
IM Elektro HQ T2 MEP IHK-Auswahl
Wichtiger Hinweis:
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Die Lösungsvorschläge dienen ausschließlich als Orientierung und Lernhilfe.
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Keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität.
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Nutzerinnen und Nutzer müssen alle Angaben, Wege und Ergebnisse selbst prüfen.
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In mündlichen Ergänzungsprüfungen können Prüferinnen und Prüfer abweichende Lösungswege oder Schwerpunkte erwarten.
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Keine Haftung für Fehler, Unstimmigkeiten oder daraus entstehende Nachteile.
MEP Elektrotechnik T2 – kurz zusammengefasst:
Es gibt leider bislang nur wenige Berichte zu T2.
Hinweis: Obwohl der Prüfungsteil „Elektrotechnik T2“ heißt, stellen manche IHKs zusätzlich Fragen aus den Bereichen Organisation oder Personal und Führung.
Der Grund dafür ist, dass diese Themen laut Rahmenlehrplan Bestandteil der technischen Prüfung sind und deshalb ebenfalls abgefragt werden können.
Wenn ihr eure eigenen Erfahrungen teilen möchtet, schreibt mir einfach über den Reiter „Kontakt“. Eure Berichte nehme ich gerne auf und ergänze sie wie gewohnt durch passende Lösungsvorschläge.
Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Vorbereitung auf die MEP!
-B.L.H.🍀🍀🤙
Wie viele Punkte brauche ich in der MEP?
Die Berechnung ist recht simpel. Schaut nach, wie viele Punkte euch in der schriftlichen Prüfung bis zu 50 % fehlen. Dieser Wert wird mit 2 multipliziert und anschließend werden 50 % addiert.
Beispiel 1:
Schriftlich: 44 Punkte
50 − 44 = 6 Punkte
6 × 2 + 50 = 62 Punkte
→ Man muss also in der mündlichen Ergänzungsprüfung mindestens 62 Punkte erreichen.
Beispiel 2:
Schriftlich: 30 Punkte
50 − 30 = 20 Punkte
20 × 2 + 50 = 90 Punkte
→ Man muss also in der mündlichen Ergänzungsprüfung mindestens 90 Punkte erreichen.
IHK Aachen MEP HQ Elektro T2
IHK Aachen 08.2025
HQ Technik T2:
-SPS: Wie arbeitet SPS, Zykluszeit, PAE, PAA
-Typenschild
-Phasenverschiebung
-Blindleistungskompensation
-Sensoren
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Erklären Sie die Arbeitsweise einer SPS. Was bedeutet Zykluszeit, und wofür stehen PAE und PAA?
- Welche Informationen finden sich auf dem Typenschild einer elektrischen Maschine und warum sind diese wichtig?
- Was versteht man unter einer Phasenverschiebung im Wechselstromkreis?
- Warum wird Blindleistung kompensiert und wie funktioniert eine Blindleistungskompensation?
- Welche Sensorarten gibt es und wofür werden sie eingesetzt?
Lösungsvorschlag von BLH:
Erklären Sie die Arbeitsweise einer SPS. Was bedeutet Zykluszeit, und wofür stehen PAE und PAA?
Antwort:
Eine SPS arbeitet nach dem EVA-Prinzip (Eingabe–Verarbeitung–Ausgabe).
In jedem Zyklus liest die SPS zunächst alle Eingänge ein (PAE – Peripherie Eingang), verarbeitet das Programm im Arbeitsspeicher und schreibt anschließend die Ergebnisse auf die Ausgänge (PAA – Peripherie Ausgang).
Die Zykluszeit ist die Zeit, die die SPS benötigt, um einen vollständigen Ablauf (Einlesen → Verarbeiten → Ausgeben) einmal durchzuführen.
Sie bestimmt, wie schnell die Steuerung auf Signale reagieren kann.
Welche Informationen finden sich auf dem Typenschild einer elektrischen Maschine und warum sind diese wichtig?
