Kurzschlussläufer)

  • Gleichstrommotor

  • Servomotor

  • Universalmotor

 

Schlupf:
Differenz zwischen synchroner Drehfeld-Drehzahl und realer Rotordrehzahl.

s = (n− n) / ns

Er ist notwendig, damit im Rotor Strom induziert wird → ohne Schlupf kein Drehmoment.

Nennen Sie die fünf Sicherheitsregeln der Elektrotechnik.

Antwort:

  1. Freischalten

  2. Gegen Wiedereinschalten sichern

  3. Spannungsfreiheit feststellen

  4. Erden und kurzschließen

  5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken

Wie entsteht ein Magnetfeld?

Antwort:

Ein Magnetfeld entsteht, wenn elektrischer Strom durch einen Leiter fließt.
Wird der Leiter zu einer Spule gewickelt, verstärkt sich das Magnetfeld.
Je höher der Strom und je mehr Windungen, desto stärker das Feld.

Welche Messungen umfasst die VDE 0100-600?

Antwort:

Pflichtmessungen bei der Erstprüfung:

  1. Schutzleiterwiderstand 

  2. Isolationswiderstand 

  3. Schleifenimpedanz 

  4. RCD-Prüfung (Auslösezeit & -strom)

  5. Erdungswiderstand

  6. Drehfeldrichtung

  7. Funktionsprüfung

  8. Dokumentation

 

Vor den Messungen steht immer eine Sichtprüfung.

Was bedeuten Lumen, Lux und Candela?

Antwort:

  • Lumen (lm): Lichtstrom – wie viel Licht eine Quelle insgesamt abgibt

  • Lux (lx): Beleuchtungsstärke – wie viel Licht auf eine Fläche fällt

    1 Lux = 1 Lumen/m²

  • Candela (cd): Lichtstärke – Licht in eine bestimmte Richtung

 

Beispiele:
Lux → Arbeitsplatzbeleuchtung
Lumen → Helligkeit einer Lampe
Candela → Scheinwerferstrahl

IHK Schwaben 02.2026
Elektro T1
Ausgangssituation: 41 Punkte im Schriftlichen.

Fragen:
Woher kommt der Strom und wie wird er über lange Wege transportiert?
Wofür ist der Schutzleiter gut?
Wie funktioniert ein RCD?
Wie funktioniert ein LS-Schalter und ein Schmelzelement?
Leitungsdreieck
Was ist FMEA?
Was bedeuten CE und GS?
Unterschied zwischen Kalibrieren, Eichen und Justieren
Erklärung PT100
Kompensationen erklären

Ich habe 68 Punkte gebraucht und auch bekommen. Die Prüfer waren super freundlich und haben auch geholfen, wenn man nicht gleich darauf gekommen ist.

Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:

-Woher kommt der Strom und wie wird er über lange Wege transportiert?

-Wofür ist der Schutzleiter gut?

-Wie funktioniert ein RCD?

-Wie funktioniert ein LS-Schalter und wie funktioniert ein Schmelzelement?

-Was ist das Leistungsdreieck?

-Was ist FMEA?

-Was bedeuten CE und GS?

-Was ist der Unterschied zwischen Kalibrieren, Eichen und Justieren?

-Was ist ein PT100 und wie funktioniert er?

-Was bedeutet Kompensation in der Elektrotechnik?

Lösungsvorschlag von BLH:

Woher kommt der Strom und wie wird er über lange Wege transportiert?

Antwort:
Strom wird in Kraftwerken oder durch erneuerbare Energien erzeugt. Beispiele sind:

  • Kohlekraftwerke

  • Gaskraftwerke

  • Kernkraftwerke

  • Windkraftanlagen

  • Wasserkraftwerke

  • Solaranlagen

  • Biogasanlagen

Bei vielen Kraftwerken wird ein Generator angetrieben. Der Generator wandelt mechanische Energie in elektrische Energie um.

 

Damit Strom über lange Strecken transportiert werden kann, wird die Spannung stark erhöht. Das macht ein Transformator. Bei hoher Spannung ist der Strom kleiner. Dadurch entstehen weniger Verluste in den Leitungen.

 

Vereinfacht:

  • Kraftwerk erzeugt Strom

  • Transformator erhöht die Spannung

  • Hochspannungsleitungen transportieren den Strom

  • Umspannwerke senken die Spannung wieder ab

  • Verteilnetz bringt den Strom zu Betrieben und Haushalten

Für lange Wege nutzt man also hohe Spannung, damit die Übertragungsverluste kleiner bleiben.


Wofür ist der Schutzleiter gut?

Antwort:
Der Schutzleiter, kurz PE, dient dem Schutz von Personen. Er verbindet berührbare leitfähige Teile eines Gerätes oder einer Anlage mit Erde.

Wenn ein Fehler auftritt, zum Beispiel wenn ein Außenleiter ein Metallgehäuse berührt, fließt der Fehlerstrom über den Schutzleiter ab. Dadurch kann die Sicherung, der LS-Schalter oder der RCD auslösen.

Ohne Schutzleiter könnte das Metallgehäuse unter Spannung stehen. Eine Person, die das Gehäuse berührt, könnte dann einen gefährlichen Stromschlag bekommen.

Kurz gesagt:

Der Schutzleiter sorgt dafür, dass gefährliche Berührungsspannungen vermieden werden und Schutzorgane auslösen können.


Wie funktioniert ein RCD?

Antwort:
Ein RCD ist ein Fehlerstrom-Schutzschalter. Er vergleicht den Strom, der über den Außenleiter hinfließt, mit dem Strom, der über den Neutralleiter zurückfließt.

Im Normalfall sind beide Ströme gleich groß.

Wenn aber ein Fehlerstrom entsteht, zum Beispiel über eine Person oder über ein defektes Gehäuse zur Erde, kommt nicht mehr der gesamte Strom über den Neutralleiter zurück. Der RCD erkennt diese Differenz und schaltet ab.

Beispiel:

Hinleiter: 10 A
Rückleiter: 9,97 A
Differenz: 0,03 A = 30 mA

Bei einem 30-mA-RCD würde der RCD auslösen.

Der RCD schützt besonders gegen gefährliche Fehlerströme und kann Leben retten. Er ersetzt aber keine Sicherung gegen Überlast oder Kurzschluss.


Wie funktioniert ein LS-Schalter und wie funktioniert ein Schmelzelement?

Antwort:
Ein LS-Schalter ist ein Leitungsschutzschalter. Er schützt Leitungen vor Überlast und Kurzschluss.

 

Er hat meistens zwei Auslösearten:

thermische Auslösung
Bei Überlast erwärmt sich ein Bimetall. Wenn der Strom zu lange zu hoch ist, verbiegt sich das Bimetall und der Schalter löst aus.

magnetische Auslösung
Bei Kurzschluss ist der Strom sehr hoch. Dann entsteht ein starkes Magnetfeld, das den Schalter sehr schnell auslöst.

 

Kurz gesagt:

Überlast = thermische Auslösung
Kurzschluss = magnetische Schnellauslösung

Eine Schmelzsicherung enthält ein Schmelzelement. Wenn der Strom zu groß wird, erwärmt sich dieses Schmelzelement so stark, dass es durchschmilzt. Dadurch wird der Stromkreis unterbrochen.

Der Unterschied:

LS-Schalter: kann nach dem Auslösen wieder eingeschaltet werden.
Schmelzsicherung: muss nach dem Durchschmelzen ersetzt werden.


Was ist das Leistungsdreieck?

Antwort:
Mit Leistungsdreieck ist meistens der Zusammenhang zwischen Wirkleistung, Blindleistung und Scheinleistung gemeint.

Im Wechselstromkreis gibt es drei Leistungen:

Wirkleistung P
Das ist die tatsächlich nutzbare Leistung. Sie wird zum Beispiel in Bewegung, Wärme oder Licht umgewandelt.

Einheit: Watt W oder Kilowatt kW

Blindleistung Q
Diese Leistung pendelt zwischen Erzeuger und Verbraucher hin und her. Sie wird zum Aufbau von Magnetfeldern oder elektrischen Feldern benötigt, zum Beispiel bei Motoren oder Transformatoren.

Einheit: var oder kvar

Scheinleistung S
Das ist die gesamte Leistung, die das Netz bereitstellen muss. Sie setzt sich aus Wirkleistung und Blindleistung zusammen.

Einheit: VA oder kVA

 

Zusammenhang:

S² = P² + Q²

 

Der Leistungsfaktor lautet:

cos phi = P / S

 

Ein hoher cos phi bedeutet, dass ein großer Teil der Scheinleistung als Wirkleistung genutzt wird.


Was ist FMEA?

Antwort:
FMEA bedeutet Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse.

Sie ist eine Methode, um mögliche Fehler frühzeitig zu erkennen, deren Folgen zu bewerten und Maßnahmen festzulegen.

 

Man fragt dabei:

  • Welche Fehler können auftreten?

  • Welche Folgen hätte der Fehler?

  • Warum könnte der Fehler entstehen?

  • Wie wahrscheinlich ist der Fehler?

  • Wie gut kann man den Fehler entdecken?

  • Welche Maßnahmen senken das Risiko?

Klassisch bewertet man:

Bedeutung
Wie schlimm ist die Fehlerfolge?

Auftreten
Wie wahrscheinlich ist der Fehler?

Entdeckung
Wie wahrscheinlich wird der Fehler rechtzeitig erkannt?

Daraus ergibt sich klassisch:

RPZ = Bedeutung · Auftreten · Entdeckung

FMEA hilft, Fehler zu vermeiden, Qualität zu verbessern und Risiken zu senken.


Was bedeuten CE und GS?

Antwort:
CE bedeutet, dass der Hersteller erklärt, dass sein Produkt die geltenden europäischen Anforderungen erfüllt. Bei Maschinen betrifft das besonders Sicherheit und Gesundheitsschutz.

 

Wichtig:

CE ist kein unabhängiges Qualitätssiegel.
Es ist eine Herstellererklärung.

Der Hersteller bringt die CE-Kennzeichnung an und übernimmt damit die Verantwortung, dass die Anforderungen eingehalten werden.

GS bedeutet Geprüfte Sicherheit.

Das GS-Zeichen zeigt, dass ein Produkt von einer zugelassenen unabhängigen Prüfstelle geprüft wurde. Es bestätigt, dass das Produkt bestimmte Sicherheitsanforderungen erfüllt.

Der Unterschied ist:

CE = Hersteller erklärt die Konformität.
GS = unabhängige Prüfstelle hat die Sicherheit geprüft.


Was ist der Unterschied zwischen Kalibrieren, Eichen und Justieren?

Antwort:
Kalibrieren bedeutet, dass ein Messgerät mit einem Referenzwert verglichen wird. Dabei wird festgestellt, wie groß die Abweichung ist. Beim Kalibrieren wird das Messgerät nicht automatisch verändert.

Beispiel:
Ein Thermometer zeigt 99,5 Grad Celsius an, obwohl der Referenzwert 100 Grad Celsius beträgt. Die Abweichung wird dokumentiert.

Justieren bedeutet, dass ein Messgerät eingestellt wird, damit es wieder möglichst richtig misst.

Beispiel:
Ein Messgerät wird so nachgestellt, dass es wieder den korrekten Wert anzeigt.

Eichen ist eine amtliche Prüfung durch eine zugelassene Stelle. Sie ist bei bestimmten Messgeräten vorgeschrieben, zum Beispiel wenn Messwerte im geschäftlichen Verkehr oder für Abrechnungen verwendet werden.

Beispiel:
Waagen im Handel, Zapfsäulen oder bestimmte Verbrauchszähler.

Einfach merken:

Kalibrieren = Abweichung feststellen.
Justieren = Gerät einstellen.
Eichen = amtlich prüfen und zulassen.


Was ist ein PT100 und wie funktioniert er?

Antwort:
Ein PT100 ist ein Widerstandstemperatursensor.

PT steht für Platin.
100 bedeutet, dass der Sensor bei 0 Grad Celsius einen Widerstand von 100 Ohm hat.

Der elektrische Widerstand des PT100 verändert sich mit der Temperatur. Wenn die Temperatur steigt, steigt auch der Widerstand.

Vereinfacht:

  • 0 Grad Celsius = 100 Ohm

  • höhere Temperatur = höherer Widerstand

  • niedrigere Temperatur = niedrigerer Widerstand

Ein Messgerät oder eine Steuerung misst den Widerstand und berechnet daraus die Temperatur.

PT100-Sensoren werden häufig in der Industrie verwendet, weil sie genau und zuverlässig sind.


Was bedeutet Kompensation in der Elektrotechnik?

Antwort:
In der Elektrotechnik meint Kompensation häufig die Blindleistungskompensation.

Viele Verbraucher, besonders Motoren, Transformatoren oder Spulen, benötigen Blindleistung. Diese Blindleistung belastet Leitungen, Transformatoren und das Netz, obwohl sie keine direkt nutzbare Arbeit verrichtet.

Durch Kompensation wird diese Blindleistung reduziert. Dazu werden häufig Kondensatoren eingesetzt.

Der Kondensator liefert kapazitive Blindleistung. Diese wirkt der induktiven Blindleistung von Motoren entgegen.

Ziel der Kompensation ist:

  • Blindleistung verringern

  • cos phi verbessern

  • Leitungen entlasten

  • Verluste reduzieren

  • Transformatoren und Schaltanlagen entlasten

  • eventuelle Blindleistungskosten vermeiden

Einfach gesagt:

Motoren verursachen oft induktive Blindleistung. Kondensatoren gleichen diese teilweise aus. Dadurch wird das Netz entlastet.

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