
BWH MEP IHK-Auswahl
Wichtiger Hinweis:
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Die Lösungsvorschläge dienen ausschließlich als Orientierung und Lernhilfe.
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Keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität.
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Nutzerinnen und Nutzer müssen alle Angaben, Wege und Ergebnisse selbst prüfen.
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In mündlichen Ergänzungsprüfungen können Prüferinnen und Prüfer abweichende Lösungswege oder Schwerpunkte erwarten.
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Keine Haftung für Fehler, Unstimmigkeiten oder daraus entstehende Nachteile.
MEP BWH – kurz zusammengefasst:
Auf folgende Themen sollte man sich im BWH-Teil einstellen.
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Unternehmensformen & Rechtsformen
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Organisation (Aufbau, Ablauf, Liniensysteme)
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Kosten- und Leistungsrechnung (KLR)
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Bilanz & GuV
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Lagerwirtschaft & Bestellverfahren
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Lohnarten & Personalthemen
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Break-Even, Deckungsbeitrag & Kalkulationen
Manche IHKs stellen nur Theoriefragen, andere wollen zusätzlich kleine Skizzen oder Rechenwege sehen. Formelsammlungen sind selten erlaubt – das entscheidet jede IHK selbst.
Auf dieser Seite findet ihr gesammelte Industriemeister-Berichte sowie zusätzliche Fragekataloge aus verschiedenen Online-Quellen.Diese Kataloge stammen nicht von mir, können aber eine wertvolle Lernhilfe sein.
Hinweis:
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Auf dem Smartphone können Formeln oder Darstellungen fehlerhaft angezeigt werden.
-
Für eine optimale Darstellung bitte die Seite auf einem Laptop oder PC öffnen.
Wenn ihr eure eigenen Erfahrungen teilen möchtet, schreibt mir einfach über den Reiter „Kontakt“. Eure Berichte nehme ich gerne auf und ergänze sie wie gewohnt durch passende Lösungsvorschläge.
Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Vorbereitung auf die MEP!
-B.L.H.🍀🍀🤙
Wie viele Punkte brauche ich in der MEP?
Die Berechnung ist recht simpel. Schaut nach, wie viele Punkte euch in der schriftlichen Prüfung bis zu 50 % fehlen. Dieser Wert wird mit 2 multipliziert und anschließend werden 50 % addiert.
Beispiel 1:
Schriftlich: 44 Punkte
50 − 44 = 6 Punkte
6 × 2 + 50 = 62 Punkte
→ Man muss also in der mündlichen Ergänzungsprüfung mindestens 62 Punkte erreichen.
Beispiel 2:
Schriftlich: 30 Punkte
50 − 30 = 20 Punkte
20 × 2 + 50 = 90 Punkte
→ Man muss also in der mündlichen Ergänzungsprüfung mindestens 90 Punkte erreichen.
IHK Aachen MEP BWH
IHK Aachen 07.2023
BWH fing bei mir mit folgenden Themen an:
Unternehmensformen (Bsp. nennen können + erklären können)
Kostenarten (Bsp. nennen können + erklären können)
Lagerkosten
Break Even Point
BAB
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Nennen Sie drei verschiedene Unternehmensformen und erklären Sie jeweils kurz die wichtigsten Merkmale.
-Worin unterscheiden sich Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften grundsätzlich?
-Welche Unternehmensform würden Sie einem Gründer empfehlen, der sein Haftungsrisiko möglichst gering halten möchte?
-Was versteht man unter Kostenarten? Nennen Sie Beispiele.
-Erklären Sie den Unterschied zwischen Einzel- und Gemeinkosten.
-Was sind fixe und variable Kosten? Nennen Sie jeweils ein Beispiel.
-Welche Bestandteile gehören zu den Lagerkosten?
-Warum steigt die Kapitalbindung bei langen Lagerzeiten?
-Wie kann ein Unternehmen Lagerkosten reduzieren?
-Erklären Sie den Break-Even-Point.
-Wie berechnet man den Break-Even-Point?
-Warum ist der Break-Even-Point für die Unternehmensführung wichtig?
-Wofür wird ein BAB eingesetzt?
-Welche Hauptkostengruppen finden sich typischerweise im BAB?
-Wie wird ein Gemeinkostenzuschlagssatz berechnet?
Lösungsvorschlag von BLH:
Nennen Sie drei verschiedene Unternehmensformen und erklären Sie jeweils kurz die wichtigsten Merkmale.
Antwort:
Einzelunternehmen:
Eine Person führt das Unternehmen allein. Kein Mindestkapital. Der Inhaber haftet unbeschränkt mit Geschäfts- und Privatvermögen.
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR):
Mindestens zwei Personen schließen sich zu einem gemeinsamen Zweck zusammen. Kein Mindestkapital. Gesellschafter haften unbeschränkt und gesamtschuldnerisch.
GmbH:
Eine Kapitalgesellschaft mit Mindeststammkapital 25.000 €. Haftung ist auf die Einlage beschränkt. Geschäftsführung kann intern oder extern erfolgen.
Worin unterscheiden sich Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften grundsätzlich?
Antwort:
Personengesellschaften (z. B. GbR, OHG) stehen für personenbezogene Haftung, hohe Flexibilität und unbeschränkte Haftung der Gesellschafter.
Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH, AG) stehen für kapitalbezogene Struktur, Haftungsbeschränkung auf die Einlage und eine klar geregelte Organisation (Geschäftsführung, Aufsichtsrat, Hauptversammlung).
Welche Unternehmensform würden Sie einem Gründer empfehlen, der sein Haftungsrisiko möglichst gering halten möchte?
Antwort:
Eine GmbH oder UG (haftungsbeschränkt), da hier die Haftung auf die Einlage begrenzt ist und das Privatvermögen geschützt bleibt.
Was versteht man unter Kostenarten? Nennen Sie Beispiele.
Antwort:
Kostenarten sind die systematische Gliederung aller im Unternehmen anfallenden Kosten nach ihrer Art. Beispiele:
-
Materialkosten
-
Personalkosten
-
Abschreibungen
-
Energiekosten
-
Fremdleistungen
Erklären Sie den Unterschied zwischen Einzel- und Gemeinkosten.
Antwort:
Einzelkosten: Können einem Produkt direkt zugeordnet werden (z. B. Holz für einen Tisch).
Gemeinkosten: Fallen gemeinsam für mehrere Produkte an und müssen verteilt werden (z. B. Strom für die Werkhalle, Gehalt Buchhaltung).
Was sind fixe und variable Kosten? Nennen Sie jeweils ein Beispiel.
Antwort:
Fixkosten: Fallen unabhängig von der produzierten Menge an (z. B. Miete, Gehalt Verwaltung).
Variable Kosten: Verändern sich mit der produzierten Menge (z. b. Rohstoffe, Akkordlohn).
Welche Bestandteile gehören zu den Lagerkosten?
Antwort:
-
Kapitalbindungskosten (Zinsen auf gebundenes Kapital)
-
Lagerraumkosten (Miete, Abschreibung, Energie)
-
Personalkosten für Lager
-
Risiko-/Fehlmengenkosten (Schwund, Verderb, Diebstahl)
-
Versicherungskosten
Warum steigt die Kapitalbindung bei langen Lagerzeiten?
Antwort:
Weil das Geld im Lagerbestand „feststeckt“ und nicht für andere Investitionen genutzt werden kann. Je größer der Bestand und je länger die Lagerdauer, desto höher der Zinsverlust.
Wie kann ein Unternehmen Lagerkosten reduzieren?
Antwort:
-
Optimierung des Bestellwesens
-
Einführung eines modernen Lagerverwaltungssystems
-
ABC-Analyse
-
Just-in-Time
-
Verkleinerung der Losgrößen
-
Verbesserung der Inventurprozesse
Erklären Sie den Break-Even-Point.
Antwort:
Der Break-Even-Point ist die Gewinnschwelle – also die Menge, ab der Erlöse und Kosten gleich groß sind.
Ab diesem Punkt erwirtschaftet das Unternehmen Gewinn.
Wie berechnet man den Break-Even-Point?
Antwort:
Formel bei Stückbetrachtung:
BEP in Stück= Fixkosten / (Preis pro Stück−variable Kosten pro Stück)
Warum ist der Break-Even-Point für die Unternehmensführung wichtig?
Antwort:
Er zeigt,
-
ab welcher Absatzmenge sich die Produktion lohnt,
-
wie stark die Kostenstruktur belastet,
-
wie viel Sicherheitszuschlag eingeplant werden muss,
-
wie empfindlich das Unternehmen gegenüber Preisänderungen oder Kostensteigerungen reagiert.
Wofür wird ein BAB eingesetzt?
Antwort:
Der Betriebsabrechnungsbogen dient der Verteilung der Gemeinkosten auf die Kostenstellen und der Berechnung von Gemeinkostenzuschlagssätzen.
Er schafft Transparenz darüber, wo im Betrieb die Kosten entstehen.
Welche Hauptkostengruppen finden sich typischerweise im BAB?
Antwort:
-
Materialkostenstelle
-
Fertigungskostenstelle
-
Verwaltungskostenstelle
-
Vertriebskostenstelle
Wie wird ein Gemeinkostenzuschlagssatz berechnet?
Antwort:
Zuschlagssatz = Gemeinkosten der Kostenstelle ×100
Bezugsgröße
Beispiele für Bezugsgrößen:
-
Materialeinzelkosten
-
Fertigungslöhne
-
Herstellkosten
IHK Aachen 2023
Das Gespräch hat angefangen das ich und der Prüfer ein unternehmen gründen wollen ( sollte alle üblichen formen nennen)
Vor/Nachteile davon nennen
Unterschiede nennen
Dann welche Kostenarten es gibt (fixe & Variable) Beispiele dafür nennen
LVP grob beschreiben (Listenverkaufspreis)
Just in Time Lieferung erläutern
Das waren so die groben punkte die ich noch im Kopf hatte
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Stellen Sie sich vor, wir beide gründen ein Unternehmen. Welche gängigen Unternehmensformen könnten wir wählen?
-Nennen Sie die wichtigsten Vor- und Nachteile dieser Unternehmensformen.
-Was ist der Hauptunterschied zwischen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften?
-Welche Kostenarten gibt es allgemein?
-Nennen Sie je zwei Beispiele für fixe und variable Kosten.
-Was versteht man unter dem Listenverkaufspreis (LVP)?
-Warum arbeitet man mit einem Listenverkaufspreis?
-Erklären Sie das Just-in-Time-Prinzip.
-Welche Voraussetzungen müssen für JIT erfüllt sein?
-Nennen Sie zwei Vorteile und zwei Nachteile des Just-in-Time-Prinzips.
Lösungsvorschlag von BLH:
Stellen Sie sich vor, wir beide gründen ein Unternehmen. Welche gängigen Unternehmensformen könnten wir wählen?
Antwort:
Mögliche Formen sind:
-
Einzelunternehmen (wenn nur eine Person gründet)
-
GbR – Gesellschaft bürgerlichen Rechts
-
OHG – Offene Handelsgesellschaft
-
KG – Kommanditgesellschaft
-
GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung
-
UG (haftungsbeschränkt)
-
AG – Aktiengesellschaft
Nennen Sie die wichtigsten Vor- und Nachteile dieser Unternehmensformen.
Antwort:
Einzelunternehmen
-
Schnell gegründet, wenig Bürokratie
– Unbeschränkte Haftung des Inhabers
GbR
-
Einfach, günstig, flexibel
– Jeder Gesellschafter haftet unbeschränkt und gesamtschuldnerisch
OHG
-
Hohe Handlungsfreiheit, alle dürfen führen
– Unbeschränkte Haftung aller Gesellschafter
KG
-
Komplementär haftet voll, Kommanditist nur mit Einlage
– Komplementär trägt volles Risiko
GmbH / UG
-
Haftungsbeschränkt auf das Gesellschaftsvermögen
– Höhere Gründungskosten, Notar, Buchführungspflichten
AG
-
Große Kapitalbeschaffung möglich
– Starke Reglementierung, hohe Gründungskosten
Was ist der Hauptunterschied zwischen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften?
Antwort:
Der größte Unterschied ist die Haftung:
-
Personengesellschaften → unbeschränkte Haftung mit Privatvermögen (GbR, OHG).
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Kapitalgesellschaften → Haftung ist auf die Einlage beschränkt (GmbH, AG, UG).
Zudem sind Kapitalgesellschaften kapitalbezogen, Personengesellschaften personenbezogen.
Welche Kostenarten gibt es allgemein?
Antwort:
-
Fixkosten
-
Variable Kosten
-
(Falls vertieft: Einzel- und Gemeinkosten, aber meist reicht Fix/Variabel)
Nennen Sie je zwei Beispiele für fixe und variable Kosten.
Antwort:
Fixkosten:
-
Miete für Gebäude
-
Gehälter der Verwaltung
-
Versicherungen
Variable Kosten:
-
Materialverbrauch
-
Fertigungslöhne im Akkord
-
Energieverbrauch der Produktion
Was versteht man unter dem Listenverkaufspreis (LVP)?
Antwort:
Der Listenverkaufspreis ist der offizielle, vom Unternehmen festgelegte Ausgangspreis eines Produkts.
Von diesem Preis werden dann eventuell Rabatte, Skonto oder Kundenverhandlungen abgezogen, um den tatsächlichen Verkaufspreis zu bestimmen.
Kurz:
LVP = Ausgangspreis vor Rabatten und Skonto.
Warum arbeitet man mit einem Listenverkaufspreis?
Antwort:
-
Einheitliche Preisbasis
-
Vergleichbarkeit für Kunden
-
Kalkulationsgrundlage für Rabatte und Skonto
-
Transparenz in Preissystemen
Erklären Sie das Just-in-Time-Prinzip.
Antwort:
Just-in-Time bedeutet, dass Material genau dann geliefert wird, wenn es benötigt wird – weder früher noch später.
Ziel:
-
Lagerbestände minimieren
-
Lagerkosten reduzieren
-
Kapitalbindung senken
-
Durchlaufzeiten verkürzen
Welche Voraussetzungen müssen für JIT erfüllt sein?
Antwort:
-
Sehr zuverlässige Lieferanten
-
Gute Kommunikation (z. B. digitale Bestellsysteme)
-
Stabile Produktionsprozesse
-
Pünktliche Transportlogistik
Nennen Sie zwei Vorteile und zwei Nachteile des Just-in-Time-Prinzips.
Antwort:
Vorteile:
-
Kaum Lagerkosten
-
Weniger gebundenes Kapital
Nachteile:
-
Hohe Abhängigkeit vom Lieferanten
-
Produktionsausfall bei Lieferverzögerungen
IHK Bayreuth MEP BWH
IHK Bayreuth 01.2026
In der Prüfung wurden unter anderem folgende Themen abgefragt:
-Wo ist die GuV gesetzlich geregelt? (Gesetz / Paragraph)
-Äquivalenzziffernkalkulation – sehr ausführlich und bis ins Detail
-Primärer, sekundärer und tertiärer Bedarf
Ich habe genannt:
Primärer Bedarf: Endprodukte, verkaufsfähige Güter
Sekundärer Bedarf: Rohstoffe und Bauteile für die Produktion
Tertiärer Bedarf: Hilfsstoffe sowie Betriebs- und Hilfsmittel
Der Prüfer verlangte jedoch sehr konkrete und spezifische Praxisbeispiele, wobei mir nicht klar war, worauf genau er hinauswollte.
-GmbH – habe ich vollständig erklärt
Berechnungen:
Das Endergebnis war korrekt,
der Prüfer war jedoch mit dem Lösungsweg bzw. der Erklärung nicht zufrieden
Von anderen Prüflingen habe ich zusätzlich mitbekommen:
-Maschinenstundensatz – extrem detailliert
-BAB (Betriebsabrechnungsbogen):
genaue Verteilung,
-Begründung der Zuschläge,
worauf besonders zu achten ist
-Vor- und Nachteile der Umwandlung von Einzelunternehmen in eine GmbH
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Wo ist die Gewinn- und Verlustrechnung gesetzlich geregelt?
- Was ist die Gewinn- und Verlustrechnung?
- Was ist die Äquivalenzziffernkalkulation?
- Wann verwendet man die Äquivalenzziffernkalkulation?
- Was ist eine Äquivalenzziffer?
- Wie funktioniert die Äquivalenzziffernkalkulation?
- Was ist der primäre Bedarf?
- Was ist der sekundäre Bedarf?
- Was ist der tertiäre Bedarf?
- Worin liegt der Unterschied zwischen primärem, sekundärem und tertiärem Bedarf?
- Was ist eine GmbH?
- Wie hoch ist das Mindestkapital bei einer GmbH?
- Wer haftet bei einer GmbH?
- Wer führt die Geschäfte bei einer GmbH?
- Wie wird eine GmbH gegründet?
- Welche Organe hat eine GmbH?
- Wie wird der Gewinn bei einer GmbH verteilt?
- Welche Vorteile hat eine GmbH?
- Welche Nachteile hat eine GmbH?
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Was ist der Maschinenstundensatz und wie wird er detailliert berechnet?
- Was ist der Betriebsabrechnungsbogen, wie werden die Kosten verteilt und worauf muss man besonders achten?
- Welche Vor- und Nachteile hat die Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH?
Lösungsvorschlag von BLH:
Wo ist die Gewinn- und Verlustrechnung gesetzlich geregelt?
Antwort:
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist im Handelsgesetzbuch, also im HGB, geregelt.
Wichtig sind vor allem:
§ 242 Abs. 3 HGB
Dort steht, dass die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung zusammen den Jahresabschluss bilden.
§ 275 HGB
Dort ist die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung geregelt. Die GuV kann nach dem Gesamtkostenverfahren oder nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt werden.
Was ist die Gewinn- und Verlustrechnung?
Antwort:
Die Gewinn- und Verlustrechnung, kurz GuV, stellt die Erträge und Aufwendungen eines Unternehmens gegenüber.
Dadurch erkennt man, ob ein Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum einen Gewinn oder einen Verlust gemacht hat.
Sind die Erträge höher als die Aufwendungen, entsteht ein Gewinn.
Sind die Aufwendungen höher als die Erträge, entsteht ein Verlust.
Was ist die Äquivalenzziffernkalkulation?
Antwort:
Die Äquivalenzziffernkalkulation ist ein Kalkulationsverfahren aus der Kostenrechnung.
Sie wird verwendet, wenn ein Unternehmen mehrere ähnliche Produkte herstellt, die sich aber im Aufwand unterscheiden.
Die Produkte sind also nicht komplett verschieden, sondern miteinander vergleichbar.
Beispiel:
Ein Unternehmen stellt Schrauben in verschiedenen Größen her.
Die kleinen Schrauben benötigen weniger Material und Bearbeitungszeit.
Die großen Schrauben benötigen mehr Material und Bearbeitungszeit.
Damit man die Kosten gerecht verteilen kann, verwendet man Äquivalenzziffern.
Wann verwendet man die Äquivalenzziffernkalkulation?
Antwort:
Man verwendet sie bei Sortenfertigung.
Das bedeutet: Es werden ähnliche Produkte hergestellt, die sich zum Beispiel in Größe, Gewicht, Materialeinsatz, Bearbeitungszeit oder Qualität unterscheiden.
Beispiele sind:
-
Schrauben in verschiedenen Größen
-
Flaschen in verschiedenen Füllmengen
-
Papier in verschiedenen Formaten
-
Bleche in verschiedenen Stärken
-
Ziegelsteine in verschiedenen Größen
Was ist eine Äquivalenzziffer?
Antwort:
Eine Äquivalenzziffer ist eine Verhältniszahl.
Sie zeigt, wie teuer oder aufwendig ein Produkt im Vergleich zu einem anderen Produkt ist.
Ein Produkt bekommt meistens die Äquivalenzziffer 1,0.
Die anderen Produkte werden damit verglichen.
Beispiel:
-
Produkt A hat die Äquivalenzziffer 1,0.
-
Produkt B hat die Äquivalenzziffer 1,5.
Das bedeutet:
Produkt B verursacht ungefähr 1,5-mal so hohe Kosten wie Produkt A.
Wie funktioniert die Äquivalenzziffernkalkulation?
Antwort:
Formelsammlung Stichwort: Äquivalenzziffernkalkulation
Zuerst werden die hergestellten Mengen der einzelnen Sorten erfasst.
Danach bekommt jede Sorte eine Äquivalenzziffer.
Dann wird jede Menge mit ihrer Äquivalenzziffer multipliziert. Dadurch entstehen sogenannte Recheneinheiten.
Anschließend werden die Gesamtkosten durch die gesamten Recheneinheiten geteilt.
So erhält man die Kosten pro Recheneinheit.
Zum Schluss werden die Kosten pro Recheneinheit wieder mit der jeweiligen Äquivalenzziffer multipliziert.
So erhält man die Stückkosten je Sorte.
Was ist der primäre Bedarf?
Antwort:
Der primäre Bedarf ist der Bedarf an fertigen Endprodukten.
Das sind Produkte, die verkauft oder direkt an den Kunden abgegeben werden können.
Beispiel aus der Praxis:
Ein Möbelhersteller verkauft fertige Tische.
Dann sind die fertigen Tische der primäre Bedarf.
Weitere Beispiele:
-
Bei einem Autohersteller: fertige Autos
-
Bei einer Bäckerei: fertige Brote und Brötchen
-
Bei einem Maschinenbauer: fertige Maschinen
-
Bei einem Fahrradhersteller: fertige Fahrräder
Was ist der sekundäre Bedarf?
Antwort:
Der sekundäre Bedarf ist der Bedarf an Rohstoffen, Einzelteilen und Baugruppen, die zur Herstellung der Endprodukte benötigt werden.
Beispiel aus der Praxis:
Ein Möbelhersteller möchte Tische herstellen.
Dafür braucht er Tischplatten, Tischbeine, Schrauben und Holz.
Diese Materialien gehören zum sekundären Bedarf, weil sie direkt für das Endprodukt benötigt werden.
Weitere Beispiele:
-
Bei einem Autohersteller: Reifen, Motoren, Sitze, Schrauben, Karosserieteile
-
Bei einer Bäckerei: Mehl, Hefe, Wasser, Salz
-
Bei einem Fahrradhersteller: Rahmen, Reifen, Kette, Lenker, Bremsen
-
Bei einem Maschinenbauer: Stahlteile, Lager, Motoren, Sensoren
Was ist der tertiäre Bedarf?
Antwort:
Der tertiäre Bedarf ist der Bedarf an Hilfsstoffen, Betriebsstoffen und Hilfsmitteln, die für die Produktion gebraucht werden, aber nicht direkt als Hauptbestandteil im Produkt stecken.
Beispiel aus der Praxis:
Ein Möbelhersteller stellt Tische her.
Dafür braucht er Schleifpapier, Maschinenöl, Reinigungsmittel, Strom, Verpackungsmaterial und Werkzeuge.
Diese Dinge gehören zum tertiären Bedarf.
Weitere Beispiele:
-
Bei einem Autohersteller: Schmieröl für Maschinen, Strom, Kühlmittel, Reinigungsmittel, Arbeitshandschuhe
-
Bei einer Bäckerei: Backpapier, Reinigungsmittel, Strom, Gas, Verpackungstüten
-
Bei einem Fahrradhersteller: Maschinenöl, Schweißgas, Reinigungsmittel, Verpackungsmaterial
-
Bei einem Maschinenbauer: Bohrer, Kühlmittel, Schmierstoffe, Messmittel, Strom
Worin liegt der Unterschied zwischen primärem, sekundärem und tertiärem Bedarf?
Antwort:
Der primäre Bedarf sind die fertigen Endprodukte.
Der sekundäre Bedarf sind die Materialien, Einzelteile und Baugruppen, die direkt für diese Endprodukte benötigt werden.
Der tertiäre Bedarf sind Hilfsstoffe, Betriebsstoffe und Hilfsmittel, die die Produktion ermöglichen, aber nicht das eigentliche Hauptprodukt darstellen.
Einfaches Beispiel Fahrrad:
Primärer Bedarf: fertiges Fahrrad
Sekundärer Bedarf: Rahmen, Reifen, Kette, Lenker, Bremsen
Tertiärer Bedarf: Maschinenöl, Strom, Reinigungsmittel, Werkzeug, Verpackung
Was ist eine GmbH?
Antwort:
Die GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Sie ist eine Kapitalgesellschaft und besitzt eine eigene Rechtspersönlichkeit.
Das bedeutet:
Die GmbH ist eine juristische Person und kann selbst Verträge abschließen, Eigentum besitzen, klagen und verklagt werden.
Wie hoch ist das Mindestkapital bei einer GmbH?
Antwort:
Das Mindeststammkapital einer GmbH beträgt 25.000 Euro.
Bei der Gründung muss nicht immer sofort der gesamte Betrag eingezahlt werden. Es müssen aber mindestens 12.500 Euro eingezahlt sein, damit die GmbH in das Handelsregister eingetragen werden kann.
Wer haftet bei einer GmbH?
Antwort:
Grundsätzlich haftet die GmbH mit ihrem Gesellschaftsvermögen.
Die Gesellschafter haften normalerweise nicht mit ihrem privaten Vermögen.
Deshalb heißt sie Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Wichtig:
In besonderen Fällen kann es trotzdem zu persönlicher Haftung kommen, zum Beispiel bei Pflichtverletzungen, falschen Angaben oder wenn ein Geschäftsführer gegen gesetzliche Pflichten verstößt.
Wer führt die Geschäfte bei einer GmbH?
Antwort:
Die Geschäftsführung übernimmt ein oder übernehmen mehrere Geschäftsführer.
Der Geschäftsführer vertritt die GmbH nach außen und leitet das Unternehmen.
Er muss nicht zwingend Gesellschafter sein. Es kann also auch ein fremder Geschäftsführer eingesetzt werden.
Wie wird eine GmbH gegründet?
Antwort:
Eine GmbH wird durch einen Gesellschaftsvertrag gegründet.
Dieser Gesellschaftsvertrag muss notariell beurkundet werden.
Danach erfolgt die Eintragung in das Handelsregister.
Erst mit der Eintragung in das Handelsregister entsteht die GmbH als juristische Person vollständig.
Welche Organe hat eine GmbH?
Antwort:
Die wichtigsten Organe der GmbH sind:
-
Die Gesellschafterversammlung
-
Die Geschäftsführung
-
Bei größeren GmbHs kann zusätzlich ein Aufsichtsrat erforderlich sein.
-
Die Gesellschafterversammlung trifft wichtige Grundsatzentscheidungen.
-
Die Geschäftsführung leitet das Tagesgeschäft.
Wie wird der Gewinn bei einer GmbH verteilt?
Antwort:
Der Gewinn wird grundsätzlich nach den Geschäftsanteilen der Gesellschafter verteilt.
Im Gesellschaftsvertrag kann aber auch eine andere Gewinnverteilung vereinbart werden.
Die Gesellschafterversammlung entscheidet, ob der Gewinn ausgeschüttet oder im Unternehmen behalten wird.
Welche Vorteile hat eine GmbH?
Antwort:
Ein großer Vorteil ist die beschränkte Haftung.
Die Gesellschafter haften grundsätzlich nicht mit ihrem Privatvermögen.
Außerdem wirkt eine GmbH nach außen oft professionell und vertrauenswürdig.
Sie eignet sich gut für Unternehmen, bei denen das Haftungsrisiko begrenzt werden soll.
Welche Nachteile hat eine GmbH?
Antwort:
Ein Nachteil ist das hohe Mindeststammkapital von 25.000 Euro.
Außerdem ist die Gründung aufwendiger als bei einem Einzelunternehmen oder einer GbR.
Es entstehen Notarkosten, Registerkosten und mehr Verwaltungsaufwand.
Auch Buchführung, Jahresabschluss und Veröffentlichungspflichten sind strenger.
Zweiter Bericht:
Was ist der Maschinenstundensatz und wie wird er detailliert berechnet?
Antwort:
Der Maschinenstundensatz gibt an, wie viel eine Maschine pro Einsatzstunde kostet.
Er wird verwendet, wenn Maschinenkosten genauer auf Produkte oder Aufträge verteilt werden sollen. Besonders wichtig ist das bei Betrieben, in denen Maschinen einen großen Kostenanteil haben.
Der Maschinenstundensatz wird meistens so berechnet:
Maschinenabhängige Kosten pro Jahr ÷ Laufstunden pro Jahr = Maschinenstundensatz
Zu den maschinenabhängigen Kosten gehören zum Beispiel:
Kalkulatorische Abschreibung
Die Maschine verliert durch Nutzung, Alterung und technischen Fortschritt an Wert. Dieser Wertverlust wird auf die Nutzungsdauer verteilt.
Kalkulatorische Zinsen
Das in der Maschine gebundene Kapital verursacht Kosten, weil das Geld auch anders hätte verwendet oder angelegt werden können.
Raumkosten
Die Maschine benötigt Platz in der Halle. Deshalb können anteilige Miet-, Gebäude- oder Raumkosten berücksichtigt werden.
Energiekosten
Dazu zählen zum Beispiel Strom, Gas oder Druckluft, die direkt für den Betrieb der Maschine benötigt werden.
Instandhaltungskosten
Das sind Kosten für Wartung, Reparaturen, Ersatzteile und Inspektionen.
Werkzeugkosten
Wenn spezielle Werkzeuge oder Verschleißteile für die Maschine benötigt werden, können diese ebenfalls berücksichtigt werden.
Wichtig ist:
Der Maschinenstundensatz macht die Kalkulation genauer, weil die Maschinenkosten nicht pauschal über Gemeinkostenzuschläge verteilt werden, sondern nach tatsächlicher Maschinenzeit.
Was ist der Betriebsabrechnungsbogen, wie werden die Kosten verteilt und worauf muss man besonders achten?
Antwort:
Der Betriebsabrechnungsbogen, kurz BAB, ist ein Hilfsmittel der Kostenrechnung.
Mit ihm werden Gemeinkosten auf verschiedene Kostenstellen verteilt.
Eine Kostenstelle ist ein Bereich im Unternehmen, in dem Kosten entstehen. Zum Beispiel:
-
Materialbereich
-
Fertigungsbereich
-
Verwaltung
-
Vertrieb
Der BAB zeigt also, wo Kosten entstanden sind und wie sie auf die einzelnen Bereiche verteilt werden.
Zuerst werden die Gemeinkosten gesammelt. Dazu gehören zum Beispiel:
-
Miete
-
Strom
-
Gehälter
-
Abschreibungen
-
Versicherungen
-
Reparaturen
-
Hilfsstoffe
-
Betriebsstoffe
Dann werden diese Kosten auf die Kostenstellen verteilt.
Man unterscheidet dabei:
Einzelkosten
Diese können direkt einem Produkt zugeordnet werden, zum Beispiel Fertigungsmaterial oder Fertigungslöhne.
Gemeinkosten
Diese können nicht direkt einem Produkt zugeordnet werden. Deshalb müssen sie über den BAB verteilt werden.
Die Verteilung erfolgt mithilfe von Verteilungsschlüsseln.
Beispiele:
-
Miete wird nach Quadratmetern verteilt.
-
Strom wird nach Verbrauch oder Maschinenstunden verteilt.
-
Gehälter werden nach Personalzuordnung verteilt.
-
Abschreibungen werden nach genutzten Anlagen verteilt.
-
Versicherungen werden nach Anlagenwerten oder Bereichen verteilt.
Nach der Verteilung berechnet man die Zuschlagssätze.
Die Zuschläge werden gebraucht, damit man die Gemeinkosten später in der Kalkulation auf Produkte oder Aufträge aufschlagen kann.
Begründung der Zuschläge:
Die Gemeinkosten können nicht direkt einem einzelnen Produkt zugeordnet werden. Deshalb braucht man Zuschlagssätze, um diese Kosten verursachungsgerecht auf die Produkte zu verteilen.
Beispiel:
Wenn ein Produkt viel Material verbraucht, soll es auch einen höheren Anteil an Materialgemeinkosten tragen.
Wenn ein Produkt viel Fertigungszeit benötigt, soll es auch einen höheren Anteil an Fertigungsgemeinkosten tragen.
Worauf muss man besonders achten?
Man muss darauf achten, dass Einzelkosten und Gemeinkosten nicht verwechselt werden.
Man muss passende Verteilungsschlüssel verwenden.
Man darf Kosten nicht doppelt berücksichtigen.
Die Zuschlagsgrundlage muss richtig gewählt werden.
Materialgemeinkosten werden auf das Fertigungsmaterial bezogen.
Fertigungsgemeinkosten werden auf die Fertigungslöhne bezogen.
Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten werden meistens auf die Herstellkosten bezogen.
Wichtig ist auch, dass der BAB nicht einfach nur eine Tabelle ist. Er zeigt, wie Gemeinkosten systematisch auf Kostenstellen verteilt und daraus Zuschlagssätze für die Kalkulation gebildet werden.
Welche Vor- und Nachteile hat die Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH?
Antwort:
Die Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH kann verschiedene Vorteile und Nachteile haben.
Ein großer Vorteil ist die beschränkte Haftung.
Beim Einzelunternehmen haftet der Unternehmer grundsätzlich auch mit seinem Privatvermögen.
Bei der GmbH haftet grundsätzlich die Gesellschaft mit ihrem Gesellschaftsvermögen. Das private Vermögen der Gesellschafter ist normalerweise geschützt.
Ein weiterer Vorteil ist die bessere Außenwirkung.
Eine GmbH wirkt auf Kunden, Banken, Lieferanten und Geschäftspartner oft professioneller und größer als ein Einzelunternehmen.
Außerdem kann die GmbH leichter mehrere Gesellschafter aufnehmen. Dadurch kann Kapital ins Unternehmen geholt werden.
Auch die Nachfolge oder Beteiligung weiterer Personen kann bei einer GmbH besser geregelt werden.
Ein weiterer Vorteil ist die klare Trennung zwischen Privatvermögen und Betriebsvermögen.
Das Unternehmen ist eine eigene juristische Person. Die GmbH kann selbst Verträge abschließen, Eigentum besitzen und verklagt werden.
Es gibt aber auch Nachteile.
Die Gründung einer GmbH ist aufwendiger und teurer als ein Einzelunternehmen.
Es braucht einen notariellen Gesellschaftsvertrag und eine Eintragung ins Handelsregister.
Außerdem beträgt das Mindeststammkapital einer GmbH 25.000 Euro. Bei der Gründung müssen mindestens 12.500 Euro eingezahlt werden.
Ein weiterer Nachteil ist der höhere Verwaltungsaufwand.
Eine GmbH hat strengere Buchführungspflichten. Sie muss eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellen.
Außerdem gibt es Veröffentlichungspflichten und mehr formale Anforderungen.
Auch die Geschäftsführung hat mehr rechtliche Verantwortung. Der Geschäftsführer muss gesetzliche Pflichten beachten, zum Beispiel bei Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen und Insolvenz.
IHK Bayreuth 02.2026
Ich hatte 47 Punkte vorher in der schriftlichen Prüfung.
Prüfungsablauf:
-Was ist eine Vollkostenrechnung ?
-Was ist eine Teilkostenrechnung?
-Was ist der Break Even Point? (Musste ihn skizzieren und erklären)
-Was ist Gewinn?
-Was ist der Deckungsbeitrag?
-Was ist eine juristische Person und eine natürliche Person? und brauchen die jeweils einen Anwalt bei einem Gerichtsfall?
-Nennen sie mir Unternehmensformen.
-Was ist eine GmbH und Co KG ?
-Was ist eine Matrixorganisation?
-Was ist eine Stellenbeschreibung?
-Was ist eine Stellenausschreibung?
-Was ist eine Sortenfertigung?
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Was ist der Unterschied zwischen Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung, und wofür werden beide eingesetzt?
- Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.
- Was ist Gewinn und was ist der Deckungsbeitrag?
- Was ist der Unterschied zwischen einer natürlichen Person und einer juristischen Person, und brauchen sie bei einem Gerichtsfall einen Anwalt?
- Welche Unternehmensformen gibt es und was ist eine GmbH & Co. KG?
- Was ist eine Matrixorganisation, eine Stellenbeschreibung und eine Stellenausschreibung?
- Was ist eine Sortenfertigung und welche Beispiele gibt es dafür?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was ist der Unterschied zwischen Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung, und wofür werden beide eingesetzt?
Antwort:
Die Vollkostenrechnung berücksichtigt alle Kosten eines Unternehmens.
Das bedeutet:
Sowohl fixe Kosten als auch variable Kosten werden auf die Produkte oder Aufträge verteilt.
Zur Vollkostenrechnung gehören zum Beispiel:
-
Materialkosten
-
Fertigungskosten
-
Verwaltungskosten
-
Vertriebskosten
-
Fixkosten
-
variable Kosten
-
Gemeinkosten
-
Einzelkosten
Das Ziel der Vollkostenrechnung ist, die gesamten Selbstkosten eines Produktes zu ermitteln.
Beispiel:
Ein Unternehmen möchte wissen, wie viel ein Produkt insgesamt kostet. Dann werden Material, Fertigung, Verwaltung, Vertrieb und anteilige Fixkosten einbezogen.
Vorteil:
Man sieht die vollständigen Kosten eines Produktes.
Nachteil:
Fixkosten werden oft nur über Zuschlagssätze verteilt. Dadurch kann es bei kurzfristigen Entscheidungen zu ungenauen Ergebnissen kommen.
Die Teilkostenrechnung berücksichtigt nur einen Teil der Kosten, meistens die variablen Kosten.
Die fixen Kosten werden nicht direkt auf einzelne Produkte verteilt, sondern als Block betrachtet.
Bei der Teilkostenrechnung ist besonders der Deckungsbeitrag wichtig.
Die Formel lautet:
Deckungsbeitrag = Verkaufspreis - variable Kosten
Die Teilkostenrechnung hilft besonders bei kurzfristigen Entscheidungen.
Beispiele:
-
Soll ein Zusatzauftrag angenommen werden?
-
Soll ein Produkt weiter produziert werden?
-
Welches Produkt bringt den höchsten Deckungsbeitrag?
-
Welche Produkte helfen, Fixkosten zu decken?
Kurz gesagt:
Die Vollkostenrechnung betrachtet alle Kosten.
Die Teilkostenrechnung betrachtet vor allem die variablen Kosten und den Deckungsbeitrag.
Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.
Antwort:
Der Break-even-Point ist die Gewinnschwelle.
An diesem Punkt sind die Erlöse genauso hoch wie die Gesamtkosten.
Das Unternehmen macht dort weder Gewinn noch Verlust.
Die Grundidee lautet:
Erlöse = Gesamtkosten
Unterhalb des Break-even-Points macht das Unternehmen Verlust.
Oberhalb des Break-even-Points macht das Unternehmen Gewinn.
Wichtige Bestandteile sind:
Fixkosten
Diese bleiben unabhängig von der Produktionsmenge gleich.
Variable Kosten
Diese steigen mit der Produktionsmenge.
Gesamtkosten
Diese bestehen aus Fixkosten und variablen Kosten.
Erlöse
Diese entstehen durch den Verkauf der Produkte.
Eine typische BEP-Grafik:
-
X-Achse: Absatzmenge
-
Y-Achse: Kosten & Erlöse
-
Fixkosten: waagerechte Linie
-
Gesamtkosten: steigende Linie (Fixkosten + variable Kosten)
-
Erlöslinie: steiler steigende Linie
-
Schnittpunkt Erlös/Gesamtkosten = Break-Even-Point
Links vom BEP: Verlustzone
Rechts vom BEP: Gewinnzone
Was ist Gewinn und was ist der Deckungsbeitrag?
Antwort:
Gewinn entsteht, wenn die Erträge höher sind als die Aufwendungen beziehungsweise wenn die Erlöse höher sind als die Kosten.
Einfach gesagt: Gewinn = Erlöse - Kosten
Beispiel:
Erlöse: 100.000 Euro
Kosten: 80.000 Euro
Gewinn:
100.000 Euro - 80.000 Euro = 20.000 Euro
Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel nach Abzug der variablen Kosten vom Verkaufspreis übrig bleibt.
Die Formel lautet: Deckungsbeitrag = Verkaufspreis - variable Kosten
Beispiel:
Verkaufspreis: 50 Euro
Variable Kosten: 30 Euro
Deckungsbeitrag:
50 Euro - 30 Euro = 20 Euro
Diese 20 Euro helfen dabei, die fixen Kosten zu decken.
Erst wenn alle Fixkosten gedeckt sind, entsteht Gewinn.
Der Unterschied ist also:
Der Deckungsbeitrag zeigt, welchen Beitrag ein Produkt zur Deckung der Fixkosten leistet.
Der Gewinn bleibt übrig, wenn alle Kosten gedeckt sind.
Kurz gesagt:
Deckungsbeitrag ist noch nicht automatisch Gewinn. Erst wenn die Fixkosten gedeckt sind, entsteht Gewinn.
Was ist der Unterschied zwischen einer natürlichen Person und einer juristischen Person, und brauchen sie bei einem Gerichtsfall einen Anwalt?
Antwort:
Eine natürliche Person ist jeder Mensch.
Beispiele:
-
ein Arbeitnehmer
-
ein Unternehmer
-
ein Kunde
-
ein Gesellschafter
Eine natürliche Person ist Träger von Rechten und Pflichten.
Das bedeutet:
Sie kann Verträge abschließen, Eigentum besitzen, klagen und verklagt werden.
Eine juristische Person ist keine einzelne echte Person, sondern eine rechtlich geschaffene Organisation.
Beispiele:
-
GmbH
-
AG
-
eingetragener Verein
-
Genossenschaft
Auch eine juristische Person kann Rechte und Pflichten haben.
Das bedeutet:
Eine GmbH kann zum Beispiel Verträge abschließen, Eigentum besitzen, Rechnungen stellen, klagen und verklagt werden.
Der Unterschied ist:
Die natürliche Person ist ein Mensch.
Die juristische Person ist ein rechtlich selbstständiges Gebilde, zum Beispiel eine GmbH oder AG.
Zur Frage mit dem Anwalt:
Ob ein Anwalt benötigt wird, hängt nicht nur davon ab, ob es eine natürliche oder juristische Person ist. Entscheidend ist vor allem, vor welchem Gericht und in welchem Verfahren der Fall stattfindet.
Vor dem Amtsgericht kann man sich in vielen Zivilverfahren grundsätzlich selbst vertreten.
Vor dem Landgericht, Oberlandesgericht und Bundesgerichtshof besteht in Zivilverfahren grundsätzlich Anwaltszwang. Das steht in § 78 ZPO. Dort ist geregelt, dass sich Parteien vor Landgerichten und Oberlandesgerichten durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen müssen.
Das gilt sowohl für natürliche Personen als auch für juristische Personen.
Eine GmbH handelt vor Gericht aber nicht selbst wie ein Mensch, sondern durch ihre gesetzlichen Vertreter, zum Beispiel den Geschäftsführer. Wenn Anwaltszwang besteht, braucht auch die GmbH einen Rechtsanwalt.
Kurz gesagt:
Eine natürliche Person ist ein Mensch. Eine juristische Person ist zum Beispiel eine GmbH oder AG. Ob ein Anwalt nötig ist, hängt vor allem vom Gericht und Verfahren ab, nicht nur von der Personenart.
Welche Unternehmensformen gibt es und was ist eine GmbH & Co. KG?
Antwort:
Es gibt verschiedene Unternehmensformen.
Man kann sie grob einteilen in:
Einzelunternehmen
Eine einzelne Person führt das Unternehmen alleine. Die Gründung ist einfach, aber der Unternehmer haftet grundsätzlich auch mit seinem Privatvermögen.
Personengesellschaften
Dazu gehören zum Beispiel:
-
GbR
-
OHG
-
KG
-
GmbH & Co. KG
Bei Personengesellschaften stehen die beteiligten Personen im Vordergrund.
Kapitalgesellschaften
Dazu gehören zum Beispiel:
-
GmbH
-
UG
-
AG
Bei Kapitalgesellschaften steht das Kapital im Vordergrund. Sie sind juristische Personen.
Die GmbH & Co. KG ist eine besondere Form der Kommanditgesellschaft.
Sie verbindet Merkmale einer KG mit Merkmalen einer GmbH.
Bei einer normalen KG gibt es:
Komplementär
Dieser haftet persönlich und unbeschränkt.
Kommanditist
Dieser haftet nur mit seiner Einlage.
Bei der GmbH & Co. KG ist der persönlich haftende Komplementär keine natürliche Person, sondern eine GmbH. Die IHK beschreibt die GmbH & Co. KG als besondere Form der KG, bei der die persönlich haftende Gesellschafterin eine GmbH ist.
Dadurch wird das Haftungsrisiko für die dahinterstehenden Personen begrenzt.
Beispiel:
-
Die KG betreibt das Unternehmen.
-
Die GmbH ist Komplementärin.
-
Die Kommanditisten bringen Kapital ein.
-
Die GmbH haftet als Komplementärin, aber eben nur mit ihrem GmbH-Vermögen.
Vorteile:
-
Haftungsbegrenzung
-
flexible Gestaltung
-
geeignet für Familienunternehmen
-
Personengesellschaft mit beschränktem Haftungsrisiko
-
steuerliche und organisatorische Gestaltungsmöglichkeiten
Nachteile:
-
kompliziertere Struktur
-
GmbH und KG müssen verwaltet werden
-
höherer Gründungsaufwand
-
mehr Buchführung und Formalitäten
-
höhere Kosten als bei einfacher KG oder Einzelunternehmen
Kurz gesagt:
Die GmbH & Co. KG ist eine KG, bei der die GmbH die Rolle des persönlich haftenden Gesellschafters übernimmt. Dadurch wird die persönliche Haftung natürlicher Personen begrenzt.
Was ist eine Matrixorganisation, eine Stellenbeschreibung und eine Stellenausschreibung?
Antwort:
Eine Matrixorganisation ist eine Organisationsform, bei der Mitarbeiter zwei Weisungsbeziehungen haben können.
Das bedeutet:
Ein Mitarbeiter ist zum Beispiel gleichzeitig einer Fachabteilung und einem Projektleiter zugeordnet.
Beispiel:
Ein Mitarbeiter arbeitet in der Abteilung Produktion.
Gleichzeitig arbeitet er in einem Projekt zur Einführung einer neuen Maschine.
Er bekommt fachliche Anweisungen vom Produktionsleiter und projektbezogene Anweisungen vom Projektleiter.
Vorteile der Matrixorganisation:
-
Fachwissen wird besser genutzt.
-
Abteilungen können besser zusammenarbeiten.
-
Projekte können flexibler organisiert werden.
-
Informationen fließen schneller zwischen Bereichen.
-
Nachteile:
-
Es kann zu Kompetenzkonflikten kommen.
-
Mitarbeiter können widersprüchliche Anweisungen bekommen.
-
Die Organisation ist komplexer.
-
Abstimmung ist sehr wichtig.
Eine Stellenbeschreibung beschreibt eine konkrete Stelle im Unternehmen.
Darin steht zum Beispiel:
-
Stellenbezeichnung
-
Aufgaben
-
Verantwortung
-
Befugnisse
-
Vorgesetzter
-
Vertretung
-
Anforderungen
-
Zusammenarbeit mit anderen Stellen
Beispiel:
In einer Stellenbeschreibung für einen Schichtleiter steht, welche Aufgaben er hat, wem er unterstellt ist und welche Mitarbeiter er führen darf.
Eine Stellenausschreibung ist dagegen eine Anzeige, mit der ein Unternehmen neue Mitarbeiter sucht.
Darin steht zum Beispiel:
-
Jobtitel
-
Aufgaben
-
Anforderungen
-
Arbeitsort
-
Arbeitszeit
-
Qualifikationen
-
Bewerbungsweg
-
eventuell Gehalt oder Benefits
Der Unterschied ist:
Die Stellenbeschreibung ist eher ein internes Organisationsdokument.
Die Stellenausschreibung richtet sich an Bewerber und dient der Personalsuche.
Kurz gesagt:
Die Matrixorganisation verbindet Fach- und Projektstruktur. Die Stellenbeschreibung erklärt eine Stelle intern. Die Stellenausschreibung sucht passende Bewerber für diese Stelle.
Was ist eine Sortenfertigung und welche Beispiele gibt es dafür?
Antwort:
Die Sortenfertigung ist eine Fertigungsart, bei der ähnliche Produkte hergestellt werden, die sich nur in bestimmten Merkmalen unterscheiden.
Die Produkte sind also grundsätzlich gleichartig, aber nicht komplett identisch.
Sie unterscheiden sich zum Beispiel durch:
-
Größe
-
Gewicht
-
Farbe
-
Materialstärke
-
Qualität
-
Füllmenge
-
Abmessung
Beispiele für Sortenfertigung:
-
Schrauben in verschiedenen Größen
-
Bleche in verschiedenen Stärken
-
Papier in verschiedenen Formaten
-
Flaschen in verschiedenen Füllmengen
-
Ziegelsteine in verschiedenen Größen
-
Kabel in verschiedenen Querschnitten
-
Farben in verschiedenen Farbtönen
Typisch ist, dass die Fertigung oft mit denselben Maschinen oder ähnlichen Produktionsverfahren erfolgt.
Beispiel:
Ein Betrieb stellt Schrauben her.
Die Schrauben unterscheiden sich in Länge und Durchmesser.
Die Grundfertigung ist ähnlich, aber Materialeinsatz und Bearbeitungszeit können unterschiedlich sein.
Für die Kalkulation passt dazu oft die Äquivalenzziffernkalkulation, weil ähnliche Produkte mit unterschiedlichem Aufwand hergestellt werden.
Vorteile der Sortenfertigung:
-
wirtschaftliche Herstellung ähnlicher Produkte
-
gute Maschinenauslastung
-
standardisierte Abläufe
-
Kalkulation mit Vergleichszahlen möglich
Nachteile:
-
Umstellungen zwischen Sorten können Zeit kosten
-
Lagerhaltung verschiedener Sorten nötig
-
Planung muss gut abgestimmt sein
Kurz gesagt:
Sortenfertigung bedeutet, dass ähnliche Produkte in verschiedenen Varianten hergestellt werden, zum Beispiel Schrauben, Bleche oder Flaschen in unterschiedlichen Größen.

IHK Berlin MEP BWH
IHK Berlin 01.2026
Formelsammlung lag vor,
Taschenrechner wurde nicht benötigt.
Themen:
Hauptsächlich erklären und anzeichnen BEP und alle dazugehörigen Komponenten
Erklären Insolvenz
Worauf man bei der Personalplanung achten muss (Kapazität)
Bestanden mit 60 Punkten.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.
- Was bedeutet Insolvenz und welche Ursachen, Folgen und Maßnahmen gibt es?
- Worauf muss man bei der Personalplanung im Zusammenhang mit Kapazität achten?
Lösungsvorschlag von BLH:
Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.
Antwort:
Eine typische BEP-Grafik:
-
X-Achse: Absatzmenge
-
Y-Achse: Kosten & Erlöse
-
Fixkosten: waagerechte Linie
-
Gesamtkosten: steigende Linie (Fixkosten + variable Kosten)
-
Erlöslinie: steiler steigende Linie
-
Schnittpunkt Erlös/Gesamtkosten = Break-Even-Point
Links vom BEP: Verlustzone
Rechts vom BEP: Gewinnzone
Was bedeutet Insolvenz und welche Ursachen, Folgen und Maßnahmen gibt es?
Antwort:
Insolvenz bedeutet, dass ein Unternehmen seine Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen kann oder überschuldet ist.
Ein Unternehmen ist also wirtschaftlich in einer Krise und kann zum Beispiel Rechnungen, Löhne, Kredite oder Lieferanten nicht mehr bezahlen.
Wichtige Insolvenzgründe sind:
Zahlungsunfähigkeit
Das Unternehmen kann fällige Rechnungen nicht mehr bezahlen.
Beispiel:
Lieferanten stellen Rechnungen, aber auf dem Bankkonto ist nicht genug Geld vorhanden.
Drohende Zahlungsunfähigkeit
Es ist absehbar, dass das Unternehmen seine Zahlungen bald nicht mehr leisten kann.
Beispiel:
In den nächsten Wochen werden hohe Rechnungen fällig, aber es kommen nicht genug Einnahmen rein.
Überschuldung
Die Schulden sind höher als das Vermögen des Unternehmens. Das betrifft besonders Kapitalgesellschaften wie die GmbH.
Mögliche Ursachen einer Insolvenz sind:
-
zu geringe Umsätze
-
zu hohe Kosten
-
falsche Kalkulation
-
schlechte Auftragslage
-
Kunden zahlen nicht pünktlich
-
zu hohe Investitionen
-
zu viele Schulden
-
Liquiditätsprobleme
-
starker Wettbewerb
-
schlechte Unternehmensführung
Folgen einer Insolvenz können sein:
-
Das Unternehmen muss Insolvenz anmelden.
-
Ein Insolvenzverwalter kann eingesetzt werden.
-
Gläubiger prüfen ihre Forderungen.
-
Das Unternehmen wird saniert oder abgewickelt.
-
Mitarbeiter können ihren Arbeitsplatz verlieren.
-
Lieferanten und Banken bekommen möglicherweise nicht ihr ganzes Geld zurück.
Wichtig ist:
Insolvenz bedeutet nicht automatisch, dass das Unternehmen sofort geschlossen wird.
Es kann auch versucht werden, das Unternehmen zu retten.
Mögliche Maßnahmen sind:
-
Kosten senken
-
mit Gläubigern verhandeln
-
Ratenzahlungen vereinbaren
-
neue Finanzierung suchen
-
unrentable Bereiche schließen
-
Personal- und Materialkosten prüfen
-
neue Investoren suchen
-
Unternehmen sanieren
-
Liquiditätsplanung verbessern
Beispiel aus der Praxis:
Ein Unternehmen verkauft zwar Produkte, aber die Kunden zahlen sehr spät. Gleichzeitig müssen Löhne, Miete und Lieferanten sofort bezahlt werden. Dadurch entsteht ein Liquiditätsproblem. Wenn das Unternehmen seine fälligen Rechnungen nicht mehr zahlen kann, droht Insolvenz.
Kurz gesagt:
Insolvenz bedeutet, dass ein Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet ist. Ziel kann entweder die Sanierung oder die geordnete Abwicklung des Unternehmens sein.
Worauf muss man bei der Personalplanung im Zusammenhang mit Kapazität achten?
Antwort:
Bei der Personalplanung geht es darum, dass zur richtigen Zeit genügend geeignete Mitarbeiter vorhanden sind.
Im Zusammenhang mit Kapazität bedeutet das:
Das Unternehmen muss prüfen, ob die vorhandenen Mitarbeiter ausreichen, um die geplanten Aufträge zu erledigen.
Dabei geht es nicht nur um die Anzahl der Mitarbeiter, sondern auch um deren Qualifikation, Arbeitszeit und Einsatzbereich.
Wichtige Fragen bei der Personalplanung sind:
-
Wie viele Mitarbeiter werden benötigt?
-
Welche Qualifikationen brauchen die Mitarbeiter?
-
Wann werden die Mitarbeiter gebraucht?
-
Wie viele Stunden stehen zur Verfügung?
-
Gibt es Urlaub, Krankheit oder Fortbildungen?
-
Reichen die vorhandenen Mitarbeiter für die geplanten Aufträge?
-
Gibt es Engpässe in bestimmten Abteilungen?
-
Müssen Überstunden, Schichten oder Aushilfen eingeplant werden?
Wichtige Punkte sind:
Personalbedarf
Man muss feststellen, wie viele Mitarbeiter für die Arbeit benötigt werden.
Beispiel:
Wenn mehr Aufträge eingehen, braucht das Unternehmen eventuell mehr Mitarbeiter in der Produktion.
Qualifikation
Nicht jeder Mitarbeiter kann jede Aufgabe übernehmen.
Beispiel:
Für eine CNC-Maschine braucht man Mitarbeiter mit entsprechender Einweisung oder Ausbildung.
Arbeitszeit
Man muss prüfen, wie viele Arbeitsstunden tatsächlich zur Verfügung stehen.
Dabei müssen Pausen, Urlaub, Krankheit, Feiertage und Schichtzeiten berücksichtigt werden.
Kapazitätsengpässe
Ein Engpass entsteht, wenn nicht genügend Personal vorhanden ist.
Mögliche Maßnahmen bei Personalengpässen sind:
-
Überstunden
-
Schichtarbeit
-
Mitarbeiter aus anderen Bereichen einsetzen
-
Aushilfen einstellen
-
Zeitarbeiter einsetzen
-
Subunternehmer beauftragen
-
Mitarbeiter schulen
-
Prioritäten bei Aufträgen setzen
Unterbeschäftigung
Es kann auch passieren, dass zu viele Mitarbeiter für zu wenig Arbeit vorhanden sind.
Mögliche Maßnahmen sind dann:
-
Mitarbeiter in anderen Bereichen einsetzen
-
Arbeitszeitkonten abbauen
-
Urlaub planen
-
Weiterbildungen durchführen
-
Produktion anpassen
Kosten beachten
Personal verursacht Kosten. Dazu gehören nicht nur Löhne und Gehälter, sondern auch Lohnnebenkosten, Schulungen, Arbeitskleidung und Einarbeitungszeit.
Motivation und Gesundheit
Zu hohe Belastung durch Überstunden oder Personalmangel kann zu Fehlern, Krankheit und Unzufriedenheit führen.
Deshalb muss Personalplanung nicht nur wirtschaftlich, sondern auch menschlich sinnvoll sein.
Beispiel aus der Praxis:
Ein Unternehmen bekommt einen großen Auftrag. Die Maschinenkapazität reicht aus, aber es fehlen Mitarbeiter für die Montage. Dann kann das Unternehmen Überstunden planen, Mitarbeiter aus anderen Bereichen einsetzen oder Zeitarbeitskräfte einsetzen. Gleichzeitig muss geprüft werden, ob die Qualität und Arbeitssicherheit trotzdem eingehalten werden.
Kurz gesagt:
Bei der Personalplanung muss man darauf achten, dass genug qualifizierte Mitarbeiter zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar sind. Dabei müssen Kapazität, Kosten, Qualifikation, Ausfallzeiten und Belastung berücksichtigt werden.

IHK Bielefeld MEP BWH
IHK Bielefeld 09.2025
Es waren 4 Prüfer im Raum
Als aller erstes wurde gefragt was ein Betrieb,Firma und Unternehmen ist. Dann wurde als Fallaufgabe gefragt ob man sich einen „Namen“ ausdenken darf / was man beachten muss - hier wollten sie den Übergang zum Thema Unternehmensform einleiten. (GmbH & co KG)
Nächstes Thema war Bilanz aktiva/passiva seite erklären können und ebenfals auch wo man Geld her bekommt. Die wollten das sehr tiefgreifend wissen - Oberflächlich reichte nicht.
Man sollte Fachbegriffe sehr gut zuordnen können.
Die Prüfer waren gegen den Prüfling - brauchte 56Punkte & bin durchgefallen obwohl ich ein großteil konnte. Für fehler war kein Platz.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Erklären Sie den Unterschied zwischen Betrieb, Unternehmen und Firma.
-Darf man sich einen Firmennamen einfach ausdenken? Was muss man beachten?
-Erläutern Sie die Unternehmensform GmbH & Co. KG.
-Erklären Sie die Aktivseite einer Bilanz.
-Erklären Sie die Passivseite einer Bilanz.
-Woher bekommt ein Unternehmen Geld? Bitte umfassend.
Lösungsvorschlag von BLH:
Erklären Sie den Unterschied zwischen Betrieb, Unternehmen und Firma.
Antwort:
Betrieb:
Der Betrieb ist die örtliche, technische und organisatorische Einheit, in der die Leistungserstellung erfolgt.
Beispiel: die Produktionshalle, das Lager oder der Verwaltungsstandort.
Unternehmen:
Ein Unternehmen ist die rechtliche und wirtschaftliche Einheit, die Ziele verfolgt, Kapital einsetzt und Risiken trägt.
Ein Unternehmen kann einen oder mehrere Betriebe besitzen.
Firma:
Die Firma ist nur der Name, unter dem ein Kaufmann im Handelsregister auftritt.
Beispiel: „Müller Maschinenbau GmbH“.
Kurz zusammengefasst:
-
Betrieb = Ort der Leistungserstellung
-
Firma = Name im Handelsregister
-
Unternehmen = wirtschaftliche Einheit, zu der der Betrieb gehört
Darf man sich einen Firmennamen einfach ausdenken? Was muss man beachten?
Antwort:
Ja, man darf sich einen Namen ausdenken, aber nur unter klaren gesetzlichen Bedingungen:
-
Firmenwahrheit
Der Name darf nicht über Unternehmensart, Umfang oder Verhältnisse täuschen.
Beispiel: Eine kleine GbR darf sich nicht „International AG“ nennen. -
Firmenklarheit
Der Name muss eindeutig sein und darf keine Irreführung erzeugen. -
Unterscheidbarkeit
Der Name muss sich klar von bestehenden Firmen am selben Ort unterscheiden. -
Rechtsformzusatz muss enthalten sein
z. B. GmbH, UG, OHG, KG, GmbH & Co. KG. -
Firmenausschließlichkeit
Der Name darf nicht identisch mit einer anderen registrierten Firma sein (Handelsregisterprüfung).
Brückt zur Rechtsform:
Bei einer GmbH & Co. KG muss dies im Namen klar erkennbar sein – also z. B. „ABC Technik GmbH & Co. KG“.
Erläutern Sie die Unternehmensform GmbH & Co. KG.
Antwort:
Die GmbH & Co. KG ist eine Kommanditgesellschaft, bei der der persönlich haftende Gesellschafter (Komplementär) keine natürliche Person ist, sondern eine GmbH.
Bedeutung:
-
Die Haftung wird auf das Vermögen der GmbH beschränkt.
-
Die natürlichen Personen treten als Kommanditisten auf und haften nur mit ihrer Einlage.
-
Man hat die Vorteile der Personengesellschaft (Flexibilität, steuerliche Vorteile) kombiniert mit der haftungsbeschränkten Struktur einer GmbH.
Erklären Sie die Aktivseite einer Bilanz.
Antwort:
Die Aktivseite zeigt die Mittelverwendung:
„Wofür wurde das Kapital eingesetzt?“
Sie gliedert sich in:
-
Anlagevermögen (langfristiger Einsatz)
-
Grundstücke
-
Maschinen
-
Fuhrpark
-
BGA
-
Immaterielle Vermögenswerte
-
-
Umlaufvermögen (kurzfristig gebunden)
-
Vorräte
-
Forderungen
-
Kasse
-
Bank
-
Die Aktivseite ist daher eine Vermögensübersicht, eingeteilt nach Liquidität.
Erklären Sie die Passivseite einer Bilanz.
Antwort:
Die Passivseite zeigt die Mittelherkunft:
„Woher stammt das Kapital?“
Sie besteht aus:
-
Eigenkapital
-
Eingebrachtes Kapital
-
Rücklagen
-
Jahresüberschuss / -fehlbetrag
-
-
Fremdkapital
-
Verbindlichkeiten gegenüber Banken
-
Lieferantenverbindlichkeiten
-
Rückstellungen
-
Die Passivseite ist nach Fälligkeit gegliedert:
langfristig → kurzfristig.
Woher bekommt ein Unternehmen Geld? Bitte umfassend.
Antwort:
Ein Unternehmen kann Kapital aus drei großen Bereichen beschaffen:
1. Innenfinanzierung (Kapital aus dem Unternehmen selbst)
-
Gewinne / einbehaltene Überschüsse
-
Abschreibungen (Kapazitätserweiterungseffekt)
-
Rückstellungen
-
Vermögensumschichtungen (z. B. Verkauf nicht benötigter Anlagen)
2. Außenfinanzierung (Kapital von außen)
-
Eigenfinanzierung
-
Privateinlagen
-
Beteiligung neuer Gesellschafter
-
Ausgabe neuer Anteile
-
-
Fremdfinanzierung
-
Bankdarlehen
-
Lieferantenkredite
-
Leasing
-
Factoring
-
3. Fördermittel
-
öffentliche Zuschüsse
-
KfW-Kredite
IHK Bielefeld 01.2026
Hallo Zusammen,
meine MEP in BWH fand in Raum 143 der IHK Bielefeld statt, zusammen mit 3 Prüfern
Die Stimmung war recht angenehm; erst haben sich die Prüfer mit Namen vorgestellt und ich durfte mich auch ein kleines bisschen vorstellen (Welcher Arbeitgeber, was ich genau mache etc.)
Abgefragt wurde ich in 3 Themen:
1. Joint-Venture (Kooperation & Konzentration) - rechtliche und wirtschaftliche Merkmale z.B. Entscheidungsfreiheit etc.
2. Kapazitätswirtschaft (ohne Rechenaufgaben) - welche Arten von Kapazitäten es gibt (Mitarbeiter, Maschinen, Material und Platz; was mache ich bei Engpässen etc. es wurde speziell nach Subunternehmern bzw. Zeitarbeitsfirmen gefragt, für Hilfsarbeiten bei MA-Engpässen)
3. Lagerwirtschaft - war eine kleine Rechenaufgabe bzgl. Melde- und Sicherheitsbestand. Konnte man easy im Kopf vorrechnen: max. Lagerkapazität: 45t, Lieferzeit 3 Tage, Verbrauch pro Tag: 5t - Melde- und Sicherheitsbestand waren dann entsprechend 30t bzw. 15t.
In den beiden ersten Aufgaben haben wir "zusammengearbeitet" - die Prüfer haben mir also immer einen kleinen Denkanstoß gegeben, gerade bei der Kapazitätswirtschaft.
Meine schriftliche Prüfung wurde mit 44 Punkten bewertet. In der MEP musste ich 66 Pkt. erreichen und wurde mit 69 Pkt. belohnt - Gesamtergebnis BWH: 52,5 Pkt.
Nach der Bekanntgabe habe ich auch mal nachgefragt, ob die Prüfer meine schriftliche Leistung vorliegen haben und ob die MEP danach gestaltet wurde - nein, die MEP ist unabhängig von eurer schriftlichen Prüfung und wird individuell gestaltet. Den Prüfern liegt nur das Ergebnis der schriftlichen vor.
Fazit: Ja, bereitet euch gut auf die MEP vor. Es könnte alles drankommen, aber macht euch keinen Stress.
P.S.
Der Termin ist recht kurzfristig. Am 14.01.2026 kam die Einladung für den 23.01.2026
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Was ist ein Joint Venture und welche rechtlichen und wirtschaftlichen Merkmale hat es?
- Was bedeutet Kapazitätswirtschaft, welche Kapazitätsarten gibt es und was kann ein Unternehmen bei Engpässen tun?
- Was sind Meldebestand und Sicherheitsbestand in der Lagerwirtschaft, und wie berechnet man sie an einem einfachen Beispiel?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was ist ein Joint Venture und welche rechtlichen und wirtschaftlichen Merkmale hat es?
Antwort:
Ein Joint Venture ist eine Zusammenarbeit von mindestens zwei rechtlich selbstständigen Unternehmen.
Diese Unternehmen gründen meistens ein gemeinsames Unternehmen oder arbeiten in einem gemeinsamen Projekt zusammen. Ziel ist es, gemeinsam ein wirtschaftliches Vorhaben umzusetzen.
Beispiele für ein Joint Venture:
Ein deutsches Unternehmen möchte in Asien produzieren und gründet dafür mit einem asiatischen Unternehmen eine gemeinsame Firma.
Ein Automobilhersteller arbeitet mit einem Batteriehersteller zusammen, um gemeinsam Akkus für Elektrofahrzeuge zu entwickeln.
Zwei Unternehmen bauen gemeinsam eine neue Produktionsanlage, weil das Risiko und die Kosten für ein einzelnes Unternehmen zu hoch wären.
Beim Joint Venture bleiben die beteiligten Unternehmen grundsätzlich rechtlich selbstständig. Das bedeutet: Jedes Unternehmen existiert weiterhin für sich.
Wichtige Merkmale sind:
Rechtliche Selbstständigkeit:
Die beteiligten Unternehmen bleiben eigenständig. Sie geben ihre eigene Rechtsform nicht auf.
Gemeinsames Ziel:
Die Unternehmen verfolgen ein gemeinsames wirtschaftliches Ziel, zum Beispiel Markterschließung, Forschung, Entwicklung, Produktion oder Vertrieb.
Gemeinsame Verantwortung:
Die Partner teilen sich Aufgaben, Kapital, Risiken und Chancen.
Entscheidungsfreiheit:
Die Entscheidungsfreiheit ist teilweise eingeschränkt, weil wichtige Entscheidungen gemeinsam getroffen werden müssen. Ein Unternehmen kann also nicht mehr alles alleine bestimmen, wenn es das gemeinsame Projekt betrifft.
Gewinn- und Risikoteilung:
Gewinne werden je nach Vereinbarung aufgeteilt. Verluste oder Risiken werden ebenfalls gemeinsam getragen.
Zeitliche Begrenzung möglich:
Ein Joint Venture kann dauerhaft bestehen oder nur für ein bestimmtes Projekt gegründet werden.
Know-how-Austausch:
Die Unternehmen bringen Wissen, Technik, Kontakte, Kapital oder Markterfahrung ein.
Man kann Joint Venture auch im Zusammenhang mit Kooperation und Konzentration erklären.
Bei einer Kooperation arbeiten rechtlich selbstständige Unternehmen zusammen, bleiben aber eigenständig. Das Joint Venture gehört meistens zur Kooperation, weil die Unternehmen zusammenarbeiten, ohne ihre Selbstständigkeit komplett aufzugeben.
Bei einer Konzentration werden Unternehmen stärker miteinander verbunden, zum Beispiel durch Fusion oder Übernahme. Dabei kann die wirtschaftliche oder rechtliche Selbstständigkeit teilweise oder vollständig verloren gehen.
Ein Joint Venture liegt meist zwischen lockerer Kooperation und starker Konzentration. Die Unternehmen arbeiten enger zusammen als bei einer einfachen Kooperation, bleiben aber meist selbstständig.
Vorteile eines Joint Ventures:
-
Risiken werden geteilt.
-
Kosten werden geteilt.
-
Know-how wird gebündelt.
-
Neue Märkte können leichter erschlossen werden.
-
Partner können ihre Stärken kombinieren.
-
Investitionen werden für einzelne Unternehmen weniger belastend.
Nachteile eines Joint Ventures:
-
Entscheidungen können langsamer werden.
-
Die Entscheidungsfreiheit wird eingeschränkt.
-
Es kann zu Konflikten zwischen den Partnern kommen.
-
Know-how kann an den Partner abfließen.
-
Gewinne müssen geteilt werden.
-
Unterschiedliche Ziele der Partner können Probleme verursachen.
Kurz gesagt:
Ein Joint Venture ist eine enge Zusammenarbeit rechtlich selbstständiger Unternehmen für ein gemeinsames wirtschaftliches Ziel. Die Partner teilen Chancen, Risiken, Kosten und Entscheidungen.
Was bedeutet Kapazitätswirtschaft, welche Kapazitätsarten gibt es und was kann ein Unternehmen bei Engpässen tun?
Antwort:
Kapazitätswirtschaft bedeutet, dass ein Unternehmen seine vorhandenen Leistungsmöglichkeiten plant, steuert und überwacht.
Es geht also darum, ob genügend Mitarbeiter, Maschinen, Material und Platz vorhanden sind, um die geplanten Aufträge zu erfüllen.
Kapazität bedeutet allgemein:
Wie viel kann ein Unternehmen in einer bestimmten Zeit leisten?
Wichtige Kapazitätsarten sind:
Personalkapazität:
Das ist die verfügbare Arbeitsleistung der Mitarbeiter.
Beispiel:
-
Wie viele Mitarbeiter sind da?
-
Wie viele Stunden können sie arbeiten?
-
Welche Qualifikationen haben sie?
Maschinenkapazität:
Das ist die verfügbare Laufzeit oder Leistung der Maschinen.
Beispiel:
-
Wie viele Stunden kann eine Maschine pro Tag laufen?
-
Gibt es Wartungen oder Ausfälle?
-
Reicht die Maschinenleistung für die Aufträge aus?
Materialkapazität:
Hier geht es darum, ob genügend Material, Rohstoffe, Bauteile oder Hilfsstoffe vorhanden sind.
Beispiel:
Sind genug Stahl, Schrauben, Bleche oder elektronische Bauteile vorhanden?
Raum- oder Platzkapazität:
Hier geht es um verfügbare Fläche für Produktion, Lagerung oder Montage.
Beispiel:
-
Ist genug Lagerplatz vorhanden?
-
Reicht die Produktionsfläche aus?
-
Gibt es genug Arbeitsplätze?
Ein Engpass entsteht, wenn eine Kapazität nicht ausreicht.
Beispiele:
-
Zu wenig Mitarbeiter
-
Zu wenige Maschinen
-
Material fehlt
-
Lagerplatz reicht nicht aus
-
Lieferant liefert zu spät
-
Eine Maschine fällt aus
Bei Engpässen kann ein Unternehmen verschiedene Maßnahmen ergreifen.
Maßnahmen bei Mitarbeiterengpässen:
-
Überstunden anordnen
-
Schichtarbeit erweitern
-
Mitarbeiter aus anderen Abteilungen einsetzen
-
Mitarbeiter schulen oder umqualifizieren
-
Zeitarbeitskräfte einsetzen
-
Subunternehmer beauftragen
-
Aufträge priorisieren
-
Urlaubssperren prüfen, falls rechtlich und betrieblich möglich
Wenn speziell nach Zeitarbeitsfirmen gefragt wird:
Eine Zeitarbeitsfirma stellt dem Unternehmen vorübergehend Arbeitskräfte zur Verfügung. Diese können zum Beispiel bei Auftragsspitzen, Krankheit oder saisonalen Schwankungen eingesetzt werden.
Beispiel:
Ein Unternehmen hat viele einfache Hilfsarbeiten in der Produktion oder im Lager. Dafür können kurzfristig Zeitarbeiter eingesetzt werden, um den Engpass zu überbrücken.
Vorteile von Zeitarbeit:
-
Schnelle Unterstützung
-
Flexibel einsetzbar
-
Gut bei Auftragsspitzen
-
Keine langfristige Bindung wie bei einer Neueinstellung
Nachteile von Zeitarbeit:
-
Höhere Kosten pro Stunde möglich
-
Einarbeitung notwendig
-
Geringere Betriebsbindung
-
Qualität und Erfahrung können unterschiedlich sein
Wenn nach Subunternehmern gefragt wird:
Ein Subunternehmer übernimmt bestimmte Arbeiten für das Unternehmen. Das kann sinnvoll sein, wenn intern Personal oder Fachwissen fehlt.
Beispiel:
Ein Metallbetrieb hat zu viele Montageaufträge. Ein Subunternehmer übernimmt einfache Vormontagearbeiten oder Hilfsarbeiten, damit die Termine eingehalten werden können.
Vorteile von Subunternehmern:
-
Entlastung bei Engpässen
-
Spezialwissen kann genutzt werden
-
Eigene Mitarbeiter werden entlastet
-
Termine können besser eingehalten werden
Nachteile von Subunternehmern:
-
Weniger direkte Kontrolle
-
Abhängigkeit vom externen Dienstleister
-
Qualitätsprobleme möglich
-
Abstimmungsaufwand steigt
-
Kosten müssen genau geprüft werden
Maßnahmen bei Maschinenengpässen:
-
Zusätzliche Schichten fahren
-
Wartungen besser planen
-
Maschinenlaufzeiten erhöhen
-
Aufträge auf andere Maschinen verlagern
-
Externe Fertigung nutzen
-
Neue Maschinen anschaffen
-
Leasingmaschine einsetzen
Maßnahmen bei Materialengpässen:
-
Bestände prüfen
-
Lieferanten kontaktieren
-
Ersatzlieferanten suchen
-
Sicherheitsbestand nutzen
-
Material rechtzeitig bestellen
-
Alternative Materialien prüfen
-
Priorität auf wichtige Aufträge legen
Maßnahmen bei Platzengpässen:
-
Lager optimieren
-
Fremdlager nutzen
-
Material schneller verbrauchen oder auslagern
-
Regale oder Lagertechnik verbessern
-
Produktionsfläche neu organisieren
-
Nicht benötigte Bestände abbauen
Kurz gesagt:
Kapazitätswirtschaft sorgt dafür, dass Mitarbeiter, Maschinen, Material und Platz zur richtigen Zeit in ausreichender Menge vorhanden sind. Bei Engpässen kann man zum Beispiel Überstunden, Zeitarbeit, Subunternehmer, Fremdfertigung, Ersatzlieferanten oder Fremdlagerung einsetzen.
Was sind Meldebestand und Sicherheitsbestand in der Lagerwirtschaft, und wie berechnet man sie an einem einfachen Beispiel?
Antwort:
In der Lagerwirtschaft geht es darum, dass ein Unternehmen genug Material auf Lager hat, damit die Produktion nicht stillsteht.
Gleichzeitig soll aber nicht zu viel Material gelagert werden, weil Lagerung Geld kostet und Kapital bindet.
Der Sicherheitsbestand ist eine Reserve im Lager.
Er soll verhindern, dass die Produktion stillsteht, wenn sich eine Lieferung verspätet oder mehr Material verbraucht wird als geplant.
Der Meldebestand ist der Lagerbestand, bei dem eine neue Bestellung ausgelöst werden soll.
Sobald der Meldebestand erreicht ist, muss nachbestellt werden.
Die übliche Formel lautet:
Meldebestand = Tagesverbrauch × Lieferzeit + Sicherheitsbestand
Beispiel aus der Prüfung:
-
Maximale Lagerkapazität: 45 t
-
Lieferzeit: 3 Tage
-
Verbrauch pro Tag: 5 t
Zuerst berechnet man den Verbrauch während der Lieferzeit:
3 Tage × 5 t pro Tag = 15 t
Das bedeutet:
Während der Lieferzeit werden 15 t verbraucht.
Wenn der Sicherheitsbestand 15 t beträgt, dann lautet die Rechnung:
Meldebestand = 15 t Verbrauch während der Lieferzeit + 15 t Sicherheitsbestand
Meldebestand = 30 t
Also:
-
Sicherheitsbestand = 15 t
-
Meldebestand = 30 t
Das bedeutet praktisch:
Wenn der Lagerbestand auf 30 t sinkt, wird neu bestellt.
Während der Lieferzeit werden noch 15 t verbraucht.
Dann bleiben am Ende noch 15 t Sicherheitsbestand übrig.
Diese 15 t dienen als Reserve, falls sich die Lieferung verspätet oder der Verbrauch höher ist.
Man kann sich das so vorstellen:
Bei 45 t ist das Lager voll.
Bei 30 t wird bestellt.
Während der 3 Tage Lieferzeit werden 15 t verbraucht.
Dann ist man bei 15 t Sicherheitsbestand.
Die neue Lieferung kommt, bevor das Lager leer ist.
Kurz gesagt:
Der Sicherheitsbestand ist die Reserve. Der Meldebestand ist der Punkt, an dem neu bestellt wird. In diesem Beispiel wird bei 30 t bestellt, damit trotz 3 Tagen Lieferzeit noch 15 t Reserve übrig bleiben.
IHK Bremen MEP BWH
IHK Bremen 08.2023
Corporate idendity,
Aufbau einer Bilanz,
Bischen Unternehmensformen Organe AG und der GmbH, Personengesellschaften,
KLR Rechnung,Kostenarten, Kostenstellen,Kostenträgerrechnung,Zuschlagskalkulation,
aus welchen Punkten diese bestehen
und Abschließend Äquivalenzziffernkalkulation warum wofür und wie.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Was versteht man unter Corporate Identity?
-Wie ist eine Bilanz aufgebaut?
-Nennen Sie die klassischen Unternehmensformen.
-Welche Organe hat eine GmbH?
-Welche Organe hat eine AG?
-Nennen Sie wesentliche Merkmale von Personengesellschaften.
-Was ist die Kostenartenrechnung?
-Wozu dient die Kostenstellenrechnung?
-Was ist die Kostenträgerrechnung?
-Woraus besteht eine Zuschlagskalkulation?
-Wofür verwendet man die Äquivalenzziffernkalkulation?
-Warum verwendet man Äquivalenzziffern?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was versteht man unter Corporate Identity?
Antwort:
Corporate Identity beschreibt das einheitliche und ganzheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens.
Es umfasst alle Maßnahmen, mit denen sich ein Unternehmen nach innen und außen konsistent darstellt.
Die CI besteht aus drei zentralen Bausteinen:
-
Corporate Design (CD)
Das visuelle Erscheinungsbild – Logos, Farben, Schriftarten, Verpackungen, Arbeitskleidung. -
Corporate Communication (CC)
Die gesamte Unternehmenskommunikation – Werbung, Social Media, Pressearbeit, Kundenservice. -
Corporate Behaviour (CB)
Das Verhalten gegenüber Kunden, Mitarbeitenden und Partnern – Führungsstil, Serviceverhalten, Unternehmenswerte.
Ziel:
Wiedererkennbarkeit, Vertrauen, klare Identität am Markt.
Wie ist eine Bilanz aufgebaut?
Antwort:
Die Bilanz besteht aus Aktiva und Passiva und zeigt den Stand des Vermögens und des Kapitals zu einem bestimmten Stichtag.
Aktiva = Mittelverwendung
„Wie wurde das Kapital eingesetzt?“
1. Anlagevermögen
-
Maschinen
-
Gebäude
-
Fuhrpark
-
Immaterielle Werte
2. Umlaufvermögen
-
Vorräte
-
Forderungen
-
Bank
-
Kasse
Gliederung: nach Liquidität.
Passiva = Mittelherkunft
„Woher stammt das Kapital?“
1. Eigenkapital
-
Gezeichnetes Kapital
-
Rücklagen
-
Jahresüberschuss
2. Fremdkapital
-
Bankdarlehen
-
Verbindlichkeiten
-
Rückstellungen
Gliederung: nach Fälligkeit.
Nennen Sie die klassischen Unternehmensformen.
Antwort:
-
Einzelunternehmen
-
GbR
-
OHG
-
KG
-
GmbH
-
UG (haftungsbeschränkt)
-
GmbH & Co. KG
-
AG
Welche Organe hat eine GmbH?
Antwort:
Die Organe sind:
-
Gesellschafterversammlung – oberstes Organ, trifft Grundsatzentscheidungen
-
Geschäftsführer – leitet das Unternehmen
-
(Optional) Aufsichtsrat – nur nötig, wenn über 500 Mitarbeiter
Welche Organe hat eine AG?
Antwort:
-
Hauptversammlung – die Aktionäre, wählen den Aufsichtsrat
-
Aufsichtsrat – überwacht den Vorstand
-
Vorstand – führt das Unternehmen selbstständig
Klare Trennung zwischen „Besitz“ (Aktionäre) und „Leitung“ (Vorstand).
Nennen Sie wesentliche Merkmale von Personengesellschaften.
Antwort:
-
Persönliche Haftung der Gesellschafter
-
Keine Mindestkapitalvorschriften
-
Hohe Flexibilität
-
Gewinnverteilung meist nach Köpfen oder Vertrag
Was ist die Kostenartenrechnung?
Antwort:
Die Kostenartenrechnung beantwortet die Frage:
„Welche Kosten sind angefallen?“
Sie gliedert alle Kosten systematisch, z. B.:
-
Materialkosten
-
Personalkosten
-
Abschreibungen
-
Steuern
-
Energiekosten
Sie ist die erste Stufe der KLR.
Wozu dient die Kostenstellenrechnung?
Antwort:
Die Kostenstellenrechnung verteilt die Gemeinkosten auf die Bereiche, in denen sie entstanden sind.
Frage:
„Wo sind die Kosten angefallen?“
Typische Kostenstellen:
-
Material
-
Fertigung
-
Verwaltung
-
Vertrieb
Ziel: Kontrolle & verursachungsgerechte Zuordnung.
Was ist die Kostenträgerrechnung?
Antwort:
Die Kostenträgerrechnung beantwortet:
„Wofür sind die Kosten angefallen?“
Typische Kostenträger: Produkte, Aufträge, Dienstleistungen.
Sie kann erfolgen als:
-
Kostenträgerstückrechnung (Selbstkosten pro Stück)
-
Kostenträgerzeitrechnung (erfolgsorientiert, pro Periode)
Woraus besteht eine Zuschlagskalkulation?
Antwort:
Die Zuschlagskalkulation berechnet die Selbstkosten eines Produktes.
Aufbau:
-
Materialeinzelkosten
-
+ Materialgemeinkosten (MGK)
-
= Materialkosten
-
Fertigungseinzelkosten (Löhne)
-
+ Fertigungsgemeinkosten (FGK)
-
+ Sondereinzelkosten Fertigung (SEKF)
-
= Herstellkosten
-
+ Verwaltungsgemeinkosten (VwGK)
-
+ Vertriebsgemeinkosten (VtGK)
-
= Selbstkosten
-
+ Gewinnzuschlag
-
= Barverkaufspreis
-
Bei der Vorwärtsrechnung ab hier wichtig: nicht mehr mit 100 % rechnen!
-
+ Skonto
-
+Provision
-
= Zielverkaufspreis
-
+ Rabatt
-
= Listenverkaufspreis (netto)
Wofür verwendet man die Äquivalenzziffernkalkulation?
Antwort:
Sie dient zur Kostenverteilung, wenn mehrere Produkte ähnlich hergestellt werden, aber unterschiedliche Schwierigkeiten / Materialmengen / Bearbeitungszeiten haben.
Beispiel:
Kleiner Tisch, mittlerer Tisch, großer Tisch.
Warum verwendet man Äquivalenzziffern?
Antwort:
Weil die Produkte zwar ähnlich sind, aber unterschiedlich aufwendig.
Die Äquivalenzziffer beschreibt den Kostenfaktor eines Produkts im Verhältnis zu einem Grundprodukt.
Beispiel:
Produkt A = 1.0
Produkt B = 1.5 (50 % aufwändiger)
Produkt C = 2.0 (doppelt so aufwendig)
IHK Dortmund MEP BWH
IHK Dortmund 02.2026
Industriemesiter Chemie
Hab 39 Punkte in der Schriftlichen gehabt. habe zum Glück bestanden.
Themenübersicht – Unternehmensformen & Wirtschaft:
Unternehmensformen (Überblick)
Drei Grundtypen von Unternehmen
Unterschiede zwischen AG, GmbH und Einzelunternehmen
Haftung, Kapital und Geschäftsführung
GmbH & Co. KG
Was ist eine GmbH & Co. KG?
Aufbau und Besonderheiten
Vor- und Nachteile
e.K. (eingetragener Kaufmann)
Was ist ein e.K.?
Rechte und Pflichten
Unterschied zum normalen Einzelunternehmen
Haftung
KVP und BVW
KVP: Kontinuierlicher Verbesserungsprozess – Bedeutung und Ziel
BVW: Betriebliches Vorschlagswesen – Nutzen für Unternehmen und Mitarbeiter
Unternehmenszusammenschlüsse
Horizontale Zusammenschlüsse
Vertikale Zusammenschlüsse
Ziele und Auswirkungen hier einfügen zusätzlich bitte noch den bestllpunktverfshren Bestellpunktverfahren: Zeitpunkt variabel, Menge fest
Bestellrhythmusverfahren: Zeitpunkt fest, Menge variabel
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Welche Unternehmensformen gibt es und wie unterscheiden sich Einzelunternehmen, GmbH und AG in Haftung, Kapital und Geschäftsführung?
- Was ist eine GmbH & Co. KG, wie ist sie aufgebaut und welche Vor- und Nachteile hat sie?
- Was ist ein eingetragener Kaufmann, welche Rechte und Pflichten hat er und wie unterscheidet er sich vom normalen Einzelunternehmen?
- Was bedeuten KVP und BVW, welche Ziele haben sie und welchen Nutzen haben Unternehmen und Mitarbeiter davon?
- Welche Unternehmenszusammenschlüsse gibt es, und was ist der Unterschied zwischen horizontalen und vertikalen Zusammenschlüssen?
- Was ist der Unterschied zwischen Bestellpunktverfahren und Bestellrhythmusverfahren?
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Unternehmensformen gibt es und wie unterscheiden sich Einzelunternehmen, GmbH und AG in Haftung, Kapital und Geschäftsführung?
Antwort:
Es gibt verschiedene Unternehmensformen. Man kann sie grob in drei Grundtypen einteilen:
-
Einzelunternehmen
-
Personengesellschaften
-
Kapitalgesellschaften
Beim Einzelunternehmen gehört das Unternehmen einer einzelnen Person. Die Gründung ist relativ einfach und es ist kein Mindestkapital vorgeschrieben. Der Unternehmer entscheidet allein und führt das Unternehmen selbst.
Der große Nachteil ist die Haftung. Der Einzelunternehmer haftet grundsätzlich unbeschränkt, also auch mit seinem Privatvermögen.
Beispiel:
Ein selbstständiger Handwerker betreibt seinen Betrieb allein. Macht der Betrieb Schulden, kann im schlimmsten Fall auch sein privates Vermögen betroffen sein.
Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft. GmbH bedeutet Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Wichtige Merkmale der GmbH:
-
Mindeststammkapital: 25.000 Euro
-
mindestens 12.500 Euro müssen bei Gründung eingezahlt werden
-
notarieller Gesellschaftsvertrag
-
Eintragung ins Handelsregister
-
Geschäftsführung durch einen oder mehrere Geschäftsführer
-
Haftung grundsätzlich mit dem Gesellschaftsvermögen
Die Gesellschafter haften normalerweise nicht mit ihrem privaten Vermögen. Die GmbH ist eine juristische Person und kann selbst Verträge abschließen, Eigentum besitzen, klagen und verklagt werden.
Die AG ist ebenfalls eine Kapitalgesellschaft. AG bedeutet Aktiengesellschaft.
Wichtige Merkmale der AG:
-
Grundkapital: 50.000 Euro
-
Kapital ist in Aktien aufgeteilt
-
Eigentümer sind die Aktionäre
-
Geschäftsführung durch den Vorstand
-
Kontrolle durch den Aufsichtsrat
-
wichtige Entscheidungen durch die Hauptversammlung
-
Haftung grundsätzlich mit dem Gesellschaftsvermögen
Die AG eignet sich besonders für größere Unternehmen, weil sie leichter Kapital über Aktien beschaffen kann.
Kurz gesagt:
Das Einzelunternehmen ist einfach zu gründen, hat aber persönliche Haftung. Die GmbH bietet beschränkte Haftung und eignet sich gut für kleinere und mittlere Unternehmen. Die AG ist stärker auf große Kapitalbeschaffung und viele Anteilseigner ausgelegt.
Was ist eine GmbH & Co. KG, wie ist sie aufgebaut und welche Vor- und Nachteile hat sie?
Antwort:
Die GmbH & Co. KG ist eine besondere Form der Kommanditgesellschaft.
Sie besteht aus zwei Elementen:
KG
Das ist die Kommanditgesellschaft.
GmbH
Diese übernimmt die Rolle des persönlich haftenden Gesellschafters.
Bei einer normalen KG gibt es:
Komplementär
Der Komplementär haftet persönlich und unbeschränkt.
Kommanditist
Der Kommanditist haftet nur mit seiner Einlage.
Bei der GmbH & Co. KG ist der Komplementär aber keine natürliche Person, sondern eine GmbH.
Das bedeutet:
Die GmbH ist der persönlich haftende Gesellschafter. Da die GmbH selbst aber nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen haftet, wird die persönliche Haftung natürlicher Personen begrenzt.
Der Aufbau sieht vereinfacht so aus:
-
Die KG betreibt das eigentliche Unternehmen.
-
Die GmbH ist Komplementärin der KG.
-
Die Kommanditisten bringen Kapital ein.
-
Die Geschäftsführung erfolgt meistens über die GmbH beziehungsweise deren Geschäftsführer.
Vorteile der GmbH & Co. KG:
-
beschränkte Haftung für die beteiligten Personen
-
flexible Gestaltung wie bei einer Personengesellschaft
-
gut geeignet für Familienunternehmen
-
Kapital kann durch Kommanditisten eingebracht werden
-
persönliche Haftung natürlicher Personen wird vermieden
-
Nachfolge kann besser geregelt werden
Nachteile der GmbH & Co. KG:
-
komplizierter Aufbau
-
höherer Gründungsaufwand
-
höhere Kosten
-
zwei Gesellschaften müssen verwaltet werden
-
mehr Buchführung und Formalitäten
-
für Anfänger schwerer zu verstehen als Einzelunternehmen oder GmbH
Kurz gesagt:
Die GmbH & Co. KG ist eine KG, bei der eine GmbH die Rolle des persönlich haftenden Gesellschafters übernimmt. Dadurch verbindet man die Flexibilität einer KG mit der Haftungsbegrenzung einer GmbH.
Was ist ein eingetragener Kaufmann, welche Rechte und Pflichten hat er und wie unterscheidet er sich vom normalen Einzelunternehmen?
Antwort:
Ein eingetragener Kaufmann, kurz e.K., ist ein Einzelunternehmer, der im Handelsregister eingetragen ist.
Der e.K. betreibt ein Handelsgewerbe und tritt mit einer Firma auf.
Beispiel:
-
Müller Maschinenhandel e.K.
-
Schneider Logistik e.K.
-
Kaya Chemiebedarf e.K.
Der e.K. bleibt aber trotzdem eine einzelne natürliche Person. Es entsteht keine eigene juristische Person wie bei einer GmbH.
Wichtige Merkmale:
-
Der e.K. ist im Handelsregister eingetragen.
-
Er darf eine Firma führen.
-
Er betreibt ein Handelsgewerbe.
-
Er ist Kaufmann im Sinne des HGB.
-
Er haftet persönlich und unbeschränkt.
Rechte eines e.K.:
-
Er darf unter seiner Firma auftreten.
-
Er kann Verträge im Namen seines Unternehmens abschließen.
-
Er kann Prokura erteilen.
-
Er kann kaufmännische Handelsgeschäfte durchführen.
-
Er kann im Handelsregister sichtbar als Kaufmann auftreten.
Pflichten eines e.K.:
-
ordnungsgemäße Buchführung
-
Erstellung von Jahresabschluss
-
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen
-
Einhaltung handelsrechtlicher Vorschriften
-
Eintragung ins Handelsregister
-
gegebenenfalls Bilanzierungspflicht
Der Unterschied zum normalen Einzelunternehmen:
Ein normales kleines Einzelunternehmen muss nicht immer im Handelsregister eingetragen sein. Es kann einfacher organisiert sein.
Ein e.K. ist dagegen kaufmännisch organisiert und im Handelsregister eingetragen. Dadurch wirkt er nach außen professioneller, hat aber auch mehr Pflichten.
Wichtig ist die Haftung:
Der e.K. haftet mit dem Geschäftsvermögen und mit seinem Privatvermögen. Die Haftung ist also nicht beschränkt.
Kurz gesagt:
Ein e.K. ist ein im Handelsregister eingetragener Einzelunternehmer. Er wirkt kaufmännischer und professioneller, hat aber mehr Pflichten und haftet weiterhin persönlich und unbeschränkt.
Was bedeuten KVP und BVW, welche Ziele haben sie und welchen Nutzen haben Unternehmen und Mitarbeiter davon?
Antwort:
KVP bedeutet Kontinuierlicher Verbesserungsprozess.
Damit ist gemeint, dass Abläufe, Qualität, Sicherheit, Kosten und Arbeitsplätze dauerhaft verbessert werden sollen.
Es geht nicht um eine einmalige große Veränderung, sondern um viele kleine Verbesserungen im Alltag.
Ziele von KVP sind:
-
Fehler vermeiden
-
Qualität verbessern
-
Kosten senken
-
Arbeitsabläufe vereinfachen
-
Verschwendung reduzieren
-
Sicherheit erhöhen
-
Mitarbeiter einbeziehen
-
Produktivität steigern
Beispiele für KVP:
-
Werkzeuge werden besser angeordnet.
-
Laufwege werden verkürzt.
-
Material wird übersichtlicher gelagert.
-
Fehlerquellen werden beseitigt.
-
Arbeitsplätze werden ergonomischer gestaltet.
-
Prüfschritte werden verbessert.
-
Ausschuss wird reduziert.
Beispiel aus der Chemie:
Ein Mitarbeiter merkt, dass bei einem Abfüllprozess regelmäßig Material verschüttet wird. Durch eine bessere Führung des Schlauchs oder eine andere Halterung wird der Verlust reduziert. Das spart Material, Zeit und Reinigungskosten.
BVW bedeutet Betriebliches Vorschlagswesen.
Dabei können Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge einreichen. Das Unternehmen prüft diese Vorschläge und setzt sinnvolle Ideen um.
Wenn ein Vorschlag dem Unternehmen Nutzen bringt, kann der Mitarbeiter dafür eine Prämie oder Anerkennung erhalten.
Nutzen für das Unternehmen:
-
mehr Verbesserungsideen
-
weniger Fehler
-
geringere Kosten
-
bessere Qualität
-
höhere Sicherheit
-
bessere Nutzung der Erfahrung der Mitarbeiter
Nutzen für die Mitarbeiter:
-
sie werden ernst genommen
-
sie können ihren Arbeitsplatz mitgestalten
-
Motivation steigt
-
Anerkennung oder Prämie möglich
-
Arbeitsbedingungen können besser werden
Der Unterschied:
KVP ist der dauerhafte Verbesserungsprozess im Unternehmen.
BVW ist ein System, bei dem Mitarbeiter konkrete Verbesserungsvorschläge einreichen können.
Kurz gesagt:
KVP bedeutet ständige Verbesserung. BVW bedeutet, dass Mitarbeiter eigene Verbesserungsideen offiziell einreichen können.
Welche Unternehmenszusammenschlüsse gibt es, und was ist der Unterschied zwischen horizontalen und vertikalen Zusammenschlüssen?
Antwort:
Unternehmenszusammenschlüsse entstehen, wenn Unternehmen zusammenarbeiten oder sich wirtschaftlich stärker verbinden.
Ziele können sein:
-
Kosten senken
-
Marktmacht erhöhen
-
Einkauf verbessern
-
Absatz sichern
-
Produktion optimieren
-
Risiken verteilen
-
Know-how nutzen
-
Wettbewerbsvorteile erzielen
Ein horizontaler Zusammenschluss liegt vor, wenn sich Unternehmen der gleichen Produktions- oder Wirtschaftsstufe zusammenschließen.
Beispiel:
-
Zwei Chemieunternehmen schließen sich zusammen.
-
Zwei Speditionen arbeiten zusammen.
-
Zwei Maschinenbauer fusionieren.
-
Zwei Bäckereien schließen sich zusammen.
Sie stehen also auf derselben Stufe und machen ähnliche Dinge.
Mögliche Ziele:
-
mehr Marktmacht
-
weniger Konkurrenz
-
größere Produktionsmengen
-
bessere Auslastung
-
Kostenersparnis
-
stärkere Marktposition
Ein vertikaler Zusammenschluss liegt vor, wenn sich Unternehmen unterschiedlicher Produktions- oder Handelsstufen zusammenschließen.
Beispiel:
-
Ein Hersteller übernimmt einen Lieferanten.
-
Ein Produzent übernimmt einen Händler.
-
Ein Chemiebetrieb beteiligt sich an einem Rohstofflieferanten.
-
Ein Lebensmittelhersteller übernimmt eine Verpackungsfirma.
-
Hier werden also vor- oder nachgelagerte Stufen verbunden.
Mögliche Ziele:
-
Lieferkette sichern
-
Abhängigkeit von Lieferanten verringern
-
Absatzwege sichern
-
Kosten senken
-
Qualität besser kontrollieren
-
Planungssicherheit erhöhen
Auswirkungen von Zusammenschlüssen:
-
Unternehmen können stärker und wirtschaftlicher werden.
-
Es kann aber auch weniger Wettbewerb entstehen.
-
Kleinere Unternehmen können verdrängt werden.
-
Entscheidungswege können komplizierter werden.
-
Mitarbeiter können von Umstrukturierungen betroffen sein.
Kurz gesagt:
Horizontal bedeutet: gleiche Wirtschaftsstufe.
Vertikal bedeutet: vor- oder nachgelagerte Wirtschaftsstufe.
Was ist der Unterschied zwischen Bestellpunktverfahren und Bestellrhythmusverfahren?
Antwort:
Das Bestellpunktverfahren und das Bestellrhythmusverfahren sind Verfahren der Materialbeschaffung.
Sie helfen dem Unternehmen, rechtzeitig Material nachzubestellen.
Beim Bestellpunktverfahren ist die Bestellmenge fest, aber der Bestellzeitpunkt ist variabel.
Das bedeutet:
Es wird immer dann bestellt, wenn ein bestimmter Lagerbestand erreicht ist. Dieser Lagerbestand heißt Meldebestand.
Die Formel lautet häufig:
Meldebestand = Tagesverbrauch × Lieferzeit + Sicherheitsbestand
Beispiel:
-
Ein Unternehmen verbraucht jeden Tag 10 kg Material.
-
Die Lieferzeit beträgt 5 Tage.
-
Der Sicherheitsbestand beträgt 30 kg.
Meldebestand:
10 × 5 + 30 = 80 kg
Wenn der Lagerbestand auf 80 kg sinkt, wird neu bestellt.
Merkmale des Bestellpunktverfahrens:
-
Bestellzeitpunkt ist variabel
-
Bestellmenge ist meistens fest
-
Bestellung erfolgt beim Erreichen des Meldebestands
-
gut geeignet bei schwankendem Verbrauch
-
Lagerbestand muss laufend überwacht werden
Beim Bestellrhythmusverfahren ist der Bestellzeitpunkt fest, aber die Bestellmenge ist variabel.
Das bedeutet:
Es wird in festen Zeitabständen bestellt, zum Beispiel jeden Montag, alle zwei Wochen oder einmal im Monat.
Die Menge richtet sich danach, wie viel seit der letzten Bestellung verbraucht wurde.
Beispiel:
-
Ein Unternehmen bestellt jeden Freitag Material nach.
-
Wenn viel verbraucht wurde, wird viel bestellt.
-
Wenn wenig verbraucht wurde, wird weniger bestellt.
Merkmale des Bestellrhythmusverfahrens:
-
Bestellzeitpunkt ist fest
-
Bestellmenge ist variabel
-
Bestellung erfolgt regelmäßig
-
einfach planbar
-
geeignet bei regelmäßigem Beschaffungsablauf
Der Unterschied:
Beim Bestellpunktverfahren fragt man:
Wann ist der Meldebestand erreicht? Dann bestellen wir.
Beim Bestellrhythmusverfahren fragt man:
Wann ist der feste Bestelltermin? Dann bestellen wir die fehlende Menge.
Kurz gesagt:
Bestellpunktverfahren: Zeitpunkt variabel, Menge fest.
Bestellrhythmusverfahren: Zeitpunkt fest, Menge variabel.
IHK Duisburg (Niederrhein) MEP BWH
IHK Niederrhein (Duisburg), August 2024
Zuerst wurde ich nach den Unternehmensformen gefragt. Anschließend ging es darum, was eine AG und eine GmbH sind und sollte die jeweiligen Glieder benennen.
Weitere Fragen waren: Wer entscheidet, was in einer AG passiert? Was ist eine Dividende und wer entscheidet, wie hoch sie ist?
Ich sollte ebenfalls den BEP erklären und aufzeichnen.
Die letzte Frage bezog sich darauf, welche Kosten beim Maschinenstundensatz wichtig sind.
Die Prüfer bei der IHK in Duisburg sind sehr nett und hilfsbereit. Trotz totalem Blackout haben sie mir sehr geholfen und mich unterstützt.
Ich habe bestanden
Ich hoffe, das ich damit weiterhelfen kann.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Welche grundsätzlichen Unternehmensformen gibt es?
-Was ist eine GmbH, und welche Organe hat sie?
-Was ist eine AG und welche Organe hat sie?
-Wer entscheidet, was in einer AG passiert?
-Was ist eine Dividende und wer entscheidet über ihre Höhe?
-Erklären Sie den Break-Even-Point und zeichnen Sie ihn grob.
-Welche Kosten werden für den Maschinenstundensatz berücksichtigt?
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche grundsätzlichen Unternehmensformen gibt es?
Antwort:
-
Einzelunternehmen
-
Personengesellschaften
-
GbR
-
OHG
-
KG
-
-
Kapitalgesellschaften
-
GmbH
-
UG (haftungsbeschränkt)
-
AG
-
-
Sonderform
-
eG
-
KGaA
-
GmbH & Co. KG
-
Merksatz:
Zuerst Einzelunternehmen → dann Personenformen → dann Kapitalformen.
Was ist eine GmbH, und welche Organe hat sie?
Antwort:
Eine GmbH ist eine Kapitalgesellschaft mit haftungsbeschränktem Kapital von mindestens 25.000 €.
Sie haftet ausschließlich mit dem Gesellschaftsvermögen.
Organe der GmbH:
-
Gesellschafterversammlung
-
oberstes Organ
-
entscheidet über grundlegende Angelegenheiten (z. B. Geschäftsführerbestellung)
-
-
Geschäftsführer
-
leiten das operative Geschäft
-
vertreten die GmbH nach außen
-
-
Aufsichtsrat (optional)
-
nur Pflicht ab 500 Mitarbeitern
-
Was ist eine AG und welche Organe hat sie?
Antwort:
Eine AG ist eine Kapitalgesellschaft, deren Grundkapital in Aktien zerlegt ist.
Organe der AG:
-
Hauptversammlung
-
Aktionäre
-
wählen den Aufsichtsrat
-
entscheiden über Gewinnverwendung und Satzungsänderungen
-
-
Aufsichtsrat
-
überwacht den Vorstand
-
bestellt und entlässt den Vorstand
-
-
Vorstand
-
führt das Unternehmen unabhängig
-
vertritt die AG außenwirksam
-
Wer entscheidet, was in einer AG passiert?
Antwort:
Es kommt darauf an, welche Entscheidungsebene gemeint ist:
-
Operatives Geschäft → Vorstand
-
Überwachung & Kontrolle → Aufsichtsrat
-
Grundsatzentscheidungen → Hauptversammlung
(z. B. Satzungsänderungen, Verwendung des Jahresüberschusses, Kapitalerhöhung)
Kurz:
Vorstand führt, Aufsichtsrat kontrolliert, Hauptversammlung entscheidet Grundsätzliches.
Was ist eine Dividende und wer entscheidet über ihre Höhe?
Antwort:
Die Dividende ist der Gewinnanteil, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird.
Die Höhe wird so beschlossen:
-
Der Vorstand schlägt eine Dividende vor.
-
Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag zu.
-
Die Hauptversammlung entscheidet endgültig.
Antwort in der Prüfung kurz:
„Die Dividende ist der Gewinnanteil der Aktionäre. Der Vorstand schlägt sie vor, der Aufsichtsrat bestätigt sie und die Hauptversammlung entscheidet.“
Erklären Sie den Break-Even-Point und zeichnen Sie ihn grob.
Antwort:
Der Break-Even-Point ist die Gewinnschwelle, also der Punkt, an dem Erlöse und Kosten gleich hoch sind.
Ab dieser Menge macht das Unternehmen Gewinn.
Formel:
BEP= Fixkosten______
Preis−variable Kosten
Grafik grob beschrieben:
-
X-Achse: Menge
-
Y-Achse: Kosten/Erlöse
-
Fixkosten = waagerechte Linie
-
Gesamtkosten = ansteigende Linie (Fixkosten + variable Kosten)
-
Erlöslinie steigt steiler an
-
Schnittpunkt = Break-Even-Point
Welche Kosten werden für den Maschinenstundensatz berücksichtigt?
Antwort:
Der Maschinenstundensatz setzt sich aus allen maschinennahen Kosten zusammen:
1. Maschinenabhängige Fixkosten:
-
Abschreibung der Maschine
-
Zinsen (Kalkulatorische Zinsen)
-
Raumkosten (anteilig)
-
Wartung & Instandhaltung
-
Versicherungen
2. Maschinenabhängige variable Kosten:
-
Energiekosten (Strom, Öl, Gas)
-
Schmierstoffe
-
Betriebsstoffe
-
Werkzeugverschleiß (wenn maschinengebunden)
Nicht enthalten: Arbeitslohn des Maschinenbedieners → gehört zur Fertigung.

IHK Duisburg 02.2025
welche Unternehmensformen kenne ich und welchen Hauptunterschied gibt es. Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft war da gefragt. Ich musste dann je ein paar aufzählen und ihre Besonderheit erklären. Haftung usw. Besonders hier war die UG gefragt. Zum Schluss musste ich den breakeven-Point Anzeichen+ Gewinn und Verlustzone und erklären. Was sind Fixkosten, was sind variable Kosten, Gemeinkosten.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Welche grundsätzlichen Unternehmensformen gibt es?
-Was ist der Hauptunterschied zwischen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften?
-Erklären Sie die Haftung und Besonderheiten von Unternehmensformen wie GbR, OHG, KG, GmbH und AG
-Was ist eine UG und was ist das Besondere an ihr?
-Erklären Sie den Break-Even-Point.
-Zeichnen oder beschreiben Sie den Break-Even-Point.
-Was sind Fixkosten?
-Was sind variable Kosten?
-Was sind Gemeinkosten?
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche grundsätzlichen Unternehmensformen gibt es?
Antwort:
-
Einzelunternehmen
-
Personengesellschaften
-
GbR
-
OHG
-
KG
-
-
Kapitalgesellschaften
-
GmbH
-
UG (haftungsbeschränkt)
-
AG
-
-
Sonderform
-
eG
-
KGaA
-
GmbH & Co. KG
-
Merksatz:
Zuerst Einzelunternehmen → dann Personenformen → dann Kapitalformen.
Was ist der Hauptunterschied zwischen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften?
Antwort:
Personengesellschaften
-
stehen für den persönlichen Einsatz der Gesellschafter
-
keine Mindestkapitalvorschriften
-
Haftung: grundsätzlich unbeschränkt, persönlich und gesamtschuldnerisch
-
Beispiele: GbR, OHG, KG
Kapitalgesellschaften
-
stehen für kapitalbezogene Struktur
-
strenge gesetzliche Vorgaben, z. B. Mindestkapital
-
Haftung: beschränkt auf das Gesellschaftsvermögen
-
Beispiele: GmbH, UG, AG
Kurzform:
Personengesellschaft = persönliche Haftung
Kapitalgesellschaft = Haftungsbeschränkung
Erklären Sie die Haftung und Besonderheiten von Unternehmensformen wie GbR, OHG, KG, GmbH und AG
Antwort:
GbR – Gesellschaft bürgerlichen Rechts
Besonderheit: einfache Gründung, keine Eintragung.
Haftung: alle Gesellschafter unbeschränkt und gesamtschuldnerisch.
OHG – Offene Handelsgesellschaft
Besonderheit: typischerweise für Handelsbetriebe.
Haftung: alle Gesellschafter unbeschränkt, persönlich und mit Privatvermögen.
KG – Kommanditgesellschaft
Besonderheit: zwei Gesellschaftertypen:
-
Komplementär → haftet voll
-
Kommanditist → haftet nur mit Einlage
GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Besonderheit: Kapitalgesellschaft, Mindestkapital 25.000 €.
Haftung: nur mit dem Gesellschaftsvermögen (keine Privat-Haftung der Gesellschafter).
AG – Aktiengesellschaft
Besonderheit: Grundkapital in Aktien.
Haftung: beschränkt auf das Gesellschaftsvermögen.
Was ist eine UG und was ist das Besondere an ihr?
Antwort:
Die UG (haftungsbeschränkt) ist eine kleine Form der GmbH, oft „Mini-GmbH“ genannt.
Merkmale:
-
Mindestkapital: ab 1 Euro möglich
-
Pflicht zur Bildung einer Gewinnrücklage von 25 %, bis 25.000 € erreicht sind
-
danach kann sie in eine GmbH umgewandelt werden
Haftung:
-
ausschließlich mit dem Vermögen der UG
-
Privatvermögen der Gesellschafter ist geschützt
Warum beliebt?
-
geringe Einstiegshürde
-
sofortige Haftungsbegrenzung
Erklären Sie den Break-Even-Point.
Antwort:
Der Break-Even-Point ist die Gewinnschwelle – also die Menge, bei der Erlöse = Kosten sind.
Ab diesem Punkt arbeitet das Unternehmen gewinnbringend, darunter entsteht Verlust.
Zeichnen oder beschreiben Sie den Break-Even-Point.
Antwort:
Eine typische BEP-Grafik:
-
X-Achse: Absatzmenge
-
Y-Achse: Kosten & Erlöse
-
Fixkosten: waagerechte Linie
-
Gesamtkosten: steigende Linie (Fixkosten + variable Kosten)
-
Erlöslinie: steiler steigende Linie
-
Schnittpunkt Erlös/Gesamtkosten = Break-Even-Point
Links vom BEP: Verlustzone
Rechts vom BEP: Gewinnzone
Was sind Fixkosten?
Antwort:
Fixkosten sind mengenunabhängige Kosten, sie bleiben gleich – egal, wie viel produziert wird.
Beispiele: Miete, Abschreibungen, Gehälter der Verwaltung.
Was sind variable Kosten?
Antwort:
Variable Kosten ändern sich mit der Produktionsmenge.
Beispiele: Materialverbrauch, Stücklohn, Energieverbrauch in der Fertigung.
Was sind Gemeinkosten?
Antwort:
Gemeinkosten sind Kosten, die nicht direkt einem Produkt zugeordnet werden können.
Beispiele: Strom der Werkhalle, Lagerkosten, Gehalt der Buchhaltung.
Sie müssen über Schlüssel / Zuschlagssätze verteilt werden.

IHK Düsseldorf MEP BWH
IHK Düsseldorf 15.08.2023
Listenverkaufspreis am Whiteboard mit vorgegeben Daten vorrechnen.
Sollte es bei euch dran kommen , denkt ab Barverkaufspreis da dran nicht mehr mit 100% zu Rechnen, ich war angeblich der erste der es richtig gemacht hat . Formelsammlung war gegeben , Taschenrechner hatte ich dabei.
Aufbau einer Bilanz mit Aktiva/Passiva Anlagevermögen/Umlaufvermögen Eigenkapital/Fremdkapital .
Fragen zu Aufbau und Ablauforganisation
Fragen zum Mindestbestand im Lager
Bin mit 46,75 Punkten rein und habe Bestanden
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Was muss man bei der Vorwärtsrechnung einer Listenverkaufspreis beachten?
-Erklären Sie den Bilanzaufbau.
-Erklären Sie den Unterschied zwischen Aufbau- und Ablauforganisation.
-Was ist der Mindestbestand, und warum braucht man ihn?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was muss man bei der Vorwärtsrechnung einer Listenverkaufspreis beachten?
Antwort:
Bei der Vorwärtsrechnung (also vom Barverkaufspreis zum Listenverkaufspreis) muss man beachten:
Sobald man vom Barverkaufspreis aus weiterrechnet, gilt er nicht mehr als 100 %. Man muss zuerst die Abzüge (Skonto und eventuell Rabatt) von den 100 % abziehen. Der verbleibende Prozentwert entspricht dann dem Barverkaufspreis.
Beispiel:
Barverkaufspreis = 200 €
Skonto = 5 %
Rabatt = 3 %
Barverkaufspreis = 100 % - 5 % - 3 % = 92 %
Das bedeutet unsere 200 € entsprechen 92 % und wir müssen mit dem Dreisatz ausrechnen wie viel davon sind 5 % und 3 %.
Barverkaufspreis = 200 €
Skonto = 200 x 5 : 92 = 10,87 €
Rabatt = 200 x 3 : 92 = 6,52 €
Zielverkaufspreis = 217,39 €
Bei Rabatt der gleiche Trick.
Zielverkaufspreis = 217,39 €
Rabatt = 15 %
Zielverkaufspreis = 100 % - 15 % = 85 %
Zielverkaufspreis = 217,39 €
Rabatt = 217,39 € x 15 : 85 = 38,36 €
Listeneinkaufspreis = 255,75 €
Notiz: Wird in jedem Listeneinkaufspreis Video von mir erklärt. Wer das nicht weiß ist kein richtiger BLH Fan ;-D.
Erklären Sie den Bilanzaufbau.
Antwort:
Die Bilanz besteht aus zwei Seiten, die sich immer entsprechen müssen (Bilanzgleichgewicht).
Aktiva = Mittelverwendung
„Wofür wurde das Kapital verwendet?“
-
Anlagevermögen
(Maschinen, Grundstücke, Fuhrpark, BGA) -
Umlaufvermögen
(Vorräte, Forderungen, Bank, Kasse)
Gliederung nach Liquidität.
Passiva = Mittelherkunft
„Woher stammt das Kapital?“
-
Eigenkapital
(Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Gewinnvortrag) -
Fremdkapital
(Bankkredite, Lieferantenverbindlichkeiten, Rückstellungen)
Gliederung nach Fälligkeit.
Erklären Sie den Unterschied zwischen Aufbau- und Ablauforganisation.
Antwort:
Aufbauorganisation
regelt die Struktur eines Unternehmens.
→ Wer macht was?
→ Hierarchie, Stellen, Abteilungen, Organigramm
→ statische Sicht
Ablauforganisation
regelt die Abläufe / Prozesse.
→ Wie läuft die Arbeit ab?
→ Reihenfolge, Zeiten, Wege, Schnittstellen
→ dynamische Sicht
Kurzform:
Aufbau = Struktur
Ablauf = Prozess
Was ist der Mindestbestand, und warum braucht man ihn?
Antwort:
Der Mindestbestand (Sicherheitsbestand) ist der niedrigste Lagerbestand, der nie unterschritten werden soll.
Warum?
-
Schutz vor Lieferverzögerungen
-
Schutz vor plötzlichem Mehrverbrauch
-
Sicherstellung der Produktionsfähigkeit
-
Vermeidung von Fehlmengenkosten
IHK Düsseldorf 02.2025
Prüfungsablauf:
3 Prüfer haben mich begrüßt fragten mich wo ich arbeite und welchen Hintergrund ich besitze (Handwerker)
Zum Anfang durfte ich ein Thema aussuchen: Entschied mich für Bilanz. (waren etwas verwundert) Also gingen die Fragen in Richtung Bilanz (Zweck Aufbau, Aktiva Passiva Anlagenvermögen Umlaufvermögen Fremdkapital eigenkapital.)
Beispiele für Aktiva Passiva nennen.
Abschreibung erklären
GuV(Gewinn und Verlust) erklären.
Breakevenpoint aufzeichnen und erklären.
Deckungsbeitrag einzeichnen + Formel
Zwischen Fragen waren an welchen Stellschrauben man drehen könnte um den Gewinn zu erhöhen
Konnte hier ableiten auf die Matrix Organisation Zweck Material Beschaffung -> Mengenrabatt
Organisationsformen mündlich erzählen
Einlinien Mehrlinien Stablinien Matrix Vor und Nachteile (Nur kurz und knapp)
Einige zwischen Fragen zu Abschreibungen.
Dann kam es zu Kosten Leistungsrechnung
kostenarten stellen und Träger erklären -> kurz in den BAB reingeflogen -> Gemeinkosten.
Kostenträger -> den Listenverkaufspreis Kalkulation erklären. Konnte ich aus dem Kopf fanden die sehr gut.
Dann war die Zeit auch schon vorbei und mit über 90 Punkten bestanden.
Gebraucht habe ich 82 Punkte.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Wofür braucht man eine Bilanz?
-Wie ist die Bilanz aufgebaut?
-Geben Sie Beispiele für Aktiva und Passiva.
-Erklären Sie, was eine Abschreibung ist.
-Was zeigt die GuV?
-Wie kann ein Unternehmen seinen Gewinn erhöhen?
-Erklären und zeichnen Sie den Break-even-Point.
-Erklären Sie die Organisationsformen und nennen Sie kurz Vor- und Nachteile.
-Was sind Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträger?
-Wie berechnet man den Listenverkaufspreis und worauf sollte man achten?
Lösungsvorschlag von BLH:
Wofür braucht man eine Bilanz?
Antwort:
Die Bilanz zeigt den Vermögensstand und die Kapitalstruktur eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag.
Sie beantwortet die Fragen:
-
Was besitzt das Unternehmen?
-
Wie wurde das alles finanziert?
Wie ist die Bilanz aufgebaut?
Antwort:
Eine Bilanz besteht aus zwei Seiten:
Aktiva (Mittelverwendung)
→ Wofür wurde das Geld ausgegeben?
-
Anlagevermögen (Maschinen, Gebäude, Fuhrpark, Patente)
-
Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen, Bank, Kasse)
Passiva (Mittelherkunft)
→ Woher kommt das Geld?
-
Eigenkapital (Einlagen, Rücklagen, Gewinne)
-
Fremdkapital (Bankkredite, Verbindlichkeiten, Rückstellungen)
Geben Sie Beispiele für Aktiva und Passiva.
Antwort:
Aktiva: Maschine, Lagervorräte, Kundenforderungen
Passiva: Eigenkapital, Lieferantenverbindlichkeiten, Darlehen
Erklären Sie, was eine Abschreibung ist.
Antwort:
Eine Abschreibung ist die planmäßige Wertminderung eines Vermögensgegenstands.
Sie verteilt die Anschaffungskosten gleichmäßig über die Nutzungsdauer und mindert gleichzeitig den Gewinn → Steuervorteile.
Was zeigt die GuV?
Antwort:
Die GuV zeigt, wie der Jahreserfolg entsteht, indem alle Erträge den Aufwendungen gegenübergestellt werden.
Ergebnis: Gewinn oder Verlust der Periode.
Wie kann ein Unternehmen seinen Gewinn erhöhen?
Antwort:
Einnahmen steigern:
-
Preise erhöhen
-
neue Kunden, neue Märkte
-
bessere Produktqualität
Kosten senken:
-
Mengenrabatte aushandeln
-
Prozesse effizienter gestalten
-
weniger Ausschuss
-
günstigere Einkaufskonditionen
-
bessere Materialplanung (Matrix-Organisation → bessere Beschaffung)
Erklären und zeichnen Sie den Break-even-Point.
Antwort:
Der BEP ist der Punkt, an dem Erlöse = Gesamtkosten sind.
Links davon Verlustzone, rechts davon Gewinnzone.
Formel:
BEP= Fixkosten / (Preis−variable Kosten)
Erklären Sie die Organisationsformen und nennen Sie kurz Vor- und Nachteile.
Antwort:
Einlinienorganisation
Vorteile: klare Wege, eindeutige Zuständigkeiten
Nachteile: lange Informationswege
Jeder Mitarbeiter hat genau einen Vorgesetzten.
Vorteile (klar erklärt):
-
Eindeutige Zuständigkeiten
Jeder weiß genau, wer Entscheidungen trifft. -
Klare Kommunikationswege
Befehle und Informationen laufen geradlinig nach oben und unten. -
Gute Übersichtlichkeit
Strukturen sind einfach und verständlich.
Nachteile (klar erklärt):
-
Lange Dienstwege
Informationen müssen immer die komplette Hierarchie durchlaufen. -
Überlastung der Führungskräfte
Weil alles über eine Linie läuft, muss der Chef viele Entscheidungen allein treffen. -
Unflexibel bei Änderungen
Da alles streng hierarchisch ist.
Mehrlinienorganisation
Vorteile: Spezialistenwege, Entlastung
Nachteile: Gefahr widersprüchlicher Anweisungen
Ein Mitarbeiter kann von mehreren Spezialisten / Vorgesetzten Anweisungen erhalten.
Vorteile:
-
Spezialistenvorteil
Mitarbeiter bekommen fachliche Anweisungen von Experten (z. B. Technik, Einkauf). -
Entlastung der Linienvorgesetzten
Der Chef muss nicht alle Fachthemen selbst können. -
Schnellere Entscheidungen
Man geht direkt zum Spezialisten statt über die gesamte Hierarchie.
Nachteile:
-
Konfliktgefahr
Zwei Vorgesetzte können unterschiedliche Anweisungen geben. -
Unklare Verantwortlichkeiten
Bei Fehlern ist nicht sofort klar, wer verantwortlich ist. -
Koordinationsaufwand höher
Man muss mehr Absprachen treffen.
Stablinienorganisation
Vorteile: Experten beraten, Entlastung der Führung
Nachteile: Stäbe haben keine Entscheidungskraft
Die normale Einlinienorganisation wird durch Stäbe (Berater) ergänzt, die beraten, aber keine Weisungsbefugnis haben.
Vorteile:
-
Fachliche Unterstützung für Führungskräfte
Stäbe übernehmen Analysen, Auswertungen, Vorbereitung von Entscheidungen. -
Entlastung der Führung
Der Chef kann sich auf Entscheidungen konzentrieren, nicht auf Details. -
Bessere Entscheidungen
Durch mehr Fachwissen in der Vorbereitung.
Nachteile:
-
Keine Entscheidungsmacht der Stäbe
Dadurch kann ihr Rat ignoriert werden. -
Eventuelle Konflikte mit Linienvorgesetzten
Wenn Stäbe Einfluss nehmen, fühlen sich Vorgesetzte manchmal "übergangen". -
Höhere Kosten
Stabsstellen sind zusätzliche Positionen.
Matrixorganisation
Vorteile: Flexibel, ideal bei mehreren Produkten/Projekten
Nachteile: Konflikte durch 2 Vorgesetzte möglich
Mitarbeiter haben zwei Vorgesetzte:
z. B. einen Produktleiter und einen Funktionsleiter (Einkauf, Technik, Vertrieb).
Vorteile:
-
Sehr flexibel
Perfekt für Unternehmen mit mehreren Produkten oder Projekten. -
Gute Nutzung von Fachwissen
Fachabteilungen können ihre Expertise in mehrere Projekte einbringen. -
Schnelle Entscheidungsfindung in Projekten
Da der Projektleiter direkt steuert.
Nachteile:
-
Konfliktpotential
Zwei Chefs können sich widersprechen. -
Hoher Abstimmungsaufwand
Viele Meetings nötig. -
Mitarbeiter fühlen sich manchmal „zerrissen“
weil sie unterschiedliche Prioritäten erfüllen sollen.
Was sind Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträger?
Kostenartenrechnung
→ Welche Kosten sind angefallen?
z. B. Material, Personal, Energie
Kostenstellenrechnung
→ Wo sind die Kosten angefallen?
z. B. Material, Fertigung, Verwaltung
Kostenträgerrechnung
→ Wofür sind die Kosten angefallen?
z. B. Produkte, Aufträge, Dienstleistungen
Gemeinkosten:
Kosten, die nicht direkt einem Produkt zugeordnet werden können.
Wie berechnet man den Listenverkaufspreis und worauf sollte man achten?
-
Materialeinzelkosten
-
+ Materialgemeinkosten (MGK)
-
= Materialkosten
-
Fertigungseinzelkosten (Löhne)
-
+ Fertigungsgemeinkosten (FGK)
-
+ Sondereinzelkosten Fertigung (SEKF)
-
= Herstellkosten
-
+ Verwaltungsgemeinkosten (VwGK)
-
+ Vertriebsgemeinkosten (VtGK)
-
= Selbstkosten
-
+ Gewinnzuschlag
-
= Barverkaufspreis
-
Bei der Vorwärtsrechnung ab hier wichtig: nicht mehr mit 100 % rechnen!
-
+ Skonto
-
+Provision
-
= Zielverkaufspreis
-
+ Rabatt
-
= Listenverkaufspreis (netto)
Bei der Vorwärtsrechnung (also vom Barverkaufspreis zum Listenverkaufspreis) muss man beachten:
Sobald man vom Barverkaufspreis aus weiterrechnet, gilt er nicht mehr als 100 %. Man muss zuerst die Abzüge (Skonto und eventuell Rabatt) von den 100 % abziehen. Der verbleibende Prozentwert entspricht dann dem Barverkaufspreis.
Beispiel:
Barverkaufspreis = 200 €
Skonto = 5 %
Rabatt = 3 %
Barverkaufspreis = 100 % - 5 % - 3 % = 92 %
Das bedeutet unsere 200 € entsprechen 92 % und wir müssen mit dem Dreisatz ausrechnen wie viel davon sind 5 % und 3 %.
Barverkaufspreis = 200 €
Skonto = 200 x 5 : 92 = 10,87 €
Rabatt = 200 x 3 : 92 = 6,52 €
Zielverkaufspreis = 217,39 €
Bei Rabatt der gleiche Trick.
Zielverkaufspreis = 217,39 €
Rabatt = 15 %
Zielverkaufspreis = 100 % - 15 % = 85 %
Zielverkaufspreis = 217,39 €
Rabatt = 217,39 € x 15 : 85 = 38,36 €
Listeneinkaufspreis = 255,75 €

IHK Düsseldorf 07.2025
welche Faktoren müssen bei Listenverkaufspreis berücksichtigt werden,
Unternehmensformen aufzählen und
Aktiengesellschaft erklären mit den Organen der AG ,
Fixe und Variable kosten erklären und nennen.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Welche Faktoren müssen beim Listenverkaufspreis berücksichtigt werden?
-Unternehmensformen aufzählen
-Was ist eine AG und ihre Organe?
-Fixe und variable Kosten – erklären + Beispiele nennen
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Faktoren müssen beim Listenverkaufspreis berücksichtigt werden?
Antwort:
Beim Listenverkaufspreis werden mehrere Preisbestandteile schrittweise aufgeschlagen.
Reihenfolge (Vorwärtsrechnung):
-
Materialeinzelkosten
-
+ Materialgemeinkosten (MGK)
-
= Materialkosten
-
Fertigungseinzelkosten (Löhne)
-
+ Fertigungsgemeinkosten (FGK)
-
+ Sondereinzelkosten Fertigung (SEKF)
-
= Herstellkosten
-
+ Verwaltungsgemeinkosten (VwGK)
-
+ Vertriebsgemeinkosten (VtGK)
-
= Selbstkosten
-
+ Gewinnzuschlag
-
= Barverkaufspreis
-
Bei der Vorwärtsrechnung ab hier wichtig: nicht mehr mit 100 % rechnen!
-
+ Skonto
-
+Provision
-
= Zielverkaufspreis
-
+ Rabatt
-
= Listenverkaufspreis (netto)
Bei der Vorwärtsrechnung (also vom Barverkaufspreis zum Listenverkaufspreis) muss man beachten:
Sobald man vom Barverkaufspreis aus weiterrechnet, gilt er nicht mehr als 100 %. Man muss zuerst die Abzüge (Skonto und eventuell Rabatt) von den 100 % abziehen. Der verbleibende Prozentwert entspricht dann dem Barverkaufspreis.
Beispiel:
Barverkaufspreis = 200 €
Skonto = 5 %
Rabatt = 3 %
Barverkaufspreis = 100 % - 5 % - 3 % = 92 %
Das bedeutet unsere 200 € entsprechen 92 % und wir müssen mit dem Dreisatz ausrechnen wie viel davon sind 5 % und 3 %.
Barverkaufspreis = 200 €
Skonto = 200 x 5 : 92 = 10,87 €
Rabatt = 200 x 3 : 92 = 6,52 €
Zielverkaufspreis = 217,39 €
Bei Rabatt der gleiche Trick.
Zielverkaufspreis = 217,39 €
Rabatt = 15 %
Zielverkaufspreis = 100 % - 15 % = 85 %
Zielverkaufspreis = 217,39 €
Rabatt = 217,39 € x 15 : 85 = 38,36 €
Listeneinkaufspreis = 255,75 €
Unternehmensformen aufzählen
Antwort:
Einzelunternehmen
Personengesellschaften
-
GbR
-
OHG
-
KG
Kapitalgesellschaften
-
GmbH
-
UG (haftungsbeschränkt)
-
AG
Sonderformen
-
GmbH & Co. KG
-
KGaA
-
eG (je nach Kontext)
Merksatz für die Prüfung:
„Einzelunternehmen – Personenformen – Kapitalformen – Sonderformen.“
Was ist eine AG und ihre Organe?
Eine AG ist eine Kapitalgesellschaft, deren Grundkapital in Aktien eingeteilt ist.
Die Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen begrenzt.
Die Eigentümer sind die Aktionäre.
Organe der AG:
1. Hauptversammlung (HV)
-
Alle Aktionäre
-
Wählen den Aufsichtsrat
-
Entscheiden über Gewinnverwendung, Satzung, Kapitalmaßnahmen
2. Aufsichtsrat
-
Überwacht den Vorstand
-
Bestellt und entlässt den Vorstand
3. Vorstand
-
Leitet das Unternehmen eigenverantwortlich
-
Führt das operative Geschäft
-
Vertritt die AG nach außen
Kurzform für die Prüfung:
„Vorstand führt, Aufsichtsrat kontrolliert, Hauptversammlung entscheidet Grundsätzliches.“
Fixe und variable Kosten – erklären + Beispiele nennen
Fixe Kosten
Definition:
Kosten, die unabhängig von der Menge anfallen.
Beispiele:
-
Miete
-
Abschreibungen
-
Gehälter der Verwaltung
-
Versicherungen
Variable Kosten
Definition:
Kosten, die mit der Produktionsmenge schwanken.
Beispiele:
-
Materialverbrauch
-
Akkordlöhne
-
Energieverbrauch in der Produktion
-
Transportkosten pro Stück
IHK Gelsenkirchen MEP BWH
IHK Gelsenkirchen 06.2025
Nach meiner schriftlichen Prüfung bei der IHK Gelsenkirchen, die mit 47% bewertet wurde, musste ich in die MEP.
Die Prüfung umfasste Themen wie ,Aufbau- und Ablauforganisation, Betriebsabrechnungsbogen (BAB), Kooperation und Konzentration, sowie horizontale, vertikale und diagonale Unternehmensstrukturen**. Außerdem waren ,Deckungsbeitrag, variable und fixe Kosten ein wichtiger Bestandteil.
Beim "BAB" erklärte ich, dass die Gemeinkosten verursachergerecht durch Verteilerschlüssel verteilt werden, doch die Prüfer bemängelten, dass ich den eigentlichen Zweck des BAB nicht genau erläutert habe. Ähnlich verhielt es sich bei Kooperation und Konzentration– ich erklärte zwar, dass Unternehmen bei einer Kooperation selbstständig bleiben, während sie bei einer Konzentration nicht, doch ich machte einen Fehler bei der Zuordnung eines Konzerns und bezeichnete ihn fälschlicherweise als Kooperation und das hat die anscheinend so extrem gestört.
Während der Prüfung waren sieben oder acht Prüfer anwesend. Leider wurde mir rückgemeldet, dass meine Erklärungen zu oberflächlich waren und ich manche Begriffe nicht präzise genug voneinander abgegrenzt habe und quasi nur die "Überschriften" erklärt habe.
Es hat leider nicht Gereicht
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Erklären Sie den Unterschied zwischen Aufbauorganisation und Ablauforganisation.
-Was ist der Zweck eines Betriebsabrechnungsbogens (BAB)? Erklären Sie den Aufbau.
-Was ist der Unterschied zwischen Kooperation und Konzentration? Nennen Sie Beispiele.
-Erklären Sie horizontale, vertikale und diagonale Verbindungen.
-Was ist der Deckungsbeitrag? Wofür wird er genutzt?
-Erklären Sie variable und fixe Kosten und nennen Sie jeweils Beispiele.
Lösungsvorschlag von BLH:
Erklären Sie den Unterschied zwischen Aufbauorganisation und Ablauforganisation.
Antwort:
Die Aufbauorganisation beschreibt die Struktur eines Unternehmens.
Sie legt fest:
-
welche Bereiche und Abteilungen es gibt,
-
wer wem unterstellt ist,
-
welche Aufgaben wo angesiedelt sind.
Typisches Ergebnis: Organigramm (statisch).
Die Ablauforganisation beschreibt die Arbeitsprozesse und Reihenfolgen.
Sie legt fest:
-
wann,
-
wo,
-
in welcher Reihenfolge
Arbeitsabläufe stattfinden.
Typisches Ergebnis: Arbeitsablaufdiagramm / Prozessplanungen (dynamisch).
Kurzform:
Aufbau = Struktur (wer macht was?)
Ablauf = Prozess (wie läuft die Arbeit ab?)
Was ist der Zweck eines Betriebsabrechnungsbogens (BAB)? Erklären Sie den Aufbau.
Antwort:
Der BAB dient dazu, Gemeinkosten verursachungsgerecht auf die Kostenstellen zu verteilen und Gemeinkostenzuschlagssätze zu ermitteln.
Zweck:
-
Gemeinkosten richtig zuordnen (Material, Fertigung, Verwaltung, Vertrieb).
-
Zuschlagssätze berechnen, um später Produkte exakt kalkulieren zu können.
-
Kostenkontrolle: Man erkennt sofort, welche Kostenstelle zu teuer arbeitet.
-
Transparenz für Kalkulation und Planung.
Aufbau:
-
Linke Seite: Gemeinkostenarten (Miete, Strom, Gehalt …)
-
Oben: Kostenstellen
-
Mittig: Verteilung per Schlüssel (m², Mitarbeiterzahl, Maschinenstunden)
-
Am Ende: Zuschlagssätze
Was ist der Unterschied zwischen Kooperation und Konzentration? Nennen Sie Beispiele.
Antwort:
Kooperation
= Zusammenarbeit selbstständiger Unternehmen
Ziel: Synergien, gemeinsame Beschaffung, Forschung, Marketing
Beispiele:
-
Einkaufsgemeinschaft
-
Franchise
-
Vertragskooperation
Wichtig: Unternehmen bleiben juristisch und wirtschaftlich selbstständig.
Konzentration
= Unternehmen schließen sich dauerhaft zusammen.
Beispiele:
-
Fusion / Zusammenschluss
-
Unternehmenskauf
-
Konzernbildung
Wichtig:
Ein Konzern gehört immer zur Konzentration, NIE zur Kooperation.
Die Unternehmen sind zwar rechtlich teilweise selbstständig, aber wirtschaftlich abhängig.
Erklären Sie horizontale, vertikale und diagonale Verbindungen.
Antwort:
Horizontale Verbindung
Unternehmen derselben Produktionsstufe.
→ z. B. Fusion zweier Bäckereien.
Vertikale Verbindung
Unternehmen verschiedener Produktionsstufen.
→ z. B. Bäckerei kauft Mehlmühle.
Diagonale Verbindungen
Unternehmen verschiedener Branchen, aber mit gemeinsamem Nutzen.
→ z. B. Bäckerei + Verpackungshersteller.
Warum wichtig?
Zeigt, wie Unternehmen wachsen oder Kosten senken.
Was ist der Deckungsbeitrag? Wofür wird er genutzt?
Antwort:
Der Deckungsbeitrag (DB) ist:
DB = Verkaufspreis − variable Kosten
Zweck:
-
Deckung der Fixkosten
-
Ermittlung der Gewinnschwelle
-
Entscheidung: lohnt sich ein Produkt?
Interpretation:
Wenn der DB > Fixkosten → Gewinn
Wenn DB < Fixkosten → Verlust
Erklären Sie variable und fixe Kosten und nennen Sie jeweils Beispiele.
Antwort:
Variable Kosten:
Ändern sich mit der Produktionsmenge.
Beispiel: Material, Akkordlohn, Energie pro Stück.
Fixe Kosten:
Bleiben konstant, egal wie viel produziert wird.
Beispiel: Miete, Abschreibung, Grundgehälter.
IHK Hamburg MEP BWH
IHK Hamburg 07.2024
3 Prüfer, alle sehr nett, nur Fragen, keine Rechnungen:
1. Unternehmensformen: die AG erklären, Mindestkapital, Haftung usw.
2. Ishikawa-Diagramm erklären (war total überrascht)
3. Wie funktioniert eine Abschreibung und warum wird sie gemacht?
4. Welche Lohnarten gibt es?
5. Welche Merkmale gibt es beim Prämienlohn (Menge, Qualität und Provision)?
6. Akkordlohn erklären: Welche Bedingungen müssen für Akkordlohn gegeben sein (wiederkehrende Tätigkeit, realistische Vorgaben usw.)?
7. Was ist bei der Lagerhaltung wichtig bzw. Lageroptimierung (Sicherheitsbestand, optimale Bestellmenge)?
8. Erklären Sie die optimale Bestellmenge: Warum macht man das und wie macht man das (Bestellkosten und Lagerkosten)?
9. Welche Abschreibungsarten gibt es?
10. Was sind als Meister meine Aufgaben im Unternehmen?
Schriftlich 48 Punkte
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Erklären Sie die Aktiengesellschaft. Nennen Sie Mindestkapital, Haftung und Organe.
-Was ist ein Ishikawa-Diagramm? (BLH Notiz: Sehr komisch gehört eigentlich zu MIKP)
-Wie funktioniert eine Abschreibung und warum wird sie gemacht?
-Welche Lohnarten gibt es?
-Welche Merkmale hat der Prämienlohn?
-Erklären Sie den Akkordlohn und nennen Sie die Voraussetzungen.
-Was ist der Unterschied zwischen Prämienlohn und Akkordlohn?
-Was ist bei der Lagerhaltung wichtig?
-Warum berechnet man die optimale Bestellmenge und wie funktioniert sie?
-Welche Abschreibungsarten gibt es?
-Was sind Ihre Aufgaben als Meister?
Lösungsvorschlag von BLH:
Erklären Sie die Aktiengesellschaft. Nennen Sie Mindestkapital, Haftung und Organe.
Antwort:
Die Aktiengesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft, deren Grundkapital in Aktien zerlegt ist.
Das Mindestgrundkapital beträgt 50.000 €.
Die Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt.
Organe:
-
Hauptversammlung (Aktionäre)
-
Aufsichtsrat (Kontrolle)
-
Vorstand (Leitung)
Was ist ein Ishikawa-Diagramm? (BLH Notiz: Sehr komisch gehört eigentlich zu MIKP)
Antwort:
Das Ishikawa-Diagramm ist ein Werkzeug zur Ursachenanalyse.
Es stellt mögliche Gründe für ein Problem übersichtlich dar.
Typische Hauptursachen werden nach den „6M“ sortiert:
-
Mensch
-
Maschine
-
Material
-
Methode
-
Milieu (Umwelt)
-
Messung
Ziel ist, Ursachen strukturiert zu finden und Probleme gezielt zu lösen.
Wie funktioniert eine Abschreibung und warum wird sie gemacht?
Antwort:
Eine Abschreibung verteilt die Anschaffungskosten eines Vermögensgegenstands auf seine Nutzungsdauer.
Sie zeigt den Wertverlust und mindert den steuerpflichtigen Gewinn.
Beispiel: eine Maschine wird über mehrere Jahre abgeschrieben.
Welche Lohnarten gibt es?
Antwort:
-
Zeitlohn
-
Akkordlohn
-
Prämienlohn
-
Provision
-
Zulagen und Zuschläge (Nacht, Überstunden)
Welche Merkmale hat der Prämienlohn?
Antwort:
Der Prämienlohn besteht aus Zeitlohn + Prämie für eine besondere Leistung.
Prämien können sich beziehen auf:
-
Menge
-
Qualität
-
Ersparnis
-
Nutzungsgrad
-
geringe Ausschussquote
Erklären Sie den Akkordlohn und nennen Sie die Voraussetzungen.
Antwort:
Beim Akkordlohn wird der Lohn nach Leistung gezahlt, z. B. pro Stück oder pro Zeiteinheit.
Voraussetzungen:
-
wiederholbare, gut messbare Tätigkeit
-
klare Arbeitsanweisungen
-
realistische Vorgabenzeiten
-
Einfluss des Mitarbeiters auf das Arbeitstempo
Was ist der Unterschied zwischen Prämienlohn und Akkordlohn?
Antwort:
Beim Prämienlohn erhält der Mitarbeiter einen Zeitlohn plus eine Prämie für eine bestimmte Zusatzleistung, z. B. gute Qualität, geringe Ausschussquote oder hohe Menge. Die Grundvergütung bleibt ein Zeitlohn.
Beim Akkordlohn wird der Lohn direkt nach der erbrachten Menge oder Leistung berechnet.
Je mehr der Mitarbeiter produziert, desto mehr verdient er. Die Bezahlung ist rein leistungsbezogen.
Kurz:
Prämienlohn = Zeitlohn + Leistungszulage
Akkordlohn = Bezahlung ausschließlich nach Leistung
Was ist bei der Lagerhaltung wichtig?
Antwort:
Wichtige Punkte sind:
-
Sicherheitsbestand
-
optimale Bestellmenge
-
kurze Lieferzeiten
-
richtiger Standort
-
Lagerorganisation
-
niedrige Lager- und Fehlmengenkosten
-
gute Bestandsüberwachung
Warum berechnet man die optimale Bestellmenge und wie funktioniert sie?
Antwort:
Die optimale Bestellmenge minimiert die Summe aus Lagerkosten und Bestellkosten.
-
Je häufiger man bestellt → viele Bestellkosten, aber wenig Lagerkosten.
-
Je seltener man bestellt → hohe Lagerkosten, aber wenig Bestellkosten.
Die optimale Bestellmenge liegt zwischen diesen Extremen und senkt die Gesamtkosten.
Welche Abschreibungsarten gibt es?
Antwort:
-
lineare Abschreibung → gleichbleibender Betrag pro Jahr
-
degressive Abschreibung → zu Beginn höher, später niedriger
-
leistungsbezogene Abschreibung → abhängig von Nutzung / Leistung
-
außerplanmäßige Abschreibung → bei Schäden oder Wertverlust
Was sind Ihre Aufgaben als Meister?
Antwort:
-
Führung und Anleitung der Mitarbeiter
-
Einhaltung von Qualität, Terminen und Arbeitssicherheit
-
Schicht- und Personalplanung
-
Unterweisung und Ausbildung
-
Material- und Maschinenorganisation
-
Schnittstelle zwischen Mitarbeitern und Führungsebene
-
Mitwirkung bei Prozessverbesserungen
IHK Hamburg 02.2025
Es waren drei Prüfen von denen einer Hauptsächlich die Fragen gestellt hat und die beiden anderen Nachfragen oder Ergänzungsfragen.
Welche Unternehmensformen gibt es und was sind die Unterschiede/Besonderheiten
Was sind variable und Fixkosten
Beispiele nennen für Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsmittel und erklären
Was ist die Break-Even Menge
Ab wann kann ein Betriebsrat gegründet werden und kann ein Mitarbeiter gekündigt werden, wenn er anstrebt einen zu gründen.
(Rückfragen aus den Angaben zu den Unternehmensformen)
Welche Vorgänge passieren im Hintergrund nach einem Arbeitsunfall, Gefährdungsanalyse und was kann die BG machen, wenn Arbeitsunfälle öfter bei derselben Tätigkeit vorkommen bzw. was wäre die Folge daraus.
Erklären von PDCA (Plan-Do-Check-ACT) Zyklus
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Welche Unternehmensformen gibt es und was sind ihre Besonderheiten?
-Was sind variable und fixe Kosten?
-Nennen Sie Beispiele und erklären Sie den Unterschied.
-Was ist die Break-even-Menge?
-Ab wann kann ein Betriebsrat gegründet werden? (BLH-Notiz: Ab hier wird es bunt)
-Kann ein Arbeitnehmer gekündigt werden, weil er einen Betriebsrat gründen möchte?
-Welche Vorgänge laufen nach einem Arbeitsunfall ab?
-Was macht die BG, wenn Arbeitsunfälle bei derselben Tätigkeit häufiger auftreten?
-Erklären Sie den PDCA-Zyklus.
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Unternehmensformen gibt es und was sind ihre Besonderheiten?
Antwort:
Einzelunternehmen
-
eine Person
-
keine Mindestkapitalvorgabe
-
volle Haftung mit Privatvermögen
Personengesellschaften
-
GbR: einfache Gründung, alle Gesellschafter haften persönlich
-
OHG: Handelsgewerbe, persönliche Gesamtschuldnerische Haftung
-
KG: Komplementär haftet voll, Kommanditist nur mit Einlage
Kapitalgesellschaften
-
GmbH: Haftung auf Gesellschaftsvermögen; Mindeststammkapital 25.000 €
-
UG (haftungsbeschränkt): ab 1 € möglich, Rücklagenpflicht
-
AG: Grundkapital 50.000 €, Eigentum über Aktien
Sonderformen
-
GmbH & Co. KG: KG, bei der die GmbH der haftende Komplementär ist
Was sind variable und fixe Kosten?
Antwort:
Variable Kosten: ändern sich mit der Produktionsmenge.
Beispiele: Materialverbrauch, Akkordlohn, Energie pro Stück.
Fixe Kosten: bleiben konstant, unabhängig von der Menge.
Beispiele: Miete, Abschreibungen, Grundgehälter.
Nennen Sie Beispiele und erklären Sie den Unterschied.
Antwort:
-
Rohstoffe: Hauptbestandteil des Produkts
→ Beispiel: Holz für Möbel, Metall für Bauteile -
Hilfsstoffe: gehen ins Produkt ein, aber nur in kleiner Menge
→ Schrauben, Leim, Lack -
Betriebsstoffe: gehen nicht ins Produkt ein, werden aber für den Betrieb gebraucht
→ Schmieröl, Strom, Reinigungsmittel
Was ist die Break-even-Menge?
Antwort:
Die Break-even-Menge ist die Absatzmenge, bei der Erlöse und Gesamtkosten gleich hoch sind.
Ab dieser Menge entsteht Gewinn, darunter Verlust.
BEP=Fixkosten / (Preis pro Stück−variable Kosten pro Stück)
Ab wann kann ein Betriebsrat gegründet werden? (BLH-Notiz: Ab hier wird es bunt)
Antwort:
Ein Betriebsrat kann ab mindestens fünf wahlberechtigten Arbeitnehmern gegründet werden,
davon mindestens drei wählbar.
Kann ein Arbeitnehmer gekündigt werden, weil er einen Betriebsrat gründen möchte?
Antwort:
Nein. Wer einen Betriebsrat gründen möchte, hat besonderen Kündigungsschutz.
Eine Kündigung aus diesem Grund wäre rechtswidrig.
Welche Vorgänge laufen nach einem Arbeitsunfall ab?
Antwort:
-
Meldung an die Berufsgenossenschaft
-
Unfallanzeige durch den Arbeitgeber
-
Erste Hilfe / ärztliche Behandlung (Durchgangsarzt)
-
Untersuchung der Unfallursache
-
Dokumentation im Verbandbuch
-
Maßnahmen zur Prävention und Risikoreduzierung
Was macht die BG, wenn Arbeitsunfälle bei derselben Tätigkeit häufiger auftreten?
Antwort:
-
Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung
-
Prüfung des Arbeitsplatzes und der Prozesse
-
Anordnung von Schutzmaßnahmen
-
Schulungen oder Unterweisungen
-
im Extremfall:
-
Bußgelder
-
Stilllegung von Maschinen
-
verpflichtende technische oder organisatorische Änderungen
-
Erklären Sie den PDCA-Zyklus.
Antwort:
Der PDCA-Zyklus ist ein Modell zur kontinuierlichen Verbesserung.
-
Plan: Ziel festlegen, Ursachen analysieren
-
Do: Maßnahmen umsetzen
-
Check: Ergebnisse prüfen
-
Act: Verbesserungen standardisieren oder neu anpassen
Der Zyklus wiederholt sich ständig, um Prozesse dauerhaft zu optimieren.
IHK Hamburg 01.2026
Wir fingen an mit BWH.
1. Nennen sie zwei Unternehmensformen und erzählen sie was da so passiert.
2. Nennen sie 3 Fixe und 3 Variable Kosten und erklären sie diese. Hier wurde etwas tiefer reingegangen ins Thema.
3. Nennen sie eine Art vom Netzplan und erklären sie wie der aufgebaut ist und wofür dieser angewendet wird.
4. Etwas über Lohnarten gesprochen da ich in der Fixen/Variablen Kosten über Löhne gesprochen habe…
Bei BWH waren sie sehr darauf bedacht das ich richtige Wortwahl nutze also die ganzen Fachwörter.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Welche Unternehmensformen gibt es und was sind ihre wichtigsten Merkmale?
- Was sind fixe und variable Kosten? Nennen Sie jeweils drei Beispiele und erklären Sie diese.
- Was ist ein Netzplan, welche Art kann man nennen und wofür wird er verwendet?
- Welche Lohnarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Unternehmensformen gibt es und was sind ihre wichtigsten Merkmale?
Antwort:
Es gibt verschiedene Unternehmensformen. Zwei typische Beispiele sind das Einzelunternehmen und die GmbH.
Beim Einzelunternehmen gründet eine einzelne Person das Unternehmen. Die Gründung ist relativ einfach und es wird kein Mindestkapital benötigt. Der Unternehmer entscheidet alleine und führt das Unternehmen eigenständig. Der große Nachteil ist aber die Haftung: Der Einzelunternehmer haftet grundsätzlich auch mit seinem Privatvermögen.
Beispiel:
Ein Handwerker macht sich selbstständig und eröffnet einen eigenen Betrieb. Er entscheidet allein über Preise, Kunden, Investitionen und Personal. Wenn das Unternehmen Schulden macht, kann im schlimmsten Fall auch sein Privatvermögen betroffen sein.
Die GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Sie ist eine Kapitalgesellschaft und eine eigene juristische Person. Das bedeutet, die GmbH kann selbst Verträge abschließen, Eigentum besitzen und verklagt werden. Für die Gründung braucht man einen notariellen Gesellschaftsvertrag, eine Eintragung ins Handelsregister und ein Mindeststammkapital von 25.000 Euro.
Der große Vorteil der GmbH ist die beschränkte Haftung. Grundsätzlich haftet die GmbH nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen. Die Gesellschafter haften normalerweise nicht mit ihrem privaten Vermögen.
Beispiel:
Mehrere Personen gründen gemeinsam eine Produktionsfirma als GmbH. Die GmbH kauft Maschinen, beschäftigt Mitarbeiter und schließt Verträge mit Kunden ab. Wenn es wirtschaftliche Probleme gibt, haftet grundsätzlich die GmbH und nicht automatisch jeder Gesellschafter privat.
Kurz gesagt:
Das Einzelunternehmen ist einfach zu gründen, aber riskanter wegen der persönlichen Haftung. Die GmbH ist aufwendiger und teurer, bietet dafür aber mehr Haftungsschutz und wirkt nach außen oft professioneller.
Was sind fixe und variable Kosten? Nennen Sie jeweils drei Beispiele und erklären Sie diese.
Antwort:
Fixe Kosten sind Kosten, die unabhängig von der Produktionsmenge anfallen. Sie entstehen also auch dann, wenn nichts oder nur wenig produziert wird.
Drei Beispiele für fixe Kosten sind:
Miete
Die Miete für eine Produktionshalle muss bezahlt werden, egal ob 100 Stück oder 1.000 Stück produziert werden.
Gehälter
Monatsgehälter von fest angestellten Mitarbeitern fallen regelmäßig an, unabhängig davon, wie viele Produkte hergestellt werden.
Versicherungen
Versicherungsbeiträge für Gebäude, Maschinen oder Betriebshaftpflicht bleiben meistens gleich, unabhängig von der Produktionsmenge.
Variable Kosten sind Kosten, die sich mit der Produktionsmenge verändern. Je mehr produziert wird, desto höher sind diese Kosten.
Drei Beispiele für variable Kosten sind:
Materialkosten
Wenn mehr Produkte hergestellt werden, wird mehr Material benötigt. Deshalb steigen die Materialkosten mit der Produktionsmenge.
Fertigungslohn bei Akkordlohn
Wenn Mitarbeiter nach Stückzahl bezahlt werden, steigen die Lohnkosten mit der produzierten Menge.
Energiekosten der Maschinen
Wenn Maschinen länger laufen, wird mehr Strom, Gas oder Druckluft verbraucht. Dadurch steigen die Energiekosten.
Wichtig ist:
Nicht jeder Lohn ist automatisch fix oder variabel. Ein festes Monatsgehalt ist eher fix. Ein Akkordlohn oder leistungsabhängiger Lohn kann variabel sein.
Kurz gesagt:
Fixe Kosten bleiben bei unterschiedlicher Produktionsmenge gleich. Variable Kosten verändern sich mit der Produktionsmenge.
Was ist ein Netzplan, welche Art kann man nennen und wofür wird er verwendet?
Antwort:
Ein Netzplan ist ein Hilfsmittel zur Planung, Steuerung und Überwachung von Projekten.
Eine bekannte Art ist der Vorgangsknotennetzplan.
Beim Vorgangsknotennetzplan werden die einzelnen Tätigkeiten eines Projekts als Kästchen dargestellt. Diese Kästchen nennt man Vorgänge.
In jedem Vorgang können zum Beispiel folgende Informationen stehen:
-
Vorgangsnummer
-
Bezeichnung des Vorgangs
-
Dauer
-
frühester Anfang
-
frühestes Ende
-
spätester Anfang
-
spätestes Ende
-
Pufferzeit
Die Pfeile zwischen den Vorgängen zeigen die Abhängigkeiten. Sie zeigen also, welcher Arbeitsschritt zuerst erledigt werden muss und welcher danach folgen kann.
Beispiel:
Wenn eine Maschine aufgebaut werden soll, muss zuerst das Fundament fertig sein. Erst danach kann die Maschine aufgestellt werden. Danach erfolgt die elektrische Installation und anschließend der Probelauf.
Der Netzplan wird verwendet, um Projekte übersichtlich zu planen. Man erkennt, welche Vorgänge voneinander abhängig sind, wie lange das Projekt dauert und welche Tätigkeiten besonders kritisch sind.
Besonders wichtig ist der kritische Weg. Das ist die Kette von Vorgängen, bei der keine Zeitverzögerung möglich ist. Wenn sich dort ein Vorgang verzögert, verschiebt sich das gesamte Projekt.
Kurz gesagt:
Ein Netzplan zeigt, welche Arbeitsschritte in welcher Reihenfolge erledigt werden müssen. Er hilft dabei, Termine, Abhängigkeiten, Pufferzeiten und kritische Vorgänge zu erkennen.
Welche Lohnarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?
Antwort:
Es gibt verschiedene Lohnarten. Besonders wichtig sind Zeitlohn, Akkordlohn und Prämienlohn.
Beim Zeitlohn wird nach der gearbeiteten Zeit bezahlt. Der Mitarbeiter erhält zum Beispiel einen Stundenlohn oder ein festes Monatsgehalt.
Beispiel:
Ein Mitarbeiter bekommt 18 Euro pro Stunde. Ob er in dieser Stunde mehr oder weniger Stück produziert, verändert seinen Lohn zunächst nicht direkt.
Vorteil:
Der Zeitlohn ist einfach zu berechnen und eignet sich gut für Tätigkeiten, bei denen Qualität, Sorgfalt oder Überwachung wichtig sind.
Nachteil:
Es gibt weniger direkten Leistungsanreiz, weil der Lohn nicht unmittelbar von der Stückzahl abhängt.
Beim Akkordlohn wird nach der erbrachten Menge bezahlt. Je mehr Stück ein Mitarbeiter produziert, desto höher ist sein Lohn.
Beispiel:
Ein Mitarbeiter bekommt pro gefertigtem Teil einen bestimmten Betrag. Produziert er mehr Teile, verdient er mehr.
Vorteil:
Der Akkordlohn bietet einen hohen Leistungsanreiz.
Nachteil:
Es kann passieren, dass Mitarbeiter schneller arbeiten und dadurch die Qualität leidet. Außerdem eignet sich Akkordlohn nur für messbare und wiederholbare Tätigkeiten.
Beim Prämienlohn bekommt der Mitarbeiter zusätzlich zum Grundlohn eine Prämie, wenn bestimmte Ziele erreicht werden.
Beispiele für Prämien:
-
Qualitätsprämie
-
Mengenprämie
-
Ersparnisprämie
-
Termintreueprämie
-
Nutzungsgradprämie
Beispiel:
Ein Mitarbeiter erhält einen festen Grundlohn. Wenn er besonders wenig Ausschuss produziert oder eine Maschine besonders gut auslastet, bekommt er zusätzlich eine Prämie.
Vorteil:
Der Prämienlohn kann Leistung und Qualität gleichzeitig fördern.
Nachteil:
Die Prämien müssen fair und nachvollziehbar festgelegt werden, sonst kann es zu Unzufriedenheit kommen.
Kurz gesagt:
Zeitlohn bezahlt die Arbeitszeit.
Akkordlohn bezahlt die Menge.
Prämienlohn kombiniert Grundlohn mit einer zusätzlichen Belohnung für bestimmte Leistungen.
IHK Hameln MEP BWH
IHK Hameln 08.2023
Ich durfte 2 Themen auswählen:
-Break Even Point
-Rechtsformen
Dazu gab es dann auch fragen zu BAB, DB, Konzern, Zusammenschluß.
Ich bin dort mit 38p reingegangen.
Waren sehr entspannte Prüfer.
Die Prüfer wollen nur wissen ob man diese Themen verstanden hat.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Was ist der Break-Even-Point?
-Wie wird der Break-Even-Point berechnet?
-Warum ist der Break-Even-Point wichtig?
-Zeichnen Sie den Break-Even-Point.
-Welche Rechtsformen gibt es und was unterscheidet sie?
-Woran erkennt man, ob eine Rechtsform eher „personenbezogen“ oder „kapitalbezogen“ ist?
-Wozu braucht man einen BAB?
-Wie wird im BAB verteilt?
-Was ist der Deckungsbeitrag?
-Warum ist der Deckungsbeitrag wichtig?
-Was ist ein Konzern?
-Welche Arten von Zusammenschlüssen gibt es?
-Was ist der Unterschied zwischen Kooperation und Konzentration?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was ist der Break-Even-Point?
Antwort:
Der Break-Even-Point ist die Menge, ab der Erlöse und Kosten gleich groß sind.
Ab dieser Menge macht ein Unternehmen Gewinn, darunter Verlust.
Wie wird der Break-Even-Point berechnet?
Antwort:
BEP= Fixkosten / (Preis pro Stück−variable Kosten pro Stück)
Die Differenz aus Preis und variablen Kosten ist der Deckungsbeitrag pro Stück.
Warum ist der Break-Even-Point wichtig?
Antwort:
-
man weiß, ab welcher Menge Gewinn entsteht
-
hilft bei Preisentscheidungen
-
hilft bei Kostensenkungsmaßnahmen
-
wichtig für Planung und Kontrolle
Zeichnen Sie den Break-Even-Point.
Antwort:
Eine typische BEP-Grafik:
-
X-Achse: Absatzmenge
-
Y-Achse: Kosten & Erlöse
-
Fixkosten: waagerechte Linie
-
Gesamtkosten: steigende Linie (Fixkosten + variable Kosten)
-
Erlöslinie: steiler steigende Linie
-
Schnittpunkt Erlös/Gesamtkosten = Break-Even-Point
Links vom BEP: Verlustzone
Rechts vom BEP: Gewinnzone
Welche Rechtsformen gibt es und was unterscheidet sie?
Antwort:
Einzelunternehmen
-
eine Person
-
volle Haftung mit Privatvermögen
Personengesellschaften
-
GbR
-
OHG
-
KG
Merkmal: Gesellschafter haften persönlich, außer der Kommanditist.
Kapitalgesellschaften
-
GmbH
-
UG (haftungsbeschränkt)
-
AG
Merkmal: Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt.
Sonderformen
-
GmbH & Co. KG
Kombination aus KG und GmbH.
Woran erkennt man, ob eine Rechtsform eher „personenbezogen“ oder „kapitalbezogen“ ist?
Antwort:
-
personenbezogen → Haftung privat, Mitwirkung der Gesellschafter
-
kapitalbezogen → Haftung beschränkt, Kapital steht im Mittelpunkt
Wozu braucht man einen BAB?
Antwort:
Der BAB verteilt die Gemeinkosten auf die Kostenstellen und berechnet die Gemeinkostenzuschlagssätze.
Zweck:
-
verursachungsgerechte Verteilung
-
Kostenkontrolle
-
Basis für Kalkulationen
Wie wird im BAB verteilt?
Antwort:
Mit Verteilerschlüsseln, z. B. m², Mitarbeiterzahl, Maschinenstunden.
Was ist der Deckungsbeitrag?
Antwort:
DB = Verkaufspreis − variable Kosten
Er zeigt, wie viel zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
Warum ist der Deckungsbeitrag wichtig?
Antwort:
-
entscheidet, ob ein Produkt sich lohnt
-
Grundlage für den Break-Even-Point
-
hilft bei Sortimentsentscheidungen
Was ist ein Konzern?
Antwort:
Ein Konzern besteht aus mindestens zwei rechtlich selbstständigen Unternehmen, die jedoch wirtschaftlich verbunden und unter einer einheitlichen Leitung stehen.
Beispiel: BMW AG und ihre Tochtergesellschaften.
Welche Arten von Zusammenschlüssen gibt es?
Antwort:
-
Horizontal → gleiche Produktionsstufe (z. B. zwei Bäckereien)
-
Vertikal → unterschiedliche Produktionsstufen (z. B. Bauer + Mühle + Bäckerei)
-
Diagonal → unterschiedliche Branchen mit Nutzen (z. B. Bäckerei + Verpackungshersteller)
Was ist der Unterschied zwischen Kooperation und Konzentration?
Antwort:
-
Kooperation: Unternehmen arbeiten zusammen, bleiben aber selbstständig.
-
Konzentration: Unternehmen gehören zusammen, wirtschaftlich abhängig (z. B. Konzern).

IHK Hannover MEP BWH
IHK Hannover 08.2024
Zeitlohn (Bedeutung/Anwendung/Vorteile/Nachteile),
Break-even-point erklären und Aufzeichnen,
Bilanz erklären,
Kalkulationsarten.
Ich habe 86 Punkte bekommen (34 Punkte in der schriftlichen)
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Was ist Zeitlohn?
-Wann wird Zeitlohn angewendet?
-Welche Vorteile hat Zeitlohn?
-Welche Nachteile hat Zeitlohn?
-Was ist der Break-even-Point?
-Wie wird der Break-Even-Point berechnet?
-Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.
-Erklären Sie den Aufbau einer Bilanz.
-Was zeigt die Bilanz?
-Welche Kalkulationsarten gibt es?
-Wofür nutzt man Kalkulationsarten?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was ist Zeitlohn?
Antwort:
Beim Zeitlohn wird der Lohn nach der Arbeitszeit bezahlt – unabhängig von der Arbeitsmenge.
Beispiel: Stundenlohn oder Monatsgehalt.
Wann wird Zeitlohn angewendet?
Antwort:
-
bei Tätigkeiten, die schwer messbar sind
-
bei Arbeiten, bei denen Qualität wichtiger ist als Menge
-
bei Dienstleistungen, Kontroll- oder Überwachungstätigkeiten
-
wenn Sicherheit entscheidend ist (z. B. Schweißer, Maschineneinrichter)
Welche Vorteile hat Zeitlohn?
Antwort:
-
gleichmäßiges Einkommen für den Mitarbeiter
-
einfache Lohnabrechnung
-
fördert sorgfältiges Arbeiten
-
weniger Stress- und Unfallgefahr
Welche Nachteile hat Zeitlohn?
Antwort:
-
Motivation kann geringer sein
-
Leistung schwer messbar
-
für Arbeitgeber kaum Einfluss auf Produktivität
-
evtl. höhere Arbeitskosten bei geringem Tempo
Was ist der Break-even-Point?
Antwort:
Der Break-even-Point ist die Menge, ab der Erlöse und Gesamtkosten gleich hoch sind.
Darunter Verlustzone – darüber Gewinnzone.
Wie wird der Break-Even-Point berechnet?
Antwort:
BEP = Fixkosten / (Preis − variable Stückkosten)
Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.
Antwort:
Eine typische BEP-Grafik:
-
X-Achse: Absatzmenge
-
Y-Achse: Kosten & Erlöse
-
Fixkosten: waagerechte Linie
-
Gesamtkosten: steigende Linie (Fixkosten + variable Kosten)
-
Erlöslinie: steiler steigende Linie
-
Schnittpunkt Erlös/Gesamtkosten = Break-Even-Point
Links vom BEP: Verlustzone
Rechts vom BEP: Gewinnzone
Erklären Sie den Aufbau einer Bilanz.
Antwort:
Die Bilanz besteht aus zwei Seiten:
Aktiva (Mittelverwendung)
-
Anlagevermögen (z. B. Maschinen, Gebäude)
-
Umlaufvermögen (z. B. Vorräte, Forderungen, Kasse)
Passiva (Mittelherkunft)
-
Eigenkapital
-
Fremdkapital (z. B. Verbindlichkeiten, Darlehen)
Beide Seiten müssen immer gleich groß sein.
Was zeigt die Bilanz?
Antwort:
-
was das Unternehmen besitzt
-
wie das Vermögen finanziert wurde
-
wirtschaftliche Lage zum Stichtag
Welche Kalkulationsarten gibt es?
Antwort:
-
Vorkalkulation → vor Produktionsbeginn (Planung)
-
Nachkalkulation → nach Herstellung (Kontrolle)
-
Zuschlagskalkulation → zur Preisfindung (Gemeinkostenverteilung)
-
Divisionskalkulation → bei Massenfertigung
-
Äquivalenzziffernkalkulation → ähnliche Produkte mit unterschiedlichen Aufwandfaktoren
Wofür nutzt man Kalkulationsarten?
Antwort:
-
zur Preisermittlung
-
zur Kostenkontrolle
-
zur Planung der Wirtschaftlichkeit
-
für Entscheidungen (Make-or-Buy, Produktprogramme)

IHK Hannover 08.2024
Kapitalgesellschafte und Personengesellschaft was gehört dazu und kurz erklären !
AG : Vertreter aufzählen und was ist deren Aufgabe
Break Even Point aufzeichnen und erklären
Bestellpunktverfahren aufzeichnen und erklären
Deckungsbeitrag erklären und kurz und knapp ausrechnen
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Welche Kapitalgesellschaften und welche Personengesellschaften gibt es? Kurz erklären.
-Wer vertritt die AG und was sind die Aufgaben der Organe?
-Was ist der Break-even-Point? Zeichnen und erklären.
-Erklären Sie das Bestellpunktverfahren und zeichnen Sie es.
-Was ist der Deckungsbeitrag und wie rechnet man ihn aus?
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Kapitalgesellschaften und welche Personengesellschaften gibt es? Kurz erklären.
Antwort:
Kapitalgesellschaften
-
GmbH – Haftung nur mit Gesellschaftsvermögen, Mindestkapital 25.000 €
-
UG (haftungsbeschränkt) – Gründung ab 1 €, Rücklagenpflicht
-
AG – Grundkapital 50.000 €, Anteile in Form von Aktien
Merkmal: Haftung ist beschränkt, Kapital steht im Vordergrund.
Personengesellschaften
-
GbR – einfache Gründung, alle haften persönlich
-
OHG – Handelsgewerbe, unbeschränkte Haftung aller Gesellschafter
-
KG – Komplementär haftet voll, Kommanditist nur mit Einlage
Merkmal: persönliche Haftung, Mitarbeit der Gesellschafter.
Wer vertritt die AG und was sind die Aufgaben der Organe?
Antwort:
Vorstand
-
führt das Unternehmen
-
vertritt die AG nach außen
-
entscheidet operativ
Aufsichtsrat
-
überwacht den Vorstand
-
bestellt und entlässt den Vorstand
Hauptversammlung
-
die Aktionäre
-
entscheiden über Gewinnverwendung, Satzungsänderungen
-
wählen den Aufsichtsrat
Was ist der Break-even-Point? Zeichnen und erklären.
Antwort:
Der Break-even-Point ist die Menge, bei der Erlöse und Gesamtkosten gleich hoch sind.
Zeichnung (Beschreibung):
-
X-Achse: Menge
-
Y-Achse: Kosten/Erlöse
-
Fixkosten: waagerechte Linie
-
Gesamtkosten: steigen mit der Menge
-
Erlöslinie: steiler steigend
-
Schnittpunkt = Break-even-Point
-
links: Verlustzone
-
rechts: Gewinnzone
Formel:
BEP= Fixkosten / (Preis−variable Stückkosten)
Erklären Sie das Bestellpunktverfahren und zeichnen Sie es.
Antwort:
Beim Bestellpunktverfahren wird nachbestellt, sobald der Bestand den Meldebestand erreicht.
Meldebestand:
Meldebestand=Tagesverbrauch × Lieferzeit + Sicherheitsbestand
Zeichnung (Beschreibung):
-
Lagerbestand fällt mit der Zeit ab
-
erreicht er den Meldebestand → Bestellung
-
während der Lieferzeit fällt der Bestand weiter
-
Lieferung trifft ein → Bestand springt wieder hoch
Zweck: Versorgungssicherheit und Optimierung der Lagerhaltung.
Was ist der Deckungsbeitrag und wie rechnet man ihn aus?
Antwort:
Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
Deckungsbeitrag = Verkaufspreis − variable Kosten


IHK Hannover 07.2025
-Incoterms, alles mögliche dazu abgefragt
-Inventurarten, was man dort für Aufgaben hat
-Bestand im Lager, Kosten Gewinn, worauf man achten muss
-KG und Gmbh und Co. KG erklären
Und noch einiges die mir gerade nicht einfallen.
Ich fand leider die Fragestellungen ziemlich kompliziert.
-Keine Rechnungen, keine Skizzen
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Was sind Incoterms und wofür werden sie verwendet?
-Nennen Sie Beispiele für Incoterms und erklären Sie sie kurz.
-Welche Inventurarten gibt es?
-Welche Aufgaben hat man bei einer Inventur?
-Worauf muss man beim Lagerbestand achten?
-Welche Kosten entstehen im Lager?
-Wie beeinflusst der Lagerbestand den Gewinn?
-Erklären Sie die KG.
-Erklären Sie die GmbH & Co. KG.
-Was ist der Unterschied zwischen KG und GmbH & Co. KG?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was sind Incoterms und wofür werden sie verwendet?
Antwort:
Incoterms sind internationale Lieferbedingungen, die regeln:
-
wer die Transportkosten trägt,
-
wer das Risiko während des Transports trägt,
-
wo die Ware übergeben wird,
-
wer Zoll und Versicherung übernimmt.
Sie sorgen dafür, dass beide Seiten denselben Lieferbedingungen zustimmen.
Nennen Sie Beispiele für Incoterms und erklären Sie sie kurz.
Antwort:
EXW (Ex Works):
Käufer trägt fast alles – Transport, Kosten, Risiko.
FOB (Free on Board):
Verkäufer bringt Ware aufs Schiff → ab da trägt der Käufer das Risiko.
CIF (Cost, Insurance, Freight):
Verkäufer zahlt Transport + Versicherung bis zum Hafen des Käufers, Risikoübergang aber bereits im Verschiffungshafen.
DDP (Delivered Duty Paid):
Verkäufer trägt Kosten, Risiko und Zoll bis zum Käufer.
Welche Inventurarten gibt es?
Antwort:
-
Stichtagsinventur → rund um den Bilanzstichtag
-
zeitnahe Inventur → bis zu 3 Monate vorher oder 2 Monate nachher
-
permanente Inventur → laufende Erfassung über das ganze Jahr
-
Stichprobeninventur → über mathematische Verfahren, nicht alles wird gezählt
Welche Aufgaben hat man bei einer Inventur?
Antwort:
-
tatsächliche Mengen erfassen (Zählen, Wiegen, Messen)
-
Bestände dokumentieren
-
Abgleich von Soll- und Ist-Mengen
-
Klären von Differenzen
-
Ordnung und Sauberkeit sicherstellen
-
Sicherstellen, dass alles richtig erfasst wurde
Worauf muss man beim Lagerbestand achten?
Antwort:
-
ausreichender Sicherheitsbestand
-
keine Überbestände (Kosten steigen)
-
kurze Lagerdauer, um Kapitalbindung zu vermeiden
-
Schutz vor Verderb, Diebstahl, Beschädigung
-
richtige Bestellmengen
Welche Kosten entstehen im Lager?
Antwort:
-
Lagerraumkosten (Miete, Energie)
-
Personalkosten
-
Kapitalbindungskosten
-
Risiko- und Fehlmengenkosten
-
Abschreibungen auf Lagerbestände
Wie beeinflusst der Lagerbestand den Gewinn?
Antwort:
-
Zu hohe Bestände → hohe Lager- und Kapitalbindungskosten → Gewinn sinkt
-
Zu niedrige Bestände → Produktionsstillstand / Fehlmengen → Umsatz sinkt
-
Optimale Bestände → niedrige Kosten, hohe Lieferfähigkeit → Gewinn steigt
Erklären Sie die KG.
Antwort:
Die Kommanditgesellschaft besteht aus zwei Arten von Gesellschaftern:
-
Komplementär: haftet voll und leitet das Unternehmen
-
Kommanditist: haftet nur mit seiner Einlage, hat eingeschränkte Mitspracherechte
Erklären Sie die GmbH & Co. KG.
Antwort:
Die GmbH & Co. KG ist eine Sonderform der KG.
Der Komplementär ist keine natürliche Person, sondern eine GmbH.
Vorteil:
→ Die volle Haftung liegt bei der GmbH, nicht bei einer Privatperson.
Damit ist die Haftung insgesamt beschränkt.
Was ist der Unterschied zwischen KG und GmbH & Co. KG?
Antwort:
-
Bei der KG haftet der Komplementär persönlich.
-
Bei der GmbH & Co. KG haftet die GmbH als Komplementär → keine private Haftung.
IHK Hannover 01.2026
Ausgangslange: 41pkt(schriftlich)
Taschenrechner: Nein
Formelsammlung: Nein
Wurde am Anfang gefragt wie ich mich vorbereitet habe und welches Thema ich gut kann was ich vorstellen könnte falls ich auf dem Schlauch stehe. (Brauchte ich nicht habe aber Break Even Point gesagt da man da viel zu erzählen kann)
Erstes Thema war optimale Bestellemenge also der Höchstbestand, Meldebestand, Sicherheitsbestand und Mindestbestand erklären. Wieso wird sowas gemacht und mit welchen Programmen wird so etwas umgesetzt.
Dann kam was ist der Pareto Effekt.
Anschließend ging es um den Fixe und Variable Kosten mit Beispielen.
Dann Deckungsbeitrag erklären und wie er berechnet wird.
Dann wurde gefragt wieso man z.b. ein Produkt weiter produziert obwohl es Verluste macht. Da wollten sie hören das man vielleicht mit den übrig geblieben Teilen vielleicht noch Produkte machen kann um sein Sortiment zu vervollständigen.
Dann was ist Amortisation und wieder Beispiele geben.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Was versteht man unter optimaler Bestellmenge, Höchstbestand, Meldebestand, Sicherheitsbestand und Mindestbestand, warum nutzt man diese Werte und mit welchen Programmen kann man so etwas umsetzen?
- Was ist der Pareto-Effekt und wie kann man ihn im Unternehmen erklären?
- Was sind fixe und variable Kosten, und welche Beispiele gibt es dafür?
- Was ist der Deckungsbeitrag, wie wird er berechnet und warum kann ein Unternehmen ein Produkt weiter produzieren, obwohl es Verlust macht?
- Was bedeutet Amortisation und wie kann man sie mit Beispielen erklären?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was versteht man unter optimaler Bestellmenge, Höchstbestand, Meldebestand, Sicherheitsbestand und Mindestbestand, warum nutzt man diese Werte und mit welchen Programmen kann man so etwas umsetzen?
Antwort:
Bei der Materialwirtschaft geht es darum, dass ein Unternehmen genügend Material auf Lager hat, aber nicht unnötig viel Kapital im Lager bindet.
Die optimale Bestellmenge ist die Menge, bei der die Gesamtkosten aus Bestellkosten und Lagerkosten möglichst niedrig sind.
Wenn man zu oft kleine Mengen bestellt, entstehen hohe Bestellkosten.
Wenn man zu selten große Mengen bestellt, steigen die Lagerkosten.
Deshalb versucht man eine Bestellmenge zu finden, die wirtschaftlich sinnvoll ist.
Der Mindestbestand ist der Bestand, der eigentlich nicht unterschritten werden soll. Er dient als Reserve, falls es zu Verzögerungen bei der Lieferung kommt oder der Verbrauch höher ist als geplant.
Der Sicherheitsbestand ist praktisch eine Sicherheitsreserve. Er schützt das Unternehmen vor Lieferverzögerungen, Produktionsstillstand oder unerwartet hohem Materialverbrauch.
Der Meldebestand ist der Bestand, bei dem eine neue Bestellung ausgelöst werden sollte.
Die Formel lautet häufig:
Meldebestand = Tagesverbrauch × Lieferzeit + Sicherheitsbestand
Beispiel:
Ein Unternehmen verbraucht 20 Stück pro Tag.
Die Lieferzeit beträgt 5 Tage.
Der Sicherheitsbestand beträgt 50 Stück.
Dann gilt: 20 × 5 + 50 = 150 Stück
Bei einem Lagerbestand von 150 Stück sollte also neu bestellt werden.
Der Höchstbestand ist der maximale Bestand, der im Lager vorhanden sein soll. Er verhindert, dass zu viel Material eingelagert wird.
Einfach gesagt:
-
Mindestbestand: untere Grenze
-
Sicherheitsbestand: Reserve für Notfälle
-
Meldebestand: hier wird neu bestellt
-
Höchstbestand: obere Lagergrenze
-
optimale Bestellmenge: wirtschaftlich sinnvollste Bestellmenge
Das wird gemacht, damit das Unternehmen:
-
Lieferfähigkeit sicherstellt
-
Produktionsstillstände vermeidet
-
Lagerkosten senkt
-
Kapitalbindung reduziert
-
Material rechtzeitig nachbestellt
-
Überbestände vermeidet
-
wirtschaftlicher arbeitet
Umgesetzt wird so etwas zum Beispiel mit:
ERP-Systemen
Zum Beispiel SAP, Microsoft Dynamics oder Oracle.
Warenwirtschaftssystemen
Diese verwalten Lagerbestände, Bestellungen und Materialbewegungen.
Lagerverwaltungsprogrammen
Diese zeigen, welche Artikel wo gelagert sind und wann nachbestellt werden muss.
Excel oder Tabellenkalkulationen
In kleineren Unternehmen werden Bestände manchmal auch mit Excel überwacht.
Kurz gesagt:
Diese Bestandsgrößen helfen, immer genug Material zu haben, aber nicht zu viel Geld im Lager zu binden.
Was ist der Pareto-Effekt und wie kann man ihn im Unternehmen erklären?
Antwort:
Der Pareto-Effekt wird auch 80/20-Regel genannt.
Er besagt, dass oft ein kleiner Teil der Ursachen für einen großen Teil der Wirkung verantwortlich ist.
Typisches Beispiel:
20 Prozent der Kunden bringen 80 Prozent des Umsatzes.
Oder:
20 Prozent der Fehler verursachen 80 Prozent der Reklamationen.
Oder:
20 Prozent der Artikel verursachen 80 Prozent des Lagerwertes.
In der Praxis bedeutet das:
Man sollte sich zuerst auf die wichtigsten Ursachen, Kunden, Produkte oder Probleme konzentrieren.
Beispiel aus dem Lager:
Ein Unternehmen hat 1.000 verschiedene Artikel. Nur 200 Artikel verursachen aber den größten Teil des Lagerwertes. Dann sollte man diese Artikel besonders genau überwachen.
Beispiel aus der Qualität:
Wenn die meisten Reklamationen durch wenige Fehlerarten entstehen, sollte man zuerst diese Fehlerarten beseitigen.
Beispiel aus dem Vertrieb:
Wenn wenige Kunden den größten Umsatz bringen, sollte man diese Kunden besonders gut betreuen.
Kurz gesagt:
Der Pareto-Effekt bedeutet: Mit wenigen wichtigen Ursachen erreicht man oft einen großen Teil der Wirkung.
Was sind fixe und variable Kosten, und welche Beispiele gibt es dafür?
Antwort:
Fixe Kosten sind Kosten, die unabhängig von der Produktionsmenge entstehen.
Sie bleiben also gleich, egal ob wenig, viel oder kurzfristig gar nichts produziert wird.
Beispiele für fixe Kosten:
Miete
Die Miete für eine Produktionshalle muss gezahlt werden, auch wenn die Produktion stillsteht.
Gehälter
Feste Monatsgehälter fallen regelmäßig an, unabhängig von der produzierten Menge.
Versicherungen
Versicherungsbeiträge bleiben meistens gleich, egal wie viel produziert wird.
Weitere Beispiele sind Leasingraten, Abschreibungen oder Grundgebühren.
Variable Kosten verändern sich mit der Produktionsmenge.
Je mehr produziert wird, desto höher sind diese Kosten.
Beispiele für variable Kosten:
Materialkosten
Wenn mehr produziert wird, wird mehr Material verbraucht.
Akkordlohn
Wenn Mitarbeiter nach Stückzahl bezahlt werden, steigen die Lohnkosten mit der Produktionsmenge.
Energiekosten der Maschinen
Wenn Maschinen länger laufen, wird mehr Strom oder Druckluft verbraucht.
Weitere Beispiele sind Verpackungskosten, Frachtkosten oder Hilfsstoffe je Stück.
Wichtig ist:
Manche Kosten können auch gemischt sein.
Beispiel Strom:
Die Grundgebühr ist eher fix.
Der Verbrauch der Maschinen ist eher variabel.
Kurz gesagt:
Fixe Kosten bleiben unabhängig von der Menge gleich.
Variable Kosten steigen oder sinken mit der Produktionsmenge.
Was ist der Deckungsbeitrag, wie wird er berechnet und warum kann ein Unternehmen ein Produkt weiter produzieren, obwohl es Verlust macht?
Antwort:
Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel ein Produkt zur Deckung der fixen Kosten beiträgt.
Die Formel lautet:
Deckungsbeitrag = Verkaufspreis - variable Kosten
Beispiel:
Verkaufspreis: 50 Euro
Variable Kosten: 30 Euro
Dann gilt:
50 Euro - 30 Euro = 20 Euro Deckungsbeitrag
Das bedeutet:
Von jedem verkauften Stück bleiben 20 Euro übrig, um die fixen Kosten zu decken.
Wenn die fixen Kosten vollständig gedeckt sind, entsteht danach Gewinn.
Ein Unternehmen kann ein Produkt trotzdem weiter produzieren, obwohl es auf den ersten Blick Verlust macht, wenn es noch einen positiven Deckungsbeitrag liefert.
Das bedeutet:
Das Produkt deckt zwar nicht alle Kosten vollständig, aber es hilft trotzdem dabei, einen Teil der fixen Kosten zu bezahlen.
Wenn das Unternehmen das Produkt nicht mehr produziert, fallen viele fixe Kosten trotzdem weiter an, zum Beispiel Miete, Gehälter oder Abschreibungen.
Dann kann der Verlust sogar größer werden.
Ein weiterer Grund kann sein, dass vorhandene Restbestände oder übrig gebliebene Teile noch sinnvoll genutzt werden können.
Beispiel:
Ein Unternehmen hat noch Bauteile, Rohstoffe oder Halbfertigteile auf Lager. Daraus kann es noch Produkte herstellen. Auch wenn der Gewinn gering ist oder sogar ein kleiner Verlust entsteht, kann es sinnvoll sein, diese Teile zu verwenden, statt sie wegzuwerfen oder ungenutzt liegen zu lassen.
Außerdem kann ein Unternehmen ein Produkt weiter produzieren, um das Sortiment zu vervollständigen.
Beispiel:
Ein Hersteller verkauft ein komplettes Produktsortiment. Ein einzelnes Produkt bringt wenig oder keinen Gewinn, ist aber wichtig, damit Kunden das ganze Sortiment aus einer Hand bekommen. Ohne dieses Produkt könnten Kunden vielleicht zur Konkurrenz wechseln.
Weitere Gründe können sein:
-
Kundenbindung
-
Sortiment vervollständigen
-
Restmaterial verwerten
-
Marktanteile sichern
-
Maschinen auslasten
-
Mitarbeiter beschäftigen
-
Fixkosten teilweise decken
-
Folgeaufträge ermöglichen
Wichtig ist aber:
Langfristig sollte ein Produkt nicht dauerhaft Verlust bringen, wenn es keinen strategischen Nutzen hat.
Kurz gesagt:
Ein Produkt kann trotz Verlust weiter produziert werden, wenn es einen positiven Deckungsbeitrag liefert, vorhandene Teile verwertet, das Sortiment ergänzt oder wichtige Kunden hält.
Was bedeutet Amortisation und wie kann man sie mit Beispielen erklären?
Antwort:
Amortisation bedeutet, dass sich eine Investition durch Einsparungen oder Gewinne wieder bezahlt macht.
Man fragt also:
Nach welcher Zeit hat sich die Investition gelohnt?
Die Amortisationszeit zeigt, wie lange es dauert, bis das eingesetzte Kapital wieder zurückgeflossen ist.
Eine einfache Formel lautet:
Amortisationszeit = Anschaffungskosten ÷ jährlicher Rückfluss
Der jährliche Rückfluss kann zum Beispiel aus Gewinn, Kosteneinsparung oder zusätzlichem Deckungsbeitrag bestehen.
Beispiel Maschine:
Eine neue Maschine kostet 100.000 Euro.
Durch die Maschine spart das Unternehmen jährlich 25.000 Euro.
Dann gilt:
100.000 Euro ÷ 25.000 Euro = 4 Jahre
Die Maschine hat sich also nach 4 Jahren amortisiert.
Beispiel Energieeinsparung:
Ein Unternehmen kauft eine neue Heizungsanlage für 40.000 Euro.
Dadurch spart es jährlich 8.000 Euro Energiekosten.
Dann gilt:
40.000 Euro ÷ 8.000 Euro = 5 Jahre
Die Investition hat sich nach 5 Jahren bezahlt gemacht.
Beispiel Produktion:
Eine neue Maschine produziert schneller und senkt dadurch die Stückkosten. Wenn das Unternehmen dadurch jährlich 15.000 Euro einspart und die Maschine 60.000 Euro kostet, beträgt die Amortisationszeit:
60.000 Euro ÷ 15.000 Euro = 4 Jahre
Die Amortisation ist wichtig, weil Unternehmen wissen wollen, ob sich eine Investition lohnt und wann das eingesetzte Geld zurückkommt.
Kurz gesagt:
Amortisation bedeutet: Eine Investition verdient ihr eingesetztes Geld durch Einsparungen oder Gewinne wieder zurück.
IHK Heilbronn MEP BWH
IHK Heilbronn 01.2026
-Was gibt es für Gesellschaften
-GmbH und AG erklären
-Was ist ein Konzern und welche Aufgaben hat diese
-Was ist eine Buchführung und wie wird diese eingesetzt
-Was sind fixe und Variable kosten
-Was ist der Break-Even
-wo befindet sich der break-even-point
-Was ist die FMEA Analyse
-Thema recycling/Ausschuss/Wertschätzung/wertschöpfung
-Was ist der Lagerbestand und Meldebestand
-Was ist Inventur und wie läuft eine Inventur ab
-Was sind Betriebsmittel und Hilfsmittel und wie/ wo werden diese eingesetzt
-Was ist eine Bilanz und wie ist diese aufgebaut
Da waren noch einige Fragen aber die fallen mir gerade nicht ein
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Welche Gesellschaftsformen gibt es, und wie unterscheiden sich GmbH und AG?
- Was ist ein Konzern, wie entsteht er und welche Aufgaben hat die Konzernleitung?
- Was ist Buchführung und wofür wird sie im Unternehmen eingesetzt?
- Was sind fixe und variable Kosten, was ist der Break-even-Point und wo befindet er sich?
- Was bedeuten Recycling, Ausschuss, Wertschätzung und Wertschöpfung im Unternehmen?
- Was sind Lagerbestand und Meldebestand, und warum sind sie wichtig?
- Was ist eine Inventur und wie läuft eine Inventur ab?
- Was sind Betriebsmittel und Hilfsmittel, und wo werden sie eingesetzt?
- Was ist eine Bilanz und wie ist sie aufgebaut?
- Was ist die FMEA, wofür wird sie eingesetzt und wie läuft sie ab?
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Gesellschaftsformen gibt es, und wie unterscheiden sich GmbH und AG?
Antwort:
Es gibt verschiedene Unternehmensformen. Man kann sie grob einteilen in:
Einzelunternehmen
Eine einzelne Person führt das Unternehmen allein. Die Gründung ist einfach, es gibt kein Mindestkapital, aber der Unternehmer haftet grundsätzlich auch mit seinem Privatvermögen.
Personengesellschaften
Dazu gehören zum Beispiel GbR, OHG und KG. Hier stehen die Personen im Vordergrund. Die Gesellschafter arbeiten häufig aktiv mit und haften je nach Rechtsform auch persönlich.
Kapitalgesellschaften
Dazu gehören zum Beispiel GmbH, UG und AG. Hier steht das Kapital im Vordergrund. Die Gesellschaft ist eine eigene juristische Person.
Die GmbH bedeutet Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Wichtige Merkmale der GmbH:
-
Mindeststammkapital: 25.000 Euro
-
Eintragung ins Handelsregister
-
notarieller Gesellschaftsvertrag
-
Geschäftsführung durch einen oder mehrere Geschäftsführer
-
Haftung grundsätzlich mit dem Gesellschaftsvermögen
-
Gesellschafter haften normalerweise nicht privat
Die GmbH eignet sich besonders für kleinere und mittlere Unternehmen, wenn man die private Haftung begrenzen möchte.
Die AG bedeutet Aktiengesellschaft.
Wichtige Merkmale der AG:
-
Grundkapital: 50.000 Euro
-
Aufteilung des Kapitals in Aktien
-
Aktionäre sind die Eigentümer
-
Vorstand führt die Geschäfte
-
Aufsichtsrat kontrolliert den Vorstand
-
Hauptversammlung vertritt die Aktionäre
-
Haftung grundsätzlich mit dem Gesellschaftsvermögen
Die AG eignet sich besonders für größere Unternehmen, weil sie leichter Kapital über Aktien beschaffen kann.
Kurz gesagt:
Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft mit Gesellschaftern und Geschäftsführung. Die AG ist eine Kapitalgesellschaft mit Aktionären, Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung.
Was ist ein Konzern, wie entsteht er und welche Aufgaben hat die Konzernleitung?
Antwort:
Ein Konzern entsteht, wenn mehrere rechtlich selbstständige Unternehmen unter einer einheitlichen Leitung zusammengefasst sind.
Das bedeutet:
Die einzelnen Unternehmen bleiben rechtlich eigene Unternehmen, werden aber wirtschaftlich gemeinsam geführt.
Beispiel:
Eine Muttergesellschaft besitzt mehrere Tochtergesellschaften. Jede Tochtergesellschaft kann rechtlich selbstständig sein, aber die Muttergesellschaft gibt die strategische Richtung vor.
Ein Konzern besteht meistens aus:
Mutterunternehmen
Das ist das übergeordnete Unternehmen. Es kontrolliert oder beeinflusst die anderen Unternehmen.
Tochterunternehmen
Das sind die abhängigen Unternehmen innerhalb des Konzerns.
Aufgaben der Konzernleitung können sein:
-
Strategie festlegen
-
Finanzierung steuern
-
Investitionen planen
-
Personalpolitik beeinflussen
-
Einkauf bündeln
-
Produktion koordinieren
-
Controlling durchführen
-
Gewinne und Risiken überwachen
-
einheitliche Ziele vorgeben
Vorteile eines Konzerns:
-
größere Marktmacht
-
bessere Finanzierungsmöglichkeiten
-
gemeinsamer Einkauf kann Kosten senken
-
Know-how kann innerhalb des Konzerns genutzt werden
-
Risiken können auf mehrere Unternehmen verteilt werden
Nachteile eines Konzerns:
-
weniger Entscheidungsfreiheit der Tochterunternehmen
-
mehr Bürokratie
-
kompliziertere Organisation
-
Abhängigkeit von der Konzernleitung
-
mögliche Interessenkonflikte
Kurz gesagt:
Ein Konzern ist ein Zusammenschluss mehrerer rechtlich selbstständiger Unternehmen unter einheitlicher wirtschaftlicher Leitung.
Was ist Buchführung und wofür wird sie im Unternehmen eingesetzt?
Antwort:
Die Buchführung erfasst alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens zahlenmäßig und systematisch.
Ein Geschäftsvorfall ist zum Beispiel:
-
Wareneinkauf
-
Warenverkauf
-
Lohnzahlung
-
Mietzahlung
-
Kauf einer Maschine
-
Zahlung einer Rechnung
-
Aufnahme eines Kredits
Die Buchführung zeigt also, was im Unternehmen wirtschaftlich passiert.
Sie wird eingesetzt, um:
-
Einnahmen und Ausgaben zu erfassen
-
Gewinn oder Verlust zu ermitteln
-
Vermögen und Schulden darzustellen
-
Belege nachvollziehbar zu dokumentieren
-
Grundlage für Bilanz und GuV zu schaffen
-
Steuern korrekt zu berechnen
-
Unternehmensentscheidungen vorzubereiten
Wichtig ist der Grundsatz:
Keine Buchung ohne Beleg.
Das bedeutet:
Jede Buchung muss durch einen Beleg nachweisbar sein, zum Beispiel durch eine Rechnung, Quittung oder einen Kontoauszug.
Kurz gesagt:
Buchführung bedeutet, alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens geordnet aufzuzeichnen. Sie ist die Grundlage für Jahresabschluss, Steuerberechnung und Unternehmenssteuerung.
Was sind fixe und variable Kosten, was ist der Break-even-Point und wo befindet er sich?
Antwort:
Fixe Kosten bleiben unabhängig von der Produktionsmenge gleich.
Beispiele:
-
Miete
-
Gehälter
-
Versicherungen
-
Abschreibungen
-
Leasingraten
Die Miete für eine Halle fällt zum Beispiel auch dann an, wenn weniger produziert wird.
Variable Kosten verändern sich mit der Produktionsmenge.
Beispiele:
-
Materialkosten
-
Verpackungskosten
-
Akkordlohn
-
Energiekosten der Maschinen
-
Frachtkosten pro Stück
Wenn mehr produziert wird, wird mehr Material verbraucht. Deshalb steigen die variablen Kosten.
Der Break-even-Point ist die Gewinnschwelle.
An diesem Punkt sind die Erlöse genauso hoch wie die Gesamtkosten.
Das Unternehmen macht dort weder Gewinn noch Verlust.
Die Grundidee lautet:
Erlöse = Gesamtkosten
Oder mit Deckungsbeitrag:
Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag je Stück
Der Break-even-Point befindet sich im Diagramm dort, wo sich die Erlöslinie und die Gesamtkostenlinie schneiden.
Links vom Break-even-Point liegt die Verlustzone.
Rechts vom Break-even-Point liegt die Gewinnzone.
Kurz gesagt:
Fixe Kosten bleiben gleich, variable Kosten verändern sich mit der Menge. Der Break-even-Point ist der Punkt, an dem Erlöse und Kosten gleich hoch sind.
Was bedeuten Recycling, Ausschuss, Wertschätzung und Wertschöpfung im Unternehmen?
Antwort:
Recycling bedeutet, dass Materialien wiederverwertet werden.
Beispiel:
Metallspäne aus der Produktion werden gesammelt, eingeschmolzen und wieder als Rohstoff verwendet.
Vorteile von Recycling:
-
Rohstoffe sparen
-
Kosten senken
-
Umwelt schützen
-
Abfall reduzieren
-
Nachhaltigkeit verbessern
Ausschuss sind fehlerhafte Produkte oder Teile, die nicht mehr verwendet oder verkauft werden können.
Beispiel:
Ein Bauteil wurde falsch gebohrt und passt nicht mehr in die Baugruppe. Wenn es nicht nachgearbeitet werden kann, ist es Ausschuss.
Ausschuss verursacht Kosten, weil Material, Arbeitszeit, Maschinenzeit und Energie bereits verbraucht wurden.
Wertschätzung bedeutet, dass man Menschen, Material, Arbeit und Ressourcen respektvoll behandelt.
Im Unternehmen bedeutet das zum Beispiel:
-
Mitarbeiter ernst nehmen
-
Material nicht verschwenden
-
sauber und sorgfältig arbeiten
-
Verbesserungsvorschläge beachten
-
Qualität schätzen
-
Ressourcen bewusst einsetzen
Wertschöpfung bedeutet, dass durch Arbeit ein Mehrwert entsteht.
Beispiel:
Aus Rohmaterial wird durch Bearbeitung ein fertiges Produkt. Dadurch steigt der Wert.
Ein Stahlblech allein hat einen bestimmten Wert. Wenn daraus ein präzises Bauteil gefertigt wird, ist es mehr wert.
Kurz gesagt:
Recycling nutzt Material erneut. Ausschuss ist fehlerhafte Ware. Wertschätzung bedeutet respektvoller Umgang mit Menschen und Ressourcen. Wertschöpfung bedeutet, dass durch Arbeit ein höherer Wert entsteht.
Was sind Lagerbestand und Meldebestand, und warum sind sie wichtig?
Antwort:
Der Lagerbestand zeigt, wie viel Material, Ware oder Produkte aktuell im Lager vorhanden sind.
Beispiele:
-
Rohstoffe
-
Hilfsstoffe
-
Betriebsstoffe
-
Halbfertigteile
-
Fertigprodukte
-
Ersatzteile
Der Lagerbestand ist wichtig, damit ein Unternehmen weiß, ob genug Material für Produktion oder Verkauf vorhanden ist.
Der Meldebestand ist der Bestand, bei dem eine neue Bestellung ausgelöst werden muss.
Die Formel lautet häufig:
Meldebestand = Tagesverbrauch × Lieferzeit + Sicherheitsbestand
Beispiel:
Tagesverbrauch: 10 Stück
Lieferzeit: 4 Tage
Sicherheitsbestand: 30 Stück
Meldebestand:
10 × 4 + 30 = 70 Stück
Das bedeutet:
Wenn nur noch 70 Stück auf Lager sind, muss neu bestellt werden.
Warum ist das wichtig?
-
Produktionsstillstand vermeiden
-
Lieferfähigkeit sichern
-
rechtzeitig nachbestellen
-
Lagerkosten kontrollieren
-
Kapitalbindung vermeiden
-
Sicherheitsreserve einplanen
Kurz gesagt:
Der Lagerbestand zeigt, was vorhanden ist. Der Meldebestand zeigt, wann neu bestellt werden muss.
Was ist eine Inventur und wie läuft eine Inventur ab?
Antwort:
Die Inventur ist die mengen- und wertmäßige Erfassung aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens.
Das Unternehmen stellt also fest, was tatsächlich vorhanden ist.
Erfasst werden zum Beispiel:
-
Waren
-
Rohstoffe
-
Maschinen
-
Fahrzeuge
-
Werkzeuge
-
Bargeld
-
Bankguthaben
-
Forderungen
-
Verbindlichkeiten
Eine Inventur läuft meistens so ab:
Zuerst wird die Inventur vorbereitet.
Dazu werden Inventurlisten erstellt, Lagerbereiche eingeteilt und Mitarbeiter eingewiesen.
Dann werden die Bestände erfasst.
Das geschieht durch Zählen, Wiegen, Messen oder Schätzen.
Danach werden die Mengen bewertet.
Die gezählten Bestände werden mit einem Wert angesetzt.
Anschließend werden die Ergebnisse dokumentiert.
Die Inventurlisten müssen ordentlich und nachvollziehbar sein.
Zum Schluss werden die Inventurergebnisse mit der Buchführung verglichen.
Wenn es Abweichungen gibt, müssen diese geprüft und korrigiert werden.
Inventurarten sind zum Beispiel:
-
Stichtagsinventur
-
zeitnahe Inventur
-
verlegte Inventur
-
permanente Inventur
-
Stichprobeninventur
Kurz gesagt:
Bei der Inventur prüft ein Unternehmen, welche Vermögenswerte und Schulden tatsächlich vorhanden sind. Sie ist die Grundlage für das Inventar und die Bilanz.
Was sind Betriebsmittel und Hilfsmittel, und wo werden sie eingesetzt?
Antwort:
Betriebsmittel sind Mittel, die ein Unternehmen braucht, um produzieren oder arbeiten zu können.
Sie werden meistens über längere Zeit genutzt und gehen nicht direkt in das Produkt ein.
Beispiele:
-
Maschinen
-
Werkzeuge
-
Fahrzeuge
-
Computer
-
Arbeitsplätze
-
Regale
-
Gebäude
-
Förderbänder
Beispiel:
Eine CNC-Maschine ist ein Betriebsmittel, weil sie zur Herstellung von Bauteilen verwendet wird, aber nicht Bestandteil des fertigen Produkts wird.
Hilfsmittel unterstützen die Arbeit oder Produktion.
Sie helfen bei der Herstellung, Montage, Prüfung oder beim Transport.
Beispiele:
-
Vorrichtungen
-
Messmittel
-
Spannmittel
-
Schablonen
-
Transportbehälter
-
Hebehilfen
-
Arbeitsanweisungen
-
Prüflehren
Beispiel:
Eine Bohrschablone ist ein Hilfsmittel, weil sie hilft, Bohrungen richtig zu setzen.
Man kann zusätzlich unterscheiden:
Hilfsstoffe gehen teilweise in das Produkt ein, sind aber nicht Hauptbestandteil.
Beispiele:
-
Schrauben
-
Kleber
-
Lack
-
Lötzinn
Betriebsstoffe werden bei der Produktion verbraucht, gehen aber nicht direkt ins Produkt ein.
Beispiele:
-
Schmieröl
-
Kühlmittel
-
Strom
-
Gas
-
Reinigungsmittel
Kurz gesagt:
Betriebsmittel sind zum Beispiel Maschinen und Werkzeuge. Hilfsmittel unterstützen die Arbeit, zum Beispiel Vorrichtungen, Messmittel oder Schablonen.
Was ist eine Bilanz und wie ist sie aufgebaut?
Antwort:
Eine Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag.
Sie hat zwei Seiten:
Aktiva auf der linken Seite
-
Anlagevermögen
-
Umlaufvermögen
Passiva auf der rechten Seite
-
Eigenkapital
-
Fremdkapital
Die Aktivseite zeigt, wofür das Kapital verwendet wurde.
Dort steht also das Vermögen des Unternehmens.
Zur Aktivseite gehören:
Anlagevermögen
Zum Beispiel Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Umlaufvermögen
Zum Beispiel Rohstoffe, Waren, Forderungen, Bankguthaben und Kasse.
Die Passivseite zeigt, woher das Kapital kommt.
Zur Passivseite gehören:
Eigenkapital
Das Kapital des Unternehmers oder der Gesellschafter.
Fremdkapital
Schulden gegenüber anderen, zum Beispiel Bankdarlehen, Lieferantenverbindlichkeiten oder Rückstellungen.
Wichtig ist:
Aktiva = Passiva
Die Bilanz ist immer ausgeglichen.
Kurz gesagt:
Die Aktivseite zeigt, was das Unternehmen besitzt. Die Passivseite zeigt, wie dieses Vermögen finanziert wurde.
Was ist die FMEA, wofür wird sie eingesetzt und wie läuft sie ab?
Antwort:
Die FMEA bedeutet Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse.
Sie ist eine Methode aus dem Qualitätsmanagement. Mit der FMEA versucht man, mögliche Fehler schon im Voraus zu erkennen, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden.
Das Ziel ist also nicht, erst zu reagieren, wenn der Fehler schon passiert ist, sondern Fehler möglichst früh zu verhindern.
Die FMEA wird zum Beispiel eingesetzt bei:
-
Produktentwicklung
-
Prozessplanung
-
Produktion
-
Montage
-
Qualitätsmanagement
-
neuen Maschinen oder Anlagen
-
neuen Arbeitsabläufen
Bei einer FMEA stellt man sich typische Fragen:
-
Was kann schiefgehen?
-
Welche Fehler können auftreten?
-
Welche Ursachen können diese Fehler haben?
-
Welche Folgen hätte der Fehler?
-
Wie schwer wäre die Auswirkung?
-
Wie wahrscheinlich ist der Fehler?
-
Wie gut kann man den Fehler vorher entdecken?
-
Welche Maßnahmen kann man dagegen einführen?
Kurz gesagt:
Die FMEA ist eine vorbeugende Fehleranalyse. Man sucht mögliche Fehler, bewertet deren Risiko und legt Maßnahmen fest, damit Fehler gar nicht erst entstehen oder früher erkannt werden.

IHK Heilbronn 02.2026
Ich wollte meine Erfahrung mit dir teilen und somit anderen helfen.
Also folgende Themen kamen dran:
- Wertschöpfende Arbeiten: Erklären und und Beispiele bringen.
- Umsatz und den Unterschied zum Gewinn erklären.
- Kosten erklären: Kostenarten (Kv und Kf)
- Beispiele für Kv und Kf.
- Deckungsbeitrag erklären wie er zustande kommt und für was er ist.
- Inventur: Welche Arten es gibt und erklären.
- Aufbau- und Ablauforganisation erklären und Unterschiede verdeutlichen.
- Organisationsformen aufzählen.
- Einlinienorganisation und Mehrlinienorganisation erklären und zeigen worin der Unterschied besteht.
- Hierarchie, Instanz, Stelle und Stabstelle erklären.
- Unternehmensformen: Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften je mit einem Beispiel erklären wie sie sich unterscheiden.
- GmbH und AG Eigenschaften aufzählen und Organe nennen.
- AG-Organe - Aufgaben erklären.
- Nennaktie/Kursaktie erklären
- Bonität erklären
- Leasing erklären
- xBEP erklären und an die Tafel zeichnen
- Für was ist BWH erklären.
Das war’s denke ich im Großen und Ganzen.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Was sind wertschöpfende Arbeiten, und welche Beispiele gibt es dafür?
- Was ist Umsatz, was ist Gewinn, und worin liegt der Unterschied?
- Was sind fixe und variable Kosten, welche Beispiele gibt es dafür, und wie hängen sie mit dem Deckungsbeitrag zusammen?
- Was ist der Break-even-Point, wofür ist er da, und wie zeichnet man ihn?
- Welche Inventurarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?
- Was ist der Unterschied zwischen Aufbauorganisation und Ablauforganisation?
- Welche Organisationsformen gibt es, und wie unterscheiden sich Einlinienorganisation und Mehrlinienorganisation?
- Was bedeuten Hierarchie, Instanz, Stelle und Stabstelle?
- Was ist der Unterschied zwischen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften, und welche Beispiele gibt es?
- Welche Eigenschaften haben GmbH und AG, und welche Organe hat besonders die AG?
- Was ist der Unterschied zwischen Nennwertaktie und Stückaktie?
- Was bedeutet Bonität und warum ist sie für Unternehmen wichtig?
- Was ist Leasing und welche Vor- und Nachteile hat es?
- Wofür ist BWH wichtig?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was sind wertschöpfende Arbeiten, und welche Beispiele gibt es dafür?
Antwort:
Wertschöpfende Arbeiten sind Tätigkeiten, durch die ein Produkt oder eine Dienstleistung einen höheren Wert bekommt.
Das bedeutet:
Durch die Arbeit entsteht für den Kunden ein Nutzen oder ein Mehrwert.
Beispiele:
-
Ein Rohteil wird bearbeitet.
-
Ein Bauteil wird montiert.
-
Ein Produkt wird lackiert.
-
Eine Maschine wird eingestellt.
-
Ein defektes Teil wird repariert.
-
Ein Produkt wird geprüft, wenn dadurch Qualität sichergestellt wird.
Beispiel aus der Produktion:
Ein Metallstück wird gefräst, gebohrt und anschließend montiert. Dadurch entsteht aus einfachem Material ein nutzbares Bauteil. Der Wert steigt.
Nicht wertschöpfende Tätigkeiten sind dagegen Tätigkeiten, die zwar manchmal notwendig sind, aber keinen direkten Mehrwert am Produkt erzeugen.
Beispiele:
-
Warten auf Material
-
Suchen von Werkzeugen
-
unnötige Laufwege
-
Nacharbeit wegen Fehlern
-
Doppelarbeit
-
unnötige Transporte
Kurz gesagt:
Wertschöpfend ist alles, was den Wert des Produktes für den Kunden erhöht.
Was ist Umsatz, was ist Gewinn, und worin liegt der Unterschied?
Antwort:
Der Umsatz ist der Wert aller verkauften Produkte oder Dienstleistungen.
Die Formel lautet:
Umsatz = Verkaufspreis × verkaufte Menge
Beispiel:
Ein Unternehmen verkauft 100 Stück zu je 50 Euro.
100 × 50 Euro = 5.000 Euro Umsatz
Der Umsatz sagt aber noch nicht, ob das Unternehmen Gewinn gemacht hat.
Der Gewinn entsteht erst, wenn von den Erlösen alle Kosten abgezogen wurden.
Die Formel lautet:
Gewinn = Umsatz - Kosten
Beispiel:
Umsatz: 5.000 Euro
Kosten: 3.500 Euro
Gewinn: 5.000 Euro - 3.500 Euro = 1.500 Euro
Der Unterschied ist also:
Der Umsatz zeigt, wie viel verkauft wurde.
Der Gewinn zeigt, was nach Abzug der Kosten übrig bleibt.
Kurz gesagt:
Umsatz ist nicht automatisch Gewinn. Gewinn entsteht erst, wenn die Kosten niedriger sind als der Umsatz.
Was sind fixe und variable Kosten, welche Beispiele gibt es dafür, und wie hängen sie mit dem Deckungsbeitrag zusammen?
Antwort:
Fixe Kosten sind Kosten, die unabhängig von der Produktionsmenge anfallen.
Sie bleiben also gleich, egal ob wenig, viel oder kurzfristig gar nichts produziert wird.
Beispiele für fixe Kosten:
-
Miete
-
Gehälter
-
Versicherungen
-
Abschreibungen
-
Leasingraten
-
Grundgebühren
Beispiel:
Die Hallenmiete muss bezahlt werden, auch wenn die Produktion stillsteht.
Variable Kosten verändern sich mit der Produktionsmenge.
Je mehr produziert wird, desto höher sind diese Kosten.
Beispiele für variable Kosten:
-
Materialkosten
-
Verpackungskosten
-
Akkordlohn
-
Energiekosten der Maschinen
-
Frachtkosten pro Stück
-
Hilfsstoffe pro Stück
Beispiel:
Wenn mehr Produkte hergestellt werden, wird mehr Material verbraucht. Deshalb steigen die Materialkosten.
Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel vom Verkaufspreis nach Abzug der variablen Kosten übrig bleibt.
Die Formel lautet: Deckungsbeitrag = Verkaufspreis - variable Kosten
Beispiel:
Verkaufspreis: 80 Euro
Variable Kosten: 50 Euro
Deckungsbeitrag:
80 Euro - 50 Euro = 30 Euro
Diese 30 Euro dienen dazu, die fixen Kosten zu decken.
Erst wenn alle fixen Kosten gedeckt sind, entsteht Gewinn.
Kurz gesagt:
Variable Kosten werden vom Verkaufspreis abgezogen. Was übrig bleibt, ist der Deckungsbeitrag zur Deckung der Fixkosten.
Was ist der Break-even-Point, wofür ist er da, und wie zeichnet man ihn?
Antwort:
Der Break-even-Point, kurz BEP, ist die Gewinnschwelle.
An diesem Punkt sind die Erlöse genauso hoch wie die Gesamtkosten.
Das Unternehmen macht dort weder Gewinn noch Verlust.
Die Grundidee lautet:
Erlöse = Gesamtkosten
Oder:
Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag je Stück
Beispiel:
Fixkosten: 12.000 Euro
Verkaufspreis je Stück: 100 Euro
Variable Kosten je Stück: 60 Euro
Deckungsbeitrag:
100 Euro - 60 Euro = 40 Euro
Break-even-Menge:
12.000 Euro ÷ 40 Euro = 300 Stück
Das bedeutet:
Bei 300 Stück ist das Unternehmen bei null.
Unter 300 Stück entsteht Verlust.
Über 300 Stück entsteht Gewinn.
Eine typische BEP-Grafik:
-
X-Achse: Absatzmenge
-
Y-Achse: Kosten & Erlöse
-
Fixkosten: waagerechte Linie
-
Gesamtkosten: steigende Linie (Fixkosten + variable Kosten)
-
Erlöslinie: steiler steigende Linie
-
Schnittpunkt Erlös/Gesamtkosten = Break-Even-Point
Links vom BEP: Verlustzone
Rechts vom BEP: Gewinnzone
Kurz gesagt:
Der BEP zeigt, ab welcher Menge ein Unternehmen keinen Verlust mehr macht.
Welche Inventurarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?
Antwort:
Die Inventur ist die mengen- und wertmäßige Erfassung des Vermögens und der Schulden eines Unternehmens.
Dabei wird festgestellt, was tatsächlich vorhanden ist.
Wichtige Inventurarten sind:
Stichtagsinventur
Hier wird am Bilanzstichtag gezählt, gemessen, gewogen oder geschätzt.
Beispiel:
Am 31.12. werden alle Waren, Rohstoffe und Bestände gezählt.
Zeitnahe Inventur
Die Inventur findet kurz vor oder kurz nach dem Bilanzstichtag statt. Die Bestände werden auf den Stichtag fortgeschrieben oder zurückgerechnet.
Verlegte Inventur
Die Inventur kann bis zu drei Monate vor oder bis zu zwei Monate nach dem Bilanzstichtag stattfinden. Auch hier muss auf den Bilanzstichtag umgerechnet werden.
Permanente Inventur
Die Bestände werden laufend während des Jahres erfasst. Voraussetzung ist eine ordnungsgemäße Lagerbuchführung.
Stichprobeninventur
Es werden nicht alle Bestände gezählt, sondern nur ausgewählte Stichproben. Daraus wird der Gesamtbestand rechnerisch ermittelt.
Kurz gesagt:
Die Inventur prüft, was wirklich vorhanden ist. Je nach Verfahren wird direkt am Stichtag, zeitnah, laufend oder stichprobenartig gezählt.
Was ist der Unterschied zwischen Aufbauorganisation und Ablauforganisation?
Antwort:
Die Aufbauorganisation beschreibt, wie ein Unternehmen aufgebaut ist.
Sie zeigt:
-
welche Abteilungen es gibt
-
welche Stellen es gibt
-
wer wem unterstellt ist
-
wer Verantwortung trägt
-
wer Weisungsbefugnis hat
Ein typisches Beispiel ist ein Organigramm.
Die Aufbauorganisation beantwortet die Frage:
Wer ist wofür zuständig?
Beispiel:
-
Geschäftsführung
-
Produktionsleitung
-
Meister
-
Schichtführer
-
Mitarbeiter
Die Ablauforganisation beschreibt, wie die Arbeit im Unternehmen abläuft.
Sie zeigt:
-
welche Arbeitsschritte nacheinander erfolgen
-
wer wann welche Aufgabe erledigt
-
welche Informationen weitergegeben werden
-
wie ein Auftrag durch das Unternehmen läuft
Die Ablauforganisation beantwortet die Frage:
Wie läuft die Arbeit ab?
Beispiel:
-
Kundenauftrag kommt rein.
-
Vertrieb nimmt Auftrag auf.
-
Arbeitsvorbereitung plant.
-
Lager stellt Material bereit.
-
Produktion fertigt.
-
Qualitätssicherung prüft.
-
Versand liefert aus.
-
Buchhaltung schreibt Rechnung.
Kurz gesagt:
Aufbauorganisation = Wer ist wofür zuständig?
Ablauforganisation = Wie läuft die Arbeit ab?
Welche Organisationsformen gibt es, und wie unterscheiden sich Einlinienorganisation und Mehrlinienorganisation?
Antwort:
Organisationsformen regeln, wie Weisungen, Verantwortung und Aufgaben im Unternehmen verteilt sind.
Wichtige Organisationsformen sind:
-
Einlinienorganisation
-
Mehrlinienorganisation
-
Stabliniensystem
-
Matrixorganisation
Bei der Einlinienorganisation hat jeder Mitarbeiter genau einen direkten Vorgesetzten.
Beispiel:
-
Geschäftsführung
-
Produktionsleiter
-
Meister
-
Mitarbeiter
Vorteile:
-
klare Zuständigkeit
-
eindeutige Weisungen
-
weniger Kompetenzkonflikte
-
übersichtlicher Aufbau
Nachteile:
-
lange Entscheidungswege
-
Vorgesetzte können überlastet werden
-
weniger direkte Fachberatung
Bei der Mehrlinienorganisation kann ein Mitarbeiter Anweisungen von mehreren Vorgesetzten bekommen.
Beispiel:
Ein Mitarbeiter bekommt fachliche Anweisungen vom Qualitätsleiter und organisatorische Anweisungen vom Produktionsleiter.
Vorteile:
-
Spezialwissen wird besser genutzt
-
kürzere Wege zu Fachabteilungen
-
Entscheidungen können fachlich besser sein
Nachteile:
-
widersprüchliche Anweisungen möglich
-
Kompetenzkonflikte möglich
-
Mitarbeiter weiß eventuell nicht, welche Anweisung Vorrang hat
Kurz gesagt:
Einliniensystem bedeutet: ein Mitarbeiter, ein Vorgesetzter.
Mehrliniensystem bedeutet: ein Mitarbeiter kann mehrere Vorgesetzte haben.
Was bedeuten Hierarchie, Instanz, Stelle und Stabstelle?
Antwort:
Die Hierarchie zeigt die Rangordnung im Unternehmen.
Sie zeigt also, wer über wem steht und wer wem Anweisungen geben darf.
Beispiel:
-
Geschäftsführung
-
Abteilungsleitung
-
Meister
-
Mitarbeiter
Eine Stelle ist die kleinste organisatorische Einheit im Unternehmen.
Sie besteht aus bestimmten Aufgaben, Rechten und Pflichten.
Beispiel:
-
Maschinenbediener
-
Schichtleiter
-
Einkäufer
-
Lagerist
-
Meister
Eine Instanz ist eine Stelle mit Weisungsbefugnis.
Das bedeutet:
Eine Instanz darf anderen Mitarbeitern Anweisungen geben und Entscheidungen treffen.
Beispiele:
-
Meister
-
Abteilungsleiter
-
Produktionsleiter
-
Geschäftsführer
Eine Stabstelle unterstützt und berät eine Instanz, hat aber normalerweise keine direkte Weisungsbefugnis gegenüber den Linienmitarbeitern.
Beispiele:
-
Arbeitssicherheit
-
Qualitätsmanagement
-
Controlling
-
Rechtsabteilung
-
Datenschutz
Beispiel:
Die Fachkraft für Arbeitssicherheit berät den Meister, darf aber den Mitarbeitern normalerweise nicht direkt wie ein Vorgesetzter Arbeitsaufträge geben.
Kurz gesagt:
Hierarchie zeigt die Rangordnung.
Stelle ist ein Aufgabenbereich.
Instanz ist eine Stelle mit Weisungsbefugnis.
Stabstelle berät und unterstützt.
Was ist der Unterschied zwischen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften, und welche Beispiele gibt es?
Antwort:
Bei Personengesellschaften stehen die Personen im Vordergrund.
Die Gesellschafter arbeiten häufig aktiv mit und haften je nach Rechtsform auch persönlich.
Beispiele:
-
GbR
-
OHG
-
KG
Bei der GbR schließen sich mindestens zwei Personen zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen.
Bei der OHG betreiben mindestens zwei Personen ein Handelsgewerbe. Die Gesellschafter haften grundsätzlich persönlich und unbeschränkt.
Bei der KG gibt es Komplementäre und Kommanditisten. Der Komplementär haftet unbeschränkt. Der Kommanditist haftet nur mit seiner Einlage.
Bei Kapitalgesellschaften steht das Kapital im Vordergrund.
Die Gesellschaft ist eine eigene juristische Person.
Beispiele:
-
GmbH
-
AG
-
UG
Kapitalgesellschaften haften grundsätzlich mit ihrem Gesellschaftsvermögen. Die Gesellschafter oder Aktionäre haften normalerweise nicht mit ihrem Privatvermögen.
Kurz gesagt:
Personengesellschaften sind stärker personenbezogen. Kapitalgesellschaften sind stärker kapitalbezogen und rechtlich selbstständiger.
Welche Eigenschaften haben GmbH und AG, und welche Organe hat besonders die AG?
Antwort:
Die GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Wichtige Merkmale:
-
Kapitalgesellschaft
-
juristische Person
-
Mindeststammkapital 25.000 Euro
-
Haftung grundsätzlich mit Gesellschaftsvermögen
-
Geschäftsführung durch Geschäftsführer
-
Gesellschafterversammlung als wichtiges Organ
Die GmbH eignet sich besonders für kleine und mittlere Unternehmen, die eine Haftungsbeschränkung wollen.
Die AG ist eine Aktiengesellschaft.
Wichtige Merkmale:
-
Kapitalgesellschaft
-
juristische Person
-
Grundkapital mindestens 50.000 Euro
-
Kapital ist in Aktien zerlegt
-
Eigentümer sind Aktionäre
-
Haftung grundsätzlich mit Gesellschaftsvermögen
-
geeignet für größere Unternehmen und Kapitalbeschaffung
Die AG hat drei wichtige Organe:
Vorstand
Der Vorstand leitet die AG eigenverantwortlich und führt die Geschäfte.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat kontrolliert den Vorstand und bestellt beziehungsweise überwacht ihn.
Hauptversammlung
In der Hauptversammlung kommen die Aktionäre zusammen. Sie entscheiden über wichtige Angelegenheiten, zum Beispiel die Wahl des Aufsichtsrats oder die Verwendung des Bilanzgewinns.
Kurz gesagt:
Die GmbH wird durch Geschäftsführer geleitet. Die AG hat Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung.
Was ist der Unterschied zwischen Nennwertaktie und Stückaktie?
Antwort:
Eine Nennwertaktie hat einen festen Nennbetrag.
Beispiel:
Eine Aktie hat einen Nennwert von 10 Euro.
Der Nennwert zeigt, mit welchem Betrag die Aktie am Grundkapital der AG beteiligt ist.
Eine Stückaktie hat keinen festen Nennwert.
Sie stellt einen bestimmten Anteil am Grundkapital dar.
Beispiel:
Eine AG hat 100.000 Stückaktien. Dann steht jede Aktie für einen gleich großen Anteil am Unternehmen.
Wichtig ist:
Der Börsenkurs einer Aktie ist nicht automatisch gleich dem Nennwert.
Der Kurswert entsteht am Markt durch Angebot und Nachfrage.
Kurz gesagt:
Die Nennwertaktie hat einen festen Nennbetrag. Die Stückaktie hat keinen Nennbetrag, sondern verkörpert einen Anteil am Grundkapital.
Was bedeutet Bonität und warum ist sie für Unternehmen wichtig?
Antwort:
Bonität bedeutet Kreditwürdigkeit.
Sie zeigt, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Person oder ein Unternehmen seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann.
Eine gute Bonität bedeutet:
-
Das Unternehmen kann Rechnungen bezahlen.
-
Das Unternehmen kann Kredite zurückzahlen.
-
Das Unternehmen wirkt zuverlässig gegenüber Banken, Lieferanten und Geschäftspartnern.
Eine schlechte Bonität bedeutet:
-
höheres Risiko für Zahlungsausfälle
-
schlechtere Kreditbedingungen
-
höhere Zinsen
-
Lieferanten verlangen eventuell Vorkasse
-
Banken vergeben vielleicht keinen Kredit
Wichtige Faktoren für die Bonität sind:
-
Eigenkapital
-
Liquidität
-
Gewinnlage
-
Zahlungsverhalten
-
Schuldenstand
-
Unternehmensentwicklung
-
Sicherheiten
Beispiel:
Wenn ein Unternehmen regelmäßig Rechnungen pünktlich bezahlt und finanziell stabil ist, hat es meistens eine bessere Bonität.
Kurz gesagt:
Bonität zeigt, ob ein Unternehmen zahlungsfähig und kreditwürdig ist.
Was ist Leasing und welche Vor- und Nachteile hat es?
Antwort:
Leasing bedeutet, dass ein Unternehmen ein Wirtschaftsgut nutzt, ohne es direkt zu kaufen.
Das Unternehmen zahlt dafür regelmäßige Leasingraten.
Beispiele:
-
Firmenfahrzeug
-
Maschine
-
Drucker
-
Gabelstapler
-
Computer
-
Produktionsanlage
Der Leasinggeber bleibt meistens Eigentümer.
Der Leasingnehmer darf das Wirtschaftsgut nutzen.
Vorteile von Leasing:
-
keine hohe Anschaffungsauszahlung auf einmal
-
Liquidität wird geschont
-
Kosten sind besser planbar
-
moderne Technik kann leichter genutzt werden
-
Wartung kann teilweise enthalten sein
-
steuerliche Vorteile können möglich sein
Nachteile von Leasing:
-
man wird meistens nicht Eigentümer
-
langfristige Vertragsbindung
-
insgesamt manchmal teurer als Kauf
-
eingeschränkte Nutzung möglich
-
Rückgabebedingungen beachten
-
bei Schäden können Zusatzkosten entstehen
Beispiel:
Ein Unternehmen least einen Gabelstapler, statt ihn zu kaufen. Dadurch muss es nicht sofort viel Kapital ausgeben und kann die monatlichen Raten einplanen.
Kurz gesagt:
Leasing bedeutet Nutzung gegen regelmäßige Zahlung. Es schont die Liquidität, kann langfristig aber teurer sein als ein Kauf.
Wofür ist BWH wichtig?
Antwort:
BWH bedeutet im Industriemeisterbereich meistens Betriebswirtschaftliches Handeln.
Dabei geht es darum, wirtschaftliche Zusammenhänge im Unternehmen zu verstehen.
BWH hilft einem Meister, nicht nur technisch zu denken, sondern auch wirtschaftlich.
Wichtige Themen sind zum Beispiel:
-
Kosten verstehen
-
Wirtschaftlichkeit beurteilen
-
Personal und Organisation verstehen
-
Unternehmensformen kennen
-
Investitionen bewerten
-
Lagerbestände einschätzen
-
Qualität und Prozesse verbessern
-
Entscheidungen wirtschaftlich begründen
Für einen Meister ist BWH wichtig, weil er im Betrieb oft Entscheidungen mit wirtschaftlichen Folgen trifft.
Beispiele:
-
Welche Kosten entstehen durch Ausschuss?
-
Lohnt sich eine neue Maschine?
-
Wie wirken sich Stillstände aus?
-
Wie kann man Materialverschwendung reduzieren?
-
Wie verbessert man Abläufe?
-
Wie plant man Personal wirtschaftlich?
Kurz gesagt:
BWH hilft dem Meister, technische Entscheidungen auch wirtschaftlich richtig zu beurteilen.

IHK Kassel MEP BWH
IHK Kassel Dezember 2023
Unternehmensform gefragt, dann optimale Bestellmenge, worauf ich zu achten habe.
Kaizen haben sie mich gefragt, dann haben sie mich nach dem BAB gefragt und die Zuschlagskalkulation, für was ich beides anwende und nach den variablen und fixe Kosten.
Dann muss ich denen paar Beispiele geben, was variabel und was war fixe sind das war BWH so grob.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Welche Unternehmensformen gibt es? Kurz erklären.
-Was ist die optimale Bestellmenge und worauf muss man achten?
-Was bedeutet Kaizen?
-Wofür verwendet man den BAB?
-Wofür verwendet man die Zuschlagskalkulation?
-Was sind variable Kosten? Was sind fixe Kosten? Beispiele nennen.
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Unternehmensformen gibt es? Kurz erklären.
Antwort:
Einzelunternehmen
eine Person, volle Haftung mit Privatvermögen
Personengesellschaften
-
GbR – einfache Gründung, persönliche Haftung
-
OHG – Handelsgewerbe, unbeschränkte Haftung aller
-
KG – Komplementär haftet voll, Kommanditist beschränkt
Kapitalgesellschaften
-
GmbH – Haftung beschränkt, Mindestkapital 25.000 €
-
UG – ab 1 €, Rücklagenpflicht
-
AG – Aktien, Grundkapital 50.000 €, Haftung beschränkt
Sonderformen
-
GmbH & Co. KG – Komplementär ist eine GmbH
Was ist die optimale Bestellmenge und worauf muss man achten?
Antwort:
Die optimale Bestellmenge ist die Menge, bei der Lagerkosten und Bestellkosten zusammen am geringsten sind.
Worauf achten:
-
Bestellkosten (z. B. Aufwand pro Bestellung)
-
Lagerkosten (Zinsen, Raum, Personal)
-
Verbrauch pro Jahr
-
Lieferzeit, Sicherheitsbestand
Ziel: wirtschaftlicher und kostensparender Einkauf.
Was bedeutet Kaizen?
Antwort:
Kaizen bedeutet kontinuierliche Verbesserung.
Viele kleine Verbesserungen im Arbeitsablauf führen zu mehr Qualität, weniger Verschwendung und stabileren Prozessen.
Grundidee: jeder Mitarbeiter verbessert ständig seinen Bereich.
Wofür verwendet man den BAB?
Antwort:
Der BAB verteilt die Gemeinkosten auf die Kostenstellen und berechnet Gemeinkostenzuschlagssätze.
Er wird genutzt für:
-
verursachungsgerechte Kostenverteilung
-
Kostenkontrolle
-
Kalkulation (z. B. Zuschlagskalkulation)
Wofür verwendet man die Zuschlagskalkulation?
Antwort:
Die Zuschlagskalkulation ermittelt den Selbstkostenpreis eines Produkts.
Sie verteilt Gemeinkosten über Zuschlagssätze, die aus dem BAB stammen.
Sie wird eingesetzt für:
-
Preisermittlung
-
Angebotskalkulation
-
Kontrolle, ob Produkte wirtschaftlich sind
Was sind variable Kosten? Was sind fixe Kosten? Beispiele nennen.
Antwort:
Variable Kosten
ändern sich mit der Menge
Beispiele:
-
Materialverbrauch
-
Stücklohn
-
Energie pro Stück
-
Verpackung
Fixe Kosten
bleiben konstant, unabhängig von der Menge
Beispiele:
-
Miete
-
Gehälter
-
Abschreibungen
-
Versicherungen
IHK Kiel MEP BWH
IHK Kiel 06.2025
Ausgefragt wurde ich über Qualitätsmanagement. Was ist Qualität? Woran macht man Qualität fest?
Weiterhin über internes Audit - was wird wie von wem zertifiziert und warum?
Angeschnitten wurde auch Lagerhaltung (Konsignationslager, Lager-Sharing etc.) und Bestellverfahren.
Auch über Investitionen wie Ersatzinvestitionen/Neuinvestitionen bzw. der Maschinenstundensatz (Welche Sachen gehören da rein?) und fixe/variable Kosten wurde gesprochen.
Ich hätte mich nach den Fragen keinesfalls weiterkommen gesehen, aber die Prüfer sind wirklich sehr korrekt und haben mir mit viel wohlwollen die Punkte gegeben.
Generell sollte man sich die vergangene Prüfung nochmal anschauen.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Was bedeutet Qualität?
-Woran macht man Qualität fest?
-Was ist ein internes Audit?
-Wer führt ein internes Audit durch?
-Was wird zertifiziert und warum?
-Was ist ein Konsignationslager?
-Was bedeutet Lager-Sharing?
-Welche Bestellverfahren gibt es?
-Was ist eine Ersatzinvestition?
-Was ist eine Neuinvestition?
-Welche Kosten gehören in den Maschinenstundensatz?
-Was sind fixe und variable Kosten? Beispiele nennen.
Lösungsvorschlag von BLH:
Was bedeutet Qualität?
Antwort:
Qualität bedeutet, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung die Anforderungen erfüllt, die der Kunde erwartet oder die festgelegt wurden.
Woran macht man Qualität fest?
Antwort:
-
Erfüllung von Kundenerwartungen
-
Normen und gesetzlichen Vorgaben
-
Funktionsfähigkeit
-
Zuverlässigkeit und Lebensdauer
-
geringe Fehler- und Ausschussquote
-
Einhalten von Prozessen und Standards
Was ist ein internes Audit?
Antwort:
Ein internes Audit überprüft, ob Prozesse, Abläufe und Vorgaben im Unternehmen korrekt durchgeführt werden.
Ziele:
-
Schwachstellen erkennen
-
Prozesse verbessern
-
Normanforderungen erfüllen (z. B. ISO 9001)
Wer führt ein internes Audit durch?
Antwort:
Dafür geschulte, unabhängige Mitarbeiter aus dem eigenen Unternehmen.
Sie dürfen nicht ihre eigenen Prozesse auditieren.
Was wird zertifiziert und warum?
Antwort:
Nicht die einzelne Person, sondern das Managementsystem (z. B. Qualitätsmanagementsystem).
Zweck: Vertrauen schaffen, Prozessqualität nachweisen, Kundenerwartungen erfüllen.
Was ist ein Konsignationslager?
Antwort:
Ein Konsignationslager ist ein Lager des Lieferanten beim Kunden.
Die Ware bleibt im Besitz des Lieferanten, bis der Kunde sie entnimmt.
Vorteile:
-
Kunde hat immer Material verfügbar
-
Lieferant hat Absatzsicherheit
Was bedeutet Lager-Sharing?
Antwort:
Mehrere Unternehmen nutzen gemeinsam ein Lager.
Vorteile: geringere Kosten, bessere Auslastung, höhere Flexibilität.
Welche Bestellverfahren gibt es?
Antwort:
-
Bestellpunktverfahren: Bestellung bei Erreichen des Meldebestands
-
Bestellrhythmusverfahren: Bestellung zu festen Zeitpunkten
-
Einzelbeschaffung: Bestellung nur bei Bedarf
Was ist eine Ersatzinvestition?
Antwort:
Ersetzt eine alte oder defekte Anlage durch eine neue, um die vorhandene Leistung zu erhalten.
Was ist eine Neuinvestition?
Antwort:
Dient zur Erweiterung oder Verbesserung des Unternehmens, z. B. neue Maschinen für zusätzliche Produkte.
Welche Kosten gehören in den Maschinenstundensatz?
Antwort:
-
Abschreibungen der Maschine
-
kalkulatorische Zinsen
-
Wartung und Instandhaltung
-
Raumkosten (anteilig)
-
Energieverbrauch
-
Hilfs- und Betriebsstoffe
-
Versicherung der Maschine
-
Werkzeugverschleiß (falls maschinennah)
Der Maschinenstundensatz zeigt: Was kostet eine Maschinenstunde?
Was sind fixe und variable Kosten? Beispiele nennen.
Antwort:
Fixe Kosten: bleiben gleich, unabhängig von der Menge
Beispiele: Miete, Gehalt, Abschreibungen
Variable Kosten: verändern sich mit der Menge
Beispiele: Materialverbrauch, Akkordlohn, Energie pro Stück
IHK Koblenz MEP BWH
IHK Koblenz 07.2024
Die firma möchte noch besser auf kundenwünsche eingehen und soll umstrukturiert werden. Momentan herrscht Ein-Linien-System. Wie würden sie vorgehen. Hab die Sparten organisation geholt. Für jedes Produkt z.B. A B C gibt es eine eigene sparte. So hat jede sparte einen eigenen spezialisten da sie sich nur um das eine produkt und dessen herstellung kümmern müssen. Dadurch kann man auch besser auf wünsche eingehen weil jede sparte ihre eingene fertigung vertrieb etc hat
Dan ging es um Bilanz. Was ist das, wie ist die aufgabaut. Was man mit dem gewinn machen kann.
hab richtig ausgepackt ;D
hab aktiva passive aufgezeichnet und gesagt das es z.B anlage / umlage vermögen auf der aktiva gibt. Sie wollte wissen ob es eine rolle spielt in welcher reihenfolge alles steht. Hab ihr gesagt das ist wichtig, ganz oben stehen die sachen in reihenfolge wie schwer es ist diese zu liquidieren. z.B. stehen gebäude ganz oben
und dan hab ich gesagt : was noch viel interessanter ist , ist das eigenkapital, den das steht auf der passiva seite, den es sind quasi schulden die die firma uns gegenüber hat ( den gesellschaftern) 😄
da hat die geguckt 😄 😄
fremdkapital hab ich noch erwähnt und erklärt
und die 3te aufgabe war ne Kapazitätsbedarfs rechnung.
500 teile zu x zeit mit x rüstzeit + x B-teile zu der zeit und x C teile zu der zeit
die hab ich angefangen aufzuschreiben aber wir haben soviel vorher durchgeredet da war keine zeit mehr
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Ihr Unternehmen arbeitet im Ein-Linien-System, möchte aber besser auf Kundenwünsche eingehen. Wie würden Sie vorgehen?
-Was ist eine Bilanz?
-Wie ist die Bilanz aufgebaut?
-Was kann man mit dem Gewinn machen?
-Wie führt man eine Kapazitätsbedarfsrechnung durch?
Lösungsvorschlag von BLH:
Ihr Unternehmen arbeitet im Ein-Linien-System, möchte aber besser auf Kundenwünsche eingehen. Wie würden Sie vorgehen?
Antwort:
Ich würde von der Ein-Linien-Organisation auf eine Spartenorganisation (Divisionale Organisation) umstellen.
Grundidee: für jedes Produkt oder jede Produktgruppe eine eigene Sparte, z. B. Produkt A, B, C.
Jede Sparte hat:
-
eigene Fertigung
-
eigenen Vertrieb
-
eigene Planung
-
eigene Verantwortung
Vorteile:
-
enger Kundenkontakt
-
jede Sparte kennt „ihr“ Produkt sehr genau
-
höhere Spezialisierung
-
schnellere Entscheidungen
-
bessere Anpassung an Kundenwünsche
-
klare Ergebnisverantwortung je Sparte
Warum besser für Kunden?
Weil jede Sparte ihren Markt und ihre Kundenbedürfnisse genau kennt.
Was ist eine Bilanz?
Antwort:
Die Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) zu einem bestimmten Stichtag.
Wie ist die Bilanz aufgebaut?
Antwort:
Aktiva (Mittelverwendung)
→ Was besitzt das Unternehmen?
-
Anlagevermögen
-
Umlaufvermögen
Sortierung: oben steht, was schwer zu liquidieren ist (z. B. Gebäude), unten das kurzfristige (z. B. Kasse).
Passiva (Mittelherkunft)
→ Woher kommt das Geld?
-
Eigenkapital
-
Fremdkapital
Das Eigenkapital steht auf der Passivseite, weil es Ansprüche der Eigentümer am Unternehmen darstellt.
Was kann man mit dem Gewinn machen?
Antwort:
-
im Unternehmen behalten (Thesaurierung)
-
Rücklagen bilden
-
Ausschüttung an Gesellschafter
-
Investitionen finanzieren
-
Verbindlichkeiten tilgen
Wie führt man eine Kapazitätsbedarfsrechnung durch?
Antwort:
Man ermittelt, wie viel Zeit für die geplanten Aufträge benötigt wird.
Typisches Vorgehen:
-
Stückzahl × Bearbeitungszeit pro Stück = benötigte Grundzeit
-
+ Rüstzeit
-
für jedes Teil A, B, C einzeln berechnen
-
alles zusammen addieren
-
vergleichen mit der verfügbaren Maschinenzeit / Mitarbeiterzeit
Zweck:
feststellen, ob Kapazitäten reichen oder Engpässe entstehen.
Beispiel (mündlich erklärbar):
-
500 Stück A × Zeit pro Stück
-
-
Rüstzeit A
-
-
300 Stück B × Zeit pro Stück
-
-
Rüstzeit B
-
-
200 Stück C × Zeit pro Stück
-
-
Rüstzeit C
→ Gesamtzeit ermitteln
→ vergleichen mit verfügbarer Wochen- oder Tageskapazität
-
IHK Köln MEP BWH
IHK Köln 08.2024
Hatte 3 nette Prüfer. Anfangs ging es um Gesellschaftsformen, Personen und Kapitalgesellschften und die Unterschiede.
Danach ging es kurz zu Aufbau und Ablauforganisation und direkt weiter zu Organisationsformen.
Einlinien, Mehrlinien, Matrix und Stablinienorganisation. Das war der Schwerpunkt und hat die meiste Zeit beansprucht.
Zuletzt ging es kurz um Kosten, Variable und fixe und den BAB.
Alles hat gut geklappt. Bin mit 82 Punkten raus und habe bestanden.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Welche Gesellschaftsformen gibt es? Was unterscheidet Personen- und Kapitalgesellschaften?
-Was ist der Unterschied zwischen Aufbau- und Ablauforganisation?
-Erklären Sie Einlinien-, Mehrlinien-, Stablinien- und Matrixorganisation.
-Was sind fixe und variable Kosten? Beispiele nennen.
-Wozu dient ein BAB?
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Gesellschaftsformen gibt es? Was unterscheidet Personen- und Kapitalgesellschaften?
Antwort:
Personengesellschaften
-
GbR
-
OHG
-
KG
Merkmale:
-
persönliche Haftung
-
Mitarbeit der Gesellschafter
-
Kapital spielt eine untergeordnete Rolle
Kapitalgesellschaften
-
GmbH
-
UG (haftungsbeschränkt)
-
AG
Merkmale:
-
Haftung beschränkt auf Gesellschaftsvermögen
-
Kapital im Vordergrund
-
Formelle Gründungsvorschriften
Was ist der Unterschied zwischen Aufbau- und Ablauforganisation?
Antwort:
Die Aufbauorganisation regelt die Struktur des Unternehmens: Abteilungen, Zuständigkeiten, Hierarchie.
Ergebnis: Organigramm.
Die Ablauforganisation regelt die Arbeitsprozesse: Reihenfolge, Zeit, Ort, Zuständigkeiten.
Ergebnis: Arbeitsablauf-/Prozessdarstellungen.
Erklären Sie Einlinien-, Mehrlinien-, Stablinien- und Matrixorganisation.
Antwort:
Einlinienorganisation
Vorteile: klare Wege, eindeutige Zuständigkeiten
Nachteile: lange Informationswege
Jeder Mitarbeiter hat genau einen Vorgesetzten.
Vorteile (klar erklärt):
-
Eindeutige Zuständigkeiten
Jeder weiß genau, wer Entscheidungen trifft. -
Klare Kommunikationswege
Befehle und Informationen laufen geradlinig nach oben und unten. -
Gute Übersichtlichkeit
Strukturen sind einfach und verständlich.
Nachteile (klar erklärt):
-
Lange Dienstwege
Informationen müssen immer die komplette Hierarchie durchlaufen. -
Überlastung der Führungskräfte
Weil alles über eine Linie läuft, muss der Chef viele Entscheidungen allein treffen. -
Unflexibel bei Änderungen
Da alles streng hierarchisch ist.
Mehrlinienorganisation
Vorteile: Spezialistenwege, Entlastung
Nachteile: Gefahr widersprüchlicher Anweisungen
Ein Mitarbeiter kann von mehreren Spezialisten / Vorgesetzten Anweisungen erhalten.
Vorteile:
-
Spezialistenvorteil
Mitarbeiter bekommen fachliche Anweisungen von Experten (z. B. Technik, Einkauf). -
Entlastung der Linienvorgesetzten
Der Chef muss nicht alle Fachthemen selbst können. -
Schnellere Entscheidungen
Man geht direkt zum Spezialisten statt über die gesamte Hierarchie.
Nachteile:
-
Konfliktgefahr
Zwei Vorgesetzte können unterschiedliche Anweisungen geben. -
Unklare Verantwortlichkeiten
Bei Fehlern ist nicht sofort klar, wer verantwortlich ist. -
Koordinationsaufwand höher
Man muss mehr Absprachen treffen.
Stablinienorganisation
Vorteile: Experten beraten, Entlastung der Führung
Nachteile: Stäbe haben keine Entscheidungskraft
Die normale Einlinienorganisation wird durch Stäbe (Berater) ergänzt, die beraten, aber keine Weisungsbefugnis haben.
Vorteile:
-
Fachliche Unterstützung für Führungskräfte
Stäbe übernehmen Analysen, Auswertungen, Vorbereitung von Entscheidungen. -
Entlastung der Führung
Der Chef kann sich auf Entscheidungen konzentrieren, nicht auf Details. -
Bessere Entscheidungen
Durch mehr Fachwissen in der Vorbereitung.
Nachteile:
-
Keine Entscheidungsmacht der Stäbe
Dadurch kann ihr Rat ignoriert werden. -
Eventuelle Konflikte mit Linienvorgesetzten
Wenn Stäbe Einfluss nehmen, fühlen sich Vorgesetzte manchmal "übergangen". -
Höhere Kosten
Stabsstellen sind zusätzliche Positionen.
Matrixorganisation
Vorteile: Flexibel, ideal bei mehreren Produkten/Projekten
Nachteile: Konflikte durch 2 Vorgesetzte möglich
Mitarbeiter haben zwei Vorgesetzte:
z. B. einen Produktleiter und einen Funktionsleiter (Einkauf, Technik, Vertrieb).
Vorteile:
-
Sehr flexibel
Perfekt für Unternehmen mit mehreren Produkten oder Projekten. -
Gute Nutzung von Fachwissen
Fachabteilungen können ihre Expertise in mehrere Projekte einbringen. -
Schnelle Entscheidungsfindung in Projekten
Da der Projektleiter direkt steuert.
Nachteile:
-
Konfliktpotential
Zwei Chefs können sich widersprechen. -
Hoher Abstimmungsaufwand
Viele Meetings nötig. -
Mitarbeiter fühlen sich manchmal „zerrissen“
weil sie unterschiedliche Prioritäten erfüllen sollen.
Was sind fixe und variable Kosten? Beispiele nennen.
Antwort:
Fixe Kosten: bleiben konstant
→ Miete, Grundgehälter, Abschreibungen
Variable Kosten: verändern sich mit der Menge
→ Materialverbrauch, Energie pro Stück, Akkordlohn
Wozu dient ein BAB?
Antwort:
Der BAB verteilt Gemeinkosten auf Kostenstellen und berechnet Gemeinkostenzuschlagssätze.
Er dient der Kostenkontrolle und ist Grundlage für Kalkulationen.
IHK Konstanz MEP BWH
IHK Konstanz 02.2026
Schriftliche Prüfung war 38 Pkt. Ich bräuchte also 75+ und habe bestanden.
Themen in BWH:
-Aufbauorganisation
-10 min nur Maschinenstundensatz. Wie verändern sich die Variablen und fixen Kosten bei Mehrauslastung und bei weniger Auslastung und welche Lehren ziehe ich daraus als Meister betreffend auf Engpass der Maschinenverfügbarkeit
-Was sind Organisationsnetze und was bringt mir das als Meister
-Führungsstille und wann wende ich diese an.
Nach dem Fachgespräch und zwei MEP's war ich an diesem Tag Meister. Ich hatte die letzten 2 Wochen wirklich Gas gegeben und gelernt. Zum Glück mit einem positiven Resultat.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Was ist die Aufbauorganisation und warum ist sie für einen Meister wichtig?
- Was ist der Maschinenstundensatz, wie verändern sich fixe und variable Kosten bei Mehr- oder Minderauslastung und welche Schlüsse zieht ein Meister daraus bei Maschinenengpässen?
- Was sind Organisationsnetze und welchen Nutzen haben sie für einen Meister?
- Welche Führungsstile gibt es und wann wendet man sie an?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was ist die Aufbauorganisation und warum ist sie für einen Meister wichtig?
Antwort:
Die Aufbauorganisation beschreibt, wie ein Unternehmen aufgebaut ist.
Sie zeigt also:
-
welche Abteilungen es gibt
-
welche Stellen es gibt
-
wer wem unterstellt ist
-
wer welche Aufgaben hat
-
wer Verantwortung trägt
-
wer Weisungen geben darf
Ein typisches Hilfsmittel der Aufbauorganisation ist das Organigramm.
Beispiel:
-
Geschäftsführung
-
Produktionsleitung
-
Meister
-
Schichtführer
-
Mitarbeiter
Für einen Meister ist die Aufbauorganisation wichtig, weil er dadurch erkennt:
-
Wer ist mein Vorgesetzter?
-
Für welche Mitarbeiter bin ich verantwortlich?
-
Wer darf mir Anweisungen geben?
-
Wem darf ich Anweisungen geben?
-
Welche Abteilung ist für welches Thema zuständig?
Beispiel aus der Praxis:
Wenn ein Mitarbeiter ein Problem mit einer Maschine meldet, muss der Meister wissen, ob er selbst entscheidet, die Instandhaltung informiert oder die Produktionsleitung einschaltet.
Kurz gesagt:
Die Aufbauorganisation zeigt die Struktur eines Unternehmens. Sie beantwortet die Frage: Wer ist wofür zuständig?
Was ist der Maschinenstundensatz, wie verändern sich fixe und variable Kosten bei Mehr- oder Minderauslastung und welche Schlüsse zieht ein Meister daraus bei Maschinenengpässen?
Antwort:
Der Maschinenstundensatz zeigt, wie viel eine Maschine pro Einsatzstunde kostet.
Er wird verwendet, um Maschinenkosten genauer auf Produkte oder Aufträge zu verteilen.
Die einfache Formel lautet:
Maschinenkosten pro Zeitraum ÷ Maschinenlaufstunden = Maschinenstundensatz
Zu den Maschinenkosten gehören zum Beispiel:
-
kalkulatorische Abschreibung
-
kalkulatorische Zinsen
-
Raumkosten
-
Energiekosten
-
Instandhaltungskosten
-
Werkzeugkosten
-
Wartungskosten
Dabei muss man zwischen fixen und variablen Kosten unterscheiden.
Fixe Kosten fallen unabhängig von der Auslastung an.
Beispiele:
-
Abschreibung
-
kalkulatorische Zinsen
-
Raumkosten
-
Versicherungen
-
Leasingkosten
Diese Kosten entstehen auch dann, wenn die Maschine wenig genutzt wird.
Variable Kosten verändern sich mit der Maschinenlaufzeit.
Beispiele:
-
Stromverbrauch während des Betriebs
-
Werkzeugverschleiß
-
Kühlmittel
-
Schmierstoffe
-
verbrauchsabhängige Instandhaltung
Wenn die Maschine mehr läuft, steigen diese Kosten.
Bei Mehrauslastung verteilt sich der fixe Kostenblock auf mehr Maschinenstunden.
Beispiel:
Fixe Maschinenkosten pro Monat: 10.000 Euro
Bei 1.000 Maschinenstunden:
10.000 Euro ÷ 1.000 Stunden = 10 Euro fixe Kosten pro Stunde
Bei 2.000 Maschinenstunden:
10.000 Euro ÷ 2.000 Stunden = 5 Euro fixe Kosten pro Stunde
Das bedeutet:
Bei höherer Auslastung sinken die fixen Kosten pro Maschinenstunde. Das nennt man Fixkostendegression.
Die variablen Kosten steigen aber mit der Nutzung, weil mehr Strom, mehr Werkzeuge, mehr Kühlmittel und mehr Verschleiß entstehen.
Bei weniger Auslastung passiert das Gegenteil.
Die fixen Kosten bleiben insgesamt gleich, verteilen sich aber auf weniger Stunden. Dadurch wird jede Maschinenstunde teurer.
Beispiel:
10.000 Euro Fixkosten bei nur 500 Stunden:
10.000 Euro ÷ 500 Stunden = 20 Euro fixe Kosten pro Stunde
Das bedeutet:
Bei schlechter Auslastung steigen die Kosten pro Maschinenstunde.
Als Meister kann man daraus wichtige Lehren ziehen:
-
Maschinen sollten möglichst sinnvoll ausgelastet werden.
-
Stillstandzeiten müssen reduziert werden.
-
Engpassmaschinen müssen besonders gut geplant werden.
-
Wartung sollte so geplant werden, dass sie die Produktion möglichst wenig stört.
-
Aufträge sollten nach Priorität geplant werden.
-
Rüstzeiten sollten reduziert werden.
-
Material, Personal und Werkzeuge müssen rechtzeitig bereitstehen.
-
Bei Engpässen kann man Schichten erweitern oder Aufträge auf andere Maschinen verlagern.
-
Bei dauerhafter Überlastung kann eine Investition in eine weitere Maschine sinnvoll sein.
Beispiel:
Wenn eine bestimmte Maschine ständig der Engpass ist, bringt es wenig, nur mehr Personal einzuplanen. Der Meister muss prüfen, warum genau diese Maschine blockiert.
Mögliche Ursachen:
-
zu lange Rüstzeiten
-
häufige Störungen
-
fehlendes Material
-
fehlende Bediener
-
schlechte Auftragsplanung
-
Wartung zur falschen Zeit
-
zu viele Aufträge auf einer Maschine
Kurz gesagt:
Bei hoher Auslastung sinken die fixen Kosten pro Stunde. Bei niedriger Auslastung steigen sie. Als Meister muss man deshalb Engpassmaschinen gut planen, Stillstände vermeiden und die Maschinenverfügbarkeit sichern.
Was sind Organisationsnetze und welchen Nutzen haben sie für einen Meister?
Antwort:
Organisationsnetze zeigen, wie Personen, Stellen oder Abteilungen in einem Unternehmen miteinander verbunden sind.
Dabei geht es nicht nur um die offizielle Hierarchie, sondern auch darum, wie Informationen, Aufgaben und Zusammenarbeit tatsächlich laufen.
Ein Organisationsnetz kann zum Beispiel zeigen:
-
wer mit wem zusammenarbeitet
-
welche Abteilungen voneinander abhängig sind
-
wo Informationen weitergegeben werden
-
wo Schnittstellen entstehen
-
wo Engpässe oder Kommunikationsprobleme auftreten
-
welche Stellen besonders wichtig für den Ablauf sind
Beispiel aus der Produktion:
Ein Meister steht im Austausch mit:
-
Produktionsleitung
-
Mitarbeitern
-
Arbeitsvorbereitung
-
Qualitätssicherung
-
Instandhaltung
-
Lager
-
Einkauf
-
Versand
Diese Bereiche hängen miteinander zusammen. Wenn eine Stelle nicht richtig informiert wird, kann der ganze Ablauf gestört werden.
Beispiel:
-
Die Produktion wartet auf Material.
-
Das Lager weiß nicht, dass der Auftrag vorgezogen wurde.
-
Die Arbeitsvorbereitung hat die Änderung nicht weitergegeben.
-
Der Meister erkennt dadurch: Das Problem liegt nicht nur beim Lager, sondern im Informationsfluss.
Organisationsnetze helfen dem Meister dabei:
-
Schnittstellen besser zu erkennen
-
Informationswege zu verbessern
-
Zusammenarbeit zwischen Abteilungen zu verstehen
-
Engpässe schneller zu finden
-
Verantwortlichkeiten zu klären
-
Abläufe besser zu koordinieren
-
Kommunikationsprobleme aufzudecken
Für einen Meister ist das wichtig, weil er oft zwischen Planung und Ausführung steht.
Er muss Informationen von oben aufnehmen und an seine Mitarbeiter weitergeben. Gleichzeitig muss er Rückmeldungen aus der Produktion an andere Abteilungen weiterleiten.
Kurz gesagt:
Organisationsnetze zeigen, wie Menschen, Stellen und Abteilungen miteinander verbunden sind. Für den Meister helfen sie, Kommunikation, Schnittstellen und Engpässe besser zu verstehen.
Welche Führungsstile gibt es und wann wendet man sie an?
Antwort:
Ein Führungsstil beschreibt, wie eine Führungskraft mit ihren Mitarbeitern umgeht und wie Entscheidungen getroffen werden.
Wichtige Führungsstile sind:
Autoritärer Führungsstil
Beim autoritären Führungsstil entscheidet die Führungskraft alleine. Die Mitarbeiter bekommen klare Anweisungen und führen diese aus.
Vorteile:
-
schnelle Entscheidungen
-
klare Verantwortung
-
gut in Notfällen oder Gefahrensituationen
Nachteile:
-
wenig Mitarbeitermotivation
-
wenig Eigenverantwortung
-
Mitarbeiter fühlen sich eventuell nicht einbezogen
Anwendung:
Dieser Führungsstil kann sinnvoll sein, wenn schnell entschieden werden muss oder Sicherheit wichtig ist.
Beispiel:
Bei einem Unfall, Brand, Gefahrstoffaustritt oder einer akuten Maschinenstörung muss der Meister klare Anweisungen geben.
Kooperativer Führungsstil
Beim kooperativen Führungsstil werden Mitarbeiter einbezogen. Die Führungskraft entscheidet nicht einfach über die Köpfe hinweg, sondern hört Meinungen und Vorschläge an.
Vorteile:
-
höhere Motivation
-
bessere Ideen durch Mitarbeiterwissen
-
mehr Verantwortung bei den Mitarbeitern
-
besseres Betriebsklima
Nachteile:
-
Entscheidungen dauern länger
-
nicht immer geeignet bei Zeitdruck
Anwendung:
Dieser Führungsstil ist gut, wenn Mitarbeiter Erfahrung haben und Verbesserungsvorschläge einbringen können.
Beispiel:
Der Meister bespricht mit seinem Team, wie Rüstzeiten reduziert oder Arbeitsplätze besser organisiert werden können.
Laissez-faire-Führungsstil
Beim Laissez-faire-Führungsstil lässt die Führungskraft den Mitarbeitern sehr viel Freiheit.
Die Mitarbeiter entscheiden vieles selbst.
Vorteile:
-
viel Eigenverantwortung
-
kreative Lösungen möglich
-
gut bei sehr erfahrenen Mitarbeitern
-
Nachteile:
-
wenig Kontrolle
-
Unklarheiten möglich
-
Gefahr von Chaos oder fehlender Abstimmung
Anwendung:
Dieser Stil ist nur sinnvoll, wenn Mitarbeiter sehr erfahren, zuverlässig und selbstständig sind.
Beispiel:
Ein erfahrenes Team organisiert kleinere Arbeitsabläufe selbstständig, weil alle genau wissen, was zu tun ist.
Situativer Führungsstil
Beim situativen Führungsstil passt die Führungskraft ihr Verhalten an die Situation und an den Mitarbeiter an.
Das ist in der Praxis oft am sinnvollsten.
Beispiel:
-
Ein neuer Mitarbeiter braucht klare Anweisungen und mehr Kontrolle.
-
Ein erfahrener Mitarbeiter kann selbstständiger arbeiten.
-
Bei Gefahr muss schnell und klar entschieden werden.
-
Bei Verbesserungen kann man das Team einbeziehen.
Kurz gesagt:
Es gibt nicht den einen perfekten Führungsstil. Ein guter Meister führt situationsabhängig: mal klar anweisend, mal kooperativ, mal mit mehr Freiraum für erfahrene Mitarbeiter.
IHK Lübeck MEP BWH
IHK Lübeck Juli 2024
Formelsammlung erlaubt? Ja
Taschenrechner erlaubt? Ja
Nur Rechenaufgaben erklären
BWH mit 39P schriftlich, musste ich 72 Punkte Mündlich holen um zu bestehen.
Die Prüfer machen es sich relativ einfach, ich musste eine Aufgabe am Witheboard vorrechnen.
Es ging um Kapazitätsbestand mit so und so viel Mitarbeiter und Auftrag, soweit ich mich erinnere.
Habe das ganze mit genau 72 Punkten bestanden!
Die Prüfer sind sehr korrekt helfen auch und sind sehr gnädig.
Lösungsvorschlag von BLH:
Ich lasse euch die Playliste zu Kapazitätsbestand Berechnungen.
IHK Lüneburg-Wolfsburg MEP BWH
IHK Lüneburg-Wolfsburg 06.2024
Da mir die Auflistung sehr geholfen hat möchte ich gerne auch etwas dazu beitragen.
Ich hatte heute meine Ergänzungsprüfung in BWH.
Ich brauchte 66 Punkte um zu bestehen.
Angefangen hat es mit den Unternehmensformen, dann ging es über zur Aufbauorganisation und zu den Liniensystemen. Das Einliniensystem musste ich an der Flipchart zeichnen und Vor-/Nachteile erklären sowie die Unterscheide zum Mehrliniensystem erklären.
Danach ging es zur ABC-Analyse mit der Lorenzkurve, was mich völlig überrascht hat und ich auch nicht drauf vorbereitet war. Es hat trotzdem gereicht.
Bestanden
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Welche Unternehmensformen gibt es? Nennen Sie Beispiele und den Unterschied.
-Was ist die Aufbauorganisation?
-Zeichnen und erklären Sie das Einliniensystem.
-Was unterscheidet das Einliniensystem vom Mehrliniensystem?
-Was ist die ABC-Analyse und wofür nutzt man sie?
-Was zeigt die Lorenzkurve?
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Unternehmensformen gibt es? Nennen Sie Beispiele und den Unterschied.
Antwort:
Einzelunternehmen
eine Person, volle persönliche Haftung
Personengesellschaften
-
GbR – einfache Gründung
-
OHG – Handelsgewerbe, unbeschränkte Haftung
-
KG – Komplementär haftet voll, Kommanditist beschränkt
Kapitalgesellschaften
-
GmbH – Haftung beschränkt
-
UG (haftungsbeschränkt) – Gründung ab 1 €
-
AG – Aktiengesellschaft
Sonderformen
-
GmbH & Co. KG
Unterschied:
Personengesellschaft → persönliche Haftung
Kapitalgesellschaft → Haftung über das Gesellschaftsvermögen
Was ist die Aufbauorganisation?
Antwort:
Die Aufbauorganisation legt fest:
-
welche Abteilungen es gibt
-
wer wem unterstellt ist
-
Aufgabenverteilung
-
Hierarchie im Unternehmen
Ergebnis: Organigramm.
Zeichnen und erklären Sie das Einliniensystem.
Antwort:
Das Einliniensystem bedeutet:
Jeder Mitarbeiter hat genau einen Vorgesetzten.
Die Kommunikations- und Befehlswege laufen immer nur über eine Linie.
Vorteile:
-
klare Zuständigkeiten
-
einfache Struktur
-
eindeutige Anweisungswege
Nachteile:
-
lange Informationswege
-
überlastete Führungskräfte
-
wenig flexibel
Was unterscheidet das Einliniensystem vom Mehrliniensystem?
Antwort:
Einlinien:
-
ein Vorgesetzter
-
klare Wege
-
langsamer, unflexibel
Mehrlinien:
-
mehrere Vorgesetzte
-
Fachspezialisten geben Anweisungen
-
schneller, aber Konfliktgefahr bei widersprüchlichen Anweisungen
Was ist die ABC-Analyse und wofür nutzt man sie?
Antwort:
Die ABC-Analyse teilt Materialien oder Produkte nach Wichtigkeit und Verbrauchswert ein.
-
A-Güter: sehr wichtig, hoher Verbrauchswert
-
B-Güter: mittelwichtig
-
C-Güter: geringwertig, große Menge
Zweck:
-
bessere Bestandskontrolle
-
gezielte Einkaufs- und Lagerstrategien
-
Fokus auf A-Güter
Was zeigt die Lorenzkurve?
Antwort:
Die Lorenzkurve zeigt die Ungleichverteilung der Güter oder Werte.
Bei der ABC-Analyse erkennt man:
-
A-Güter verursachen einen hohen Anteil am Gesamtwert
-
C-Güter verursachen nur einen geringen Anteil
Die Kurve hilft zu sehen, wie stark die Verteilung konzentriert ist.

IHK Münster MEP BWH
IHK Münster 08.2023
-Bilanzen
-Stellenauschreibung Inhalt
-Unternehmensformen.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Was ist eine Bilanz?
-Wie ist die Bilanz aufgebaut?
-Wofür nutzt man eine Bilanz?
-Was gehört in eine Stellenausschreibung?
-Warum ist eine saubere Stellenausschreibung wichtig?
-Welche Unternehmensformen gibt es? Nennen Sie Beispiele und Unterschiede.
-Was unterscheidet Personen- von Kapitalgesellschaften?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was ist eine Bilanz?
Antwort:
Die Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) zu einem bestimmten Stichtag.
Sie zeigt, was das Unternehmen besitzt und wie es finanziert ist.
Wie ist die Bilanz aufgebaut?
Antwort:
Aktiva (Mittelverwendung)
-
Anlagevermögen
-
Umlaufvermögen
Sortierung nach Liquidierbarkeit: schwer zu verkaufen oben, schnell zu verkaufen unten.
Passiva (Mittelherkunft)
-
Eigenkapital
-
Fremdkapital
Zeigt, wem das Unternehmen Kapital schuldet.
Wofür nutzt man eine Bilanz?
Antwort:
-
wirtschaftliche Lage beurteilen
-
Kreditwürdigkeit prüfen
-
Finanzierungsstruktur erkennen
-
Grundlage für Jahresabschluss
Was gehört in eine Stellenausschreibung?
Antwort:
Eine Stellenausschreibung enthält:
-
Unternehmensvorstellung
-
Stellenbezeichnung
-
Aufgaben / Tätigkeiten
-
Anforderungen (Qualifikation, Erfahrung, Fähigkeiten)
-
Rahmenbedingungen (Arbeitszeit, Einsatzort)
-
Angebote des Unternehmens (Benefits)
-
Bewerbungsmodalitäten (Fristen, Kontakt)
Warum ist eine saubere Stellenausschreibung wichtig?
Antwort:
-
zieht passende Kandidaten an
-
vermeidet Fehlbesetzungen
-
vermittelt professionellen Eindruck
-
erfüllt Gleichbehandlungsgrundsatz (AGG)
Welche Unternehmensformen gibt es? Nennen Sie Beispiele und Unterschiede.
Antwort:
Einzelunternehmen
-
eine Person, volle private Haftung
-
einfache Gründung
Personengesellschaften
-
GbR
-
OHG
-
KG
Merkmal: persönliche Haftung (außer Kommanditist).
Kapitalgesellschaften
-
GmbH
-
UG (haftungsbeschränkt)
-
AG
Merkmal: Haftung beschränkt auf Gesellschaftsvermögen.
Sonderformen
-
GmbH & Co. KG
Was unterscheidet Personen- von Kapitalgesellschaften?
Antwort:
-
Personengesellschaften → persönliche Haftung, geringe Gründungsform
-
Kapitalgesellschaften → Haftungsbeschränkung, höherer Formalaufwand
IHK Münster 01.2026
Logistikmeister
BWH waren folgende Themen.
Unternehmensformen, welche gibt es und woraus besteht diese
ich sollte die GmbH erklären.
Ergonomie am Arbeitsplatz
Die verschiedenen Inventurarten
Kosten Variabel Kosten Fix Deckungsbeitrag
Wieso ein Unternehmen bewusst beim Verkauf eines neuen Produktes ins minus gehen sollte
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Welche Unternehmensformen gibt es, woraus bestehen sie und wie kann man besonders die GmbH erklären?
- Was bedeutet Ergonomie am Arbeitsplatz und welche Beispiele gibt es dafür?
- Welche Inventurarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?
- Was sind fixe Kosten, variable Kosten und der Deckungsbeitrag?
- Warum kann ein Unternehmen ein neues Produkt bewusst mit Verlust verkaufen?
.
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Unternehmensformen gibt es, woraus bestehen sie und wie kann man besonders die GmbH erklären?
Antwort:
Es gibt verschiedene Unternehmensformen. Man unterscheidet grob zwischen Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften.
Zum Einzelunternehmen gehört eine einzelne Person, die das Unternehmen alleine führt. Die Gründung ist einfach und es wird kein Mindestkapital benötigt. Der Nachteil ist, dass der Unternehmer grundsätzlich auch mit seinem Privatvermögen haftet.
Zu den Personengesellschaften gehören zum Beispiel:
-
GbR
-
OHG
-
KG
Bei Personengesellschaften stehen die Personen im Vordergrund. Die Gesellschafter arbeiten meistens aktiv mit und haften je nach Rechtsform teilweise auch persönlich.
Zu den Kapitalgesellschaften gehören zum Beispiel:
-
GmbH
-
UG
-
AG
Bei Kapitalgesellschaften steht das Kapital im Vordergrund. Die Gesellschaft ist eine eigene juristische Person.
Die GmbH bedeutet Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Sie ist eine Kapitalgesellschaft und eine eigene juristische Person. Das bedeutet, die GmbH kann selbst Verträge abschließen, Eigentum besitzen, klagen und verklagt werden.
Für die Gründung einer GmbH braucht man:
-
einen Gesellschaftsvertrag
-
eine notarielle Beurkundung
-
die Eintragung ins Handelsregister
-
ein Mindeststammkapital von 25.000 Euro
Bei der Gründung müssen mindestens 12.500 Euro eingezahlt werden.
Die GmbH wird durch einen oder mehrere Geschäftsführer geführt. Der Geschäftsführer vertritt die GmbH nach außen.
Der große Vorteil ist die beschränkte Haftung. Grundsätzlich haftet die GmbH mit ihrem Gesellschaftsvermögen. Die Gesellschafter haften normalerweise nicht mit ihrem privaten Vermögen.
Nachteile sind die höheren Gründungskosten, das Mindestkapital, mehr Bürokratie und strengere Buchführungspflichten.
Kurz gesagt:
Die GmbH ist aufwendiger als ein Einzelunternehmen, bietet aber mehr Haftungsschutz und wirkt nach außen oft professioneller.
Was bedeutet Ergonomie am Arbeitsplatz und welche Beispiele gibt es dafür?
Antwort:
Ergonomie bedeutet, dass der Arbeitsplatz so gestaltet wird, dass der Mensch gesund, sicher und leistungsfähig arbeiten kann.
Es geht darum, die Arbeit an den Menschen anzupassen und nicht den Menschen an schlechte Arbeitsbedingungen.
Ziele der Ergonomie sind:
-
Gesundheit schützen
-
körperliche Belastung verringern
-
Arbeitsunfälle vermeiden
-
Leistung verbessern
-
Ermüdung reduzieren
-
langfristige Schäden vermeiden
Beispiele für Ergonomie am Arbeitsplatz sind:
Ein höhenverstellbarer Arbeitstisch, damit der Mitarbeiter nicht dauerhaft in gebückter Haltung arbeitet.
Ein ergonomischer Stuhl, damit Rücken und Wirbelsäule entlastet werden.
Die richtige Bildschirmhöhe, damit der Kopf nicht dauerhaft nach unten oder oben geneigt wird.
Gute Beleuchtung, damit die Augen geschont werden und Fehler vermieden werden.
Werkzeuge in Greifnähe, damit unnötige Bewegungen vermieden werden.
Schwere Lasten sollten mit Hilfsmitteln gehoben werden, zum Beispiel mit Hubwagen, Kran oder Hebehilfe.
Auch Lärm, Temperatur und Pausen gehören zur Ergonomie.
Beispiel aus der Produktion:
Wenn ein Mitarbeiter ständig schwere Bauteile vom Boden auf eine Werkbank heben muss, ist das ergonomisch schlecht. Besser wäre ein höhenverstellbarer Hubtisch. Dadurch wird der Rücken entlastet und die Arbeit wird sicherer.
Kurz gesagt:
Ergonomie sorgt dafür, dass Arbeitsplätze menschenfreundlich, sicher und gesund gestaltet werden.
Welche Inventurarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?
Antwort:
Die Inventur ist die mengen- und wertmäßige Erfassung des Vermögens und der Schulden eines Unternehmens.
Dabei wird festgestellt, welche Bestände tatsächlich vorhanden sind.
Wichtige Inventurarten sind:
Stichtagsinventur
Bei der Stichtagsinventur werden alle Bestände an einem bestimmten Stichtag aufgenommen, meistens zum Bilanzstichtag.
Beispiel:
Ein Unternehmen zählt am 31.12. alle Waren, Rohstoffe, Maschinen und Kassenbestände.
Zeitnahe Inventur
Die Inventur findet nicht genau am Bilanzstichtag statt, sondern kurz davor oder kurz danach. Die Bestände müssen dann auf den Bilanzstichtag fortgeschrieben oder zurückgerechnet werden.
Beispiel:
Die Inventur wird am 28.12. durchgeführt. Alle Zu- und Abgänge bis zum 31.12. werden rechnerisch berücksichtigt.
Verlegte Inventur
Die Inventur kann bis zu drei Monate vor oder bis zu zwei Monate nach dem Bilanzstichtag durchgeführt werden. Auch hier muss der Bestand auf den Bilanzstichtag umgerechnet werden.
Permanente Inventur
Bei der permanenten Inventur werden die Bestände laufend während des Jahres erfasst. Voraussetzung ist eine ordnungsgemäße Lagerbuchführung.
Beispiel:
Jeder Wareneingang und Warenausgang wird sofort im System erfasst. Dadurch kann der Bestand jederzeit nachvollzogen werden.
Stichprobeninventur
Bei der Stichprobeninventur werden nicht alle Bestände einzeln gezählt, sondern nur ausgewählte Stichproben. Daraus wird der Gesamtbestand rechnerisch ermittelt.
Das ist besonders bei sehr großen Lagern sinnvoll.
Kurz gesagt:
Die Stichtagsinventur zählt alles zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Die permanente Inventur erfasst Bestände laufend.
Die verlegte Inventur findet vor oder nach dem Stichtag statt.
Die Stichprobeninventur arbeitet mit ausgewählten Proben statt mit vollständiger Zählung.
Was sind fixe Kosten, variable Kosten und der Deckungsbeitrag?
Antwort:
Fixe Kosten sind Kosten, die unabhängig von der Produktionsmenge anfallen.
Sie entstehen auch dann, wenn nichts produziert wird.
Beispiele:
-
Miete für die Produktionshalle
-
Gehälter von fest angestellten Mitarbeitern
-
Versicherungen
-
Abschreibungen
-
Leasingraten
Beispiel:
Die Miete für eine Halle beträgt 5.000 Euro im Monat. Diese Miete bleibt gleich, egal ob 100 Stück oder 1.000 Stück produziert werden.
Variable Kosten verändern sich mit der Produktionsmenge.
Je mehr produziert wird, desto höher sind diese Kosten.
Beispiele:
-
Materialkosten
-
Akkordlohn
-
Energiekosten der Maschinen
-
Verpackungskosten
-
Frachtkosten je Stück
Beispiel:
Wenn für ein Produkt Material im Wert von 8 Euro benötigt wird, steigen die Materialkosten mit jedem zusätzlichen Produkt.
Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel ein Produkt zur Deckung der fixen Kosten beiträgt.
Die Formel lautet:
Deckungsbeitrag = Verkaufspreis - variable Kosten
Beispiel:
Verkaufspreis: 50 Euro
Variable Kosten: 30 Euro
Deckungsbeitrag:
50 Euro - 30 Euro = 20 Euro
Das bedeutet:
Von jedem verkauften Stück bleiben 20 Euro übrig, um die fixen Kosten zu decken.
Erst wenn alle fixen Kosten gedeckt sind, entsteht Gewinn.
Kurz gesagt:
Variable Kosten entstehen pro Stück.
Fixe Kosten fallen unabhängig von der Menge an.
Der Deckungsbeitrag zeigt, was nach Abzug der variablen Kosten übrig bleibt.
Warum kann ein Unternehmen ein neues Produkt bewusst mit Verlust verkaufen?
Antwort:
Ein Unternehmen kann ein neues Produkt bewusst zuerst mit Verlust verkaufen, um es am Markt bekannt zu machen.
Das nennt man oft eine Einführungsstrategie oder auch eine aggressive Preisstrategie.
Dabei verkauft das Unternehmen das Produkt am Anfang günstiger, obwohl die Kosten höher sind als der Verkaufspreis.
Das kann mehrere Gründe haben:
-
Das Unternehmen möchte schnell Kunden gewinnen.
-
Das Produkt soll bekannt werden.
-
Kunden sollen das Produkt testen.
-
Das Unternehmen möchte Marktanteile aufbauen.
-
Konkurrenten sollen unter Druck gesetzt werden.
-
Später kann der Preis erhöht werden.
-
Zusatzverkäufe oder Folgekäufe sollen entstehen.
Beispiel:
Ein Unternehmen bringt eine neue Kaffeemaschine auf den Markt. Am Anfang wird die Maschine sehr günstig verkauft. Dadurch kaufen viele Kunden die Maschine. Später verdient das Unternehmen Geld mit Kapseln, Zubehör, Wartung oder Ersatzteilen.
Ein anderes Beispiel:
Ein Softwareunternehmen bietet eine App am Anfang kostenlos oder sehr günstig an. Dadurch gewinnt es viele Nutzer. Später verdient es Geld durch Premiumfunktionen, Werbung oder Abos.
Wichtig ist aber:
Das Unternehmen darf das nicht dauerhaft ohne Plan machen. Wenn jedes verkaufte Produkt dauerhaft Verlust bringt, gefährdet das die Wirtschaftlichkeit.
Sinnvoll ist es nur, wenn das Unternehmen später durch höhere Preise, größere Mengen, Folgegeschäfte oder geringere Stückkosten wieder Gewinn erzielen kann.
Kurz gesagt:
Ein Unternehmen kann bewusst am Anfang Verlust machen, um Kunden zu gewinnen, Bekanntheit aufzubauen und später durch größere Absatzmengen oder Folgegeschäfte Gewinn zu erzielen.
IHK Münster 01.2026
Wurde gefragt was ich aktuell mache und welches Unternehmen.
-was ist eine GmbH? Und die Merkmale einer GmbH
-Was bedeutet KVP und nenne Beispiele dafür aus deinem Unternehmen.
-Aufzeichnen einer Bilanz und Erklärung der Inhalte
-Aufbau und Ablauforganisation erklären
-Welche Kosten kommen auf ein Unternehmen zu wenn man dort als Neuling beginnt?
-Erklärung Outsourcing und Fremdlagerung + Vor/Nachteile
-Nennen und erklären verschiedener Inventurarten und Unterscheidung dieser.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Was ist eine GmbH und welche wichtigen Merkmale hat sie?
- Was bedeutet KVP und welche Beispiele gibt es dafür im Unternehmen?
- Wie ist eine Bilanz aufgebaut und welche Inhalte stehen auf der Aktiv- und Passivseite?
- Was ist der Unterschied zwischen Aufbauorganisation und Ablauforganisation?
- Welche Kosten kommen auf ein Unternehmen zu, wenn ein neuer Mitarbeiter beginnt?
- Was bedeutet Outsourcing und Fremdlagerung, und welche Vor- und Nachteile haben sie?
- Welche Inventurarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was ist eine GmbH und welche wichtigen Merkmale hat sie?
Antwort:
Die GmbH ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Sie gehört zu den Kapitalgesellschaften und ist eine juristische Person. Das bedeutet, die GmbH ist rechtlich selbstständig. Sie kann selbst Verträge abschließen, Eigentum besitzen, klagen und verklagt werden.
Wichtige Merkmale der GmbH sind:
Mindestkapital:
Für die Gründung einer GmbH braucht man ein Stammkapital von 25.000 Euro. Bei der Gründung müssen mindestens 12.500 Euro eingezahlt werden.
Haftung:
Die GmbH haftet grundsätzlich mit ihrem Gesellschaftsvermögen. Die Gesellschafter haften normalerweise nicht mit ihrem privaten Vermögen.
Gründung:
Für die Gründung braucht man einen Gesellschaftsvertrag. Dieser muss notariell beurkundet werden. Danach wird die GmbH ins Handelsregister eingetragen.
Geschäftsführung:
Die GmbH wird durch einen oder mehrere Geschäftsführer geleitet. Der Geschäftsführer vertritt die GmbH nach außen.
Gesellschafter:
Die Gesellschafter sind die Eigentümer der GmbH. Sie bringen Kapital ein und entscheiden in der Gesellschafterversammlung über wichtige Angelegenheiten.
Gewinnverteilung:
Der Gewinn wird grundsätzlich nach den Geschäftsanteilen verteilt, außer im Gesellschaftsvertrag wurde etwas anderes vereinbart.
Vorteile:
Die GmbH bietet eine beschränkte Haftung, wirkt professionell nach außen und eignet sich gut für Unternehmen mit höherem Haftungsrisiko.
Nachteile:
Die Gründung ist aufwendiger, es wird Stammkapital benötigt und es gibt strengere Buchführungs- und Veröffentlichungspflichten.
Kurz gesagt:
Die GmbH ist eine rechtlich selbstständige Unternehmensform mit beschränkter Haftung. Sie ist sicherer für die Gesellschafter, aber auch formaler und aufwendiger als ein Einzelunternehmen.
Was bedeutet KVP und welche Beispiele gibt es dafür im Unternehmen?
Antwort:
KVP bedeutet Kontinuierlicher Verbesserungsprozess.
Damit ist gemeint, dass Abläufe, Arbeitsplätze, Qualität, Sicherheit und Kosten im Unternehmen ständig verbessert werden sollen.
Es geht nicht darum, einmal eine große Veränderung zu machen, sondern viele kleine Verbesserungen dauerhaft umzusetzen.
Typische Ziele von KVP sind:
-
Kosten senken
-
Qualität verbessern
-
Fehler vermeiden
-
Arbeitsabläufe vereinfachen
-
Arbeitsplatz sicherer machen
-
Zeit sparen
-
Verschwendung reduzieren
-
Mitarbeiter einbeziehen
Beispiele aus einem Unternehmen:
Verbesserung am Arbeitsplatz:
Werkzeuge werden so angeordnet, dass der Mitarbeiter nicht ständig suchen oder unnötige Wege laufen muss.
Verbesserung in der Produktion:
Ein Arbeitsablauf wird geändert, damit ein Produkt schneller oder mit weniger Fehlern hergestellt werden kann.
Verbesserung bei der Qualität:
Eine zusätzliche Sichtprüfung wird eingeführt, damit fehlerhafte Teile früher erkannt werden.
Verbesserung bei der Sicherheit:
Ein Stolperbereich wird markiert oder beseitigt, damit Arbeitsunfälle vermieden werden.
Verbesserung bei der Ordnung:
Durch 5S werden Arbeitsplätze sauberer und übersichtlicher gestaltet. Dadurch findet man Werkzeuge schneller und arbeitet sicherer.
Verbesserung bei Materialwegen:
Material wird näher an den Arbeitsplatz gebracht, damit Laufwege reduziert werden.
Kurz gesagt:
KVP bedeutet: Nicht warten, bis etwas komplett schlecht läuft, sondern ständig kleine Verbesserungen suchen und umsetzen.
Wie ist eine Bilanz aufgebaut und welche Inhalte stehen auf der Aktiv- und Passivseite?
Antwort:
Eine Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag.
Die Bilanz hat zwei Seiten:
-
Aktiva
-
Passiva
Links steht die Aktivseite.
-
Anlagevermögen
-
Umlaufvermögen
Rechts steht die Passivseite.
-
Eigenkapital
-
Fremdkapital
Die Aktivseite zeigt, wofür das Kapital verwendet wurde.
Dort steht also das Vermögen des Unternehmens.
Zur Aktivseite gehören:
Anlagevermögen
Das sind Vermögensgegenstände, die dem Unternehmen langfristig dienen.
Beispiele:
-
Grundstücke
-
Gebäude
-
Maschinen
-
Fahrzeuge
-
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Umlaufvermögen
Das sind Vermögensgegenstände, die nur kurzfristig im Unternehmen bleiben oder schnell umgewandelt werden.
Beispiele:
-
Rohstoffe
-
Waren
-
Forderungen
-
Bankguthaben
-
Kassenbestand
Die Passivseite zeigt, woher das Kapital kommt.
Dort steht also die Finanzierung des Unternehmens.
Zur Passivseite gehören:
Eigenkapital
Das ist das Kapital, das dem Unternehmer oder den Gesellschaftern gehört.
Fremdkapital
Das sind Schulden gegenüber anderen.
Beispiele:
-
Bankdarlehen
-
Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten
-
Steuerschulden
-
Rückstellungen
Wichtig ist:
Die Summe der Aktiva ist immer genauso hoch wie die Summe der Passiva.
Man sagt auch: Aktiva = Passiva
Oder einfacher:
Vermögen = Kapital
Kurz gesagt:
Die Aktivseite zeigt, was das Unternehmen besitzt.
Die Passivseite zeigt, wie dieses Vermögen finanziert wurde.
Was ist der Unterschied zwischen Aufbauorganisation und Ablauforganisation?
Antwort:
Die Aufbauorganisation beschreibt, wie ein Unternehmen aufgebaut ist.
Sie zeigt:
-
Welche Abteilungen es gibt
-
Welche Stellen es gibt
-
Wer wem unterstellt ist
-
Wer welche Verantwortung hat
-
Wer welche Weisungsbefugnis hat
Ein typisches Beispiel für die Aufbauorganisation ist ein Organigramm.
Beispiel:
-
Geschäftsführung
-
Produktion
-
Einkauf
-
Vertrieb
-
Personalabteilung
-
Buchhaltung
Die Aufbauorganisation beantwortet also die Frage:
Wer ist wofür zuständig?
Die Ablauforganisation beschreibt dagegen, wie die Arbeit im Unternehmen abläuft.
Sie zeigt:
-
Welche Arbeitsschritte nacheinander erfolgen
-
Wer wann welche Aufgabe erledigt
-
Welche Informationen weitergegeben werden
-
Welche Wege ein Auftrag durchläuft
-
Wie Prozesse organisiert sind
Beispiel:
-
Ein Kunde bestellt ein Produkt.
-
Der Auftrag wird im Vertrieb erfasst.
-
Danach prüft der Einkauf das Material.
-
Die Produktion stellt das Produkt her.
-
Die Qualitätssicherung prüft es.
-
Der Versand liefert es aus.
Die Ablauforganisation beantwortet also die Frage:
Wie läuft die Arbeit ab?
Kurz gesagt:
Aufbauorganisation bedeutet: Wer ist wofür zuständig?
Ablauforganisation bedeutet: Wie läuft der Arbeitsprozess ab?
Welche Kosten kommen auf ein Unternehmen zu, wenn ein neuer Mitarbeiter beginnt?
Antwort:
Wenn ein neuer Mitarbeiter im Unternehmen anfängt, entstehen verschiedene Kosten.
Diese Kosten bestehen nicht nur aus dem reinen Lohn oder Gehalt.
Typische Kosten sind:
Lohn- oder Gehaltskosten
Der Mitarbeiter bekommt für seine Arbeit einen Lohn oder ein Gehalt.
Lohnnebenkosten
Dazu gehören zum Beispiel Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung.
Also zum Beispiel:
-
Krankenversicherung
-
Rentenversicherung
-
Arbeitslosenversicherung
-
Pflegeversicherung
-
Unfallversicherung
Einarbeitungskosten
Ein neuer Mitarbeiter muss eingearbeitet werden. Dafür braucht ein erfahrener Mitarbeiter oder Vorgesetzter Zeit. In dieser Zeit kann dieser Mitarbeiter weniger produktiv arbeiten.
Schulungskosten
Wenn der neue Mitarbeiter bestimmte Kenntnisse braucht, können Schulungen oder Unterweisungen notwendig sein.
Beispiele:
-
Sicherheitsunterweisung
-
Maschineneinweisung
-
Brandschutzunterweisung
-
Qualitätsvorgaben
-
Software-Schulung
Arbeitskleidung und persönliche Schutzausrüstung
Je nach Arbeitsplatz braucht der Mitarbeiter Sicherheitsschuhe, Helm, Handschuhe, Schutzbrille oder Arbeitskleidung.
Arbeitsplatzkosten
Der Arbeitsplatz muss eingerichtet werden.
Beispiele:
-
Schreibtisch
-
Stuhl
-
Computer
-
Werkzeug
-
Maschinenzugang
-
Spind
-
Telefon
-
Softwarelizenzen
Verwaltungskosten
Auch in der Personalabteilung entstehen Kosten.
Beispiele:
-
Arbeitsvertrag erstellen
-
Mitarbeiter im System anlegen
-
Zeiterfassung einrichten
-
Personalakte führen
-
Zugangsberechtigungen erstellen
Minderleistung am Anfang
Ein neuer Mitarbeiter arbeitet am Anfang oft noch nicht so schnell wie ein erfahrener Mitarbeiter. Auch das kann für das Unternehmen Kosten verursachen.
Kurz gesagt:
Ein neuer Mitarbeiter kostet nicht nur Lohn. Dazu kommen Lohnnebenkosten, Einarbeitung, Schulungen, Arbeitskleidung, Arbeitsplatz, Verwaltung und anfangs oft geringere Leistung.
Was bedeutet Outsourcing und Fremdlagerung, und welche Vor- und Nachteile haben sie?
Antwort:
Outsourcing bedeutet, dass ein Unternehmen bestimmte Aufgaben oder Bereiche an ein anderes Unternehmen abgibt.
Das Unternehmen erledigt diese Aufgabe also nicht mehr selbst, sondern lässt sie extern durchführen.
Beispiele für Outsourcing:
-
Reinigung
-
IT-Betreuung
-
Lohnabrechnung
-
Wartung
-
Transport
-
Kantine
-
Sicherheitsdienst
-
Produktion einzelner Bauteile
Fremdlagerung bedeutet, dass Waren, Rohstoffe oder Fertigprodukte nicht im eigenen Lager gelagert werden, sondern bei einem externen Lagerdienstleister.
Beispiel:
Ein Unternehmen hat zu wenig Lagerfläche. Deshalb lagert es seine fertigen Produkte bei einem externen Logistikunternehmen ein. Dieses Unternehmen übernimmt Lagerung, Kommissionierung und teilweise auch den Versand.
Vorteile von Outsourcing und Fremdlagerung:
-
Das Unternehmen kann sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren.
-
Es braucht weniger eigenes Personal.
-
Es spart eventuell Kosten für Gebäude, Lagerfläche, Maschinen oder Spezialwissen.
-
Externe Anbieter haben oft mehr Erfahrung in ihrem Bereich.
-
Die Kosten können besser planbar sein.
-
Das Unternehmen bleibt flexibler, zum Beispiel bei schwankender Nachfrage.
Nachteile von Outsourcing und Fremdlagerung:
-
Das Unternehmen wird abhängig vom externen Dienstleister.
-
Es hat weniger direkte Kontrolle über Qualität, Termine und Abläufe.
-
Bei Problemen des Dienstleisters kann auch das eigene Unternehmen betroffen sein.
-
Es können zusätzliche Transportkosten entstehen.
-
Informationen und Know-how können nach außen gelangen.
-
Die Kommunikation kann schwieriger werden.
-
Bei Fremdlagerung kann es zu Verzögerungen kommen, wenn Material nicht sofort verfügbar ist.
Kurz gesagt:
Outsourcing bedeutet, Aufgaben an externe Unternehmen abzugeben. Fremdlagerung bedeutet, Waren außerhalb des eigenen Unternehmens zu lagern. Beides kann Kosten senken und entlasten, bringt aber Abhängigkeit und weniger Kontrolle mit sich.
Welche Inventurarten gibt es und wie unterscheiden sie sich?
Antwort:
Die Inventur ist die mengen- und wertmäßige Erfassung des Vermögens und der Schulden eines Unternehmens.
Das Unternehmen prüft also, was tatsächlich vorhanden ist.
Wichtige Inventurarten sind:
Stichtagsinventur
Bei der Stichtagsinventur wird am Bilanzstichtag gezählt, gemessen, gewogen oder geschätzt.
Meistens ist das der 31.12.
Beispiel:
Ein Unternehmen zählt am 31.12. alle Waren, Rohstoffe, fertigen Erzeugnisse und Kassenbestände.
Vorteil:
Der Bestand ist direkt zum Bilanzstichtag bekannt.
Nachteil:
Es entsteht hoher Aufwand an einem einzigen Tag.
Zeitnahe Inventur
Die Inventur findet kurz vor oder kurz nach dem Bilanzstichtag statt.
Die Bestände müssen dann auf den Bilanzstichtag fortgeschrieben oder zurückgerechnet werden.
Beispiel:
Die Inventur findet am 28.12. statt. Danach werden alle Zugänge und Abgänge bis zum 31.12. rechnerisch berücksichtigt.
Verlegte Inventur
Die Inventur darf bis zu drei Monate vor oder bis zu zwei Monate nach dem Bilanzstichtag durchgeführt werden.
Auch hier muss der Bestand auf den Bilanzstichtag rechnerisch angepasst werden.
Vorteil:
Der Inventuraufwand kann zeitlich besser verteilt werden.
Nachteil:
Es ist eine genaue Fortschreibung oder Rückrechnung nötig.
Permanente Inventur
Bei der permanenten Inventur werden Bestände laufend während des Jahres erfasst.
Voraussetzung ist eine ordnungsgemäße Lagerbuchführung.
Beispiel:
Jeder Wareneingang und Warenausgang wird im System erfasst. Dadurch kann der Bestand jederzeit nachvollzogen werden.
Vorteil:
Die Inventur muss nicht komplett an einem einzigen Tag stattfinden.
Nachteil:
Die Lagerbuchführung muss sehr genau und zuverlässig sein.
Stichprobeninventur
Bei der Stichprobeninventur wird nicht jeder einzelne Artikel gezählt. Stattdessen werden ausgewählte Stichproben genommen. Daraus wird der Gesamtbestand rechnerisch ermittelt.
Diese Methode eignet sich besonders bei sehr großen Lagern.
Vorteil:
Weniger Aufwand.
Nachteil:
Sie muss mathematisch und organisatorisch zuverlässig durchgeführt werden.
Kurz gesagt:
Die Stichtagsinventur erfasst alles direkt zum Bilanzstichtag.
Die zeitnahe Inventur liegt kurz vor oder nach dem Stichtag.
Die verlegte Inventur wird weiter vor oder nach dem Stichtag durchgeführt und umgerechnet.
Die permanente Inventur läuft das ganze Jahr über.
Die Stichprobeninventur arbeitet mit ausgewählten Proben statt mit vollständiger Zählung.
IHK Nürnberg MEP BWH
IHK Nürnberg 02.2025
Musste 74 Punkte holen (Schrifltlich 38) habe bestanden. Die Prüfer waren doch sehr Autoritär sage ich mal.
Gefragt wurden:
Die Rechtsnormen Vorteile,Nachteile, Bedingungen usw. (detailliert).
Was es für Kosten im Unternehmen gibt (detailliert).
Welche Steuern ein Unternehmen bezahlen muss.
Was heißt Leasing (detailliert).
Welche Lohnarten gibt es (sehr detailliert)
Warum man eine Persongesellschaft gründet und nicht eine Kapitalgesellschaft und umgekehrt.
Ach ja und natürlich typisch IHK norm alles hinten rum, die Fragestellungen waren sehr verwirrend.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Welche Rechtsnormen gibt es und wie ist ihre Rangfolge?
-Was sind Vorteile und Nachteile starker Rechtsnormen?
-Welche Kostenarten gibt es im Unternehmen? Erklären Sie sie detailliert.
-Welche Steuern muss ein Unternehmen zahlen?
-Was bedeutet Leasing und wie funktioniert es?
-Warum nutzen Unternehmen Leasing?
-Welche Lohnarten gibt es? Erklären Sie detailliert.
-Warum gründet man eine Personengesellschaft statt einer Kapitalgesellschaft?
-Warum gründet man eine Kapitalgesellschaft statt einer Personengesellschaft?
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Rechtsnormen gibt es und wie ist ihre Rangfolge?
Antwort:
Rechtsnormen sind Regeln, die das Verhalten im Staat und im Unternehmen bestimmen.
Ihre Rangfolge:
-
Grundgesetz
-
Gesetze (z. B. BGB, HGB)
-
Rechtsverordnungen (z. B. Arbeitsstättenverordnung)
-
Satzungen / Tarifverträge
-
Betriebsvereinbarungen
-
Arbeitsverträge
Was sind Vorteile und Nachteile starker Rechtsnormen?
Antwort:
Vorteile:
-
klare Regeln
-
Rechtssicherheit
-
Schutz für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
-
weniger Konflikte im Unternehmen
Nachteile:
-
weniger Flexibilität
-
Prozesse sind bürokratischer
-
manchmal langsam in der Anpassung
Welche Kostenarten gibt es im Unternehmen? Erklären Sie sie detailliert.
Antwort:
1. Einzelkosten
direkt einem Produkt zuordenbar
z. B. Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne
2. Gemeinkosten
nicht direkt zuordenbar
z. B. Miete, Verwaltungskosten
3. Fixe Kosten
bleiben konstant
z. B. Gehälter, Abschreibungen
4. Variable Kosten
ändern sich mit der Menge
z. B. Rohstoffe, Akkordlohn
5. Gesamtkosten
Fix + variabel
6. Stückkosten
Gesamtkosten / Menge
Zweck: Preisfindung, Wirtschaftlichkeit und Planung.
Welche Steuern muss ein Unternehmen zahlen?
Antwort:
Kommt auf die Rechtsform an:
Gewerbesteuer
für gewerbliche Unternehmen
Körperschaftsteuer
nur für Kapitalgesellschaften (GmbH, AG)
Einkommensteuer
für Einzelunternehmer und Mitunternehmer einer Personengesellschaft (Gesellschafter)
Umsatzsteuer
auf Verkauf von Waren und Dienstleistungen
Lohnsteuer
wird einbehalten und ans Finanzamt abgeführt
Grundsteuer
bei betrieblichen Grundstücken
Was bedeutet Leasing und wie funktioniert es?
Antwort:
Leasing ist Mieten auf lange Zeit.
Das Unternehmen nutzt ein Gut (z. B. Auto, Maschine), ohne es zu kaufen.
Merkmale:
-
Leasinggeber bleibt Eigentümer
-
Leasingnehmer zahlt monatliche Raten
-
Bilanzielle Entlastung möglich
-
Keine großen Anfangsinvestitionen
-
flexibel künd- oder verlängerbar, je nach Vertrag
Warum nutzen Unternehmen Leasing?
Antwort:
-
schont Liquidität
-
moderne Technik ohne Kauf
-
steuerlich absetzbar
-
keine hohen Anschaffungskosten
-
planbare monatliche Kosten
Welche Lohnarten gibt es? Erklären Sie detailliert.
Antwort:
Zeitlohn
Bezahlung nach Arbeitszeit
→ sinnvoll bei qualitativen Tätigkeiten, Überwachung, Service
Akkordlohn
Bezahlung nach Leistung
→ Stückakkord oder Zeitakkord
→ Produktivität messbar, aber Gesundheitsrisiko höher
Prämienlohn
Zeitlohn + Leistungsprämie
→ für Qualität, Menge, Ersparnis, Nutzungsgrad
Provision
Vergütung pro vermitteltem Geschäft
→ typisch im Vertrieb
Zulagen / Zuschläge
z. B. Nachtarbeit, Schichtzulagen, Überstunden
Warum gründet man eine Personengesellschaft statt einer Kapitalgesellschaft?
Antwort:
Vorteile Personengesellschaft:
-
einfache und schnelle Gründung
-
keine Mindestkapitalvorgabe
-
direkte Mitwirkung der Gesellschafter
-
steuerliche Vorteile (Gewinne fließen in Einkommensteuer)
Warum gründet man eine Kapitalgesellschaft statt einer Personengesellschaft?
Antwort:
Vorteile Kapitalgesellschaft:
-
Haftung ist beschränkt
-
professioneller Außenauftritt
-
einfachere Kapitalbeschaffung
-
Gesellschafter können sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen
Kernunterschied:
Personengesellschaft → Haftung privat
Kapitalgesellschaft → Haftung beschränkt auf das Gesellschaftsvermögen
IHK Nürnberg 02.2026
Unternehmensformen Beispiele und erklären
Abschreibungen erklären
Aufbau/Ablauf Organisation mit Beispielen
Organisationsstrukturen erklären
Kostenarten und Kostenstellen
Mit 44 Punkten rein und bestanden.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Welche Unternehmensformen gibt es und wie kann man sie mit Beispielen erklären?
- Was sind Abschreibungen und warum werden sie im Unternehmen durchgeführt?
- Was ist der Unterschied zwischen Aufbauorganisation und Ablauforganisation? Erklären Sie es mit Beispielen.
- Welche Organisationsstrukturen gibt es und wie kann man sie erklären?
- Was sind Kostenarten und Kostenstellen, und wie unterscheiden sie sich?
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Unternehmensformen gibt es und wie kann man sie mit Beispielen erklären?
Antwort:
Es gibt verschiedene Unternehmensformen. Man kann sie grob einteilen in:
-
Einzelunternehmen
-
Personengesellschaften
-
Kapitalgesellschaften
Beim Einzelunternehmen gehört das Unternehmen einer einzelnen Person.
Beispiel:
Ein selbstständiger Handwerker, ein kleiner Ladenbesitzer oder ein selbstständiger LKW-Fahrer.
Vorteile sind die einfache Gründung, schnelle Entscheidungen und kein vorgeschriebenes Mindestkapital.
Der Nachteil ist die Haftung. Der Einzelunternehmer haftet grundsätzlich auch mit seinem Privatvermögen.
Personengesellschaften sind Gesellschaften, bei denen die beteiligten Personen im Vordergrund stehen.
Beispiele:
-
GbR
-
OHG
-
KG
Bei der GbR schließen sich mindestens zwei Personen zusammen, um gemeinsam ein Ziel zu verfolgen.
Beispiel:
Zwei Meister machen sich zusammen selbstständig und betreiben gemeinsam einen kleinen Betrieb.
Bei der OHG betreiben mindestens zwei Personen gemeinsam ein Handelsgewerbe. Die Gesellschafter haften grundsätzlich persönlich, unbeschränkt und gesamtschuldnerisch.
Bei der KG gibt es mindestens einen Komplementär und mindestens einen Kommanditisten.
Der Komplementär haftet persönlich und unbeschränkt.
Der Kommanditist haftet nur mit seiner Einlage.
Kapitalgesellschaften sind Gesellschaften, bei denen das Kapital stärker im Vordergrund steht.
Beispiele:
-
GmbH
-
UG
-
AG
Die GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Sie benötigt ein Mindeststammkapital von 25.000 Euro. Die GmbH haftet grundsätzlich mit ihrem Gesellschaftsvermögen. Die Gesellschafter haften normalerweise nicht mit ihrem Privatvermögen.
Die AG ist eine Aktiengesellschaft. Ihr Grundkapital beträgt mindestens 50.000 Euro. Das Kapital ist in Aktien aufgeteilt. Die Eigentümer heißen Aktionäre.
Kurz gesagt:
Einzelunternehmen sind einfach, aber mit persönlicher Haftung verbunden. Personengesellschaften beruhen stark auf den beteiligten Personen. Kapitalgesellschaften sind rechtlich selbstständiger und bieten meist eine Haftungsbeschränkung.
Was sind Abschreibungen und warum werden sie im Unternehmen durchgeführt?
Antwort:
Abschreibungen erfassen die Wertminderung von Anlagegütern.
Wenn ein Unternehmen zum Beispiel eine Maschine, ein Fahrzeug oder einen Computer kauft, verliert dieser Gegenstand mit der Zeit an Wert.
Gründe für den Wertverlust sind:
-
Nutzung
-
Verschleiß
-
Alterung
-
technischer Fortschritt
-
Beschädigung
-
wirtschaftliche Überholung
Beispiel:
Ein Unternehmen kauft eine Maschine für 50.000 Euro. Die Maschine wird mehrere Jahre genutzt. Da sie nicht nur in einem Jahr verbraucht wird, werden die Anschaffungskosten auf die Nutzungsdauer verteilt.
Wenn die Maschine zum Beispiel 5 Jahre genutzt wird, könnte man jährlich 10.000 Euro abschreiben.
Rechnung:
50.000 Euro ÷ 5 Jahre = 10.000 Euro pro Jahr
Die Abschreibung ist ein Aufwand in der Buchhaltung. Dadurch wird der Gewinn reduziert.
Abschreibungen sind wichtig, weil sie zeigen, dass Betriebsmittel durch Nutzung an Wert verlieren.
Sie helfen außerdem dabei, die Kosten eines Anlagegutes verursachungsgerecht auf mehrere Jahre zu verteilen.
Typische abschreibbare Anlagegüter sind:
-
Maschinen
-
Fahrzeuge
-
Werkzeuge
-
Computer
-
Büromöbel
-
Gebäude
-
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Kurz gesagt:
Abschreibungen zeigen den Wertverlust von Anlagegütern. Sie verteilen die Anschaffungskosten auf die Nutzungsdauer.
Was ist der Unterschied zwischen Aufbauorganisation und Ablauforganisation? Erklären Sie es mit Beispielen.
Antwort:
Die Aufbauorganisation beschreibt, wie ein Unternehmen aufgebaut ist.
Sie zeigt:
-
welche Abteilungen es gibt
-
welche Stellen es gibt
-
wer wem unterstellt ist
-
wer Verantwortung trägt
-
wer Weisungen geben darf
-
wer welche Aufgabenbereiche hat
Ein typisches Hilfsmittel der Aufbauorganisation ist das Organigramm.
Beispiel:
-
Geschäftsführung
-
Produktionsleitung
-
Meister
-
Schichtführer
-
Mitarbeiter
Oder:
-
Geschäftsführung
-
Einkauf
-
Produktion
-
Lager
-
Vertrieb
-
Buchhaltung
-
Personalabteilung
Die Aufbauorganisation beantwortet die Frage:
Wer ist wofür zuständig?
Die Ablauforganisation beschreibt, wie die Arbeit im Unternehmen abläuft.
Sie zeigt:
-
welche Arbeitsschritte nacheinander erfolgen
-
wer wann welche Aufgabe erledigt
-
welche Informationen weitergegeben werden
-
wie ein Auftrag durch das Unternehmen läuft
-
wie Material, Menschen und Informationen bewegt werden
Beispiel aus der Produktion:
-
Ein Kundenauftrag kommt rein.
-
Der Vertrieb erfasst den Auftrag.
-
Die Arbeitsvorbereitung plant die Fertigung.
-
Das Lager stellt Material bereit.
-
Die Produktion fertigt das Produkt.
-
Die Qualitätssicherung prüft das Produkt.
-
Der Versand liefert das Produkt aus.
-
Die Buchhaltung erstellt die Rechnung.
Die Ablauforganisation beantwortet die Frage:
Wie läuft die Arbeit ab?
Kurz gesagt:
Aufbauorganisation bedeutet: Wer ist wofür zuständig?
Ablauforganisation bedeutet: Wie läuft der Arbeitsprozess ab?
Welche Organisationsstrukturen gibt es und wie kann man sie erklären?
Antwort:
Organisationsstrukturen beschreiben, wie Aufgaben, Verantwortung und Weisungsbefugnisse in einem Unternehmen verteilt sind.
Wichtige Organisationsstrukturen sind:
Einliniensystem
Beim Einliniensystem hat jeder Mitarbeiter genau einen direkten Vorgesetzten.
Beispiel:
-
Geschäftsführer
-
Produktionsleiter
-
Meister
-
Mitarbeiter
Vorteil:
Klare Zuständigkeiten und eindeutige Weisungen.
Nachteil:
Entscheidungswege können lang sein.
Mehrliniensystem
Beim Mehrliniensystem kann ein Mitarbeiter von mehreren Vorgesetzten Anweisungen bekommen.
Beispiel:
Ein Mitarbeiter bekommt fachliche Anweisungen vom Qualitätsleiter und organisatorische Anweisungen vom Produktionsleiter.
Vorteil:
Spezialwissen kann besser genutzt werden.
Nachteil:
Es kann zu widersprüchlichen Anweisungen kommen.
Stabliniensystem
Beim Stabliniensystem gibt es eine klare Linie, aber zusätzlich beratende Stabsstellen.
Beispiel:
Der Meister ist in der Linie eingebunden. Eine Arbeitssicherheitsfachkraft oder Qualitätsmanagementstelle berät zusätzlich.
Vorteil:
Führungskräfte werden durch Fachwissen unterstützt.
Nachteil:
Stabsstellen haben meistens keine direkte Weisungsbefugnis. Dadurch kann es zu Abstimmungsproblemen kommen.
Matrixorganisation
Bei der Matrixorganisation gibt es zwei Weisungsrichtungen, zum Beispiel nach Funktion und Projekt.
Beispiel:
Ein Mitarbeiter gehört zur Produktion, arbeitet aber gleichzeitig in einem Projekt zur Einführung einer neuen Maschine.
Er kann Anweisungen vom Produktionsleiter und vom Projektleiter erhalten.
Vorteil:
Gute Zusammenarbeit zwischen Abteilungen und Projekten.
Nachteil:
Es kann zu Kompetenzkonflikten kommen.
Kurz gesagt:
Organisationsstrukturen regeln, wer Entscheidungen trifft, wer Anweisungen gibt und wie Zusammenarbeit im Unternehmen organisiert ist.
Was sind Kostenarten und Kostenstellen, und wie unterscheiden sie sich?
Antwort:
Kostenarten zeigen, welche Kosten im Unternehmen entstehen.
Sie beantworten die Frage:
Welche Kosten sind angefallen?
Beispiele für Kostenarten sind:
-
Materialkosten
-
Personalkosten
-
Energiekosten
-
Mietkosten
-
Abschreibungen
-
Versicherungskosten
-
Instandhaltungskosten
-
Werkzeugkosten
-
Transportkosten
Kostenarten kann man weiter unterscheiden.
Einzelkosten können direkt einem Produkt oder Auftrag zugeordnet werden.
Beispiel:
Das Material für einen bestimmten Auftrag.
Gemeinkosten können nicht direkt einem Produkt zugeordnet werden.
Beispiel:
Miete für die Produktionshalle, Stromgrundgebühren oder Gehälter der Verwaltung.
Fixe Kosten bleiben unabhängig von der Produktionsmenge gleich.
Beispiel:
Miete, Gehälter, Versicherungen.
Variable Kosten verändern sich mit der Produktionsmenge.
Beispiel:
Materialkosten, Verpackungskosten, Akkordlohn.
Kostenstellen zeigen, wo die Kosten im Unternehmen entstanden sind.
Sie beantworten die Frage:
Wo sind die Kosten angefallen?
Typische Kostenstellen sind:
-
Materialbereich
-
Fertigung
-
Verwaltung
-
Vertrieb
-
Lager
-
Instandhaltung
-
Qualitätssicherung
Beispiel:
Stromkosten sind eine Kostenart.
Wenn der Strom in der Produktion verbraucht wurde, gehört er zur Kostenstelle Fertigung.
Miete ist eine Kostenart.
Wenn die Miete auf verschiedene Bereiche verteilt wird, kann sie anteilig auf Produktion, Lager und Verwaltung aufgeteilt werden.
Der Unterschied ist also:
Kostenarten: Welche Kosten sind entstanden?
Kostenstellen: Wo sind diese Kosten entstanden?
Diese Unterscheidung ist wichtig für den Betriebsabrechnungsbogen, also den BAB. Dort werden Gemeinkosten auf Kostenstellen verteilt und später Zuschlagssätze berechnet.
Kurz gesagt:
Kostenarten zeigen die Art der Kosten. Kostenstellen zeigen den Ort der Kostenentstehung.
IHK Regensburg MEP BWH
IHK Regensburg 07.2023
BWH Themen:
- Ablauf- und Aufbauorganisation
- Einlinen- und Matrixsystem
- Methoden zur Reduzierung von Kosten (Muda, 5S, Lean-Management, KVP, KANBAN usw.)
Es waren 3 Prüfer, 2 haben die Fragen gestellt, der 3te Notizen. Die Fragen waren typisch IHK
like. Sehr schwammig und nicht konkret. Wollten viele Fachbegriffe hören, vor allem bei der
Kostenverschwendung.
Ich hatte 37 Punkte in der schriftlichen, für das Bestehen der mündlichen, musste man vermutlich
"perfekt" sein.
20 min. Prüfung, leider hat es nicht gereicht.
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Was ist die Aufbauorganisation?
-Was ist die Ablauforganisation?
-Erklären Sie das Einliniensystem.
-Erklären Sie das Matrixsystem.
-Was bedeutet Muda?
-Was ist die 5S-Methode?
-Was ist Lean Management?
-Was bedeutet KVP?
-Was ist Kanban?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was ist die Aufbauorganisation?
Antwort:
Die Aufbauorganisation legt die Struktur eines Unternehmens fest.
Sie bestimmt:
-
Abteilungen
-
Zuständigkeiten
-
Hierarchie
-
Aufgabenverteilung
Ergebnis: Organigramm.
Was ist die Ablauforganisation?
Antwort:
Die Ablauforganisation regelt Arbeitsabläufe und Prozesse.
Sie bestimmt:
-
Reihenfolge von Tätigkeiten
-
Zeitpunkte
-
Verantwortlichkeiten
-
Arbeitsorte
Ergebnis: Prozessabläufe, Arbeitspläne, Flussdiagramme.
Erklären Sie das Einliniensystem.
Antwort:
Jeder Mitarbeiter hat nur einen Vorgesetzten.
Kommunikations- und Befehlswege laufen über eine Linie.
Vorteile:
-
klare Zuständigkeiten
-
einfache Struktur
Nachteile:
-
lange Wege
-
Überlastung der Führungskräfte
-
geringe Flexibilität
Erklären Sie das Matrixsystem.
Antwort:
Im Matrixsystem hat ein Mitarbeiter zwei Weisungslinien:
-
eine fachliche
-
eine projekt- oder produktbezogene
Beispiel: Fertigung + Produktverantwortung.
Vorteile:
-
hohe Flexibilität
-
bessere Nutzung von Fachwissen
-
geeignet für Unternehmen mit mehreren Produkten
Nachteile:
-
Konflikte zwischen den Vorgesetzten
-
hoher Abstimmungsbedarf
Was bedeutet Muda?
Antwort:
Muda bedeutet Verschwendung im Prozess, also Tätigkeiten ohne Wertschöpfung.
Die 7 klassischen Muda-Arten:
-
Überproduktion
-
Wartezeiten
-
Transport
-
Fehlende oder falsche Prozesse
-
Bestände
-
Bewegung
-
Fehler / Nacharbeit
Ziel: Verschwendung erkennen und eliminieren.
Was ist die 5S-Methode?
Antwort:
Eine Methode zur Arbeitsplatzgestaltung:
-
Sortieren
-
Systematisieren
-
Säubern
-
Standardisieren
-
Selbstdisziplin
Zweck: Ordnung, Sauberkeit, Sicherheit, Effizienz.
Was ist Lean Management?
Antwort:
Lean Management bedeutet schlanke Prozesse, die Verschwendung vermeiden und Wertschöpfung maximieren.
Ziel: Qualität steigern, Durchlaufzeiten verkürzen, Kosten senken.
Was bedeutet KVP?
Antwort:
KVP ist die ständige Verbesserung von Abläufen in kleinen Schritten.
Alle Mitarbeiter sind beteiligt.
Merkmale:
-
kleine Schritte statt große Projekte
-
laufende Optimierung
-
Fehler früh erkennen und beheben
Was ist Kanban?
Antwort:
Kanban ist ein steuerungs- und Planungssystem, bei dem der Materialnachschub durch Signalkarten oder digitale Signale ausgelöst wird.
Zweck:
-
reduzierte Bestände
-
besserer Materialfluss
-
Just-in-Time Produktion
IHK Regensburg 07.2024
BWH - Fragen waren zum Teil etwas schwer verständlich, aber hier mal schnell kurz gefasst:
Bilanz (alles auch Passiv-,Aktiv Austausch usw)
Ablauf- und Aufbauorginisationen inkl Managementsystem
GuV (auch komplett und dazu noch Zinsen erklären)
Was sind Personalkosten - 4 Beispiele
Wer zahlt wie viel bei den SV und was zahlt der AG komplett selbst.
Was ich zu mep sagen kann ist das du ordentlich gekleidet am besten auch kommst. also nicht mit joggingshose usw
Ich hab gemerkt das man da gute Sympathiepunkte auch sammelt wenn man ordentlich kommt (eigl logisch , aber kann man mal schnell vergessen), also Jeans, ordentliches Shirt , rasiert usw
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Was ist eine Bilanz?
-Erklären Sie die vier Bilanzveränderungen.
-Was ist die Aufbauorganisation?
-Was ist die Ablauforganisation?
-Was bedeutet Managementsystem in diesem Zusammenhang?
-Was zeigt die GuV?
-Welche Bereiche gehören zur GuV?
-Warum fallen in der GuV Zinsen an?
-Was sind Personalkosten? Nennen Sie vier Beispiele.
-Wer zahlt wie viel bei der Sozialversicherung?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was ist eine Bilanz?
Antwort:
Die Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Aktiva (Vermögen) und Passiva (Eigen- und Fremdkapital) zu einem bestimmten Stichtag.
Aktiva = Mittelverwendung, Passiva = Mittelherkunft.
Erklären Sie die vier Bilanzveränderungen.
Antwort:
-
Aktivtausch
Ein Aktivposten steigt, ein anderer sinkt
(z. B. Bank → Kasse). -
Passivtausch
Ein Passivposten steigt, ein anderer sinkt
(z. B. Darlehen → Verbindlichkeiten). -
Aktiv-Passiv-Mehrung
Aktiva und Passiva steigen
(z. B. Kauf auf Ziel). -
Aktiv-Passiv-Minderung
Aktiva und Passiva sinken
(z. B. Schulden bezahlen).
Was ist die Aufbauorganisation?
Antwort:
Sie legt die Struktur eines Unternehmens fest: Abteilungen, Zuständigkeiten, Hierarchien.
Ergebnis: Organigramm.
Was ist die Ablauforganisation?
Antwort:
Sie regelt Arbeitsprozesse: Reihenfolge, Zeiten, Orte, Verantwortlichkeiten.
Ergebnis: Prozessdarstellungen.
Was bedeutet Managementsystem in diesem Zusammenhang?
Antwort:
Ein Managementsystem ist ein Regelwerk, nach dem Prozesse geplant, gesteuert und verbessert werden.
Beispiele: Qualitätsmanagement ISO 9001, Umweltmanagement ISO 14001.
Was zeigt die GuV?
Antwort:
Sie zeigt, wie der Jahreserfolg entsteht, indem Aufwendungen und Erträge gegenübergestellt werden.
Welche Bereiche gehören zur GuV?
Antwort:
-
Umsatzerlöse
-
Materialaufwand
-
Personalaufwand
-
Abschreibungen
-
Zinsen
-
Sonstige Aufwendungen / Erträge
-
Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag
Warum fallen in der GuV Zinsen an?
Antwort:
Zinsen entstehen durch Fremdkapital, z. B. Bankkredite.
Sie sind ein Aufwand und mindern den Gewinn.
Was sind Personalkosten? Nennen Sie vier Beispiele.
Antwort:
Personalkosten sind alle Kosten, die durch Beschäftigte entstehen.
Beispiele:
-
Löhne und Gehälter
-
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung
-
Urlaubs- und Weihnachtsgeld
-
Weiterbildung / Schulungen
-
Personalnebenkosten (z. B. Arbeitskleidung)
Wer zahlt wie viel bei der Sozialversicherung?
Antwort:
Jeweils 50 % Arbeitnehmer / 50 % Arbeitgeber:
-
Krankenversicherung
-
Pflegeversicherung
-
Rentenversicherung
-
Arbeitslosenversicherung
100 % Arbeitgeber:
-
Unfallversicherung (über die BG)
Der Arbeitgeber führt alle Beiträge ab.
IHK Regensburg 02.2025
gefragt wurde hauptsächlich:
-Prämienlohn
-akkordlohn und
-Breavevenpoint aufzeichnen (x y achse mit kosten und erlöse)
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Was ist Prämienlohn?
-Wann wird Prämienlohn eingesetzt?
-Was ist Akkordlohn?
-Welche Voraussetzungen müssen für Akkordlohn erfüllt sein?
-Was ist der Unterschied zwischen Prämien- und Akkordlohn?
-Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.
Lösungsvorschlag von BLH:
Was ist Prämienlohn?
Antwort:
Prämienlohn ist Zeitlohn plus eine zusätzliche Prämie für eine bestimmte Leistung oder Zielerreichung.
Die Prämie kann sich beziehen auf:
-
Menge
-
Qualität
-
geringe Ausschussquote
-
Einsparungen
-
hohe Maschinennutzung
Der Grundlohn bleibt ein Zeitlohn, die Prämie ist ein Anreiz für bessere Leistung.
Wann wird Prämienlohn eingesetzt?
Antwort:
-
wenn Leistung teilweise messbar ist
-
wenn Qualität wichtig ist
-
wenn besondere Anstrengung belohnt werden soll
-
wenn Unternehmen Motivation fördern wollen
Was ist Akkordlohn?
Antwort:
Akkordlohn ist eine rein leistungsbezogene Entlohnung.
Es gibt zwei Formen:
-
Stückakkord: Lohn pro Stück
-
Zeitakkord: Lohn orientiert sich an Vorgabezeiten
Der Mitarbeiter verdient mehr, wenn er mehr produziert.
Welche Voraussetzungen müssen für Akkordlohn erfüllt sein?
Antwort:
-
Arbeit muss messbar sein
-
wiederholbare Tätigkeit
-
klare Vorgabezeiten
-
Mitarbeiter kann Arbeitsgeschwindigkeit beeinflussen
-
Qualität darf nicht leiden
Was ist der Unterschied zwischen Prämien- und Akkordlohn?
Antwort:
-
Prämienlohn: Zeitlohn + Prämie
→ Leistung wird zusätzlich belohnt, aber Grundlohn bleibt Zeitlohn. -
Akkordlohn: Bezahlung nur nach Leistung
→ direkt abhängig von der Menge oder Zeit.
Kurz:
Prämienlohn = Zeitlohn + Leistungsbelohnung
Akkordlohn = rein leistungsorientiert
Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.
Antwort:
Eine typische BEP-Grafik:
-
X-Achse: Absatzmenge
-
Y-Achse: Kosten & Erlöse
-
Fixkosten: waagerechte Linie
-
Gesamtkosten: steigende Linie (Fixkosten + variable Kosten)
-
Erlöslinie: steiler steigende Linie
-
Schnittpunkt Erlös/Gesamtkosten = Break-Even-Point
Links vom BEP: Verlustzone
Rechts vom BEP: Gewinnzone

IHK Regensburg 02.2025
Unternehmensformen
Bilanz
GuV
BAB
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Welche Unternehmensformen gibt es? Nennen Sie Beispiele und Hauptunterschiede.
-Was unterscheidet Personen- von Kapitalgesellschaften?
-Was ist eine Bilanz?
-Wie ist die Bilanz aufgebaut?
-Welche Bilanzveränderungen gibt es?
-Welche typischen Positionen stehen in der GuV?
-Wie hängen Bilanz und GuV zusammen?
-Was ist ein BAB und wofür wird er genutzt?
-Wie wird im BAB verteilt?
-Warum braucht man Zuschlagssätze?
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Unternehmensformen gibt es? Nennen Sie Beispiele und Hauptunterschiede.
Antwort:
Einzelunternehmen
-
eine Person
-
volle private Haftung
-
einfache Gründung
Personengesellschaften
-
GbR – einfache Gründung, persönliche Haftung
-
OHG – Handelsgewerbe, unbeschränkte Haftung aller Gesellschafter
-
KG – Komplementär haftet voll, Kommanditist beschränkt
Merkmale: persönliche Haftung, Mitwirkung der Gesellschafter.
Kapitalgesellschaften
-
GmbH – Haftung beschränkt, Mindestkapital 25.000 €
-
UG (haftungsbeschränkt) – ab 1 €, Rücklagenpflicht
-
AG – Aktiengesellschaft, Grundkapital 50.000 €
Merkmale: Haftung beschränkt auf das Gesellschaftsvermögen.
Sonderformen
-
GmbH & Co. KG – Komplementär ist eine GmbH
Was unterscheidet Personen- von Kapitalgesellschaften?
Antwort:
-
Personengesellschaften → persönliche Haftung, geringe Formalitäten
-
Kapitalgesellschaften → Haftungsbeschränkung, höhere Anforderungen
Was ist eine Bilanz?
Antwort:
Die Bilanz zeigt an einem Stichtag Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) des Unternehmens.
Sie beantwortet:
-
Was besitzt das Unternehmen?
-
Woher stammt das Geld?
Wie ist die Bilanz aufgebaut?
Antwort:
Aktiva (Mittelverwendung)
-
Anlagevermögen (Maschinen, Gebäude)
-
Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen, Kasse)
Sortierung: nach Liquidierbarkeit – langfristig oben, kurzfristig unten.
Passiva (Mittelherkunft)
-
Eigenkapital
-
Fremdkapital (Darlehen, Verbindlichkeiten)
Sortierung: nach Fristigkeit.
Welche Bilanzveränderungen gibt es?
Antwort:
-
Aktivtausch
-
Passivtausch
-
Aktiv-Passiv-Mehrung
-
Aktiv-Passiv-Minderung
Was zeigt die GuV?
Antwort:
Die GuV zeigt, wie der Jahreserfolg entsteht.
Alle Erträge werden den Aufwendungen gegenübergestellt.
Welche typischen Positionen stehen in der GuV?
Antwort:
-
Umsatzerlöse
-
Materialaufwand
-
Personalaufwand
-
Abschreibungen
-
Zinsen
-
sonstige Aufwendungen und Erträge
-
Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag
Wie hängen Bilanz und GuV zusammen?
Antwort:
Der Gewinn aus der GuV erhöht das Eigenkapital in der Bilanz.
Ein Verlust senkt das Eigenkapital.
Was ist ein BAB und wofür wird er genutzt?
Antwort:
Der BAB ist ein Werkzeug der Kostenrechnung.
Er dient dazu:
-
Gemeinkosten auf Kostenstellen zu verteilen
-
Zuschlagssätze zu berechnen
-
Kostenstellen zu kontrollieren
-
die Grundlage für Kalkulationen zu schaffen
Wie wird im BAB verteilt?
Antwort:
Durch Verteilerschlüssel, z. B.:
-
Quadratmeter
-
Mitarbeiterzahl
-
Maschinenstunden
-
Verbrauchswerte
Warum braucht man Zuschlagssätze?
Antwort:
Damit Gemeinkosten später in der Kalkulation verursachergerecht auf die Produkte verteilt werden können.
IHK Regensburg 02.2025
Unternehmensformen
Wie Kosten senken im Bereich Logistik, Produktion
Bereiche eines Unternehmens (Buchhaltung, Vertrieb, etc.)
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Welche Unternehmensformen gibt es? Kurz erklären.
-Was unterscheidet Personen- von Kapitalgesellschaften?
-Wie kann man Kosten in der Produktion senken?
-Wie kann man Kosten in der Logistik senken?
-Welche Bereiche hat ein Unternehmen? Nennen Sie Beispiele und deren Aufgaben.
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Unternehmensformen gibt es? Kurz erklären.
Antwort:
Einzelunternehmen
-
eine Person
-
volle private Haftung
-
einfache Gründung
Personengesellschaften
-
GbR – einfache Gründung, persönliche Haftung
-
OHG – Handelsgewerbe, unbeschränkte Haftung aller
-
KG – Komplementär haftet voll, Kommanditist beschränkt
Merkmal: persönliche Haftung, Mitwirkung der Gesellschafter.
Kapitalgesellschaften
-
GmbH – Haftung beschränkt, Mindestkapital 25.000 €
-
UG (haftungsbeschränkt) – ab 1 €
-
AG – Grundkapital 50.000 €, Aktiengesellschaft
Merkmal: Haftung nur mit Gesellschaftsvermögen.
Sonderformen
-
GmbH & Co. KG – Komplementär ist eine GmbH
Was unterscheidet Personen- von Kapitalgesellschaften?
Antwort:
-
Personengesellschaften: private Haftung, einfache Gründung
-
Kapitalgesellschaften: Haftungsbeschränkung, höherer Formalaufwand
Wie kann man Kosten in der Produktion senken?
Antwort:
-
Reduzierung von Ausschuss und Fehlern
-
Verbesserung der Rüstzeiten (SMED)
-
Wartung der Maschinen (weniger Ausfälle)
-
5S-Methode zur Arbeitsplatzorganisation
-
Automatisierung / Digitalisierung
-
KVP / Kaizen – kontinuierliche Verbesserung
-
Lean Management – Verschwendung vermeiden
-
optimale Materialbereitstellung
-
bessere Durchlaufzeiten
Wie kann man Kosten in der Logistik senken?
Antwort:
-
optimale Bestellmenge (Lager- und Bestellkosten senken)
-
Wegeoptimierung im Lager
-
bessere Auslastung von Transporten
-
Just-in-Time / Kanban
-
Lagerbestände reduzieren
-
Fehlmengenkosten vermeiden
-
Digitalisierung der Prozesse
-
Vergleich von Lieferanten / bessere Konditionen
Welche Bereiche hat ein Unternehmen? Nennen Sie Beispiele und deren Aufgaben.
Antwort:
1. Beschaffung / Einkauf
-
Material einkaufen
-
Lieferanten auswählen
-
Preise verhandeln
2. Produktion / Fertigung
-
Produkte herstellen
-
Maschinen und Arbeitsabläufe steuern
3. Vertrieb / Verkauf
-
Kunden gewinnen
-
Angebote erstellen
-
Aufträge abwickeln
4. Buchhaltung / Rechnungswesen
-
Bilanzen und GuV erstellen
-
Zahlungen buchen
-
Lohnabrechnung
5. Personalwesen (HR)
-
Mitarbeiter einstellen
-
Betreuung und Entwicklung
-
Arbeitsverträge, Entgelt
6. Lager / Logistik
-
Waren annehmen
-
lagern, kommissionieren
-
versenden
7. Controlling
-
Kosten überwachen
-
Kennzahlen analysieren
-
Wirtschaftlichkeit prüfen
8. Geschäftsführung / Management
-
Ziele festlegen
-
Entscheidungen treffen
-
strategische Ausrichtung
IHK Schwaben MEP BWH
IHK Schwaben 01.2026
-Unterschied BWL - VWL erklären
-Lohnarten erklären
-Was sind Abschreibungen
-Was sind kalk. Zinsen
-Fixkostendegression erklären
-Aufbau und Ablauforganisationen
-Sprungfixkosten erklären
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Was ist der Unterschied zwischen BWL und VWL?
- Welche Lohnarten gibt es?
- Was sind Abschreibungen?
- Warum werden Abschreibungen durchgeführt?
- Was sind kalkulatorische Zinsen?
- Warum rechnet man mit kalkulatorischen Zinsen?
- Was bedeutet Fixkostendegression?
- Warum ist die Fixkostendegression für ein Unternehmen wichtig?
- Was ist der Unterschied zwischen Aufbauorganisation und Ablauforganisation?
- Was gehört zur Aufbauorganisation?
- Was gehört zur Ablauforganisation?
- Was sind Sprungfixkosten?
- Worin liegt der Unterschied zwischen Fixkostendegression und Sprungfixkosten?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was ist der Unterschied zwischen BWL und VWL?
Antwort:
Die BWL beschäftigt sich mit einzelnen Unternehmen. Es geht darum, wie ein Betrieb wirtschaftlich arbeitet, Gewinne erzielt, Kosten senkt und Entscheidungen trifft.
Die VWL betrachtet die gesamte Wirtschaft. Dabei geht es zum Beispiel um Haushalte, Unternehmen, Staat, Märkte, Arbeitslosigkeit, Inflation und das Wirtschaftswachstum.
Einfach gesagt:
BWL schaut auf den einzelnen Betrieb. Zur BWL gehören zum Beispiel Kosten, Gewinn, Produktion, Personal und Marketing.
VWL schaut auf die gesamte Wirtschaft. Zur VWL gehören zum Beispiel Angebot und Nachfrage, Inflation, Arbeitslosigkeit und Konjunktur.
Welche Lohnarten gibt es?
Antwort:
Es gibt verschiedene Lohnarten, zum Beispiel Zeitlohn, Akkordlohn und Prämienlohn.
Beim Zeitlohn wird nach der gearbeiteten Zeit bezahlt, zum Beispiel pro Stunde oder Monat.
Beim Akkordlohn wird nach der geleisteten Menge bezahlt. Je mehr Stück produziert werden, desto höher ist der Lohn.
Beim Prämienlohn bekommt der Mitarbeiter zusätzlich zum Grundlohn eine Prämie, wenn bestimmte Ziele erreicht werden, zum Beispiel bessere Qualität, Zeitersparnis oder weniger Ausschuss.
Was sind Abschreibungen?
Antwort:
Abschreibungen erfassen die Wertminderung von Anlagegütern.
Wenn ein Unternehmen zum Beispiel eine Maschine kauft, verliert diese Maschine mit der Zeit an Wert, weil sie genutzt wird, älter wird oder technisch veraltet.
Dieser Wertverlust wird jedes Jahr als Aufwand gebucht. Dadurch werden die Anschaffungskosten auf die Nutzungsdauer verteilt.
Warum werden Abschreibungen durchgeführt?
Antwort:
Abschreibungen werden durchgeführt, damit der Werteverzehr eines Anlagegutes richtig in der Buchhaltung erfasst wird.
Außerdem wird dadurch der Gewinn realistischer dargestellt, weil die Maschine zwar einmal gekauft wurde, aber über mehrere Jahre genutzt wird.
Was sind kalkulatorische Zinsen?
Antwort:
Kalkulatorische Zinsen sind Kosten, die in der Kostenrechnung angesetzt werden, obwohl sie nicht unbedingt als echte Zahlung entstehen.
Sie zeigen, dass das im Unternehmen gebundene Kapital auch Kosten verursacht.
Beispiel:
Wenn ein Unternehmen Geld in Maschinen investiert, könnte dieses Geld theoretisch auch anders angelegt werden. Für diesen entgangenen Nutzen werden kalkulatorische Zinsen berechnet.
Warum rechnet man mit kalkulatorischen Zinsen?
Antwort:
Man rechnet mit kalkulatorischen Zinsen, damit die Kosten eines Unternehmens vollständiger dargestellt werden.
Das Unternehmen soll erkennen, dass auch eigenes Kapital nicht kostenlos ist. Es könnte nämlich auch anderweitig verwendet oder verzinst werden.
Was bedeutet Fixkostendegression?
Antwort:
Fixkostendegression bedeutet, dass die fixen Kosten pro Stück sinken, wenn mehr Stück produziert werden.
Die gesamten Fixkosten bleiben gleich, aber sie verteilen sich auf eine größere Stückzahl.
Beispiel:
Eine Maschine kostet monatlich 10.000 Euro Miete.
Bei 1.000 Stück sind das 10 Euro Fixkosten pro Stück.
Bei 2.000 Stück sind es nur noch 5 Euro Fixkosten pro Stück.
Warum ist die Fixkostendegression für ein Unternehmen wichtig?
Antwort:
Sie ist wichtig, weil bei höherer Produktionsmenge die Stückkosten sinken können.
Dadurch kann ein Unternehmen günstiger produzieren, wettbewerbsfähiger werden und möglicherweise mehr Gewinn erzielen.
Was ist der Unterschied zwischen Aufbauorganisation und Ablauforganisation?
Antwort:
Die Aufbauorganisation zeigt, wie ein Unternehmen gegliedert ist. Sie beschreibt Stellen, Abteilungen, Zuständigkeiten und Weisungsbeziehungen.
Die Ablauforganisation beschreibt, wie Arbeitsprozesse ablaufen. Es geht darum, in welcher Reihenfolge Aufgaben erledigt werden und wer wann was macht.
Einfach gesagt:
Aufbauorganisation bedeutet: Wer ist wofür zuständig?
Ablauforganisation bedeutet: Wie läuft die Arbeit ab?
Was gehört zur Aufbauorganisation?
Antwort:
Zur Aufbauorganisation gehören zum Beispiel Abteilungen, Stellen, Hierarchien, Verantwortlichkeiten und Weisungsbefugnisse.
Ein typisches Beispiel ist ein Organigramm. Dort sieht man, wer wem unterstellt ist und welche Bereiche es im Unternehmen gibt.
Was gehört zur Ablauforganisation?
Antwort:
Zur Ablauforganisation gehören Arbeitsabläufe, Reihenfolgen, Prozesse, Informationswege und Zeitabläufe.
Beispiel:
Ein Kundenauftrag kommt rein, wird geprüft, geht zur Produktion, danach zur Qualitätskontrolle und anschließend zum Versand.
Was sind Sprungfixkosten?
Antwort:
Sprungfixkosten sind fixe Kosten, die ab einer bestimmten Beschäftigungsmenge plötzlich steigen.
Sie bleiben zunächst gleich, steigen aber sprunghaft an, wenn eine bestimmte Grenze überschritten wird.
Beispiel:
Ein Unternehmen produziert mit einer Maschine 1.000 Stück.
Wenn mehr produziert werden soll, muss eine zweite Maschine angeschafft werden.
Dadurch steigen die Fixkosten plötzlich an.
Worin liegt der Unterschied zwischen Fixkostendegression und Sprungfixkosten?
Antwort:
Bei der Fixkostendegression verteilen sich die gleichbleibenden Fixkosten auf mehr Stück. Dadurch sinken die Fixkosten pro Stück.
Bei Sprungfixkosten steigen die Fixkosten ab einer bestimmten Grenze plötzlich an, zum Beispiel durch eine zusätzliche Maschine, mehr Personal oder größere Räume.
IHK Stuttgart MEP BWH
IHK Stuttgart 12.2025
Industriemeister Chemie BQ Bwh mep// schriftlich 44 Punkte
Punkte Break Even point Zeichnen (bestes Video von der Bildungsfarbik dazu) -》 wie kann ich zu hohe variable Kosten senken ? Andere Rohstoffe einsetzen, Prozesse optimieren und anpassen
Bilanzen= Aktiva/Passiva Eigenkapital/Fremdkapital unterscheiden // Wie wirkt es sich auf meine Bilanz auf, wenn ich gewinn mache, wo wird er verbucht -> Eigenkapital steigt
Rechtsformen z.B. eigene Firma gründen welche Form man wählen würde und weshalb
Gewinn und Verlust, nur kurz angeschnitten nicht stark drauf eingegangen
Es kam noch primär/sekundärer und tertiärer Bedarf, sind aber auch mega nette Prüfer.
Die haben die Prüfung vorliegen, die fragen daran orientiert aber nicht nur darauf beziehen. Bilanzen, hatten wir gefühlt nie. (Also bei uns im Unterricht zumindest)
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.
- Welche Bedeutung hat der Break-even-Point für ein Unternehmen?
- Wie können zu hohe variable Kosten gesenkt werden?
- Was sind variable Kosten?
- Was sind Fixkosten?
- Wie ist eine Bilanz aufgebaut?
- Was zählt zu den Aktiva?
- Was zählt zu den Passiva?
- Was ist der Unterschied zwischen Eigenkapital und Fremdkapital?
- Wie wirkt sich ein Gewinn auf die Bilanz aus?
- Wo wird der Gewinn in der Bilanz verbucht?
- Was zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung?
- Wie hängen GuV und Bilanz zusammen?
- Welche Kriterien sind bei der Wahl einer Rechtsform wichtig?
- Welche Rechtsform würden Sie für eine eigene Firmengründung wählen und warum?
- Was ist primärer Bedarf?
- Was ist sekundärer Bedarf?
- Was ist tertiärer Bedarf?
Lösungsvorschlag von BLH:
Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.
Antwort:
Eine typische BEP-Grafik:
-
X-Achse: Absatzmenge
-
Y-Achse: Kosten & Erlöse
-
Fixkosten: waagerechte Linie
-
Gesamtkosten: steigende Linie (Fixkosten + variable Kosten)
-
Erlöslinie: steiler steigende Linie
-
Schnittpunkt Erlös/Gesamtkosten = Break-Even-Point
Links vom BEP: Verlustzone
Rechts vom BEP: Gewinnzone
Auf der x-Achse wird die Absatzmenge dargestellt, auf der y-Achse die Kosten und Erlöse.
Die Fixkosten verlaufen als waagrechte Linie.
Die Gesamtkosten steigen linear an, beginnend bei den Fixkosten.
Die Erlösgerade beginnt im Ursprung und steigt mit dem Verkaufspreis pro Stück.
Der Schnittpunkt von Erlös- und Gesamtkostenlinie ist der Break-even-Point.
Welche Bedeutung hat der Break-even-Point für ein Unternehmen?
Antwort:
Der Break-even-Point zeigt dem Unternehmen, ab welcher Produktions- oder Absatzmenge kostendeckend gearbeitet wird. Er dient als wichtige Entscheidungsgrundlage für die Preisgestaltung, die Produktionsplanung und die Kostenkontrolle. Außerdem hilft er dabei, wirtschaftliche Risiken besser einzuschätzen.
Wie können zu hohe variable Kosten gesenkt werden?
Antwort:
Zu hohe variable Kosten können zum Beispiel durch den Einsatz alternativer oder günstigerer Rohstoffe gesenkt werden, sofern die Qualität erhalten bleibt. Außerdem können Produktionsprozesse optimiert, Maschinen effizienter genutzt oder Ausschuss reduziert werden. Auch bessere Einkaufskonditionen oder größere Abnahmemengen können die variablen Kosten pro Stück senken.
Was sind variable Kosten?
Antwort:
Variable Kosten sind Kosten, die sich direkt mit der Produktions- oder Absatzmenge verändern. Je mehr produziert wird, desto höher fallen diese Kosten aus. Typische Beispiele sind Materialkosten, energieabhängige Kosten oder leistungsabhängige Löhne.
Was sind Fixkosten?
Antwort:
Fixkosten fallen unabhängig von der Produktionsmenge an. Sie bleiben kurzfristig gleich, auch wenn weniger oder gar nicht produziert wird. Dazu gehören zum Beispiel Miete, Versicherungen, Abschreibungen oder Gehälter von fest angestellten Mitarbeitern.
Wie ist eine Bilanz aufgebaut?
Antwort:
Eine Bilanz besteht aus zwei Seiten: der Aktivseite und der Passivseite. Die Aktivseite zeigt, wofür das Kapital im Unternehmen verwendet wird, zum Beispiel für Maschinen oder Vorräte. Die Passivseite zeigt, woher das Kapital stammt, also aus Eigenkapital oder Fremdkapital. Beide Seiten müssen immer gleich hoch sein.
Was zählt zu den Aktiva?
Antwort:
Zu den Aktiva gehören alle Vermögenswerte des Unternehmens. Dazu zählen unter anderem Maschinen, Gebäude, Vorräte, Forderungen sowie liquide Mittel wie Kassenbestand oder Bankguthaben. Sie stellen dar, wie das Kapital im Unternehmen gebunden ist.
Was zählt zu den Passiva?
Antwort:
Zu den Passiva gehören das Eigenkapital und das Fremdkapital. Das Eigenkapital gehört dem Unternehmen selbst, während Fremdkapital von externen Geldgebern stammt. Beispiele für Fremdkapital sind Darlehen, Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten oder Rückstellungen.
Was ist der Unterschied zwischen Eigenkapital und Fremdkapital?
Antwort:
Eigenkapital ist das Kapital, das dem Unternehmen dauerhaft zur Verfügung steht und den Eigentümern gehört. Fremdkapital wird dem Unternehmen von außen zur Verfügung gestellt und muss zu einem späteren Zeitpunkt zurückgezahlt werden. Fremdkapital verursacht in der Regel Zinskosten, Eigenkapital nicht.
Wie wirkt sich ein Gewinn auf die Bilanz aus?
Antwort:
Ein Gewinn führt dazu, dass das Eigenkapital in der Bilanz steigt. Das Unternehmen wird dadurch finanziell stabiler und unabhängiger von Fremdkapital. Gleichzeitig verbessert sich oft auch die Kreditwürdigkeit gegenüber Banken.
Wo wird der Gewinn in der Bilanz verbucht?
Antwort:
Der Gewinn wird auf der Passivseite der Bilanz dem Eigenkapital zugeordnet. Er erscheint dort zum Beispiel als Jahresüberschuss und erhöht das vorhandene Eigenkapital des Unternehmens.
Was zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung?
Antwort:
Die Gewinn- und Verlustrechnung stellt die Erträge und Aufwendungen eines bestimmten Zeitraums gegenüber. Sie zeigt, ob das Unternehmen in diesem Zeitraum einen Gewinn oder einen Verlust erzielt hat. Im Gegensatz zur Bilanz betrachtet die GuV einen Zeitraum und keinen Stichtag.
Wie hängen GuV und Bilanz zusammen?
Antwort:
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ermittelte Gewinn oder Verlust wird am Ende des Geschäftsjahres in die Bilanz übernommen. Ein Gewinn erhöht das Eigenkapital, ein Verlust verringert es. Dadurch sind GuV und Bilanz eng miteinander verknüpft.
Welche Kriterien sind bei der Wahl einer Rechtsform wichtig?
Antwort:
Wichtige Kriterien sind unter anderem die Haftung, der Kapitalbedarf, die Anzahl der Gesellschafter, steuerliche Aspekte sowie die Entscheidungs- und Mitbestimmungsrechte. Auch die Außenwirkung gegenüber Banken und Geschäftspartnern spielt eine Rolle.
Welche Rechtsform würden Sie für eine eigene Firmengründung wählen und warum?
Antwort:
Eine GmbH bietet sich an, da die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt ist. Dadurch wird das private Risiko reduziert. Außerdem ist die GmbH bei Banken und Geschäftspartnern anerkannt und eignet sich gut für Unternehmen mit größerem Investitionsbedarf.
Was ist primärer Bedarf?
Antwort:
Primärer Bedarf umfasst alle Rohstoffe, die direkt in das Endprodukt eingehen. In der Chemie sind das zum Beispiel Grundstoffe oder Chemikalien, aus denen das Produkt hergestellt wird.
Was ist sekundärer Bedarf?
Antwort:
Sekundärer Bedarf umfasst Hilfs- und Betriebsstoffe, die für die Produktion notwendig sind, aber nicht direkt Bestandteil des Endprodukts werden. Beispiele sind Schmierstoffe, Reinigungsmittel oder Verpackungsmaterial.
Was ist tertiärer Bedarf?
Antwort:
Tertiärer Bedarf beschreibt Dienstleistungen, die für den Produktionsprozess oder den Betrieb notwendig sind. Dazu gehören zum Beispiel Wartungsarbeiten, Transportleistungen oder externe Prüf- und Serviceleistungen.

IHK Stuttgart 12.2025
Chemie BQ mep // schriftlich 43 Punkte
primär, sekundärer, tertiärer Bedarf erklären
Bilanzen = Akitva/ Passiva
Mindestbestand,
sicherheitsbestand,
hochstbestand (erklären können und wie sich der zusammensetzt)
Break even point zeichnen und erklären
Gmbh und was es noch gibt (also andere Rechtsformen) AG erklären
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Was versteht man unter primärem, sekundärem und tertiärem Bedarf?
- Wie ist eine Bilanz aufgebaut?
- Was versteht man unter Aktiva?
- Was versteht man unter Passiva?
- Was ist der Mindestbestand?
- Was ist der Sicherheitsbestand?
- Was ist der Höchstbestand?
- Wie setzen sich diese Bestände zusammen?
- Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.
- Welche Bedeutung hat der Break-even-Point für ein Unternehmen?
- Was ist eine GmbH?
- Welche weiteren Rechtsformen gibt es?
- Was ist eine Aktiengesellschaft?
- Wie ist die AG organisiert?
- Was ist ein Vorteil der AG?
- Was ist ein Nachteil der AG?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was versteht man unter primärem, sekundärem und tertiärem Bedarf?
Antwort:
Der primäre Bedarf umfasst alle Rohstoffe, die direkt in das Endprodukt eingehen. In der Chemie sind das zum Beispiel Grundstoffe oder Chemikalien, aus denen das Produkt hergestellt wird.
Der sekundäre Bedarf umfasst Hilfs- und Betriebsstoffe, die für die Produktion notwendig sind, aber nicht direkt Bestandteil des Produkts werden, wie Schmierstoffe, Reinigungsmittel oder Energie.
Der tertiäre Bedarf bezeichnet Dienstleistungen, die für den Betrieb erforderlich sind, zum Beispiel Wartung, Transport oder externe Prüfungen.
Wie ist eine Bilanz aufgebaut?
Antwort:
Eine Bilanz besteht aus zwei Seiten: der Aktivseite und der Passivseite. Die Aktivseite zeigt, wofür das Kapital im Unternehmen verwendet wird, zum Beispiel für Maschinen, Gebäude oder Vorräte. Die Passivseite zeigt, woher das Kapital stammt, also aus Eigenkapital oder Fremdkapital. Beide Seiten müssen immer den gleichen Wert haben.
Was versteht man unter Aktiva?
Antwort:
Die Aktiva stellen das Vermögen des Unternehmens dar. Dazu gehören Sachwerte wie Maschinen und Gebäude, aber auch Vorräte, Forderungen sowie liquide Mittel wie Bankguthaben oder Kasse. Sie zeigen, wie das Kapital im Unternehmen gebunden ist.
Was versteht man unter Passiva?
Antwort:
Die Passiva zeigen die Herkunft des Kapitals. Sie bestehen aus Eigenkapital und Fremdkapital. Eigenkapital gehört dem Unternehmen selbst, Fremdkapital stammt von externen Geldgebern und muss zurückgezahlt werden, zum Beispiel Darlehen oder Lieferantenverbindlichkeiten.
Was ist der Mindestbestand?
Antwort:
Der Mindestbestand ist die Menge an Lagerbestand, die immer vorhanden sein muss, um Produktionsstillstände zu vermeiden. Er stellt sicher, dass auch bei Lieferverzögerungen oder unerwartet hohem Verbrauch weiter produziert werden kann.
Was ist der Sicherheitsbestand?
Antwort:
Der Sicherheitsbestand ist eine zusätzliche Reserve über den normalen Bedarf hinaus. Er dient dazu, Schwankungen im Verbrauch oder Lieferverzögerungen abzufangen. In vielen Fällen entspricht der Sicherheitsbestand dem Mindestbestand.
Was ist der Höchstbestand?
Antwort:
Der Höchstbestand ist die maximale Lagermenge, die nicht überschritten werden sollte. Er ergibt sich aus Lagerkapazitäten, Kapitalbindung und Verderb- oder Alterungsrisiken. Ein zu hoher Bestand verursacht unnötige Lager- und Finanzierungskosten.
Wie setzen sich diese Bestände zusammen?
Antwort:
Der Mindestbestand setzt sich meist aus dem Sicherheitsbestand zusammen. Der Höchstbestand ergibt sich aus dem Mindestbestand plus der optimalen Bestellmenge. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig Lagerkosten gering zu halten.
Zeichnen und Erklären Sie den Break-Even-Point.
Antwort:
Eine typische BEP-Grafik:
-
X-Achse: Absatzmenge
-
Y-Achse: Kosten & Erlöse
-
Fixkosten: waagerechte Linie
-
Gesamtkosten: steigende Linie (Fixkosten + variable Kosten)
-
Erlöslinie: steiler steigende Linie
-
Schnittpunkt Erlös/Gesamtkosten = Break-Even-Point
Links vom BEP: Verlustzone
Rechts vom BEP: Gewinnzone
Auf der x-Achse wird die Absatzmenge dargestellt, auf der y-Achse die Kosten und Erlöse.
Die Fixkosten verlaufen als waagrechte Linie.
Die Gesamtkosten steigen linear an, beginnend bei den Fixkosten.
Die Erlösgerade beginnt im Ursprung und steigt mit dem Verkaufspreis pro Stück.
Der Schnittpunkt von Erlös- und Gesamtkostenlinie ist der Break-even-Point.
Welche Bedeutung hat der Break-even-Point für ein Unternehmen?
Antwort:
Der Break-even-Point zeigt dem Unternehmen, ab welcher Produktions- oder Absatzmenge kostendeckend gearbeitet wird. Er dient als wichtige Entscheidungsgrundlage für die Preisgestaltung, die Produktionsplanung und die Kostenkontrolle. Außerdem hilft er dabei, wirtschaftliche Risiken besser einzuschätzen.
Was ist eine GmbH?
Antwort:
Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit. Die Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt, das Privatvermögen der Gesellschafter ist geschützt. Sie eignet sich besonders für Unternehmen mit höherem Kapitalbedarf.
Welche weiteren Rechtsformen gibt es?
Antwort:
Es gibt Einzelunternehmen, Personengesellschaften wie die GbR oder OHG sowie weitere Kapitalgesellschaften wie die AG. Sie unterscheiden sich vor allem in Haftung, Kapitalbedarf, Entscheidungsstruktur und rechtlichen Anforderungen.
Was ist eine Aktiengesellschaft?
Antwort:
Die AG ist eine Kapitalgesellschaft, deren Kapital in Aktien aufgeteilt ist. Die Aktionäre haften nicht persönlich, sondern nur mit ihrer Einlage. Die AG eignet sich besonders für große Unternehmen mit hohem Kapitalbedarf.
Wie ist die AG organisiert?
Antwort:
Die AG besteht aus drei Organen: dem Vorstand, der das Unternehmen führt, dem Aufsichtsrat, der den Vorstand kontrolliert, und der Hauptversammlung, in der die Aktionäre wichtige Entscheidungen treffen.
Was ist ein Vorteil der AG?
Antwort:
Ein großer Vorteil der AG ist die einfache Kapitalbeschaffung durch die Ausgabe von Aktien. Dadurch kann viel Kapital aufgenommen werden, ohne dass einzelne Personen persönlich haften.
Was ist ein Nachteil der AG?
Antwort:
Ein Nachteil ist der hohe organisatorische und rechtliche Aufwand. Außerdem sind die Gründungskosten hoch und die Entscheidungswege durch die verschiedenen Organe oft länger.

IHK Stuttgart 02.2026
Meister für Kraftverkehr BQ BWH MEP:
Also 3 Nette Prüfer, der einer Prüfer fragte mich Nach Unternehmens Formen
• Was ist eine Personalgesellschaft
• Nenne 3 Personengesellschaften
• Was ist ein Kapitalgesellschaft
• GmbH Mindeststammkapital erwähnen.
• Und Wer führt die GmbH
• Nenne 2 Kapitalgesellschaften
• Break Event Point nur erklären nicht skizzieren
• Deckungsbeitrag erklären
• Instanz wie ist die aufgebaut
• GuV erklären
• Variable Kosten/ Fixen kosten und jeweils ein Beispiel
• Was sind Einzelkosten
• Was sind Gemeinkosten
• BAB Erklären
• Ladungssicherung, Sozial Vorschriften
• Aufbau, Ablauforganisation erklären Beispiel vom meiner Branche als LKW Fahrer
-Zeitlohn, Akkordlohn und Prämienlohn
Also B.L.H hatte schriftlich 32 Punkte, bräuchte 86 Punkte und habe 90 Punkte gekriegt
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
- Welche Unternehmensformen gibt es, was sind Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften, und wie kann man die GmbH erklären?
- Was ist der Break-even-Point, was ist der Deckungsbeitrag, und wie hängen beide zusammen?
- Was sind fixe Kosten, variable Kosten, Einzelkosten und Gemeinkosten?
- Was ist der Betriebsabrechnungsbogen und wofür wird er verwendet?
- Was ist die Gewinn- und Verlustrechnung und was zeigt sie?
- Was ist eine Instanz und wie ist sie in einem Unternehmen aufgebaut?
- Was ist der Unterschied zwischen Aufbauorganisation und Ablauforganisation? Erklären Sie es mit einem Beispiel aus der Branche eines LKW-Fahrers.
- Was ist bei Ladungssicherung und Sozialvorschriften im Bereich LKW zu beachten?
- Welche Lohnarten gibt es und wie unterscheiden sich Zeitlohn, Akkordlohn und Prämienlohn?
Lösungsvorschlag von BLH:
Welche Unternehmensformen gibt es, was sind Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften, und wie kann man die GmbH erklären?
Antwort:
Es gibt verschiedene Unternehmensformen. Man kann sie grob einteilen in:
Einzelunternehmen
Eine einzelne Person führt das Unternehmen allein. Die Gründung ist einfach, aber der Unternehmer haftet grundsätzlich auch mit seinem Privatvermögen.
Personengesellschaften
Bei Personengesellschaften stehen die beteiligten Personen im Vordergrund. Die Gesellschafter arbeiten häufig aktiv im Unternehmen mit und haften je nach Rechtsform auch persönlich.
Drei Beispiele für Personengesellschaften sind:
-
GbR
-
OHG
-
KG
Bei der GbR schließen sich mindestens zwei Personen zusammen, um einen gemeinsamen Zweck zu verfolgen. Die Gründung ist relativ einfach.
Bei der OHG betreiben mindestens zwei Gesellschafter ein Handelsgewerbe. Die Gesellschafter haften grundsätzlich persönlich, unbeschränkt und gesamtschuldnerisch.
Bei der KG gibt es mindestens einen Komplementär und mindestens einen Kommanditisten. Der Komplementär haftet persönlich und unbeschränkt. Der Kommanditist haftet nur mit seiner Einlage.
Kapitalgesellschaften
Bei Kapitalgesellschaften steht das Kapital im Vordergrund. Die Gesellschaft ist eine eigene juristische Person. Das bedeutet, sie kann selbst Verträge abschließen, Eigentum besitzen, klagen und verklagt werden.
Zwei Beispiele für Kapitalgesellschaften sind:
-
GmbH
-
AG
Die GmbH ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Wichtige Merkmale der GmbH sind:
-
Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft.
-
Sie ist eine juristische Person.
-
Sie braucht ein Mindeststammkapital von 25.000 Euro.
-
Bei der Gründung müssen mindestens 12.500 Euro eingezahlt werden.
-
Die GmbH wird durch einen oder mehrere Geschäftsführer geführt.
-
Die Gesellschafter haften grundsätzlich nicht mit ihrem Privatvermögen.
-
Die GmbH haftet grundsätzlich mit ihrem Gesellschaftsvermögen.
Kurz gesagt:
Personengesellschaften sind stärker an Personen gebunden, zum Beispiel GbR, OHG und KG. Kapitalgesellschaften sind rechtlich selbstständiger und kapitalbezogener, zum Beispiel GmbH und AG.
Was ist der Break-even-Point, was ist der Deckungsbeitrag, und wie hängen beide zusammen?
Antwort:
Der Break-even-Point ist die Gewinnschwelle.
Das bedeutet:
An diesem Punkt sind die Erlöse genauso hoch wie die Gesamtkosten.
Das Unternehmen macht dort weder Gewinn noch Verlust.
Die Grundidee lautet: Erlöse = Gesamtkosten
Unterhalb des Break-even-Points macht das Unternehmen Verlust.
Oberhalb des Break-even-Points macht das Unternehmen Gewinn.
Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel von einem Verkaufspreis übrig bleibt, nachdem die variablen Kosten abgezogen wurden.
Die Formel lautet:
Deckungsbeitrag = Verkaufspreis - variable Kosten
Beispiel:
Verkaufspreis: 100 Euro
Variable Kosten: 60 Euro
Deckungsbeitrag:
100 Euro - 60 Euro = 40 Euro
Diese 40 Euro helfen dabei, die fixen Kosten zu decken.
Erst wenn alle fixen Kosten gedeckt sind, entsteht Gewinn.
Die Break-even-Menge kann man mit dem Deckungsbeitrag berechnen:
Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag je Stück
Beispiel:
Fixkosten: 10.000 Euro
Deckungsbeitrag je Stück: 40 Euro
Break-even-Menge:
10.000 Euro ÷ 40 Euro = 250 Stück
Das bedeutet:
Ab 250 verkauften Stück ist das Unternehmen bei null. Danach beginnt der Gewinnbereich.
Kurz gesagt:
Der Deckungsbeitrag hilft, die Fixkosten zu decken. Der Break-even-Point ist erreicht, wenn alle Fixkosten durch die Deckungsbeiträge gedeckt sind.
Was sind fixe Kosten, variable Kosten, Einzelkosten und Gemeinkosten?
Antwort:
Fixe Kosten sind Kosten, die unabhängig von der Produktionsmenge anfallen.
Beispiel:
Miete für eine Halle
Die Miete muss gezahlt werden, egal ob viel, wenig oder gar nichts produziert wird.
Weitere Beispiele sind:
-
Gehälter
-
Versicherungen
-
Leasingraten
-
Abschreibungen
Variable Kosten verändern sich mit der Produktionsmenge.
Beispiel:
Materialkosten
Wenn mehr produziert wird, braucht man mehr Material. Dadurch steigen die Materialkosten.
Weitere Beispiele sind:
-
Verpackungskosten
-
Akkordlohn
-
Energiekosten der Maschinen
-
Frachtkosten pro Stück
Einzelkosten können einem Produkt oder Auftrag direkt zugeordnet werden.
Beispiel:
Für einen bestimmten Auftrag werden 10 kg Stahl benötigt. Diese Materialkosten können direkt diesem Auftrag zugeordnet werden.
Typische Einzelkosten sind:
-
Fertigungsmaterial
-
Fertigungslöhne
-
Sondereinzelkosten der Fertigung
-
Sondereinzelkosten des Vertriebs
Gemeinkosten können einem Produkt oder Auftrag nicht direkt zugeordnet werden.
Beispiel:
Die Miete der Produktionshalle betrifft mehrere Produkte gleichzeitig. Deshalb kann man sie nicht direkt einem einzigen Produkt zuordnen.
Typische Gemeinkosten sind:
-
Miete
-
Stromgrundkosten
-
Gehälter der Verwaltung
-
Versicherungen
-
Abschreibungen
-
Reinigungskosten
Gemeinkosten werden meist über Zuschlagssätze auf die Produkte verteilt.
Kurz gesagt:
Fixe und variable Kosten unterscheiden sich nach ihrem Verhalten bei Mengenänderung. Einzelkosten und Gemeinkosten unterscheiden sich danach, ob man sie direkt einem Produkt zuordnen kann oder nicht.
Was ist der Betriebsabrechnungsbogen und wofür wird er verwendet?
Antwort:
Der Betriebsabrechnungsbogen, kurz BAB, ist ein Hilfsmittel der Kostenrechnung.
Mit dem BAB werden Gemeinkosten auf verschiedene Kostenstellen verteilt.
Kostenstellen sind Bereiche im Unternehmen, in denen Kosten entstehen.
Typische Kostenstellen sind:
-
Material
-
Fertigung
-
Verwaltung
-
Vertrieb
Der BAB hilft dabei, herauszufinden, wo Gemeinkosten entstanden sind und wie sie auf Produkte oder Aufträge weiterverrechnet werden können.
Beispiele für Gemeinkosten im BAB sind:
-
Miete
-
Strom
-
Gehälter
-
Versicherungen
-
Abschreibungen
-
Reparaturen
-
Hilfsstoffe
-
Betriebsstoffe
Diese Kosten werden mit passenden Verteilungsschlüsseln verteilt.
Beispiele:
-
Miete nach Quadratmetern
-
Strom nach Verbrauch oder Maschinenstunden
-
Gehälter nach Abteilung
-
Abschreibungen nach genutzten Anlagen
-
Versicherungen nach Anlagenwerten
Am Ende werden Zuschlagssätze berechnet.
Kurz gesagt:
Der BAB verteilt Gemeinkosten auf Kostenstellen und bildet daraus Zuschlagssätze für die Kalkulation.
Was ist die Gewinn- und Verlustrechnung und was zeigt sie?
Antwort:
Die Gewinn- und Verlustrechnung, kurz GuV, stellt die Erträge und Aufwendungen eines Unternehmens gegenüber.
Dadurch erkennt man, ob ein Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum Gewinn oder Verlust gemacht hat.
Wenn die Erträge höher sind als die Aufwendungen, entsteht ein Gewinn.
Wenn die Aufwendungen höher sind als die Erträge, entsteht ein Verlust.
Einfach gesagt:
Gewinn = Erträge - Aufwendungen
Beispiele für Erträge:
-
Umsatzerlöse
-
Zinserträge
-
sonstige betriebliche Erträge
Beispiele für Aufwendungen:
-
Materialaufwand
-
Personalaufwand
-
Miete
-
Abschreibungen
-
Versicherungen
-
Zinsaufwand
Die GuV ist Bestandteil des Jahresabschlusses.
Kurz gesagt:
Die GuV zeigt, ob ein Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich war oder Verlust gemacht hat.
Was ist eine Instanz und wie ist sie in einem Unternehmen aufgebaut?
Antwort:
Eine Instanz ist eine Stelle im Unternehmen, die Weisungsbefugnis hat.
Das bedeutet:
Eine Instanz darf anderen Mitarbeitern Anweisungen geben und Entscheidungen treffen.
Beispiel:
-
Geschäftsführer
-
Betriebsleiter
-
Abteilungsleiter
-
Meister
-
Schichtleiter
Eine Instanz ist also eine Führungsstelle.
Ein Unternehmen kann mehrere Instanzen haben. Diese sind oft hierarchisch aufgebaut.
Beispiel:
-
Geschäftsführung
-
Betriebsleitung
-
Produktionsleitung
-
Meister
-
Mitarbeiter
Je weiter oben eine Instanz steht, desto größer sind meistens Verantwortung und Entscheidungsbefugnis.
Wichtig ist auch der Unterschied zwischen Instanz und Stelle.
Eine Stelle ist allgemein eine organisatorische Einheit mit bestimmten Aufgaben.
Eine Instanz ist eine besondere Stelle mit Weisungsbefugnis.
Kurz gesagt:
Eine Instanz ist eine Führungsstelle im Unternehmen. Sie darf Entscheidungen treffen und Weisungen geben.
Was ist der Unterschied zwischen Aufbauorganisation und Ablauforganisation? Erklären Sie es mit einem Beispiel aus der Branche eines LKW-Fahrers.
Antwort:
Die Aufbauorganisation beschreibt, wie ein Unternehmen aufgebaut ist.
Sie zeigt:
-
Welche Abteilungen es gibt
-
Welche Stellen es gibt
-
Wer wem unterstellt ist
-
Wer welche Verantwortung hat
-
Wer Weisungen geben darf
Ein typisches Beispiel ist ein Organigramm.
Beispiel aus einer Spedition:
-
Geschäftsführung
-
Disposition
-
Fuhrparkleitung
-
LKW-Fahrer
-
Lager
-
Buchhaltung
-
Kundenservice
Hier sieht man, wer wofür zuständig ist.
Die Aufbauorganisation beantwortet die Frage:
Wer ist wofür zuständig?
Die Ablauforganisation beschreibt, wie die Arbeit abläuft.
Sie zeigt:
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Welche Arbeitsschritte nacheinander kommen
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Wer wann welche Aufgabe erledigt
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Welche Informationen weitergegeben werden
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Wie ein Auftrag durch das Unternehmen läuft
Beispiel aus der Arbeit eines LKW-Fahrers:
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Ein Kunde gibt einen Transportauftrag ab.
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Die Disposition plant Tour, Fahrzeug und Fahrer.
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Der Fahrer bekommt seine Tourdaten.
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Die Ware wird geladen.
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Die Ladung wird gesichert.
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Der Fahrer prüft Fahrzeug, Papiere und Ladung.
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Die Ware wird zum Kunden transportiert.
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Beim Kunden wird abgeladen.
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Die Lieferung wird bestätigt.
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Die Unterlagen gehen zurück ins Unternehmen.
Die Ablauforganisation beantwortet die Frage:
Wie läuft die Arbeit ab?
Kurz gesagt:
Aufbauorganisation zeigt den Aufbau des Unternehmens. Ablauforganisation zeigt den Ablauf der Arbeit.
Was ist bei Ladungssicherung und Sozialvorschriften im Bereich LKW zu beachten?
Antwort:
Bei der Ladungssicherung geht es darum, dass die Ladung so gesichert wird, dass sie während der Fahrt nicht verrutscht, kippt, rollt oder herunterfällt.
Das ist wichtig für:
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Sicherheit des Fahrers
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Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer
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Schutz der Ware
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Vermeidung von Schäden
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Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
Typische Mittel zur Ladungssicherung sind:
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Zurrgurte
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Antirutschmatten
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Sperrbalken
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Netze
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Keile
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Kantenschutz
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Formschluss
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Kraftschluss
Formschluss bedeutet:
Die Ladung liegt so an, dass sie sich kaum bewegen kann, zum Beispiel direkt an der Stirnwand oder seitlich begrenzt.
Kraftschluss bedeutet:
Die Ladung wird durch Niederzurren mit Gurten auf die Ladefläche gepresst. Dadurch erhöht sich die Reibung.
Wichtig ist:
Der Fahrer muss vor Fahrtbeginn prüfen, ob die Ladung sicher ist. Auch während der Fahrt kann eine Kontrolle nötig sein.
Bei den Sozialvorschriften geht es vor allem um Lenkzeiten, Ruhezeiten und Pausen.
Ziel ist, Übermüdung zu vermeiden und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Wichtige Punkte sind:
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Lenkzeiten einhalten
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Pausen einhalten
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tägliche Ruhezeit beachten
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wöchentliche Ruhezeit beachten
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Fahrerkarten und Kontrollgerät richtig verwenden
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Arbeitszeiten dokumentieren
Beispiel:
Ein LKW-Fahrer darf nicht unbegrenzt fahren. Nach bestimmten Lenkzeiten muss er Pause machen. Dadurch soll verhindert werden, dass er übermüdet fährt und Unfälle verursacht.
Kurz gesagt:
Ladungssicherung sorgt dafür, dass die Ware sicher transportiert wird. Sozialvorschriften sorgen dafür, dass Fahrer nicht überlastet oder übermüdet unterwegs sind.
Welche Lohnarten gibt es und wie unterscheiden sich Zeitlohn, Akkordlohn und Prämienlohn?
Antwort:
Es gibt verschiedene Lohnarten. Besonders wichtig sind:
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Zeitlohn
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Akkordlohn
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Prämienlohn
Beim Zeitlohn wird nach der gearbeiteten Zeit bezahlt.
Beispiel:
Ein Mitarbeiter bekommt 18 Euro pro Stunde oder ein festes Monatsgehalt.
Der Lohn hängt hier nicht direkt von der hergestellten Stückzahl ab.
Vorteile:
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einfach zu berechnen
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gut bei Tätigkeiten, bei denen Qualität wichtig ist
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geeignet bei schwer messbarer Leistung
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weniger Leistungsdruck
Nachteile:
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weniger direkter Leistungsanreiz
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Leistungsschwankungen sind schwerer erkennbar
Beim Akkordlohn wird nach der hergestellten Menge bezahlt.
Beispiel:
Ein Mitarbeiter bekommt pro gefertigtem Teil einen bestimmten Betrag.
Je mehr Stück er produziert, desto höher ist sein Lohn.
Vorteile:
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hoher Leistungsanreiz
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Leistung ist messbar
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mehr Menge kann zu höherem Lohn führen
Nachteile:
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Qualität kann leiden
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höherer Leistungsdruck
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nicht für jede Tätigkeit geeignet
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nur sinnvoll bei messbarer und beeinflussbarer Leistung
Beim Prämienlohn bekommt der Mitarbeiter einen Grundlohn und zusätzlich eine Prämie, wenn bestimmte Ziele erreicht werden.
Beispiele für Prämien:
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Qualitätsprämie
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Mengenprämie
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Ersparnisprämie
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Termintreueprämie
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Nutzungsgradprämie
Beispiel:
Ein Mitarbeiter bekommt seinen normalen Lohn. Wenn er besonders wenig Ausschuss produziert oder eine Maschine gut auslastet, bekommt er zusätzlich eine Prämie.
Vorteile:
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Leistung und Qualität können gefördert werden
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flexibler als reiner Akkordlohn
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Mitarbeiter können gezielt motiviert werden
Nachteile:
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Prämien müssen fair und nachvollziehbar sein
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falsche Prämien können Fehlverhalten fördern
-
Berechnung kann aufwendiger sein
Kurz gesagt:
Zeitlohn bezahlt die Zeit. Akkordlohn bezahlt die Menge. Prämienlohn belohnt zusätzlich bestimmte Leistungen oder Ziele.
IHK Würzburg MEP BWH
IHK Würzburg 06.2023
wurden die Begriffe Personal und Kapitalgesellschaft gefragt und
was die Unterschiede sind.
Die nächste frage im Anschluss war,
welche Rechtsformen es gibt, hören wollten die AG und Gmbh.
-Dann was mindeskapital bei AG und Gmbh ist
Wer die AG führt und die Gmbh
Dann noch was die KG ist, und den Aufbau
-was eine Gmbh & co kg ist
Dann wollten die noch, die Gemeinkosten hören (MGK, VGK, …)
Und was der BAB für nen zweck hat
Mögliche Prüfungsfragen erstellt von BLH:
-Was ist eine Personengesellschaft? Was ist eine Kapitalgesellschaft? Was unterscheidet sie?
-Welche Rechtsformen gibt es?
-Wie hoch ist das Mindestkapital bei AG und GmbH?
-Wer führt eine AG? Wer führt eine GmbH?
-Was ist eine KG? Wie ist sie aufgebaut?
-Was ist eine GmbH & Co. KG?
-Was sind Gemeinkosten? Nennen Sie Beispiele.
-Wofür verwendet man den Betriebsabrechnungsbogen?
Lösungsvorschlag von BLH:
Was ist eine Personengesellschaft? Was ist eine Kapitalgesellschaft? Was unterscheidet sie?
Antwort:
Personengesellschaften
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Zusammenschluss von natürlichen Personen
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persönliche Haftung
-
Mitwirkung der Gesellschafter
-
einfache Gründung
Beispiele: GbR, OHG, KG
Kapitalgesellschaften
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eigene juristische Person
-
Haftung nur mit Gesellschaftsvermögen
-
Anteile können übertragen werden
-
höhere Gründungsanforderungen
Beispiele: GmbH, UG, AG
Hauptunterschied:
Personengesellschaft → persönliche Haftung
Kapitalgesellschaft → Haftungsbeschränkung
Welche Rechtsformen gibt es? (Was die Prüfer hören wollten)
Antwort:
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AG – Aktiengesellschaft
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GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Wie hoch ist das Mindestkapital bei AG und GmbH?
Antwort:
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AG: 50.000 € Grundkapital
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GmbH: 25.000 € Stammkapital
(UG ab 1 € – falls gefragt)
Wer führt eine AG? Wer führt eine GmbH?
Antwort:
AG:
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Vorstand führt das Unternehmen
-
Aufsichtsrat überwacht
-
Hauptversammlung entscheidet Grundsätzliches
GmbH:
-
Geschäftsführer führt
-
Gesellschafterversammlung entscheidet
Was ist eine KG? Wie ist sie aufgebaut?
Antwort:
Die KG besteht aus zwei Gesellschaftern:
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Komplementär
→ haftet unbeschränkt, führt das Unternehmen -
Kommanditist
→ haftet nur mit seiner Einlage, hat eingeschränkte Mitspracherechte
Die KG ist eine Personengesellschaft.
Was ist eine GmbH & Co. KG?
Antwort:
Eine Sonderform der KG, bei der die GmbH der Komplementär ist.
Vorteil:
→ die unbeschränkte Haftung des Komplementärs entfällt, weil die GmbH haftet.
Struktur:
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GmbH (haftender Komplementär)
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natürliche Personen als Kommanditisten
Was sind Gemeinkosten? Nennen Sie Beispiele.
Antwort:
Gemeinkosten sind Kosten, die nicht direkt einem Produkt zugeordnet werden können.
Beispiele (klassisch für die Prüfung):
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MGK = Materialgemeinkosten
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FGK = Fertigungsgemeinkosten
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VwGK = Verwaltungsgemeinkosten
-
VtGK = Vertriebsgemeinkosten
Sie entstehen für Bereiche, nicht für einzelne Produkte.
Wofür verwendet man den Betriebsabrechnungsbogen?
Antwort:
Der BAB dient dazu:
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Gemeinkosten auf Kostenstellen zu verteilen
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Gemeinkostenzuschlagssätze zu ermitteln
-
Kostenstellen zu kontrollieren
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Grundlage für die Zuschlagskalkulation zu schaffen
Er sorgt für eine verursachergerechte Kostenverteilung.