Antwort:
Ein Typenschild enthält alle sicherheits- und betriebstechnisch relevanten Daten eines Gerätes, z. B.:
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Nennspannung und Nennstrom
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Nennfrequenz
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Leistung / Drehzahl
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Schutzart (IP)
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Wirkungsgradklasse
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Hersteller und Baujahr
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Prüfzeichen (CE, ggf. Maschinenrichtlinie)
Diese Angaben sind wichtig, um die Maschine korrekt anzuschließen, richtig abzusichern und für die geplante Anwendung geeignet auszuwählen.
Was versteht man unter einer Phasenverschiebung im Wechselstromkreis?
Antwort:
Die Phasenverschiebung beschreibt die zeitliche Verschiebung zwischen Strom und Spannung in einem Wechselstromkreis.
Sie entsteht durch induktive oder kapazitive Lasten, bei denen Strom und Spannung nicht gleichzeitig Nulldurchgänge haben.
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Induktiv: Strom hinkt nach
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Kapazitiv: Strom eilt vor
Die Phasenverschiebung bestimmt den Leistungsfaktor cos φ, der Einfluss auf die Wirkleistung und Netzqualität hat.
Warum wird Blindleistung kompensiert und wie funktioniert eine Blindleistungskompensation?
Antwort:
Blindleistung entsteht z. B. bei Motoren durch induktive Anteile.
Sie belastet das Stromnetz, erzeugt aber keine Wirkleistung.
Eine Blindleistungskompensation wird eingesetzt, um:
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den Stromfluss zu reduzieren,
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den cos φ zu verbessern,
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Netzverluste zu senken,
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und den vom Energieversorger berechneten Aufschlag für schlechte Blindleistungswerte zu vermeiden.
Die Kompensation erfolgt meist über Kondensatorbatterien, die eine kapazitive Blindleistung erzeugen und damit die induktive Blindleistung ausgleichen.
Welche Sensorarten gibt es und wofür werden sie eingesetzt?
Antwort:
Wichtige Sensorarten sind:
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Induktive Sensoren: Erkennen metallische Objekte
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Kapazitive Sensoren: Erkennen leitfähige und nichtleitfähige Materialien
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Optische Sensoren: Lichtschranken, Messung von Abständen oder Objekterkennung
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Ultraschallsensoren: Abstandsmessung unabhängig von Material und Farbe
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Druck- und Temperatursensoren: Prozessüberwachung in Maschinen
Sensoren liefern Eingangssignale für die SPS und ermöglichen eine automatisierte, sicher überwachte Prozesskette.
IHK Erfurt MEP HQ Elektro T2
IHK Erfurt 01.2026
HQ Technik T2:
Mir wurden zwei Aufgabenblätter verdeckt auf den Tisch gelegt. Parallel wurde mir erklärt, dass ich 20 Minuten Zeit habe, eine Aufgabe zu bearbeiten und anschließend vorzustellen. Nachdem ich das erste Blatt umgedreht hatte, erwartete mich eine SPS-Aufgabe, die sehr ähnlich zu einer Aufgabe aus der schriftlichen Prüfung war. Daraufhin fragte ich, ob ich alternativ die zweite Aufgabe bearbeiten dürfe. Nach kurzer Überlegung stimmten die drei Prüfer zu, sodass ich mir auch die zweite Aufgabe ansehen konnte.
Diese stellte sich jedoch als deutlich komplexer und umfangreicher heraus. Aufgrund der Kulanz der Prüfer durfte ich letztlich dennoch die erste Aufgabe bearbeiten.
Mein größter Fehler war, dass ich die Aufgabe nicht von Anfang an an der Tafel bearbeitet habe. Stattdessen habe ich etwa 15 Minuten für mich selbst überlegt und hatte am Ende nur noch rund 5 Minuten Zeit für die Präsentation. Im Nachhinein wurde mir von anderen Prüflingen gesagt, dass es sinnvoller gewesen wäre, direkt an der Tafel zu arbeiten, da man so eher Hinweise oder Unterstützung durch die Prüfer erhalten kann.
Zusammengefasst gab es zwei mögliche SPS-Aufgaben:
Bei der einen handelte es sich um reines Programmschreiben, bei der anderen mussten zusätzlich analoge Werte umgerechnet und anschließend in ein SPS-Programm integriert und vervollständigt werden. Leider hatte ich mich auf genau dieses Thema nicht ausreichend vorbereitet.
Lösungsvorschlag von BLH: